04 Terminplanung

04 Terminplanung

04 Terminplanung


E. O.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen und Methoden der Terminplanung im Bauwesen, etwa die Erstellung von Terminprogrammen, die Berechnung von Arbeitsdauern oder die Identifikation des kritischen Pfads. Sie erklären typische Fehler, Steuerungsmaßnahmen und Schnittstellen sowie die Bedeutung von Meilensteinen und Abhängigkeiten. Bauleiter und Planer profitieren von diesem Wissen, um Projekte effizient zu koordinieren und Verzögerungen zu vermeiden.
Karten
21
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Berufskunde
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
12.09.2026 / 20.09.2026

Lernkarten

BL-079 | Terminplanung: Welche vier Grundfragen beantwortet ein Terminprogramm?

Welche Arbeit? Wann beginnt und endet sie? Wie lange dauert sie? Von welchen Vorgängen ist sie abhängig bzw. was kann parallel laufen?Quelle: Q4, PDF-S. 3

BL-080 | Terminplanung: Welche fünf Funktionen erfüllt ein Terminprogramm?

Planung, Koordination, Kontrolle, Steuerung und Kommunikation. Es zeigt den Bauablauf und dient auch der Nachvollziehbarkeit bzw. Beweissicherung.Quelle: Q4, PDF-S. 4, 6, 8, 9

BL-081 | Terminplanung: Nenne Schnittstellen, die durch Terminplanung früh erkannt werden können.

Planlieferungen, Trocknung des Unterlagsbodens, zulässige Bewitterungszeit einer Unterdachfolie, Abstimmung von Bewehrung und Haustechnikeinlagen sowie Gerüstumbauten.Quelle: Q4, PDF-S. 5, 7

BL-082 | Terminplanung: Was prüft die Bauleitung beim Soll-Ist-Vergleich des Terminprogramms?

Ob die tatsächliche Ausführung der Planung entspricht, wo Verzug entsteht und welche Arbeiten zeitkritisch sind.Quelle: Q4, PDF-S. 8

BL-083 | Terminplanung: Welche Steuerungsmassnahmen kommen bei Terminabweichungen in Betracht?

Reihenfolge ändern, Arbeiten parallelisieren, zusätzliche Ressourcen einsetzen, Termine anpassen oder Beschleunigungsmassnahmen treffen.Quelle: Q4, PDF-S. 8

BL-084 | Terminplanung: Wie unterscheiden sich Planungsprogramm und Grobterminprogramm?

Planungsprogramm: Projektphasen 31–53 mit Meilensteinen und Ausschreibungen. Grobterminprogramm: meist zwei- oder dreistellig nach BKP gegliedert.Quelle: Q4, PDF-S. 12, 22

BL-085 | Terminplanung: Wie unterscheiden sich Terminprogramm, Bauterminprogramm und Detailterminprogramm?

Terminprogramm in Phase 41–51: meist BKP dreistellig mit Unteraufgaben. Bauterminprogramm in Phase 52: zwingend Unteraufgaben, teils Details. Detailterminprogramm: detaillierte Abläufe, häufig auf Tagesebene.Quelle: Q4, PDF-S. 16, 18, 22

BL-086 | Terminplanung: Wie kann ein Arbeitspaket in drei Ebenen strukturiert werden?

1 BKP-Position, z. B. 211 Baumeisterarbeiten; 2 Bauabschnitt, z. B. Untergeschoss; 3 konkrete Arbeit, z. B. Bodenplatte oder Kellerwände.Quelle: Q4, PDF-S. 26

BL-087 | Terminplanung: Was bedeuten Balken, Meilenstein und Pfeil im Terminprogramm?

Balken: Tätigkeit mit Dauer. Meilenstein: wichtiges Ereignis oder Ziel ohne Dauer. Pfeil: Abhängigkeit zwischen Vorgängen.Quelle: Q4, PDF-S. 27

BL-088 | Terminplanung: Was bedeuten Ende-Anfang und Anfang-Anfang?

Ende-Anfang: B beginnt nach dem Abschluss von A. Anfang-Anfang: Die Starts zweier Arbeiten sind miteinander verknüpft.Quelle: Q4, PDF-S. 28

BL-089 | Terminplanung: Was bedeuten Ende-Ende und Anfang-Ende?

Ende-Ende: Die Fertigstellungen sind miteinander verknüpft. Anfang-Ende: Das Ende eines Vorgangs hängt vom Beginn eines anderen ab, z. B. Ende des Baustromprovisoriums vom Start der definitiven Versorgung.Quelle: Q4, PDF-S. 28

BL-090 | Terminplanung: Was ist der kritische Pfad?

Die längste bzw. zeitlich bestimmende Kette voneinander abhängiger Arbeiten. Verzögerungen auf dieser Kette können den Projektendtermin verschieben.Quelle: Q4, PDF-S. 29

BL-091 | Terminplanung: Wie wird die Arbeitsdauer aus Menge und Tagesleistung berechnet?

Arbeitsdauer = Arbeitsmenge ÷ Tagesleistung. Die Tagesleistung muss zur vorgesehenen Mannschaft passen.Quelle: Q4, PDF-S. 30

BL-092 | Terminplanung: Eine Mannschaft erstellt 50 m² Mauerwerk pro Tag. Wie lange braucht sie für 500 m²?

500 m² ÷ 50 m²/Tag = 10 Arbeitstage reine Ausführungsdauer.Quelle: Q4, PDF-S. 30

BL-093 | Terminplanung: Wie lässt sich die Arbeitsdauer näherungsweise aus dem Angebotspreis ermitteln?

Angebotspreis ÷ Tagesleistung in CHF. Im Folienbeispiel CHF 20'000 ÷ CHF 2'000/Tag = 10 Arbeitstage. Die gedruckten CHF 20/Tag im Rechenschritt sind ein Tippfehler.Quelle: Q4, PDF-S. 31

BL-094 | Terminplanung: Was ergibt das Beispiel CHF 300'000 bei CHF 4'000 Tagesleistung?

75 Arbeitstage. Bei fünf Arbeitstagen pro Woche wären dies rechnerisch 15 Wochen; die Folienangabe 13 Wochen ist damit nicht konsistent.Quelle: Q4, PDF-S. 32

BL-095 | Terminplanung: Welche Zeiten sind zusätzlich zur reinen Ausführungsdauer einzuplanen?

Trocknungs- und Wartezeiten, Witterung und Jahreszeit, Reserven, Freigabepläne, Materiallieferfristen und Produktionszeiten.Quelle: Q4, PDF-S. 33

BL-096 | Terminplanung: Weshalb halbiert doppelt so viel Personal nicht automatisch die Arbeitsdauer?

Arbeiten lassen sich nicht beliebig aufteilen. Das Folienbeispiel: Zwei Maler können dieselbe Tür nicht automatisch schneller streichen.Quelle: Q4, PDF-S. 33

BL-097 | Terminplanung: Was gehört terminlich zum Abschluss einer Arbeitsgattung?

Abnahme und Mängelbehebung einschliesslich realistischer Reservezeit.Quelle: Q4, PDF-S. 34

BL-098 | Terminplanung: In welcher Reihenfolge wird ein Terminprogramm erstellt?

Projekt verstehen; Arbeiten gliedern; Unteraufgaben definieren; Reihenfolge festlegen; Parallelität prüfen; Dauer bestimmen; Termine, Meilensteine und kritischen Pfad kontrollieren.Quelle: Q4, PDF-S. 35

BL-099 | Terminplanung: Welche typischen Fehler machen ein Terminprogramm unbrauchbar?

Falscher Detaillierungsgrad, fehlende Abhängigkeiten, unrealistische Parallelität, vergessene Liefer- oder Trocknungszeiten, doppelt verplante Ressourcen sowie fehlende Kontrollen und Abnahmen.Quelle: Q4, PDF-S. 36

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