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Seminare und Montag der 01.11
Seminare und Montag der 01.11
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Lernkarten
Wer braucht mehr Schlaf bei Depression?
- Männer und
- Bipolare
Was ist ein drei-Spalten-Protokoll/5-Spalten-Protokoll:
- Auslöser
- Automatische Gedanken
- Gefühle/ Beschwerden/ Stimmung
- Rationalere Gedanken
- Ergebnis
Was ist der Sokratische Dialog?
Der sokratische Dialog soll dem Patienten ermöglichen, gedankliche Alternativen selbst zu finden -- > Veränderungen auf kognitiver Ebene herbeiführen
Was ist Reattributiertung?
Soll verdeutlichen, dass Patienten zumeist nur wenige, einseitige Informationen zur Ursachenzuschreibung heranzieht
Was sind Doppelstandards?
Oft werden von depressiven Patienten zur Bewertung eigenen Verhaltens andere Kriterien verwendet, als zur Beurteilung des Verhaltens anderer Personen
Worin unterscheiden sich die einzelnen kognitiven Techniken?
Hinsichtlich Erfassung vs Veränderung von Gedanken •Hinsichtlich der Betrachtung von automatischen Gedanken oder Grundannahmen/Schemata
Gibt es auch Gemeinsamkeiten der verschiedenen kognitiven Techniken? Gibt es ein gemeinsames Ziel?
Veränderung von Denkmustern, wodurch Veränderungen der affektive Symptomatik, als auch des Verhaltens ermöglicht werden.
Patienten verstehen ihre eigenen Denkmuster besser
Nennen Sie drei Phasen bzw. Schritte einer kognitiven Verhaltenstherapie zur Behandlung einer depressiven Störung.
Aufbau einer therapeutischen Beziehung; Schlüsselprobleme benennen / Verhaltensanalyse;
Vermittlung des therapeutischen Modells;
Aktivitätsaufbau;
Soziale Kompetenz;
Kognitive Techniken;
Transfer, Erfolgssicherung & Rückfallverhinderung;
Nennen Sie ein Beispiel für eine kognitive Technik bei der verhaltenstherapeutischen Behandlung einer depressiven Episode.
Sokratischer Dialog, Realitätstestung, kognitive Umstrukturierung, Erkennen automatischer Gedanken, Spaltentechnik/-protokoll
Werden durch biologische Erklärungskonzepte die psychologischen Theorien überflüssig?
Nein, da es ein komplexes Zusammenspiel zwischen psychologischen und biologischen Faktoren gibt. Überzeugungen und Einstellungen beeinflussen Verhalten, das im Gegenzug die Hirnchemie beeinflussen kann (Veränderungen im fMRT nach VT nachgewiesen). Andere Beispiele: Medikamentencompliance, Placebowirkung, „Weißkittelhypertonie
Welche Aspekte der multimodalen Diagnostik können jeweils der kategorialen Diagnostik und welche der dimensionalen Diagnostik zugeordnet werden?
Dimensional: Erfassung des Grades indiviodueller Merkmalsausprägung ( z.B. Intelligenz)
Klassifikatorisch: Einordnung von Personen in ein Ordnungssystem zb. ICD 10
Welche drei Zusattzsymptome müssen bei einer hyperkinetischen Störung vorliegen?
- Vor dem 7. LJ
- Leidensdruck
- Situationsübergreifend
Was ist der Wirkmeschanismus von Quetiapin ?
D2-> hemmung und 5HT2A
Lamotrigin UAW?
-> Nicht so viele, >Mittel der Wahl bei Bipolarerer Störung
Valproat UAW?
-> Gewichtszunahme, teratogen -> Folsäureprophylaxe
Was sind UAW von Lithium?
- Nierentoxisch, deswegen vorher Creatinin Clearance
- Ganz geringe Therapeutische Breite
Carbamazepin UAW?
Gewichtszunahme und teratogen -> Folsäureprophylaxe
Gefährlicher Maniker- was gebe ich?
- Benzodiazepine
- Atypische Antipsychotika
Welche Drogen machen zum Beispiel Schizophrenie ähnliche Symptome?
- Amphetamin
- Cokain
Haldol wirkt wie?
FGA (Haloperidol) -> EPS -Nebenwirkungen -> besonders Spätdyskinesien
-> keine anticholinergen Nebenwirkungen
Benzodiazepine: Wirkmechanismus?
-> Wirken am GABA - Agonist -> sedierend und anxiolytisch !!!
Risperidon und Olanzapin: Wirkung?
sedierend, anticholinerg, antihistaminerge Wirkung, daher UAW -> machen Müde(deswegen abends nehmen), Verstopfung, Schwindel, verschwommenes sehen, aber am wichtigsten Gewichtszunahme und Hyperprolaktinämie-> Potenzstörungen
Warum Amisulprid nicht bei Jungen Männern?
SGA, aber mit hohen Potenzstörungen
Was macht nicht müde und keine großer Gewichtszunahme?
Ariprepazol?
Was ist Ciprasilon?
Kann AV-Block machen, aber macht nicht müde
Warum nicht Clozapin?
NW wie olanzapin und Leukozytenkontrolle wegen Agranulozytose, aber kein EPS !!!
Diagnostik: Biologische Marker des chronischen Alkoholkonsums?
Gamma GT(unspezifisch)
•CDT(Carbohydrate-deficientTransferrin)eher spezifisch 3-4 Wochen-Aussagekraft •EthylglukuronidHochspezifisch; bis zu 3 Tage
•MCV
•GOT/GPT
•HDL
•Thrombozytopenie
Langzeitparameter für Alkoholkonsum CDT (Carbohydrate-deficientTransferrin)?
•Transferrin=> Polypeptid mit 679 Aminosäuren
•Vor allem am N-terminalen Ende Polysaccharid-Ketten (Sialinsäure-haltig)
•3-6 Sialinsäurerestepro Molekül sind normal
•Unter Alkohol erhöht sich der Anteil von 0-2 Rest Molekülen
•Ab Trinkmengen von 20(♀)30(♂)g/d
•Angabe in der Regel in Prozent positive über 2,5%
•Zeitfenster: HWZ 14-17 Tage
Sensitivität 80%
•Spezifität 98%
•Falsch niedrig: -Schleifendiuretika-Akuter Blutverlust
•Falsch hoch-Genetische Variante-Leberschäden (CA oder Zirrhose) -Antikonvulsiva/ ACE-Hemmer-Anorexie-Rheumatische Erkrankungen-COPD
Langzeitparameter für den Alkoholkonsum •Ethylglukuronid?
Alkoholabbau zu 95-98% oxidativ in Leber, Magen, Hirn etc.
–Ca. 2-4% exhaliert oder ausgeschwitzt–0,5% werden aber direkt einer Glukuronidierung unterzogen (Phase-II Metabolismus–Bereits seit 1901 bekannt (Neubauer, 1901)
Analyse von EtGlu im Urin HWZ im Serum nur 2,5 Stunden Detektionszeit von EtGlu im Urin bis zu 80 Stunden Sensitivität initial sehr hoch (innerhalb von wenigen Stunden bis 100%)
––Sensitivität nimmt mit der Zeit dramatisch ab Sens.: nach 78Stunden nur noch 18% !!! Sehr anfällig auf Miktionsbeeinflussung (Polydipsie, Diuretika)
Molekulare Wirkung von Ethanol auf Glutamat-Rezeptoren?
cerebralEthanol bewirkt bereits in geringen Konzentrationen die Inhibition des Ca-Einstroms am NMDA-RezeptorGeringere Wirkung an anderen ionotropenGlu-Rezeptoren
Bei chronischem Konsum up-regulationvon NR2a und NR2b UntereinheitenBewirkt Wohlempfinden, Angstreduktion und Euphorie (niedrigdosiertes Ketaminähnlich
Wirkung von Alkohol auf GABA?
Wichtigster cerebralerinhibierender NeurotransmitterEthanol hat agonistischeWirkungan der BZD-Bindungsstelle von GABA-A-RezeptorenChronischer Konsum: Down-Regulation von GABA-A RezeptorenBewirkt: Anxiolyse, Sedationund Euphorie
Toleranz biochemisch erklärt:
Chronischer Alkoholkonsum führt zur Reduktion von δ-Subunits der GABA-R
Molekulare Wirkung von Ethanol auf Spannungsabhängige Ca-Kanäle (VSCC)?
Ethanol blockt Dosis-abhängig N+L-Typ der VSCCsSpeziell der Dihydropyridin-abhängige L-Typ führt zu verbesserter Tolerabilität von Ethanol (im Vergleich zu Ketamin weniger Wahrnehmungsstörungen)Chronischer Konsum führt zur up-Regulation / Fragliche Bedeutung bei Entzugssyndromen
Molekulare Wirkung von Alkohol an Serotonin-Rezeptoren?
Verminderter Serotonin-Turn-Over ðHypersensitive 5HT3-Rez.ÄVermehrte Dopamin-Ausschüttung in VTA(Siehe Ondansetron-Wirkung
Wirkung von Ethanol an Opiatrezeptoren?
Erhöhte Enkephalin-AusschüttungNach chronischer Verabreichung down-regulation von µ und δ-RezeptorenBei akuter Einnahme Inhibition der GABAergen Inhibition der Dopamin-Ausschüttung in der VTA.(Siehe Naltrexon-Wirkung
Was passiert bei D2-Ausschüttung?
Hypothesen-D2-vermittelte Dopaminausschüttungist positiv mit Impulsivität assoziiert-Hohe Dopamin-Speicherkapazität ist positiv mit Risikoaffinität assoziiert-Hohe Dopamin-Synthesekapazität ist mit Resilienz gegenüber Reizen assoziier
Ätiologie (Alkohol) Genetik?
Kindern erkrankter Elternteile (Alkoholabhängigkeit) Risiko: 5fach 5060%ige Heredität (Alkoholabhängigkeit, Cannabis etc) in Adoptionsstudien und Zwillingsstudien Kein klinisch signifikanter/relevanter spezifischer gen. Befund bekannt => Polygenetisch--Hohe „Kreuzanfälligkeit“ für psychotrope Substanzen Von Relevanz evtl. der A118G Polymorphismus des µ Rezeptor Gens (Besseres ansprechen des hom. G Naltrexon: 3-fach höhere Affinität)-- OpiatAllels auf AlDH und ADH Polymorphismus Haplotypen (häufiger in Fernost) haben offensichtlich einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer AD
Gehirnveränderungen bei Suchterkrankungen?
Erhöhte µ-OpiatRezeptorbindungbeiAlkoholabhängigkeit
Der κ-Opiat-Rezeptor ist funktionell häufig ein Gegenspieler zur µ-Opiat-Modulation
Wie lange muss eine psychische Störung anhalten?
Manie 1 Woche
Depression 2 Wochen
Schizophrenie 4 Wochen
Hirnreifung und ADHS?
Typisches Muster der Hirnreifung vorhanden (von posterior nach anterior), aber bei ADHS-Patienten um ca. 3 Jahre verzögert