ZNS

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T. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie des zentralen Nervensystems (ZNS) auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Wirkungen und Effekte von Substanzen wie GABA, Serotonin und Noradrenalin, sowie deren Rezeptoren und Transporter. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die sich auf die Behandlung von Depressionen, Angststörungen, Essstörungen und ADHS vorbereiten. Sie bieten detaillierte Informationen zu verschiedenen Medikamenten, deren Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, was für die praktische Anwendung und Prüfungsvorbereitung essenziell ist.
Karten
44
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
01.12.2014 / 13.06.2022

Lernkarten

ADHS

pharmakologische Behandlung mit amphetaminähnlichen Substanzen

- Methylphenidat (1. Wahl)

- hemmt NA- und DA-Transporter --> längere Wirkung der Monoamine (NA, 5-HT, DA)

- UAW: Appetitstörung, abdominelle Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel, Bluthochdruck, Tachyarrythmien, Missbrauchgefahr, psychische Abhängigkeit

- WW: mit Antidepressiva, Antiepileptika, Neuroleptika und Gerinnungshemmern

- DL-Amphetamin

- SNRI (zentral wirksames indirektes Sympathomimetikum)

- Atomoxetin (wenn amphetaminähnliche Substanzen nicht wirken oder kontraindiziert sind)

- SNRI

- wirkt nicht auf Dopamintransporter, keine Euphorisierung

- UAW: ähnlich wie bei Methylphenidat, Gefahr von Suiziden und Aggressivität, wirkt nicht antidepressiv

- off-label zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit

- Reboxetin (nicht bei Kindern, off-label Einsatz bei Erwachsenen zur Leistungsteigerung)

- Modafinil

- verstärkt alpha-1-adrenerge Effekte im ZNS (keine periphere sympathomimetische Wirkung)

- Wirkmechanismus unklar

- zugelassen zur Behandlung von Narkolepsie

- off-label zur Steigerung geistiger Leistungsfähigkeit (Professor`s little helper)

- induziert CYP1A2, 2B6, 3A4 und hemmt 1C9 (Vorsicht bei oralen Kontrazeptiva)

Ess-Störungen

Anorexia nervosa

- keine belegte pharmakologische Therapie

Bulimia nervosa

- Fluoxetin (SSRI)

Adipositas

- Orlistat

- hemmt gastrisch eun dpankreatische Lipasen

- UAW: Fettstühle

- Sibutramin

- SNRI

- erhöht Sättigungsgefühl und den Energieverbrauch durch gesteigerte Thermogenese

- Zulassung ruht wegen kardiovaskulärer NW

- Rimonabant

- Antagonist am CB1 Cannabinoid-Rezeptor)

- Zulassung ruht wegen erhöhter Suizidraten

Angst- und Zwangsstörungen

generalisierte Angst- und Panikstörung

- Benzodiazepin mit mittlerer oder langer t1/2 (Diazepam)

- gute psychovegetative Entkopplung

- suchtauslösende Wirkung

- SSRI (Citalopram), SNRI (Venlafaxin)

- nicht-selektive-Monoamin-Rückaufnahme-Inhibitoren (Clomipramin, Imipramin)

- Buspiron (5HT1A-Agonist)

- Anxiolytikum

- die bei Angststörung erhöhte Serotoninfreisetzung wird normalisiert

- keine Sedierung, keine Muskelrelaxierung, keine Epilepsiewirkung, keine Abhängigkeit

- langsamer Wirkungseintritt

- UAW: Kopfschmerzen, Schwindel, Nervosität, Übelkeit

 

phobische Störungen

- SSRI

- Venlafaxin (SSNRI)

- MAO-Inhibitor Moclobemid

 

Zwangssttörung

- Pharmakotherapie eher schwierig

- Clomipramin

- SSRI


 

Substanzmissbrauch
 

physische Abhängigkeit nach Häufigkeit

1. Benzodiazepine

2. Alkohol

3. Opioide

 

psychische Abhängigkeit

- Cocain

- Amphetamine

 

geringe Abhängigkeit

- Cannabis

- Halluzinogene (LSD, Psilocybin, Mescalin)