Zellbiologie
Zellbio
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Flashcards
Kernregion
Procyten haben keinen Kern mit Hülle wie die Eucyten, sondern eine Kernregion, die meist ein ringförmiges Chromosom enthält.
Kohlenstoff-Assimilation
Bei der C-Assimilation stellen die autotrophen Zellen aus Wasser und Kohlendioxid Traubenzucker und Sauerstoff her. Nach der genutzten Energiequelle unterscheidet man Fotosynthese und Chemosynthese.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind organische Verbindungen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Sie dienen den Lebewesen als Bau-, Betriebs-, und Reservestoffe und zur Herstellung anderer Verbindungen. Man unterscheidet Einfach-, Doppel- und Vielfachzucker.
Zellkolonien
Zellkolonien sind Verbände von totipotenten Zellen, die zusammenarbeiten, ohne sich (stark) zu differenzieren. Jede Zelle ist selbständig lebensfähig und kann wieder eine Kolonie bilden.
Kompartimente
Kompartimente sind membranumschlossene Reaktionsräume der Zelle, in denen bestimmte Vorgänge laufen. Plasmatische Kompartimente enthalten eine eiweissreiche Grundsubstanz (Plasma), nicht-plasmatische Kompartimente enthalten normale wässrige Lösungen.
Leukoplasten
Leukoplasten sind farblose Plastiden die aus Traubenzucker Stärke aufbauen und speichern. Sie kommen v.a. in Speicheroragnen (Knollen, Wurzeln) und Samen vor.
Lichtreaktion
Lichtreaktionen sind die lichtabhängigen Reaktionen der Fotosynthese. Sie finden am Chlorophyll in den Grana der Chloroplasten statt und umfassen die Spaltung des Wassers in Sauerstoff und Wasserstoff sowie die Bildung von ATP aus ADP + P.
Lignin
Lignin oder Holzstoff wird nach Abschluss des Wachstums zur Erhöhung der Festigkeit in die Zellwände von verholzenden Pflanzenteilen eingelagert. Dabei stirbt der Protoplast häufig ab.
Lysosomen
Lysosomen sind Vesikel, die Verdauungsenzyme enthalten. SIe werden vom Golgi-Apparat gebildet und dienen zur Zerlegung körperfremder Stoffe in Nahrungsvakuolen und zur Entsorgung bzw. Recyclierung überzähliger Zellbestandteile oder Zellen.
Membran
Die Membran (Biomembran) besteht aus einer Lipid-Doppelschicht und Eiweissen, die nach dem Flüssig-Mosaik-Modell schwimmend in die flüssige Lipid-Doppelschicht eingelagert sind. Die Membran ist selektiv permeabel und kann ihre Durchlässigkeit ändern. Membranen grenzen Zellen und Reaktionsräume ab, ermöglichen und regulieren den Stoff- und Informationsaustausch, vergrössern die Oberfläche und können auf Reize reagieren.
Membranlipide
Die Doppelschicht der Membranlipide bildet die Grundstruktur der Membran. Ihre Moleküle besitzen einen hydrophilen Kopf und einen lipophilen Doppelschwanz.
Membranproteine
Die Membranproteine sind schwimmend in die Lipiddoppelschicht eingebaut. Sie dienen u.a. als Enzyme und als Rezeptoren und sind als Carrier oder als Tunnelproteine am Stofftransport durch die Membran beteiligt.
Membransystem des Cytoplasmas
Das Membransystem des Cytoplasmas umfasst die nicht-plasmatischen Kompartimente der Zelle:
ER, Golgi-Apparat, Versikel und Vakuolen
Membrantransport
Für den Stofftransport durch die Membran gibt es drei Wege:
- Einfache Diffusion kleiner und lipophiler Teilchen durch die Lipidschicht
- Erleichterte Diffusion (hydrophiler) Teilchen durch Eiweisstunnel
- Selektiver, z.T. aktiver Transport bestimmter Teilchen durch Carrier
Mikrofilamente
Mikrofilamente sind feine Stäbchen aus dem Eiweiss Actin. Sie sind Bestandteil des Cytoskeletts und ermöglichen im Zusammenspiel mit dem Myosin die Bewegung der Muskeln.
Mikrotubuli
Mikrotubuli sind feine im EM sichtbare Röhrchen (25 Nanometer) mit einer Wand aus dem Eiweiss Tubulin. Sie sind Elemente des Cytoskeletts und dienen als Stützelemente und als Schienen für die Bewegung von Zellbestandteilen.
Mitochondrien
Mitochondrien sind ovale Organellen mit einer Länge von 0.5-2 Mikrometer. Sie sind durch eine Hülle aus zwei Membranen abgegrenzt, enthalten Plasma, DNA und Ribosomen und vermehren sich durch Teilung. Ihre innere Oberfläche ist durch Einstülpungen der inneren Hüllmembran vergrössert und trägt die Enzyme für die Zellatmung. Mitochondrien produzieren ATP.
Mitose
Die Mitose ist eine Kernteilung, bei der sich ein Kern in zwei identische Tochterkerne teilt. Das in der Interphase verdoppelte Erbgut wird so auf zwei Tochterkerne verteilt, dass diese identisch sind. Die Zahl der Chromosomen bleibt unverändert. Jedes Chromosom besteht zu Beginn der Mitose aus zwei Chromatiden, danach aus einem. Im Ablauf folgen sich vier Phasen: Prophase -> Metaphase -> Anaphase -> Telophase.
Mittellamelle
Die Mittellamelle ist die erste Schicht der Trennwand, die sich bei der Zellteilung zwischen den Tochterzellen bildet. Sie entsteht bei der Vereinigung von Golgi-Veriskeln zur Zellwandplatte aus dem Inhalt der Vesikel.
Motorproteine
Motorproteine ermöglichen die Bewegungen (in) der Zelle mit Hilfe von ATP-Energie. Sie verschieben sich durch eine Formänderung gegen fixierte Elemente des Cytoskeletts und bewegen so die an ihnen befestigten beweglichen Strukturen.
Muskelbewegung
Bei der Verkürzung von Muskelzellen gleiten die Filamente des Myosins durch die Bewegung von beinchenartigen Molekülteilen zwischen die Actin-Filamente hinein. Die Spaltung von ATP ind ADP + P liefert Energie.
Nahrungsvakuolen
Nahrungsvakuolen sind Vesikel, die durch Endocytose von der Zellmembran nach innen abgeschnürt werden. Sie dienen der Verdauung. Ihr Inhalt wird durch Verdauungsenzyme aus den Lysosomen zerlegt. Die Grundbausteine werden durch die Membran ins Plasma aufgenommen und das Unverdaubare wird durch Exocytose ausgeschieden.
Nucleinsäuren
Nucleinsäuren spielen in den Zellen als Informationsspeicher und Informationsüberträger eine zentrale Rolle. DIe Moleküle der Nucleinsäuren sind fadenförmige Makromoleküle mit vier verschiedenen Nucleotiden als Bausteine.
Nucleotide
Nucleotide sind die Bausteine der Nucleinsäuren. In jeder Nucleinsäure kommen vier verschiedene Sorten vor.
Osmoregulation
Der Wasserhaushalt der Zelle kann aktiv beeinflusst werden, z.B. durche den aktiven Transport von gelösten Teilchen oder von Wasser (pulsierende Vakuole) oder durch Umbau von Traubenzucker in Stärke oder umgekehrt.
osmotischer Druck
Der osmotische Druck ist der Druck, der in einer Lösung durch die Wasseraufnahme im Osmometer entsteht. Es ist ein Mass für ihre Tendenz zur Wasseraufnahme und hängt nur von der Konzentration ab. Die Art der Teilchen spielt keine Rolle.
passiver Transport
Beim passiven Transport wird der Stoff seinem Konzentrationsgefälle folgend transportiert, das Konzentrationsgefälle wird dadurch kleiner.
Peptide
Peptide sind Eiweisse aus weniger als 100 Aminosäuren.
Pflanzenzellen
Pflanzenzellen sind Eucyten und unterscheiden sich von Tierzellen durch ihre Zellwand, Plastiden und grosse Vakuolen.
Plasma
Das Plasma ist die eiweissreiche Grundsubstanz in der Zelle und in plasmatischen Kompartimenten (Kern, Mitochondrien, Plastiden).
Plasmafluss
Plasmafluss ist eine Fortbewegungsmethode von Zellen ohne feste Form. Sie wird durch Motorproteine und Actinfilamente verursacht.
Plasmolyse
Die Plasmolyse ist die Folge eines starken Wasserverlusts aus einer pflanzlichen Zelle in hypertonischer Umbgebung. Der Zellinhalt schrumpft und löst sich von der Zellwand. Die Plasmolyse kann endgültig oder umkehrbar sein.
Plastiden
Plastiden sind meist ovale Zellorganellen mit einer Hülle aus zwei Membranen. SIe enthalten Plasama, DNA und Ribosomen. Plastiden entstehen aus Proplastiden und können sich z.T. auch ineinander umwandeln. Wir unterscheiden Chloroplasten, Leukoplasten und Chromoplasten.
Primärwand
Die Primärwand ist die erste Schicht der Zellwand.
Procyten
Procyten sind kleiner als Eucyten und haben keine membranumhüllten Organellen. Anstelle eines Kerns besitzen sie eine Kernregion. Anstelle von Mitochondrien und Plastiden haben sie Einstülpungen der Zellmembran, welche die Enzyme für die Zellatmung bzw. für die Fotosynthese tragen. Dictyosomen und ER fehlen, Die Ribosomen liegen alle im Plasma. Lebewesen mit Procyten heissen Prokaryoten, z.B. Bakterien.
Proplastiden
Proplastiden sind teilungsfähige Vorstufen von Plastiden, die sich zu Chloro-, Chromo- oder Leukoplasten differenzieren können.
Protoplast
Der Protoplast ist die Zelle ohne Zellwand.