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Seminare und Montag der 01.11

Seminare und Montag der 01.11


K. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die medizinischen Aspekte der Alkoholabhängigkeit und deren Behandlung auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Wirkungen von Alkohol, insbesondere auf Dopamin und Serotonin, sowie die verschiedenen Behandlungsmethoden wie Clomethiazol, Diazepam und Naltrexon. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die sich mit der Diagnose und Therapie von Alkoholabhängigkeit beschäftigen, da sie detaillierte Informationen zu Medikamenten, deren Dosierung und Nebenwirkungen sowie zu psychologischen und neurologischen Aspekten liefern.
Flashcards
66
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
03.11.2015 / 03.11.2015

Flashcards

Cortico-striato-thalamo-cortical(CSTC)  „loops?

Regulatorische  Funktionen  in  den  Bereichen  Aufmerksamkeit,  Impulsivität  und  Motoraktivität/Hyperaktivität •Gehen  von  der  Großhirnrinde/Kortexaus  und  verlaufen  über  die  Basalganglien  und  den  Thalamus  zurück  zum  Kortex •Moduliert  durch  Neurotransmitter,  u.a.  Dopamin,  Serotonin,  Noradrenalin

 

Genetische  Befunde bei ADHS

Bisher  keine  einheitlichen  Befunde,  die  klinische  Implikationen  zulassen-Neuromodulation:  am  ehesten  Dysbalanceder  Monoamine  (DA,  NA;;  Serotonin)

Bildgebung bei ADHS

Reifungsverzögerung  und  verminderte  Konnektivität  wahrscheinlich-Methylphenidatvermindert  wahrscheinlich  Reifungsverzögerung

 

Umweltfaktoren und ADHS

Sollten  genau  erhoben  und  in  der  Behandlung  berücksichtigt  werden,  kann  hohe  Effekte  bei  zum  Teil  geringem  finanziellen  Aufwand/  Risiken  bedeuten

Alkoholabhängigkeit: In welchen Behandlungsphasen ist eine Pharmakotherapie sinnvoll?

ØAlkoholintoxikation

ØAlkoholentzugssyndrom

ØAlkoholentwöhnung

ØBegleiterkrankungen

Welche Medikation gibt man bei Erregungszuständen?

KEINE Benzodiazepine, Barbiturate oder andere ZNS-depressive Substanzen (KEIN Clomethiazol!) SONDERN: hochpotente Neuroleptika (z.B. Haloperidol (5-10 mg, ggf. i.v)

-> denn die Gefahr einer Atemdepression besteht

Prinzipien der Behandlung des Alkoholentzugssyndroms

ØSubstitution“ der Alkoholwirkung und langsame Reduktion –Vorteile: Ausgezeichnete Wirksamkeit gegen alle Aspekte des Entzugssyndroms –Nachteile: Sehr individuelle Dosierungen notwendig

ØSymptomatische Behandlung/Prophylaxe Kombination aus:

•Antikonvulsiva

•Antipsychotika

•Clonidin

–Vorteile: weniger Individualität; auf Zielsymptomatik fokussierbar

–Nachteile: schlecht zeitlich steuerbar

Alkoholentzugssyndrom: Behandlung: Welches Medikament?

Mittel der ersten Wahl: Clomethiazol (DistraneurinR) bis zu 24 (32) Kps./Tag symptomorientiert

CAVE:

- Clomethiazol NIE ambulant

- Clomethiazol nie bei kardiorespiratorisch instabilen  Patienten

- Anstieg der Bronchialsekretion

Øoder: Benzodiazepine (z.B. Diazepam)

ØDistraneurin und Benzodiazepine wirken auf alle Symptomkomplexe des Entzugs

Øbei Entzugsanfällen ggf. Carbamazepin (z.B. TegretalR)

ØAlternativen:

–Tiapridex (ca. 400mg/d) + Carbamazepin (200-800mg/d)

–bei leichteren Entzugssyndromen: Antidepressiva (z.B. DoxepinR)

–unter Intensiv/Monitor-überwachung: Clonidin (CatapresanR)  i.v

Möglichkeiten der „Substitution von Alkohol"

Benzodiazepine, z.B.:

Diazepam (tmax= 1h, t1/2= 30-40, aktive Metaboliten bis zu 200h)

 Oxazepam (tmax= 1-3h, t1/2= 4-15h, keine aktiven Metaboliten)

Wirkung erfolgt über die Wirkung an der BZD-Bindungsstelle am GABA-Rezeptor

ØClomethiazol (Distraneurin): (tmax = 1-1½ h, t½ = 2-5 h, max. 9h) Erhöht die Wirksamkeit von GABA am Rezeptor

Höchstdosis von Distraneurin?

24 (-32) Kps. pro Tag (192 mg pro Kps.; 50 mg pro ml Lösung)  1 Kps. ≈ 4 ml Lösung   Keine i.v. Verabreichung mehr zugelassen

Nebenwirkungen von Distraneurin?

Exantheme, Ödeme   Kutane Missempfindungen   RR↓; Palpitationen   Husten-, Nies- und Schnupfenreiz   Transaminasen↑ bis hin zur cholestatischen Hepatitis

 

Komplikationen von Distraneurin?

Koma, Ateminsuffizienz, Abhängigkeitsentwicklung

Kontraindikationen von Distraneurin?

Akute Sedativa-Intoxikation   Respiratorische Insuffizienz (z.B. schwere COPD, Pneumonie

 

Höchstdosis von Diazepam?

120 mg, bis zu 240 mg (aber nicht i.v.!!)   i.v. nach 40 mg auf Normalstation Stopp, dann nur noch auf Intensivstation

Problem der Kinetik von Diazepam?

Wirkeintritt bereits nach 15-20 min.    (sehr lipophil), i.v. bereits bei Injektion    tmax = 1h    t½    = 36 h bis zu 200 h    Langwirksamer aktiver Metabolit =     Nordazepam

Cave bei Diazepam?

Lange Halbwertzeit beachten   Schlecht steuerbar   Bei zu schneller Injektion Atemdepression   i.v. als Bolus immer nur in Lipuro-Form

Alkoholentzugssyndrom-Bogen (AESB) Charakteristika?

Anzuwenden durch das Pflegepersonal auf der Grundlage von ärztlichen Grundannahmen •Zeitnahe und symptombezogene Behandlung •Weiter Anwendungsbereich •Möglichst Monotherapie •Selbstausschleichend

Alkohol-Rückfallprophylaxe: Pharmakotherapie?

Optimal Anbindung an Suchtambulanz

ØWichtig: Kontinuierlicher Kontakt mit HA

ØEinbeziehung des sozialen Umfelds

ØStetige Reevaluation und Stärkung des Abstinenzwillens

 ØSelbsthilfegruppen (AA, Guttempler, Blaukreuz)

ØAnti-Craving Substanzen -- Acamprosat -- Naltrexon -- Nalmefen

ØIn Deutschland unübliches medikamentöses Aversivverfahren: -- Disulfiram

Alkohol-Entwöhnung: Pharmakotherapie: welche Medis?

Acamprosat (CampralÒ) Zur Unterstützung der Aufrechterhaltung der Abstinenz beim

alkoholabhängigen Patienten

•Naltrexon (AdepentÒ) Als Teil einer umfassenden Therapie gegen Alkoholabhängigkeit, zur Reduktion des Rückfallrisikos, als unterstützende Behandlung in der Abstinenz und zur Minderung des Verlangens nach Alkohol

•Nalmefen (SelincroÒ) Reduktion des Alkoholkonsums bei erwachsenen Patienten mit Alkoholabhängigkeit, deren Alkoholkonsum sich auf einem hohen Risikoniveau befindet (>60 g/Tag für Männer; >40 g/Tag für Frauen)

•Disulfiram (AntabusÒ)  Ist eigentlich kein Anti-Craving-Mittel; Hilfsmittel zur Aversiv-Therapie

 

Naltrexon und OPRM1?

Die Wirksamkeit von Naltrexon ist abhängig vom OPRM1-Genotyp

Alkohol: Abbauwege:

Alternativ- oder Isoenzyme:  Für die ADH:

- ADH 1 (90% Leber; Km: 0.23 mg% [beta1]) 

- ADH 2 (Leber; mittelhohe Km)

 - ADH 3 (Magen; hohe Km) -

 ADH 4/5 unwichtig

- CYP2E1 (normal geringe Bedeutung, aber 10fach induzierbar)

- Katalase (möglicherweise bedeutsam im Hirn)

-Nonoxidativ zu Fettsäureethylestern   (Wichtig bei Organschäden) 

Für die ALDH:

- ALDH1A1

- ALDH1B1

- ALDH2 (mitochondrial / Hauptbedeutung)

Psychologische Wirkungen durch Alkohol:

1. Enthemmung: neutrale Situation + Alkohol : Stimulierung

2. Dämpfung: unangenehme Situation + Alkohol : Dämpfung

Cuereacitivity:

Stimulusbedingungen („trigger“) können klassisch konditionierte Reaktionen („cue reactivity“, „Alkoholreagibilität“´) auslösen (zB. Kneipe kann bei Abhängigen ein Craving auslösen)

 

Cuereacitivity:

Stimulusbedingungen („trigger“) können klassisch konditionierte Reaktionen („cue reactivity“, „Alkoholreagibilität“´) auslösen (zB. Kneipe kann bei Abhängigen ein Craving auslösen)

 

Wie wirkt Alkohol?

Alkohol hat gabaerge Wirkung: wirkt antiepileptisch, hypnotisch,

antikonvulsiv, anxiolytisch etc.

Hirn ist an diese Wirkungen adaptiert

–wenn man diese akut  wegnimmt überwiegt  Glutamat

– kann dann Anfälle, Unruhe,  Erregung, Angst machen, daher können Patienten auf Entzug

epileptische Anfälle bekommen(Alkoholentzugsanfälle)

Nocleus accumbens: zentrales dopaminerges Neuron das eine Rolle

spielt, Alkohol wirkt auf die Freisetzung von beta Endorphinen,

Alkohol macht nicht direkt eine Dopaminfreisetzung sondern

indirekt über opiodiderge Neurone; dort greifen die

Opiatantagonisten und verhindern so im Endeffekt die

Dopaminfreisetzung im Nucles accumbens 

Wernicke Enzephalopathie Trias

(Ophthalmoplegie(Schielen), Enzephalopathie, Ataxie

 klassische

Trias)

Study