Zellbiologie 4
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Lernkarten
Protein
ein lineares Polymer aus Aminosäuren, die in spezifischer Abfolge durch Peptidbindungen verbunden sind. Proteeine sind die hauptsächlichen makromolekularen Bestandteile von Zellen.
Proteinfamilie
Gruppe von Proteinen in einem Organismus, die eine ähnliche Aminosäuresequenz besitzen. Die Ähnlichkeit reflektiert die Evolution der für sie codierenden Gene aus einem gemeinsamen Vorläufergen über Genduplikation und anschliessende Diversifizierung. Gewöhnlich haben die verschiedenen Mitglieder einer Proteinfamilie zwar verwandte, aber doch unterscheidbare Funktionen. Beispielsweise führen alle Mitglieder der Proteinkinasefamilie eine ähnliche Phophorylierungsreaktion aus, jedoch unterscheiden sich die Substrate und Regulationsmechanismen der Enzyme.
Proteinkinase (Kinase)
Enzym, das die endständige Phosphatgruppe von aTP auf eine spezifische Aminosäure eines Zielproteins überträgt.
Proteinkinase C (PKC)
Enzym, das Zielproteine als Antwort auf einen Anstieg von Diaclyglyerin und Ca2+ phosphorlyliert
Proteinmaschine
Komplex aus mehreren Proteinmolekülen, die so miteinander verbunden sind, dass sie durch aufeinander abgestimmte Bewegungen eine Reaktionsabfolge mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit ausführen können. Viele wichtige Zellreationen werden von solchen Proteinmaschinen katalysiert - die am besten verstandenen Beispiele sind die Proteinsynthese und die DNA-Replikation.
Proteinphoyphatase (Phosphoproteinphosphatase)
Enzym, das - gewöhnlich mit hoher Spezifität - eine Phosphatgruppe hydrolytisch von einem Proteine entfernt
Proteinphosphrylierung (Phosphorylierung)
Kovalentes Anfügen einer Phosphatgruppe an eine Aminosäure-Seitenkette eines Proteins durch eine Proteinkinase
Proteoglykan
Molekül aus einer oder mehr Glykosaminoglykanketten, die an einen Proteinkern gebunden sind.
Proteolyse
Abbau eines Proteins durch eine Protease oder das Proteasom
Protozoen
frei lebende, einzellige, bewegliche eukaryotische Organismen, die keine Photosynthese betreiben. Viele Protozoen, beispielsweise Paramecium und Amoeba, ernähre sich von anderen Organismen.
prozessiv
Protein, das mehrere Katalyserunden oder Konfromationsänderungen ausfühnrt, während es an ein Polymer geheftet ist. Ein Merkmal der DNA-Polymerase oder von Motorproteinen, die an Transportprozessen teilnehmen, wie Kinesin.
Pseudopodium
grosse Zelloberflächenausstülpung, die Amöben und amöboide Zellen ausbilden, wenn sie kriechen. Im allgemeineren Sinn jeder dynamische actinreiche Oberflächenfortsatz bei tierischen Zellen.
Pumpe
Transmembranprotein, das Ionen und kleine Moleküle aktiv durch die Lipiddoppelschicht transportiert.
Purin
Eine der beiden Klassen stickstoffhaltiger Ringverbindungen (heterozyklische Basen), die in DNA und RNA vorkommen. Beispiele sind Adenin und Guanin.
Pyrimidin
Eine der beiden Klassen stickstoffhaltiger Ringverbindungen (heterozyklische Basen), die in DNA und RNA vorkommen. Beispiele sind Cytosin, Uracil und Thymin.
Pyruvat
Beim Glucoseabbau (Glykolyse) gebildeter Metabilit, der ein entscheidendes Verbindungsglied zum Citratzyklus und vilen Biosynthesewegen ist.
Ras
Der bekannteste Vertreter einer grossen Familie von GTP-Bindeproteinen, den monomeren GTPasen (oder kleinen G-Proteinen), die helfen, Signale von Zelloberflächen-Rezeptoren zum Kern weiterzuleiten. Nach dem Ras-Gen benannt, das zuerst in Viren identifizeirt wurde, die bei Ratten Sarkome verursachen.
raues Endoplasmatisches Reticulum (RER)
Der Teil des Endoplasmatischen Reticulums, der mit Ribosomen assoziiert ist und an der Synthese von sezernierten und membrangebundenen Proteinen beteiligt ist.
Reaktionszentrum
ein spezialisiertes Chlorophyllmolekül-Paar in photosynthetischen Membranen, das photochemische Reaktionen ausführt.
Redoxpaar
Zwei Moleküle, von denen eines als Eletronendonor und das andere als Eletronenakzeptor bei Oxidations-Reduktions-Reaktionen fungiert.
Redoxpotenzial
Mass für die Tendenz eines gegebenen Systems, Elektronen abzugeben oder Elektronen aufzunehmen.
Reduktion
Zunahme der Elektronendichte in einem Atom durch die Aufnahme von Elektronen; beispielsweise, wenn an ein Molekül Wasserstoff addiert oder Sauerstoff von ihm entfernt wird.
regulatorische DNA-Sequenz
DNA-Sequenz, an die ein Genregulatorprotein bindet und damit bestimmt, wass, wo und in welchem Ausmass ein Gen in RNA transkribiert wird.
rekombinante DNA-Technologie (Gentechnik)
alle Techniken, bei denen DNA-Abschnitte aus unterschiedlichen Quellen kombiniert werden, um eine neue DNA herzustellen. Rekombinante DNAs werden häufig beim Klonieren von Genen, bei der genetischen Modifikation von Organismen und allgemein in der Molekularbiologie zur Funktionsanalysevon Genen eingesetzt.
Rekombination
Vorgang, bei dem Chromosomen oder DNA-Moleküle geteilt und die Fragmente anschliessend in einer neuen Kombination verbunden werden. Rekombination kann in lebenden Zellen stattfinden - beispielsweise beim Crossing-over während der Meiose - oder in vitro mit gereinigter DNA und Enzymen, die DNA-Stränge spalten und ligieren.
Replikationsgabel
Y-förmige Region eines sich replizierenden DNA-Moleküls, in der sich die beiden Tochterstränge bilden und voneinander trennen.
Replikationsursprung
spezifische DNA-Sequenz auf einem Chromosom oder Plasmid, an der die DNA-Replikation nach Anlagerung der Replikationsmaschine beginnt.
Repressor
ein Protein, das an einen spezifischen DNA-Abschnitt bindet, um die Transkription eines angrenzenden Gens zu verhindern.
Repressor
ein Protein, das an einen spezifischen DNA-Abschnitt bindet, um die Transkription eines angrenzenden Gens zu verhindern.
Restriktionskarte
Tabelle oder graphische Darstellung eines DNA-Moleküls, die die Schnittstellen verschiedener Restriktionsnucleasen anzeigt
Restriktionsnuclease (Restriktionsenzym)
Nuclease, die ein DNA-Molekül an jeder Stelle zerschneiden kann, an der sich eine spezifische meist palindromische Nucleotidsequenz befindet. Unterschiedliche Restriktionsnucleasen schneiden an verschiedenen Sequenzen. Sie werden viel in der rekombinanten DNA-Technologie (Gentechnik) verwendet.
Retrotransposon
ein transponierbares Element, das sich bewegt, indem es zunächst in eine RNA-Kopie transkribiert wird. Diese wird dann durch reverse Transcriptase in DNA zurückverwandelt und an einer anderen Stelle wieder in ein Chromosom eingebaut.
Retrovirus
RNA-enthaltendes Virus, das sich in einer Zelle vermehrt, indem es zunächst eine doppelsträngige DNA-Zwischenstufe ausbildet.
reverse Transcriptase
Enzym, zuerst bei Retroviren entdeckt, das eine doppelstrang-DNA-Kopie von einer Einzelstrang-RNA-Matrize erzeugt.
Rezeptor
Zellprotein, das ein spezifisches extrazelluläres Signalmolekül bindet und in der Zelle eine Antwort einleitet. Zelloberflächen-Rezeptoren wie der Acetylcholin- und der Insulin-Rezeptor sind Transmembranproteine, deren Ligandenbindungsstelle nach aussen zeigt. Intrazelluläre Rezeptoren wie Steoridhormon-Rezeptoren binden Liganden, die durch die Plamamembran in die Zelle diffundieren.
Rezeptor-Serin/Threonin-Kinase
Zelloberflächen-Rezeptor mit einer extrazellulären Lingandenbindedomände und einer intrazellulären Kinasedomäne, die intrazelluläre Signalproteine an Serin- oder Threoninresten phosphryliert.
Rezeptro-Tyrosin-Kinase
Rezeptor, dessen cytoplasmatischer Schwanz eine Tyrosin-Kinase-Aktivität besitzt, die durch Bindung eines Liganden aktiviert wird.
rezeptorvermittelte Endocytose
Mechanismus, über den tierische Zellen selektiv Substanzen aufnehmen können. Dabei bindet ein Makromolekül an einen Rezeptor in der Plasmamembran und gelangt in clathrinumhüllten Vesikeln (coated vesicles) in die Zelle.
Rho-Proteinfamilie
Familie monomerer GTPasen, die an den Signalwegen zur Umordnung des Actincytoskeletts mitwirken.
Ribosom
Struktur, die aus ribosomalen RNAs und ribosomalen Pr4oteinen besteht. Ribsosmen assoziieren mit mRNA und katalysieren die Synthese von Proteinen.