ZHAW JO12 HS Medienlinguistik (D.Perrin)

Medienlinguistik Vorlesung von D. Perrin

Medienlinguistik Vorlesung von D. Perrin


Pascal Michel
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Medienlinguistik, einer Teildisziplin der Linguistik. Sie behandeln zentrale Begriffe wie Text, Sprache, Bedeutung und sprachliche Tätigkeiten, sowie die Analyse von Textsorten, Wortbildung und syntaktischen Strukturen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Lehrende, die sich mit der Funktion und Verarbeitung von Texten in verschiedenen Medien auseinandersetzen möchten.
Flashcards
81
Students
32
Language
German
Created / Updated
04.12.2012 / 20.05.2016

Flashcards

Wortbildung

Verfahren, um aus bestehenden Wörtern und Morphemen neue Wörter zu bilden.

Phraseologismus

Kette aus immer gleich aufeinanderfolgenden Wörtern, die als Ganzes eine feste Bedeutung haben. (Beispiel: "grünes Licht geben." Einzeln bedeuten die Wörter nicht dasselbe wie die gesamte Aussage.)

Augenblicksbildung

Wort, das eine Sprachbenutzerin im Kontext der Kommunikation neu gebildet hat. (Neues benennen oder altes neu zu benennen.)

Schlagwort

Wort oder Wortfolge, die gebrauch werden, um einen komplexen Sachverhalt im öffentlichen Diskurs eingängig zu benennen. (S. reduziert Komplexität, rückt aber auch gewisse Eigenschaften in den Hintergrund)

Komposition

Verfahren der Wortbildung, bei dem neue Wörter entstehen aus mehreren lexikalischen Morphemen oder Wörtern.

Derivation

Verfahren der Wortbildung, bei dem neue Wörter entstehen aus lexikalischen Morphemen und Affixen.

Kürzung

Bündel von Verfahren der Wortbildung, bei dem aus Bruchstücken von Wörtern neue Wörter gleicher Bedeutung entstehen. (Beispiel: Aus Europäische Union wird "EU")

Syntax

linguistische Teildisziplin, die sich befasst mit dem Aufbau von Sätzen aus Einheiten und Verknüpfungen.

Satz

Spracheinheit aus Nominal- und Verbalteil, die abgeschlossen ist in Inhalt, grammatischer Struktur und Intonation.

Konnexion

logische Verknüpfung von Propositionen und Illokutionen innerhalb eines Satzes oder zwischen Sätzen. (Verknüpft Bedeutungen und Handlungsabsichten, kann gedacht oder gemeint sein, aber auch ausdrücklich bennant.

Konnektoren:

-koordinativ: und

-temporal: dann

-konditional: wenn

-konklusiv: deshalb

-final: um

-modal: indem

Verdichten

sprachliche Tätigkeit, die möglichst viel Information mit möglichst wenig Zeichen vermitteln will. (Beispiel: Ellipsen.)

Portionieren

sprachliche Tätigkeit zum Gliedern von Äusserungen in kognitiv leicht verarbeitbare Einheiten. (Vermittlung von Wissen in überschaubaren Portionen, wobei jede Portion Erwartung an die nächste Portion erzeugt.)

Textlinguistik

linguistische Teildisziplin, die untersucht, wie Texte aufgebaut sind und wie und wozu sie verarbeitet werden.

Text

fixierter sprachlicher Zeichenkomplex, der gemeint und verstehbar ist als sinntragende Einheit. (zusammen mit Bildern und Tönen ist ein Text auch ein Medienbeitrag.)

Textsorte

sozial eingeschliffenes Muster für Texte mit bestimmter Umwelt, Funktion und Struktur. (Alle Text haben bestimmte Funktionen, Themen oder Medien. Das Wissen der Sprachbenutzer über die Textsorte steuert die Produktion und das Verstehen der Texte)

Textsortenwandel

ständige Veränderung einer Textsorte im Gebrauch. (Zusammenhang von Textsorte und Audience-Design, daher variieren Medien ihre Textsorten.)

Texten

sprachliche Tätigkeit, bei der in teils mustergeleiteten, teils kreativen Prozessen ein Text hergestellt wird.

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