Zellbiologie

Zellbiologie

Zellbiologie


T. S.
Diese Karteikarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Zellbiologie auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Strukturen wie Zellen, Proteine, DNA und Moleküle, sowie Prozesse wie Bindungen, Energieumwandlung und Zellteilung. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Biologie, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Verständnis der zellulären Mechanismen vertiefen möchten.
Karten
126
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
01.12.2012 / 24.11.2014

Lernkarten

Aster

Sternförmiges System von Mikrotubuli, die von einem Centrosom oder von einem Pol einer Mitosespindel ausgehen.

Atmung (Respiration)

Allgemeine Bezeichnung für jegliche Zellvorträge, bei denen die Aufnahme von molekularem Sauerstoff an die Produktion von CO2 gekoppelt ist

ATP

Adenosin-5'-triphosphat

Nucleosidtriphosphat, das aus Adenin, Ribose und drei Phosphatgruppen besteht. Es ist der Hauptträger chemischer Energie in Zellen. Die endständigen Phosphatgruppen sind hochreaktiv in dem Sinn, dass ihre Hydrolyse oder Übertragung auf ein anderes Molekül unter Freisetzung einer grossen Menge Freier Energie vor sich geht

ATP-Synthase

Membranassoziierter Enzymkomplex, der die Bildung von ATP bei der oxidativen Phophorylierung und der Photosyntheses katalysiert. Kommt in Mitochondrien, Chloroplasten und Bakterien vor

avogadrosche Zahl

Die Anzahl an Molekülen in der Menge einer Substanz, die gleich ihrem Molekulargewicht in Gramm ist

Axon

Langer, dünner Nervenzellvorstatz, der Nervenimpulse rasch über weite Strecken fortzuleiten vermag, um Signale an andere Zellen abzugeben

Bakterien

Gebräuchliche Bezeichnung für prokaryotische Organismen; präziser umfasst sie jedoch nur die Mitglieder der phylogenetischen Entwicklungslinie Bacteria, zu der alle Prokaryoten ausser den Archaea gehören. Die meisten Bakterien leben leben als Einzelzellen, aber manche, beispielsweise Streptomyces oder Cyanobakterien, schliessen sich auch zu Verbänden zusammen.

basal

in der Nähe der Basis plaziert. Die basale Oberfläche einer Zelle befindet sich gegenüber von der apikalen Oberfläche.

Basallamina

die dünne Lage aus extrazellulärer Matrix, die Epithelschichten und viele andere Zelltypen wie Muskel- oder Fettzellen vom Bindegewebe trennt

Base

Ein Molekül, das in Lösung ein Proton aufnehmen kann. Auch als Bezeichnung für die Purine und Pyrimidine in DNA und RNA gebräuchlich.

Basenpaar

Zwei Nucleotide in einem RNA- oder DNA-Molekül, die durch Wasserstoffbrückenbindungen zusammengehalten werden - beispielsweise paart G mit C, und A paart mit T oder U.

Bcl-2-Familie

Familie intrazellulärer Proteine, die die Apoptose entweder fördern oder inhibieren, indem sie die Aktivierung von Caspasen regulieren.

Befruchtung (Fertilisation)

Abfolge von Ereignissen, die damit beginnt, dass eine Spermienzelle auf eine Eizelle trifft, und die dazu führt, dass beide Zellen miteinander zur Zygote verschmelzen. Die Zygote kann sich dann zu einem neuen Organismus entwickeln.

beschichtetes Vesikel (coated vesicle)

Kleines membranbegrenztes Organell mit einem Mantel aus Proteinen (Clathrin) auf seiner cytosolischen Oberfläche. Es wird beschichteten Membranbezirks gebildet.

beta-Faltblatt (ß-Faltblatt)

Faltungsmuster, das in vielen Proteinen vorkommt. Benachbarte Regionen der Poypeptidkette sind durch Wasserstoffbrückenverbindungen so miteinander verbunden, dass eine starre, abgeflachte Struktur entsteht.

Bindungsenergie

Stärke der chemischen Bindung zwischen zwei Atomen, gemessen durch die Energie, die für ihre Spaltung nötig ist.

Bindungslänge

Entfernung zwischen zwei Atomen in einem Molekül, die gewöhnlich kovalent miteinander verbunden sind.

Bindungsstelle

Region auf der Oberfläche eines Proteins - typischerweise eine Höhlung oder Furche -, deren Gestalt komplementär zu einem anderen Molekül (Ligand) ist und die über verschiedene nichtkovalente Bindungen mit ihm wechselwirken kann.

Biosynthese

Herstellung komplexer Moleküle aus einfachen Substanzen durch lebende Zellen

Bivalent

Chromosom mit zwei Chromatiden, das zu Beginn der Meiose mit seinem duplizierten homologen Chromosom gepaart ist.

Boten-RNA (Messenger-RNA, mRNA)

RNA-Molekül, das die Aminosäuresequenz eines Proteins festlegt. Wird bei Eukaryoten häufig durch Spleissen eines längeren RNA-Moleküls hergestellt, das die von einer RNA-Polymerase synthetisierte komplementäre Kopie eines DNA-Abschnitts darstellt.

Ca2+-Calmodulin-abhängige Proteinkinase (CaM-Kinase)

Enzym, das als Antwort auf einen Ca2+-Ionen-Anstieg Zielproteine durch seine Wechselwirkung mit dem Ca2+-bindenden Protein Calmodulin phosphryliert.

Cadherin

Mitglied einer Familie von Proteinen, die Ca2+-abhängige Zell-Zell-Adhäsion in Tiergeweben vermittelt.

Calmodulin (CaM)

Kleines Ca2+-bindendes Protein, das als Antwort auf Änderungen der Ca2+Konzentration die Aktivität von vielen Enzymen und Membrantransportproteinen modifiziert.

cAMP-abhängige Proteinkinase (Proteinkinase A, PKA)

Enzym, das Zielproteine als Antwort auf eine Erhöhung der intrazellulären cAMP-Konzentration phosphoryliert

Carbonylgruppe

Kohlenstoffatom, das über eine Doppelbindung an ein Sauerstoffatom gebunden ist.

Carboxylgruppe

Kohlenstoffatom, das über eine Doppelbindung mit einem Sauerstoffatom und über eine Einfachbindung mit einer Hydroxylgruppe verbunden ist. Moleküle mit einer Carboxylgruppe sind schwache Säuren.

Carrier-Protein

Membrantransportprotein, das eine gelöste Substanz bindet sie durch die Membran befördert, indem es eine Abfolge von Konformationsänderungen vollzieht.

Catastrophin

Protein, das Mikrotubuli destabilisiert, indem es ihre Depolymerisierung fördert.

Cdk-Inhibitorprotein

Protein, das Cyclin-Cdk-Komplexe inhibiert, z.B. um den Übergang aus der G1- in die S-Phase des Zellzyklus zu unterbinden.

cDNA-Bibliothek

Eine Sammlung  von cDNA-Klonen. Gewöhnlich umfasst sie die meisten Gene, die in einem bestimmten Zelltyp oder Gewebe exprimiert werden.

cDNA-Klon

ein einzelnes Molekül aus einer grossen Anzahl identischer Kopien einer cDNA

Cellulose

Strukturpolysaccharid, das aus langen Ketten kovalent verbundener Glucoseeinheiten besteht. Verleiht der Pflanzenzellwand ihre Zugfestigkeit

Centriol

Kurze, zylindrische Anordnung von Mikrotubuli, die gewöhnlich paarweise im Zentrum eines Centrosoms von tierischen Zellen vorhanden ist. Ebenso findet man es an der Basis von Cilien und Geisseln (dort Basalkörper genannt).

Centromer

Eingeschnürte Region eines mitotischen Chromosoms, die beide Schwesterchromatide zusammenhält. Das Centromer entspricht auch der Stelle auf der DNA, an der sich das Kinetochor bildet und dann die Mikrotubuli aus der Mitosespindel andocken.

Centrosom (Zellzentrum)

Zentral angeordnetes Organell in tierischen Zellen, das der Primärort der Mikrotubuliorganisation ist und während der Mitose als Spindelpol wirkt. In den meisten tierischen Zellen enthält es ein Centiolenpaar

Centrosomenzyklus

Verdopplung des Centrosoms (während der Interphase) und Trennung der beiden neuen Centrosomen (zu Beginn der Mitose), um die Pole der Mitosespindel zu bilden.

chemiosmotische Kopplung

Mechanismus, bei dem ein Protonengradient (also ein pH-Gradient) über einer Membran dazu genutzt wird, um einen Energie verbrauchenden Vorgang anzutreiben - beispielsweise die Bildung von ATP oder den Transport eines Moleküls durch eine Membran.

chemische Bindung (Bindung)

Chemische Affinität zwischen zwei Atomen, die sie zusammenhält. Typen chemischer Bindungen in lebenden Zellen sind beispielsweise Ionenbindung, kovalente Bindung, polare Bindung und Wasserstoffbrückenbindung.

Chiasma

X-förmige Verbindung, die zwischen gepaarten homologen Chromosomen während der meiotischen Teilung I sichtbar ist und den Ort des Crossing-overs darstellt.

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