01 PM 01 Atmung

Die Lerninhalte des BZ Pflege Bern

Die Lerninhalte des BZ Pflege Bern


D. S.
Diese Lernkarten vermitteln medizinisches Grundwissen zur Atmung und deren Überwachung auf universitärem Niveau. Im Fokus stehen Atemfrequenz, -qualität und -typen sowie deren altersabhängige Werte und pathologische Abweichungen wie Bradypnoe oder Tachypnoe. Praktische Aspekte wie Sauerstoffgabe, Pulsoximetrie und Fehlerquellen werden detailliert erläutert, ebenso wie die Beurteilung von Zyanose, Pupillenreaktion und Temperatur. Die Anwendung richtet sich an Medizinstudierende und Pflegekräfte, die fundierte Kenntnisse für die klinische Praxis benötigen.
Karten
49
Lernende
250
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
30.11.2015 / 24.06.2026

Flashcards

Akute vitale Gefährdung:

<70 %: Zusätzlich Intubation und Beatmung mit 100% Sauerstoff.

Indikationen von Sauerstoffgabe: 

- Erkennen respiratorischer Störungen (hypoxische Hypoxämie)
- Erfolgskontrolle von Sauerstoffzufuhr und Beatmung
- Wegen der einfachen Anwendung nicht Invasivität als Standartmonitoring verwendbar 

Fehlerquellen bei der Sauerstoffgabe

- Bewegungsartefakte, falsche Pulswerte z.B. bei Eptileptischer Anfall
- Unzureichende Perfusion, meist keine Werte angezeigt,z.B. bei Zentralisation( Schock), Peripherer Vasokonstriktion (Hypothermie, Alpha-Sympathomimetika)
- Low-Output-Syndrome(Linksherzversagen
- Nagellack 
- angezeigte Werte zu hoch z.B. bei: Rauchern, CO-Intoxikation, Rauchgasinhalation, Nitritvergiftung, Suizidversuch mit Autoabgasen.

ACHTUG: Sauerstoffgabe 

Immer vom klinischen Gesamtbild des Patienten ausgehen, nicht vom angezeigten Sättigungswert! Bei COPD- Pat. heisst das, dass bei Sauerstoffverabreichung immer die ATEMFREQUENZ gemessen werden muss. Eine Verlangsamung der Atemfrequenz in der Exacerbation bedeutet immer eine verminderte Abatmung des Kohlendioxids bei gutem Sauerstoffwert am Biox.
- CO2- Narkosegefahr-Apnoegefahr- Tod 

Atemfrequenz in Abhängigkeit vom Lebensalter: 

Frühgeborenes: 50-60 pro Minute
Neugeborenes: 30-40 pro Minute
Kleinkind: 20-25 pro Minute
Jugendlicher: 16-18 pro Minute
Erwachsener: 14-16 pro Minute

Eupnoe: 

Eine normale Atmung:14-16 Atemzüge 

Tachypnoe: 

Eine zu schnelle Atmung: über 16 Atemzüge pro Minute 

Bradypnoe: 

Eine zu langsame Atmung: unter 14 Atemzüge pro Minute 

Dyspnoe: 

Atemnot 

Orthopnoe:

Die schlimmste Atemnot 

Apnoe:

Atemstillstand 

Zyanose:

Blauverfärbung der Finger, Lippen etc. 

Beurteilungskriterien der Atmung: 

- Atemfrequenz
- Atemgeräusch
- Atemgeruch
- Atemtiefe
- Atemrhythmus
- Atemqualität
- Atemmechanik und Bewegung
- Atemtyp 

Schädliche Einflüsse auf die Atmung:

- Körperlich
- Psychologisch
- Umgebungsunabhänig und Soziokulturell

Kindliches Respirationssystem:

- Der erste Atemzug als Ereignis bei der Geburt
- ca. 3. Tage nach Geburt sind alle Alveolen entfaltet (Adaptation des Neugeborenen)
- Neugeborene und Säuglinge sind obligate Nasenatmer
- Unregelmässiger Atemrythmus im Neugeborenenalter physiologisch
- Aufgrund der geringen Atemzugvolumia die Frequenz im Säuglingsalter deutlich höher als beim Erwachsenen. 

Altern und das Respirationssystem: 

- Atmungssystem verliert an Elastizität
- Brustkorb wird starrer
- Vitalkapazität kann bei einem 70- jährigen Menschen bis zu 35% abnehmen (Im Vergleich zum Jugendlichen)
- Verminderte Aktivität der cillären Reinigungsfunktion 

Pneumonieprophylaxe:

- Lagerungen
- Mobilisation
- Schmerzmanagement
- Mundpflege
- Atemtherapien mit oder ohne Hilfsmittel
- Einreibungen und Massagen
- Medikamentöse Therapien
- Schlucktraining 

Study