Zellbiologie der Eukaryoten

Prüfungsvorbereitung

Prüfungsvorbereitung


Romana Polacek
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Zellbiologie der Eukaryoten, mit Fokus auf den Transport von Proteinen, die Struktur und Funktion der Plasmamembran sowie die Rolle von Mikrotubuli und Vesikeln. Sie erklären, wie Moleküle wie Na+ und K+ durch die Membran transportiert werden und welche Signalsequenzen dabei eine Rolle spielen. Ideal für Studierende, die die Grundlagen der Zellbiologie verstehen möchten, um komplexere biologische Prozesse besser nachzuvollziehen.
Flashcards
274
Students
5
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
08.05.2013 / 12.07.2017

Flashcards

Gib die Größenordnungen an

Zwei Beispiele für Größenordnungen für eukaryontische und prokaryontische Zellen

 

 

eukaryontisch: Hautzelle: 30-50 µm, Hefezelle ca. 10µm

prokaryontisch: Escherichia coli: 2 µm

 

Gib zu den jeweiligen Basisgrößen die Basiseinheit und das Symbol an

Länge

Masse

Stoffmenge

 

Länge - Meter - m

Masse - Kilogramm - kg

Stoffmenge - Mol - mol

 

Inwieweit funktioniert Energiegewinnung in Chloroplasten gleich wie in Mittochondrien und wo sind die Unterschiede?

ähnliche Mechanismen:
-Elektronentransport in der Thylakoidmembran
-Erzeugung eines Protonengradienten
-ATP-Synthase erzeugt ATP

Unterschiede:
-energiereiche e- werden durch Absorption von Licht erzeugt
-Produkte sind ATP & NADPH

Mitochondrien 1
Wo werden hier Proteine transportiert?

Proteine werden transportiert in

  • Matrix    (=Innenraum)
  • Intermembranraum
  • innerer und äußerer Membran

(=Transport durch Membranen)

Mitochondrien 2

Beschreibe den Proteintransport in die Matrix!

Die zu transportierenden Proteine tragen eine N-terminale Signalsequenz     (=“Precursor-Protein”)

  1. cytosolische Proteine binden an “Precursor-Protein” & verhindern dessen Faltung

  2. Signalsequenz wird von einem Rezeptor in der äußeren Mitochondrienmembran erkannt

  3. Transport findet an Kontaktstellen zwischen den beiden Membranen durch Translokator-Komplexe statt
    (Proteine werden entfaltet transportiert)

  4. Signalsequenz wird nach dem Transport in der Matrix von einem Enzym abgespalten

Zum Schluss werden Proteine  mit Hilfe von Chaperonen wieder gefaltet.

Mitochondrien 3

Was sind Transport-Komponenten?
Nenne Transport-Komponenten in Mitochondrien

Translokator-Komplexe sind multi-subunit Proteinkomplexe

– Transport verbraucht Energie, die aus der ATP-Hydrolyse und dem  H+-Gradient stammt

  • TOM: Translocator of outer membrane
    - wird für den Transport aller kerncodierter mitochondrialer Proteine gebraucht
    - Transport in den Intermembranraum & Einbau von Transmembranproteine in die äußere Membran
  • TIM: Translocator of inner membrane
    - Transport in die Matrix & Einbau von Transmembranproteine in die innere Membran
  • OXA: in der inneren Membran
    - transportiert von der Matrix in die innere Membran
  • SAM: Sorting and Assembly Machinery
    - für den Einbau in die äußere Mito-membran verantworlich

Mitochondrien 4

Beschreibe den Proteintransport in den Intermembranraum o. die innere Mito-membran!

  1. Transport in die Matrix + Abspalten der N-terminalen Signalsequenz (*)
  2. hydrophobe Signalsequenz wird exponiert
  3. Einfügen in innere Membran über OXA complex

Bei Intermembranraum-Proteinen wird durch Spaltung nach der hydrophoben Signalsequenz das Protein freigesetzt

 

(*) Diese Proteine tragen zwei Signalsequenzen:

  • N-terminale Signalsequenz
  • hydrophobe Signalsequenz, kommt nach der N-terminalen Signalsequenz

Nenne Eigenschaften der Lipide.

 

von gr. "lipos"= Fett

strukturell sehr heterogene Stoffklasse

charakteristische Eigenschaften: unlöslich in Wasser, löslich in organischen (apolaren) Lösungsmitteln (Hexan, Benzol, Chloroform,...)

 

Nenne Eigenschaften von Phospholipiden.

 

bilden spontan unilammelare Mycellen und bilammelare Membranen

bauen biologische Membranen auf

 

Nenne Fakten über die Plasmamembran

 

25 fache Oberflächenvergrößerung durch Mikrovilli

Flüssigkeitsaufnahme: -25% des Zellvolumens pro Stunde

200% der Plasmamembran wird pro Stunde internalisiert

3000 Vesikel/min.

laterale Diffusion: 2µm/sec

 

Nenne und beschreibe ein Beispiel des passiven Transports.

 

Glukosecarrier in der Plasmamembran der meisten tier. Zellen

zumindest 2 Konformationen, Glukosebindungsstellen können entweder zum Zellinneren oder nach außen zeigen

der aktuelle Glukosegradient bestimmt die Transportrichtung

zB.: Leberzelle: nach Mahlzeit viel Glukose im Blut -> Transport in Leberzellen, bei Hunger: wenig Glukose im Blut, viel in der Zelle -> Transport ins Blut

 

Peroxisomen 1

Nenne verschiedene (chem.) Reaktionen, die hier ablaufen können!

  • Oxidationen
  • Fettsäureabbau
  • Synthese von einigen Phospholipiden (
  • In Pflanzen: Umwandlung von Fetten in Zucker durch den Glyoxylat-Zyklus

Dazu müssen viele verschiedene Enzyme in die Peroxisomen transportiert werden!

Peroxisomen 2

Nenne Charakteristika des Transport in Peroxisomen!

  • kurzes, Carboxy-terminales Importsignal
    (-S-K-L-CO2H)
  • Importsignal wird nicht abgespalten
  • Proteine werden in gefalteter From transportiert (ähnlich - Kerntransport)
  • Transportmechanismus noch schlecht charakterisiert
  • shuttling ist möglich
    (= Ein- & Austransport möglich)

Peroxisomen 3


Warum wird Katalase in Peroxisomen transportiert?

Katalase ist ein Enzym, das Wasserstoffperoxid in Wasser und Sauerstoff umwandeln kann.

Im Peroxisom  bei Oxidationsreaktionen Wasserstoffperoxid erzeugt wird → giftig!

Katalase zerlegt Wasserstoffperoxid
2 H2O2 → 2 H2O + O2

Peroxisomen 4

Was sind Katalasen?

Die menschlichen Katalasen sind Tetramere aus identischen Untereinheiten.

Das aktive Zentrum dieses Enzyms enthält einen Porphyrin-Ring mit Eisen und ist damit ähnlich aufgebaut wie das Häm im Hämoglobin.

Katalasen können das giftige H2O2 in Wasser und Sauerstoff zerlegen.

Proteintransport

Wo in der Zellle (Organellen) erfolgt der Transport auf welche Art?

  • Im Zellkern
    → Transport durch Poren
  • In den Mitochondrien, Chloroplasten und Peroxisomen
    → Transport durch Membranen
  • Im ER
    → über Vesikel

Signalsequenzen

Was sind Signalsequenzen?
Welche Aufgabe haben sie?

Signalsequenzen sind charakteristische Abfolgen von Aminosäuren, die von Rezeptoren erkannt werden.

Sie signalisieren, wohin das entsprechende Protein Transportiert werden soll.

Skizziere 3 Phospholipidstrukturen im Wasser

 

 

Skizziere ein: - Transportprotein, - Enzym, -Rezeptor, -Ankerprotein

 

 

Wann werden Mikrotubuli stablisiert?

Wenn das wachsende Ende eine Zellstruktur oder ein Molekül findet das es binden kann (z.B.: Capping Proteine) - stabile Verbindung zum Cetrosom entsteht --> Mikrotubuli stabilisiert

wenn keine Verbindung entsteht schrumpft der Mikrotubuli

Warum ist das Wachstum bei cytoplasmatischen Mikrotubuli nur am + Ende möglich?

Gamma Tubulin ist Keimbildungsstelle
und blokiert das - Ende

Was bauen Zellen auf?

 

 

 

 

Zellen bauen Gewebe und Organe auf.

 

 

 

 

Was bedeuted "Tertiärstruktur"?

 

Polypeptidketten falten sich in eine räumliche Struktur

z.B.: Cytochrom B, Antikörper

 

Was bewirken Cadherinmoleküle in Desmosomen?

Cadherine sind an Intermediärfilamente befestigt (Gegensatz zu adhesions junctions -Actinfilament/Microfilament)

bewirken eine verschweißung der Intermediärfilamente benachbarter Zellen
verleihen Zellverband hohe Zugfestigkeit

Was ist "size exclusion limit" (SEL)

Plasmodesmen ermöglichen Diffusion kleiner Moleküle zwischen Pflanzenzellen (H2O, Ionen, Metabolite, Proteine, RNA, Pflanzenviren)

hydrodynamischer Radius ist ausschlaggebend ob Molekül difundieren kann

SEL deffiniert die tatsächliche Transportkapazität
(ca1 kDa)

Was ist abgebildet?

 

 

Was ist bei allen Ephitelgeweben gleich?
wie unterscheidet man hinsichtlich der Lage im Bezug auf  die Umgebung?

Alle Ephithelgewebe sind immer von einer Basallamina zum unteren Gewebe begrenzt.

man unterscheidet zwischen der apikalen (außen, der Umgebung zugewandt) & der basalen (innen, zu weiteren GEwebeschichten hin) Seite

Was ist bei septate junctions anders als bei tight junctions?

biede gehören zu der Klasse der occluding junctions
septate junctions nur in invertebraten (z.B.: zwischen zwei Ephitelzellen eines Mollusken)

-andere Morphologie (kontinuierliches Band)
-andere Proteine

Was ist Cholesterin? Nenne zwei Beispiele.

 

Ist ein Steroid

Lipid, bestehend aus Grundgerüst mit Mehrfachringen

Beispiel: Cholesterol: in vielen Membranen,  Testosteron: männliches Steroidhormon

 

Was ist das Membranpotential?

 

  • elektrische Potentialdifferenz= Spannung
  • beruht auf Konzentrationsgradient von Ionen zB.: Na+, K+, Cl-
  • normalerweise Innenseite der Cytoplasmamembran negativer geladen als Außenseite
  • bei tier. Zellen: vor allem K+ Ionen und zwischen -20 und -200 mV
 

Was ist das Prinzip der Fluoreszenz?

 

Verschiebung zwischen Anregungs- und Emissionswellenlänge "Stokes-Shift"

 

Emissionslicht: langwelliger und energieärmer als Anregungslicht

 

 

Was ist der adhesions belt?

In adherens junctions sind cadherinmoleküle über mehrere Linkerproteine an Actinfilament gebunden

Actinfilamente werden so von Zelle zu Zelle über das gesamte Epithel verknüpft -->Bildung eines kontraktilen Gürtels am apikalen Ende der Zelle

dadurch wird die Formveränderung des gesamten Epithels ermöglicht - aus einer Zellreihe kann eine Röhre werden z.B.: Bildung des Neuralrohrs bei Vertebraten

Was ist der elektrochemische Gradient?

 

gilt für geladene Stoffe, vor allem Ionen

kein Membranpotential: chem. Gradient

Membranpotential: elektrochem. Gradient

z.B.: Protonengradient über die Mitochondrienmembran, K+ Gradient an Membran von Nervenzellen

 

Was ist der Unterschied zwischen aktivem und passivem Transport?

 

passiv: entlang eines Konzentrationsgradienten ohne Energieaufwand

aktiv: gegen den Konzentrationsgradienten mit Energieaufwand

 

Was ist die Aufgabe von Mikrotubuli?
 

hohle Proeinröhre die dynamischen Wechsel zwischen Polymerisation & Depolimerisation erlaubt

Aufrechterhaltung der intrazellulären Verteilung determiniert die Lage von membranumhüllten Organellen in der Zelle
-ER wird von Kinesinen entlang MT nach außen gezogen
-Golgi wird von Dyneinen zum Zentrum der Zelle gezogen

Was ist die Function von tight junctions?

versiegelt benachbarte Zellen in einer Ephitelzellschicht, um das Austreten von  Molekülen zwischenihnen zu verhindern

errichtung einer Permiabilitätsbarriere und Diffusionsbarriere für größere Moleküle & viele kleine
verhindert Diffusion von Membranproteinen --> aufrechterhaltung von Unterschied zwischen apikale & basale Plasmamembran Domäne
z.B.: Ephitelzellen im Darm

Was ist die Funktion von Cileien & Flagellen

Cilien: bewegen Flüssigkeiten über Zelloberflächen z.B.: Schleimschichten in Lunge

Flagellen: bwegen Spermien & Protozoen voran

Was ist die Funktion von Intermediärfilamenten?

durchziehen das Cytoplasma der Zelle
häufigbei Zell-Zell-Verbindungen in Zellmembran verankert
bilden Kernlamina
verleihen der Zelle Stabilität

Was ist ein asymetrisches C-Atom und welche Eigenschaften leiten sich davon ab?

 

Ein C-Atom an das 4 verschiedene Reste gebunden sind

Molekül mit asymetrischem C-Atom ist "chiral" (dh Bild und Spiegelbild können nicht zur Deckung gebracht werden)

Chirale Moleküle drehen die Polarisationsebene des Lichtes

 

Was ist ein Ruhe-Membranpotential?

 

befindet sich in allen lebenden Zellen

elektrische Potentialdifferenz wegen ungleicher Ionenverteilung zwischen Zellinnerem und -äußerem

dafür verantwortliche Ionen v.a.: Na+, K+ und Cl-

bei Muskel- und Nervenzellen je nach Zelltyp 50-100 mV

ungleiche Ionenverteilung zwischen Innen- und Außenseite weil nur wenige Kationen und Anionen Membranlipidschicht ungehindert passiv passieren können, weil Lipiddoppelschicht für meisten Ionen impermeabel

allerdings durch aktiven Transport (Energieverbrauch) Na+ aus und K+ durch Transportproteine (Carrier) in die Zelle gepumpt (Natrium-Kalium-Pumpe)

 

Étudier