Zellbiologie Vetmed 1. JK

Zellbio vom 1. Semester Veterinärmedizin an Uni Zürich

Zellbio vom 1. Semester Veterinärmedizin an Uni Zürich


A. I.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Zellbiologie für Veterinärmediziner auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Funktion von Zellkomponenten wie Mikrotubuli, Intermediärfilamenten und Motorproteinen wie Dynein, Kinesin und Myosin. Die Karteikarten erklären die Rollen dieser Proteine im intrazellulären Transport, in der Zellbewegung und in der Zellteilung. Besonders nützlich für Studierende der Veterinärmedizin, die ein tiefes Verständnis der zellulären Prozesse und ihrer regulatorischen Mechanismen erlangen möchten.
Cartes-fiches
63
Utilisateurs
9
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
15.06.2016 / 28.03.2020

Cartes-fiches

Prokaryoten und Eukaryoten

Prokaryoten haben keinen Zellkern und einfache innere Struktur

Eukaryoten haben Zellkern der von Membran begrenzt ist.

Einzeller und Mehrzeller

Protozoen und Metazoen

Was machen Adhäsionsmoleküle?

Sie verkleben die Zellen untereinander oder befestigen sie an der extrazellulären Matrix. bilden so kohäsive Einheit

Wie entsteht die Stabilität in Präparaten mit Formaldehyd?

Formaldehyd denaturiert und fixiert die Proben.

Ausserdem vernetzt es die Aminogruppen benachbarter Moleküle => Kovalente Bindungen entstehen, die Proteine untereinander und mit Nukleinsäuren verknüpfen

Dadurch werden Moleküle unlöslich und sind bei weiterer Behandlung der Probe stabil=> dünne Schnitte können hergestellt werden

Wie kann man Proben herstellen, ohne sie durch die Fixierlösung zu denaturieren?

Gefrieren und dann schneiden

Problem: Farben fehlen, alle absorbieren sichtbares Licht etwa im gleichen Masse => nichtmal Zellkern sichtbar evt

Woran bindet Eosin und woran Hämatoxylin?

Eosin an basischen Aminosäuren, Hämatoxylin an sauren Molekülen.

Wie errechnet man die Gesamtvergrösserung eines Mikroskops?

Produkt der Vergrösserungen von allen einzelnen Linsen

Auflösungsvermögen von 

a) Lichtmikroskop

0.2 Mikrometer, macht also Mitochondrien (1 Mikrometer lang) sichtbar

Fluoresenzmikroskopie Funktionsweise, verwendete Farbstoffe

Farbstoffe wie Rhodamin, Cy3 oder Fluorescein werden verwendet, die zum Beispiel an Antikörper binden

Dieser Antikörper bindet dann an sein Antigen

Der Effekt der Fluoresenz kommt jetzt bei Bestrahlung mit Anregungslicht: die fluoreszendierende Bindung absorbiert das einfallende Licht und sendet dann sichtbares Fluoresenzlicht mit längerer Wellenlänge aus

auch Immunfluoreszenzmikroskopie genannt

Problem und Lösung bei der Fluoresenzmikroskopie

das Fluoreszenzlicht aus verschiedenen Lagen überlagert sich. 

Lösung: konfokale Fluoreszenzmikroskopie: ein kleiner Teil wird jeweils mit einem fokussierten Laserstrahl, der sich schnell über die Probe bewegt angeregt=> nur die Moleküle in einer bestimmten Brennebene werden sichtbar=> schärferes Bild

grün fluoreszierendes Protein: Fluoreszenzmikroskopie damit

Aminosäuren reagieren spontan über ihre Seitenketten miteinander=> bilden Fluoreszenzfarbstoff

GFP-Gen kann in Zellen-DNA eingefügt werden=> wenn exprimiert leuchtet die Zelle grün

Phasenkontrastmikroskopie Funktionsweise

um lebende, ungefärbte Zellen und Gewebe zu betrachten. Es wird Licht durch Probe geschickt und unterschiedliche Brechung in der Probe wird dargestellt. ist geeignet für Zeitrafferverfahren=> Zellbewegung verfolgen

Transmissionselektronenmikroskopie Funktionsweise

ähnlich wie Lichtmikroskop aber Elektronen werden durchgestrahlt

in Hochvakuum, Schnitte müssen viel dünner sein, Schwermetalle lösen dunkles Bild aus, da sie Elektronen streuen und somit nicht dunkel auf Bild aussehen

Auflösungsvermögen TEM

0.1nm

Rasterelektronenmikroskopie Funktionsweise

für ungeschnittene Proben, Probe wird mit dünner Schicht aus Schwermetall überzogen, starker Elektronenstrahl tastet Probe ab=> Freisetzung von Sekundärelektronen, die werden auf Kathodenstrahlröhre abgebildet. Anzahl Sekundärelektronen hängt vom Auftreffwinkel des Elektronenstrahls auf die Oberfläche ab=> räumlicher Charakter der Abbildung

Auflösungsvermögen Rasterelektronenmikroskop

10nm

Nährmediumbestandteiile für Kultivierung tierischer Zellen

Vitamiine, Salze, Glucose und Serum

primäre Zellkultur, wie wird Probe entnommen

werden aus Gewebe wie Haut oder so entnommen, die Proteine die für Zusammenhalt wären werdn mit Trypsin (oder anderer Protease) abgebaut=> Zellen teilen sich etwa 50 mal weiter, dann endet Wachstum und sie sterben

Transformation Definition

genetische Veränderung, die es den Zellen ermöglichen sich endlos zu teilen

Zellkultur die unbegrenzt wachsen kann => unsterblich. diese Kultur wird auch als Zelllinie bezeichnet. Sind eher undifferenziert, können aber teilweise trotzdem Funktion der differenzierten Zelle ausführen

Trennverfahren: Durchflusszytometrie, Funktionsweise

wie heisst Gerät dafür

für was genutzt

fluoreszenzmarkierte Antikörper  zur Markierung der gewünschten Zielpopulation

Dann in FACS-Gerät (fluorescence-activated cell sorting): Zellen durch Laserstrahl, die fluoreszendierenden werden von anderen Getrennt.

geeignet für Messung des DNA- und RNA-Gehaltes von Zellen und Bestimmung von Zellform und Grösse

Trennungsverfahren: Zentrifugation

zuerst aufbrechen der Plasmamembran: in Lösung mit bestimmtem pH-Wert und geeigneter Ionenstärke, oft Salzlösung verwendet. Plasmamembranen mit Gewebehomogenisatioren zerstören=> Suspension verschiedener Zellbestandteile entsteht= Homogenat

Abkühlung auf O Grad (Abbau verhindern)

Zentrifugation bei zunehmender Geschwindigkeit: Zellbestandteile trennen sich nach unterschiedlichen Sedimentationsgeschwindigkeiten. immer überstand entnehmen und den Rest weiter zentrifugieren bei höherer Geschwindigkeit.

Weitere Aufreinigung: Dichtegradientenzentrifugaiton: Organellen in Gefäss mit Konzentrationsgradienten von Saccharose oder Glycerin, bei Zentrifugation gehen sie dort hin wo Umgebung ähnliche Dichte hat

dicke des hydrophoben Kernbereichs bei biologischen Membranen

3-4 nm

Wie entsteht der Unterschied zwischen zytosolischer und exoplasmatischer Seite einer Zellmembran?

Die Membranproteine können peripher an Membranoberfläche sein oder integrale Proteine sein, die ganz oder halb in der Memban sind. Flipflops laufen nicht spontan ab => daraus ergibt sich asymmetrische Verteilung der integralen Membranproteine und Lipide in beiden Schichten

Glykoproteine und Glykolipide

Glykoproteine: Kohlenhydrate, die Kovalent an Membranproteine gebunden sind.

verstärken hydrophile Eigenschaften der Lipide und Proteine, stabilisieren die Konformation zahlreicher Membranproteine

Glykolipide: Lipide mit kovalent gebundenen Kohlenhydraten, v.a. in exoplasmatischer Membranhälfte (Kohlenhydrate zeigen nach aussen, von Zelle weg)

Membranfunktionen

  • semipermeable Trennschicht zwischen zwei wäserigen Kompartimenten
  • Nährstofftransport, Austausch von Metaboliten und Abtransport von Abfalstoffen
  • verhindern eindringen von schädlichen Substanzen und Metabolitenverlust (=> korrekte Ionenzusammensetzung, pH-Wert, osmotischer Druck des Zytosols)
  • Regulation der Kommunkation zwischen Zellen
  • Vernetzen der Zelle mit Matrix zur Verfestigung und Stabilisierung der Gewebe

Merke: Ich gange mitem Velo go ichaufe und Abfallentsorge (Nährstofftransport, Abtransport von Abfallstoffen), es rägnet, ich ha d rägejagge ah und schwitze (=> vo usse und inne nass=semipermeable Trennschicht), defür chönd mi d Mugge ned stäche und mis Blut absuge (=>verhindern eindringen schädl. Substanzen und Metabolitenverlust). Ufem wäg hei hani nu müsse en Striit schlichte (Regulation der Kommunikation zwischen Zellen) wel de eint schlächt vernetzt isch sozial und sich hed welle ufdränge zumene stabile fründeskreis (Vernetzen der Zelle mit Matrix zur Verfestigung und Stabilisierung) 

Unterscheidung Zytoplasma und Zytosol und Bestandteile jeweils, Proteingehalt Zytosol

Zytoplasma ist halb flüssiger, visköser Zellinhalt innerhalb der Plasmamembran und ausserhalb des Zellkern, Enthält: Ribosomen, Mitochondrien und andere Organellen

Zytosol: lediglich die wässrige Phase des Zytoplasmas, ohne Organelle, Membranen und unlöslichen Zytoskelettelementen. evt noch Einschlusskörperchen oder Einschlussgranula (in Muskelzellen und Leberzellen bspw Glykogengranula

20-30% des Zytosols ist aus Proteinen => sind etwa 25-50% des gesamten Zellproteins, meiste an Filamente gebunden

Na, Ca und Kalium- Konzentrationen in Zelle hingegen zum Blut:

K: 20-40 mal mehr in Zelle

Na: 8-12 mal mehr im Blut

Ca: über 1000mal mehr im Blut

Merke: Nana seid mer de chline 8-12 jährige chind zum tröste

KA: seid de Student wo vo 20-40 studiert (Kei ahnig), studiere isch in => in Zelle

3 Kategorien des Zytoskeletts und grössen

1. Mikrofilamente 7-9 nm

2. Mikrotubuli: 24 nm

3. Intermediärfilamente: 10 nm

Mikrofilamente: Dicke, Bestandteil, Anzahl AS, Isoformen

Dicke: 7-9nm

aus Aktin

ca. 375 Aminosäuren

4 Isoformen von alpha-Aktin in verschiedenen Muskeltypen: beta und gamma-Aktin in Nichtmuskelzellen

G-Aktin und F-Aktin

G-Aktin: globuläre Aktin Monomere

lagern sich zus filamentösem F-Aktin zusammen => bilden Filamente variabler Länge, von Aktin-quervernetzenden Proteinen zusammengehalten

entweder als locker gepackte Netzwerke (rechtwinklige Überkreuzung der Filamente) oder dicht gepackte Bündel angeordnet

F-Akitinfilamente Bildung

durch Zugabe von Ionen (Mg, K oder Na) induziert, dabei wird ATP zu ADP und Pi hydrlisiert. Polymerisation ist reversibel. Wenn Ionenstärke wieder erniedrigt=> Depolarisation

+- und - -Ende der Aktinfilamente

an plus ende wächst es 5-10 mal schneller als am Minusende. Wenn G- und F-Aktin im Fliessgleichgewicht sind dissoziieren Aktinmonomere vom Minus-Ende und Plus-Ende wächst während dem. Filamentlänge bleibt konstant, neue Untereinheiten wandern von plus zu minus und dissoziieren dort wieder

Funktion Aktinbündel und -Netwerke

Versteifung der Plasmamembran durch ein Gerüst, Festlegung ihrer Zellgestalt

Proteine verknüpfen Membran und filamente (Membran-Mikrofilament-verbindende Proteine, sind Klebepunkte die Membran an darunterliegendem Zytoskelett anbinden

Nicht kontraktile Aktinbündel, Aufbau (Länge) und Funktion

Mikrovilli und Filopodien, 

fingerförmige Fortsätze, die durch Bündel aus Aktinfasern versteift werden, diese sind mit Phospholipidmembran verbunden.

Mikrovilli: 0.5-1 Mikrometer lang, dichter Besatz=bürstenasum, ist in Darmepithelzellen. Vergrössert die Oberfläche der Zellen beträchtlich

Filopodien: helfen Zellen sihc an festen Oberflächen anheften oder fortbewegen zu können. am Rand von sich bewegender oder ausbreitenderZellen

Kontraktile Aktinbündel, Lage, Aufbau, Zweck

Sind wie Gürtel an die innere Wand der Plasmamembran angelagert (nichtkontraktile im Zentrum fingerförmiger Ausstülpungen)

für mehr Bewegung als nur mit Polymerisation: Bspw. Muskelkontraktion, mit Myosin und Aktin

Mikrotubuli: Lage in Zelle, Rolle Zentriolen

Füllen Raum zwischen Zellkern und Zellmembran im ZYtosol, oft übereinander oder parallel zueinander

Zentriolen: auch microtubule organising centers (MTOCs) genannt, für Organisation des Mikrotubuli-Zytoskelettes wichtig

Aubau Mikrotubulus

=Polymer aus globulären Tubulinuntereinheiten

Tubulinuntereinheit= alpha- und beta-Tubulinmonomere.

Wenn beie TUE ein GTP gebunden haben: lagern sich in Längsrichtung mit Abstand von 8nm zu einem Protofilament-Strang aneinander=> Protofilamente lagern sich setilcih leicht versetzt aneinander, bilden so zylinderförmige Mikrotubuli

Polarität entsteht wie bei Aktinfilamenten: an einem Ende des Mikrotubulus nur alpha-Tubulnuntereinheiten, am anderen Beta-Tubulinuntereinheiten

gamma-Tubulin polymerisiert nicht zu Mikrotubuli sondern ist Polymerisationskeim bei Bildung von alphabeta-Mikrotubuli

Grösse und Durchmesser Mikrotubuli

Durchmesser von 24 nm

aus 13 Protofilamenten

Ausnahmen: in Zentriolen und Basalkörper können sich Protofilamente auch zu Duplett- oder Triplettmikrotubuli zusammenlagern. Duplett: aus A- und B-tubulus, A aus 13 Protofilamenten, B aber nur aus 10 (Triplett: A, B und C-Tubulus)

Vorkommen stabile, langlebige Mikrotubuli und dynamische, kurzlebige Mikrotubuli

dynamische: im zytosolischen Netwerk oder Spindelapparat => schneller Umbau erforderlich

nicht mehr replizierende Zellen: stabile Mikrotubuli

Funktion Mikrotubuli

Grundlage für zahlreiche Bewegungsformen, Transport von Membranvesikeln, äquatoriale Anordnun der Chromosomen bei Meiose/Mitose, lenken Wachstum des Axons von Nerven 

durch Polymerisation und Depolymerisation oder durch Aktivität von Mikrotubulimotorproteinen

Étudier