Zellbiologie Vetmed 1. JK
Zellbio vom 1. Semester Veterinärmedizin an Uni Zürich
Zellbio vom 1. Semester Veterinärmedizin an Uni Zürich
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Flashcards
Mikrotubuliassoziierte Proteine, Funktion, Vorkommen, wichtige MAP-Gruppe?, Bedeutung
vernetzen Mikrotubuli miteinander und mit anderen Strukturen
wichtige Gruppe: Assembly-Maps=> verknüpft zytosolische Mikrotubuli untereinander, sind lang und fadenförmig, kommen in Axonen und Dendriten von Nervenzellen und auch in anderen Zellen vor.
Depolymerisation wird durch MAPs verlangsamt, weil Dissoziation verhindert wird, Neubildung von Mikrotubuli wird von einigen gefördert, andere zeigen keinen Effekt
Intermediärfilamente Vorkommen, Lage in Zelle
in fast allen Zellen mehrzelliger Eukaryoten, füllen gesamtes Zytosol netzartig aus, Verteilungsmuster ähnlich wie bei Mikrotubuli
Intermediärfilamente: Durchmesser, Bestandteile, Struktur in 3 Domänen
Durchmesser: 10 nm, aus alpha-helikalen stabförmigen Untereinheiten=> diese lagern sich zu seilartigen Filamenten zusammen, binden im Gegensatz zu Mikrotubuli und Mikrofilamente keine Nukleotide.
Sturktur:
in drei Domänen: alpha-helikale Domäne, an beiden Enden je eine golbuläre Domäne am C- und N-Terminus.
- alpha-helikale Segmente bilden Dimere mit superhelikaler Struktur
- ein Paar der Dimere antiparallel zusammengelagert=Tetramer
- Tetramere lagern sich mit Enden zusammen und bilden Protofilamente (Kette) von 2-3nm Dicke
- Protofilamente schliessen sich paarweise zu Protofibrillen zusammen
- 4 Protofibrillen=eiin intermediärfilament mit 10nm Durchmesser
=> Keine Polarität wegen symmetrischem Aufbau
alpha helikale Domäne ist bei allen Gleich, Sequenz und Gewicht von N- und C-terminalen-Domänen für jedes spezifisch
Homo- und Heteropolymere intermediärfilamente
Stabilität von Intermediärfilamenten im Vgl. zu anderen Zytoskelettbestandteilen
Heteropolymer: verschiedene Sequenzen an N- und C-terminalen Domänen
Sind erheblich stabiler als Mikrotubuli und Mikrofilamente
Intermediärfilamente beim Zellzyklus
muss während Zellzyklus umgebaut werden und während Zytokinese weitgehend aufgelöst werden, vor der Mitose werden sie unter dem Einfluss der cdc2-Kinase (CDKs) abgebaut und nach der Zellteilung wieder neu gebildet.
Typen von Intermediärfilamenten: Typ I und II
saure und basische Keratine, in Epithelzellen exprimiert, stets Herterodimere im Verhältnis 1:1, vebinden sich zu Kerationfilamenten aus etwa 10 Keratine => spezifisch für harte Epithelschichten wie Nägel, Haare, Wolle
Typen von Intermediärfilamenten: Typ III
Vimentin, Desmin und Peripherin: homo- oder heteropolymere Intermediärfilamente,
Vimentin am weitesten verbreitet (Leukozyten, Endothelzellen der Blutgefässe, andere Epithelien, mesenchymale Zellen wie Fibroblasten)
Desmin: in Muskelzellen für Stabilisierung von Sarkomeren
Typen von Intermediärfilamenten: Typ IV
Neurofilamente, Kommen als heteropolymere Proteine in Axonen der Nervenzellen vor
Typen von Intermediärfilamenten: Typ V
Lamine: Ausschliesslich im Zellkern
Typen von Intermediärfilamenten: Typ VI
in perlenschnurartigen Filamenten in Augenlinsen=> nur wenige Ähnlichkeiten mit anderen Typen
Funktion Intermediärfilamente
rein strukturelle Aufgaben, keine Bewegungsabläufe oder Motorproteine
oft an Membranen, die durch Filamente mechansich versteift werden (Kernlamina die an innerer Seite der Kernmembran ist)
in Zytosol typischerweise in Strängen von Kernmembran zu Plasmamembran ziehend
Intermediärfilament-assoziierte Proteine (IFAPs)
vermitteln Wechselwirkungen zwischen einzelnen Intermediärfilamenten und verknüpfen diese zu Bündeln oder Netzwerken
für Bindung von Intermediärfilamenten an Zellstruktur (Zellmembran)
Vernetzung mit Mikrotubuli
Hauptaufgabe: Intermediärfilamente mit anderen Strukturen in Zelle vernetzen=> Stützfunktion, evt. auch Vernetzung mit Aktinzytoskelett
Motorprotein, Zweck, Zusammenhang mit Aktinfilamenten und Mikrotubuli, Aufgabe ihrer Kopfgruppe und Schwanzdomäne
Ermöglichen alle Zellbewegungen in dem sie chemische Energie (aus ATP) in Bewegung umsetzen => Transport biologischer Lasten oder zelluläre Bewegungen
Aktinfilamente und Mikrotubuli dienen als Schiene
Kopfgruppe: bindet an Zytoskelett und führt unter ATP-Verbrauch Konformationsänderung für Bewegung entlang der Schiene aus
Schwanzdomäne: interagiert mit der zu transportierenden Organellen
Motorprotien Myosin, bei welchen Vorgängen (3)? Wie viele verschiedene Arten und wo sind welche, Wo in Nichtmuskelzellen?
Bei Muskelkontraktion, Zytokinese und Vesikeltransport wichtig
18 Mitglieder der Myosingenfamilie
Myosin I und II: in fast allen Zellen
Myosin V: weniger weit verbreitet
in Nichtmuskelzellen sind Aktin- und Myosinfilamente an Kontaktstellen der Zellmembran mit dem Substrat oder anderen Zellen, ziehen sich ausserhalb der Zelle bei ATP-Zugabe zusammen
Struktur Myosin, Anzahl schwere Ketten von Myosin I, II und ihre leichten Ketten
aus einer oder zwei schweren Ketten und mehreren leichten
schwere Ketten gegliedert in Kopf, Hals und Schwanzdomäne, Schwanzdomäne bestimmt Funktion des jeweiligen Myosintyps
die leichten Ketten sind am Hals , die schweren Ketten bilden das ganze Ding
Myosind I hat eine schwere, II und V haben 2 schwere Ketten
leichte Ketten des Myosin I und V : Calmodulin
Leichte Ketten von myosin II: essenzielle leichte ketten und regulatorische leichte Ketten
Funktionen von Myosin
- generiert Kraft für Muskelkontraktion
- Quervernetzung des Aktinzytoskeletts als Stütz- und Verstärkungsfunktion für Plasmamembran
- Ausdehnung der Zelle, Bildung von Filopodien, Membrankräuselungen und Stressfasern
- Zelladhäsion und Regulation der Gestalt der Zelle
- Während der Zytokinese: Bildung des kontraktilen Ring und Teilen der Zelle in zwei Teile
- intrazellulärer Transport von Vesikeln durch Myosin I und V
Kinesin: Aufgabe, Geschwindigkeiten, Anzahl Angehörige der Kinesinfamilie, Unterteilung der Kinesine
- intrazellulärer Transport von Membranvesikeln, Organellen und Chromosomen
- Membranvesikel Geschwindikeit: 250 mm /Tag => 3 Mikrometer/s=> schnellster intrazellulärer Transport
- polymerisierte Zytoskelettbestandteile Geschwindigkeit: nur Bruchteile eines Millimeters pro Tag
- 14 verschiedene Kinesinfamilienangehörige
- Unterteilt in zytosolische Kinesine und Spindelkinesine
Struktur, Aufteilung in Domänen
Funktion der Domänen
Transport von Vesikel (schrittgrösse und Kraftaufwand)
3 Domänen:
- zwei grosse globuläre Kopfdomänen
- langer Stiel (Verbindung)
- paar kleiner globulärer Schwanzdomänen
Funktionen der Domänen:
- binden an Mikrotubuli und ATP
- verbinden Kopf und Schwanz
- Bindung an Membranvesikel (Membranvesikel=Fracht von Kinesin
- Rezeptoren an Vesikel bisher nicht identifiziert,
- transportieren Vesikel vom Minus- zum Plus-Ende des stationären Mikrotubuli,
- zweiköpfiges Kinesinmolekül wandert in 8nm-Schritten (=Abstand zweier alpha- und beta Tubulinuntereinheiten in Protofilament)
- Kraft jeweils 6 pN pro Schritt
Kinesin Funktion
- Vesikel- und Organellentransport entlang von Mikrotubuli vom Minus- zum Plus- Ende (das Protein KIF1B transportiert zum Beispiel ausschliesslich Mitochondrien, während das verwandte Protein KIF1A für den Transport von synaptischen Vesikeln zum Axonende zuständig ist)
- Aufbau des Spindelapparats und Trennung der Chromosomen während der Zellteilung
Dynein, Transport und Richtung
Dynein ist ein Mikrotubulimotorprotein, transportiert die Fracht vom Plus- zum Minus-Ende => für retrograden axonalen Transport oder Wanderung endozytotischer Vesikel (Stoffe darin müssen abgebaut werden) von der Plasmamembran zu Lysosomen
Dynein: Struktur, Bestandteile, Unterscheidung, Transport
- ist in grossen multimeren Proteinkomplexen mit Molekulargewichten über einer Milion Dalton,
- aus 2 oder drei schweren Ketten und nicht genau bestimmte Anzahl mittelschwerer und leichter Ketten
- Unterteilung:
- zytosolische Dyneine (Vesikel und Chromosome bewegend), wie Kinesin, doppelköpfig, Kopfgruppen von zwei gleichen oder fast gleichen schweren Ketten gebildet
- Axonemdyneine
Können alleine keine Frachten transportieren, bruachen grossen Komplex von Mikrotubuli-bindenden Proteinen (MBPs), der Vesikel und Chromosomen mit Mikrotubuli verknüpft aber keine Bewegung hervorrufen kann
Kinesin wirkt in Gegenrichtung von zytosolischem Dynein=> Bewegung wird so reguliert
Funktionen von Dynein
- Vesikeltransport entlang von Mikrotubuli vom Plus- zum Minus-Ende (aussen -> innen)
- Axonemdyneine verschieben Mikrotubuli gegeneinander und bewirken so die Schlagbewegung von Zilien und Flagellen
- Positionierung von Organellen und der mitotischen Spindel