05 Psyche 26.10

Schizophrenie Behandlung ADHS

Schizophrenie Behandlung ADHS


K. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über psychische Störungen und deren Behandlung auf Universitätsniveau. Sie behandeln Symptome, Diagnosen und Therapien von Erkrankungen wie Schizophrenie, ADHS und affektiven Störungen. Besonders hilfreich sind sie für Medizinstudenten und Psychologen, die sich auf psychiatrische Erkrankungen spezialisieren möchten.
Karten
62
Lernende
13
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
26.10.2015 / 08.09.2024

Lernkarten

Schizophrenie: Psychologische Interventionen

  • Psychotische Interventionen sollten nur bei gleichzeitig wirksamer Medikation durchgeführt werden
  • Noncompliance(z.B. Medikation) im ambulanten Setting (50%, bei Ersterkrankten 75%
  • Psychopharmaka, Psychotherapie und Psychoedukation wirken auf das Wohlbefinden
  • Lebenssicherung und Angehörigenarbeit wirkt auf externe Ressourcen
  • Psychoedukation und Tagesstruktur wirken auf soziale Rollen

Ansatzpunkte psycho-therapeutischer Interventionen

  • Rückfallverhütung
  • Psychotische Symptome
  • Soziale und kognitive Funktionsbeeinträchtigung

Notfallplan aus dem Symptom Management Module (Brenner 1990)

Schritt 1: mit Vertrauensperson Frühwarnzeichen durchgehen, Entscheidung ob Arzt notwendig

Schritt 2: Arzt oder Therapeut

Schritt 3: wenn weder Arzt noch Therapeut erreichbar à Sozialpsychiatrischer Dienst

Schritt 4: Ambulanz

Kognitive Interventionen

Hinterfragung der Glaubenssysteme mit dem Ziel, zu verstehen, wie der Patient zu seinen Überzeugungen gekommen ist

Bei den Patienten soll die Bereitschaft gefördert werden, ihre (wahnhaften) Annahmen durch Erfahrungen zu überprüfen

Allgemeine Bewältigungsstrategien

  • Kognitive Strategien(Verlagerung der Aufmerksamkeit, Selbstinstruktionen)
  • Verhaltensbezogene Strategien(Aufnahme von Aktivitäten wie Lesen oder Spazieren, sozialer Rückzug, Aufnahme sozialer Interaktionen)
  • Körperbezogene Strategien(Entspannungs-und Atmungsübungen
  • Wahrnehmungsbezogene Strategien(z.B. Walkman hören)

Was ist eine Psychose?

Als Psychose bezeichnet man eine schwere psychische Störung, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergeht

Wodurch ist die Schizophrenie gekennzeichnet?

Die Schizophrenie ist gekennzeichnet durch eine grundlegende Störung des Realitätsbezuges.  Es treten verschiedene kognitive und emotionale Störungen auf.  Die Störung verläuft häufig in Phasen oder Schüben.

Was sind Schizoaffektive Störungen?

Bei schizoaffektiven Störungen treten sowohl schizophrene als auch affektive Symptome während derselben Krankheitsphase auf.

Was sind Schizotyphe Störungen?

Schizotype Störungen weisen ähnliche Symptome wie die Schizophrenie auf, jedoch ohne Halluzinationen und Wahn

Was sind Wahnhafte Störungen?

Wahnhafte Störungen sind charakterisiert durch einen anhaltenden Wahn, der weder als organisch noch als schizophren oder affektiv klassifiziert werden kann

Was kennzeichnet Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen?

  • Gruppe psychotischer Störungen, die durch massive Störungen des Denkens, der Emotionen & des Verhaltens gekennzeichnet sind
  • gestörtes Denken = Inhalte sind nicht logisch miteinander verknüpft -
  • fehlerhafte Wahrnehmung & Aufmerksamkeit
  • flacher oder unangemessener Affekt
  • bizarre Störungen in der motorischen Aktivität
  • Patienten ziehen sich von Menschen & Realität zurück, oft in Phantasiewelt aus Wahnideen & Halluzinationen

Nennen Sie 4 Leitsymptome der Schizophrenie?

  • Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung oder Gedankenentzug, Gedankenausbreitung
  • Kontrollwahn, Beeinflussungswahn, Gefühl des "Gemachten" (eigene Gedanken, Gliederbewegungen, Empfindungen, Stimmungen und Wahrnehmungen werden als durch fremde Mächte und Kräfte hervorgerufen - gemacht - erlebt)
  • Kommentierende oder dialogische Stimmen
  • Anhaltende Wahnideen
  • Anhaltende Halluzinationen jeder Sinnesmodalität ohne deutliche affektive Beteiligung
  • Formale Denkstörungen wie Gedankenabreißen oder Einschiebungen in den Gedankenfluss, was zu
  • Zerfahrenheit, Danebenreden oder Neologismen führt
  • Katatone Symptome wie Erregung, Haltungsstereotypien, wächserne Biegsamkeit, Mutismus oder Stupor
  • Negative Symptome wie auffällige Apathie, Sprachverarmung, Affektverflachung, sozialer Rückzug und
  • allgemeine Verringerung der Leistungsfähigkeit, die nicht durch eine Depression oder eine neuroleptische Medikation verursacht werden

Diagnostische Kriterien für Schizophrenie

1)Mindestens eines der folgenden Merkmale:

1)Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung oder Gedankenentzug, Gedankenausbreitung

2)Kontrollwahn, Beeinflussungswahn, Gefühl des Gemachten, Wahnwahrnehmungen

3)Kommentierende oder dialogische Stimmen

4)Anhaltender, kulturell unangemessener und völlig unrealistischer Wahn

 

2)Oder mindestens zwei der folgenden Merkmale:

5)Anhaltende Halluzinationen jeder Sinnesmodalität, täglich während mindestens eines Monats, begleitet von flüchtigen oder undeutlich ausgebildeten Wahngedanken ohne deutliche affektive Beteiligng oder begleitet von langanhaltenden überwertigen Ideen

6)Neologismen, Gedankenabreißen oder Einschiebungen in den Gedankenfluss, was zur Zerfahrenheit oder Danebenreden führt

7)Katatone Symptome wie Erregung, Haltungsstereotypien oder wächserne Biegsamkeit, Negativismus, Mutismus und Stupor

8)„Negative“ Symptome wie auffällige Apathie, verflachte oder inadäquate Affekte, Sprachverarmung

•Mindestens ein eindeutiges Symptom der Gruppen 1–4 oder mindestens zwei der Gruppen 5–8, die über einen Zeitraum von mindestens einen Monat auftreten

Unterformen schizophrener Psychosen

F20.0 Paranoide Schizophrenie

•F20.1 Hebephrene Schizophrenie

•F20.2 Katatone Schizophrenie

•F20.3 Undifferenzierte Schizophrenie

Formale Denkstörungen bei Schizophrenie

  • Gedankenabreißen
  • Perseveration (immer der gleiche Gedanke)
  • Denkverlangsamung
  • Denkhemmung
  • Ideenflucht/Gedankenflucht
  • Inkohärentes Denken
  • Neologismen
  • Konkretismus (Metaphern wörtlich nehmen)
  • Gedankenarmut
  • Umständliches Denken
  • Eingeengtes Denken
  • Zwangsideen (Zwangsgedanken)
  • Überwertige Ideen

Was ist eine Wahrnehmungsstörung (Halluzination)?

Definition: Eine sensorische Wahrnehmung, die sich mit dem Wirklichkeitscharakter einer echten Wahrnehmung aufdrängt, jedoch ohne äußere Stimulation des betroffenen Sinnesorgans erfolgt

Was ist Katatone Erregung?

erregte ziellose Bewegungen ohne Auslöser

Epidemiologie psychotischer Störungen

Schizophrenie

  • Lebenszeitprävalenz: 1-1.5%; etwa ein Drittel muss stationär behandelt werden; Anteil in psychiatrischen Kliniken 50-70%
  • Beginn zumeist in der späten Adoleszenz/frühen Erwachsenenalter

Wahnhafte Störung

  • ca. 1%, zumeist später Beginn: 5. Dekade, häufiger bei Frauen

Andere psychotische Störungen (schlecht untersucht)

  • ca. 2-3%

Wie wirkt Bupropion?

Wichtig für die Klausur

Indikation -> Depression, Rauchentwöhnung

Bupropion ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Noradrenalin- und Dopamin-Wiederaufnahmehemmer (NDRI) und gehört zu den antriebssteigernden Antidepressiva

Bupropion ist darüber hinaus ein non-kompetetiver Antagonist an den cholinergen Nikotinrezeptoren. Das Serotonin-System wird nur minimal beeinflusst. Die Monoaminooxidasen werden nicht gehemmt.

Lithium:

Stiummungsstabilisator -> macht Phasenprophylaxe und man kann Manie damit behandeln und Antisuizidal

Quetapin:

wirkt antidepressiv und antipsychotisch (in hohen Dosen)

Wann wirken Psychopharmaka?

Psychopharmaka brauchen 7-14 Tage um zu wirken

Wir wirken SSRI?

-> Sofort: anstieg der Serotoninkonzentration im synaptischen Spalt

-> Am Anfang : Hypersensitive Synapse

-> Nach einiger Zeit: klinische Wirkung durch Epigenetische Modulation z.B. BDNF Synthese und ausbildung von Synapsen

Wie oft wirkt das erste eingesetzet SSRI`?

-> Sofort: anstieg der Serotoninkonzentration im synaptischen Spalt

-> Am Anfang : Hypersensitive Synapse

-> Nach einiger Zeit: klinische Wirkung durch Epigenetische Modulation z.B. BDNF Synthese und ausbildung von Synapsen

TCA und Nebenwirkungen?

TCA -> starke Nebenwirkungen -> deswegen ein schleichend Dosieren

Was sind FGA?

First Generation Antidepressiva, blockieren D1 und D2

Antipsychotika der 1. Generation(FGA)

Chlorpromazin, Perazin,

Haloperidol

 (blockieren D2 und M-Rezeptoren, H1 und alpha 1(führt zur Orthostase, Blutdruckabfall), Na Kanal (QT-Verlängerung)

-> Unterschied zu Imipramin ist D2-Blockade

Antipsychotika der 2. Generation

Blockiert 5HT2A

Clozapin

H1-Blocker:

Promethazin

Antipsychotika-Indikationen

ØSchizophrenien (Hauptindikation)

ØOrganisch bedingte Psychosen

ØAkute manische Syndrome

ØAkute psychomotorische Erregungszustände

ØTherapie von Erregungszuständen im Rahmen eines Delirs

ØTic-Erkrankungen (zB Gilles-de-la-Tourette-Syndrom)

Wirkungskomponenten von Antipsychotika

Antipsychotischer Effekt

  • Halluzination, Wahn, psychomotorische Erregung
  • Generell: positive Symptome
  • Indikationen: Schizophrenie, psychotische Symptome allgemein, Manie, Tic-Erkrankungen (Tiaprid )

Beruhigender, sedierender Effekt

  • Auch bei nicht-psychotischen Personen
  • Symptomatisch bei Unruhe, Erregung, Delir (Einsatz  nicht unproblematisch

Analgetischer Effekt

  • Distanzierung vom Schmerzerleben
  • Distanzierung vom Schmerzerleben
  • Neuroleptanalgesie(z.B. Droperidol + Fentanyl + N2O)

Antiemetischer Effekt

  • Area postrema
  • Kinetosen

Unterschied von Antidepressivum und Antipsychotikum?

D2- Hemmung bei Antipsychotikum

Was sind SGA?

Blockieren zusätzlich den 5HT2A -Rezeptor

Was zeichnet konventionelle Antipsychotika aus?

D-2 Hemmung ohne 5HT2A-Hemmung!

Nenne die 4 Dopamin-Bahnen im Gehirn?

  • Mesocortical (Kognition)
  • Mesolimbisch (macht die Positivsymptomatik!)
  • Nigrostriatal (EPS-Motorik)
  • Tuberoinfundibulär (mehr Prolaktin-Sekretion)
  • Chemorezeport-Triggerzone ( Übelkeit/Erbrechen)

Psychopharmaka und Negative Symptome?

  • Sprechen nicht auf Psychopharmaka an

Was sind die 6A?

  • Alogie
  • Affektverflachung
  • Apathie
  • Anhedonie
  • Asozialität
  • Aufmerksamkeitsstörung

Welche Dopaminbahn macht die Positiv-Symptomatik?

-> Mesolimbische Bahn

Welche Dopaminbahn macht die Negativ-Symptomatik?

Dopamin-Mangel in der Mesocorticalen Bahn

Warum sind SGA besser als FGA?

  • FGA bessern zwar die Positivsymptomatik, aber verschlimmert die Negativsymptomatik durch die generelle Blockade von D2
  • Enges Therapeutisches Fenster ( zwischen antipsychotischer Schwelle und EPS und Hyper-Prolaktin-Schwelle)

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