UFU06_04

Deskriptive Entscheidungslehre

Deskriptive Entscheidungslehre

Patrick Wayne

Patrick Wayne

Kartei Details

Zusammenfassung Diese Karteikarten behandeln Methoden der Projektplanung und -steuerung auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Analyse von Ablaufbeziehungen, die Nutzung von Netzplantechniken, die Anwendung von Simulationsmodellen und die Bewertung von Szenarien. Besonders relevant sind die Vor- und Nachteile von Balkendiagrammen, die Schritte des Szenario-Managements und die Funktionsweise von computergestützten Simulationen. Diese Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachleute, die sich mit komplexen Planungs- und Steuerungsprozessen auseinandersetzen und fundierte Entscheidungen treffen möchten.
Karten 17
Lernende 2
Sprache Deutsch
Kategorie Soziales
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 04.04.2014 / 12.02.2017
Weblink
https://card2brain.ch/cards/ufu0604
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Was ist Ziel des Einsatzes eines Papiercomputers?

1.     Zeitverhalten erfassen

2.     Eingriffsalternativen testen

3.     Auswirkungen analysieren: quantitativ

 

= Einflussmatrix

4 mögliche Größen eines Papiercomputers

1. Kritische Größen (hohe Aktiv-, hohe Passivsumme. Beeinflussen stark, neigen aber zu Kettenreaktionen)

2. Aktive Größen (hohe Aktiv-, niedrige Passivsumme. Beeinflussen stark, werden aber kaum beeinflusst. Stellschrauben!)

3. Träge Größen (niedrige Aktiv-, niedrige Passivsumme. Puffern Wirkungen)

Reaktive Größen (niedrige Aktiv-, hohe Passivsumme. Reagieren auf Änderungen)

Nachteile des Papiercomputers 

1. paarweiser Größenvergleich ggfalls nicht angemessen

2. ggfalls Mehrfachzählung von Wirkungen

3. Scheinobjektivität

Ziel von Simulationsmodellen

1. Folgen von Handlungen testen durch gefahrloses Experimentieren

2.vertieftes Verständnis der Wirkmechanismen und Zeiteffekte

3. darauf basierend zu guten Entscheidungen gelangen

3 Basiselemente von computergestützten Simulationsmodellen

1. Bestandsgrößen
(Sammeln sich im Laufe der Zeit an oder werden verbraucht)

2. Flussgrößen
(Geben Zu- und Abfluss pro Zeiteinheit an)

3. Hilfsgrößen
(Kombinationen aus Bestands- und Flussgrößen)

Wie funktioniert computergestützte Simulation?

Badewanne:

Wert zum letzten Berechnungszeitpunkt

+ zugeflossene Menge

- abgeflossene Menge

Simulation = mehrere gekoppelte Badewannen mit variirenden Zu/Abflüssen

= Methode der numerischen Integration 

6 Nachteile von computergestützten Simulationsmodellen

1. Bilden nur Vorstellung der Personen ab, die das Modell erstellen

2. Idealisierung, Abstraktion, Vereinfachung
-> Gefahr der Realitätsferne -> Keine aussagefähigenSchlussfolgerungen

3. Keine Selbstoptimierung / Anpassung

4. Gefahr, dass bestehendes Modell für neues Problem nicht geeignet / nicht angepasst wird

5. Fanatismus pro oder contra Computer

Zeitaufwand zur Erstellung

Unterschied Prognose / Szenario

1.   Prognose: Schreibt aus Vergangenheits-daten die relevanten in die Zukunft fort.

Szenario geht nicht davon aus, dass die Zukunft in irgendeiner Form prognostizierbar ist (Grundproblem der Nichtlinearität): In dynamischen Umfeldern muss mit Um-brüchen und sprunghaften Entwicklungen gerechnet werden.
Ø Gedankliche Vorwegnahme eines breiten Spektrums möglicher zukünftiger Entwicklungslinien.

Was sind Szenarien?

Vor dem Hintergrund zunehmender Planungsunsicherheit entworfene alternative Beschreibungen von zukünftigen Rahmenbedingungen

Mit:

Trendszenarien

Extremszenarien

5 Schritte des Szenario-Managements

Eselsbrü>1.       Vorbereitung (Beschreibung des Ist-Zustandes)

2.       Analyse Szenariofeld (Identifikation von Einfluss- und speziellen Schlüsselfaktoren)

3.       Szenario-Prognostik (Zukunftsprojektionen erstellen und dokumentieren)

4.       Szenario-Bildung (Zukunftsprojektionen werden gebündelt zu Rohszenarien, dann Verbalbeschreibung)

Szenario-Transfer (Einsatz der Szenarien, Chancen & Risiken, Strategien, …)

Wozu und wie wendet man die Nutzwertanalyse an?

Ziel ist die Auswahl der passendsten Handlungsalternative

Dabei sind die Handlungalternativen und deren Konsequenzen bekannt.

Vorgehen:

1.     Auswahl relevanter Bewertungskriterien

2.     Zielgewichte (relative Bedeutung von 1)

3.     Bewerten jeder Alternative (Zielerreichung)

4.     Berechnen der Einzelnutzwerte

Ermittlung Gesamtnutzenwert -> Präferenzreihenfolge

Was sind Vorteile der Nutzwertanalyse?

Multiple Zielsysteme sind berücksichtigbar.

Quantitative und qualitative Auswahlkritierien sind berücksichtigbar.

Welche Techniken gibt es in der Durchsetzung- und Kontrollphase?

Netzplantechniken

Frühaufklärungssysteme

Wozu dienen Netzplantechniken?

Aussagen über

-       Zuständigkeiten und Beteiligte

-       zeitlichen und finanziellen Rahmen

 

-       Strukturierung

-       Ablaufbeziehungen

Zeitplanung

Welche Pläne brauche ich für die Planung?

-       Projektstrukturplan

o    funktionsorientiert

o    objektorientiert

-       Balkendiagramm

o    zeitliche Ausdehnung

Ablaufbeziehungen

Vor- & Nachteil Balkendiagramm

Vorteil:

lässt die jeweilige Dauer einzelner Arbeitspakete erkennen

gibt ein grobes Terminraster für das gesamte Vorhaben an

 

Nachteil:

berücksichtigt Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Schritten nur implizit.

Abhängigkeiten werden grafisch nicht dargestellt

Folgen von Verschiebungen werden nicht dargestellt

Definition Vorgang & Ereignis bzgl. Ablaufbeziehungen

Vorgang: ist ein zeitforderndes Geschehen mit definiertem Anfang und Ende, bei dessen Realisierung Nutzungsgüter beansprucht werden, Verbrauchsgüter eingesetzt und Kosten verursacht werden.

Ereignis: besitzt keine zeitliche Ausdehnung, sondern bezeichnet einen Zeitpunkt, an dem ein bestimmter Projektzustand erreicht wird.

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