WT_Colormanagement
ICC-Profile, Monitorkalibration, Was ist Farbe
ICC-Profile, Monitorkalibration, Was ist Farbe
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Lernkarten
Unterschied zwischen Kalibrieren und Profilieren
Kalibrierung bedeutet, dass ein Gerät auf bestimmte Werte eingestellt wird.
Profilierung bedeutet, dass die Eigenschaften eines Gerätes gemessen und als Profil gespeichert werden. Farbmanagementtaugliche Anwenderprogramme können die Profile lesen und so Farben korrekt darstellen.
dpi / ppi
dpi -> dots per inch
Wird bei einem Drucker / Printer verwendet. Bezeichnet den Farbtropfen der aufgespritzt wird.
ppi -> pixel per inch. Wird bei einem Monitor oder Scanner verwendet. Bezeichnet die Bildauflösung, Bildpunkte.
Metamerie
Als Metamerieeffekt wird das Phänomen bezeichnet, dass zwei Farben unter der einen Lichtquelle identisch sind und unter einer anderen nicht,
Luminanz
bezeichnet die Leuchtdichte (Hellligkeit der Beleuchtung)
Punktzuwachs -> Tonwertzunahme
ergibt sich je nachdem auf was für ein Material gedruckt wird, was für ein Farbauftrag gedruckt wird... Die Rasterpunkte werden grösser und somit werden die Farbtöne kräftiger und dunkler.
Bogenoffset: akzeptabler Punkzuwachs bei 14% in den Mitteltönen
Zeitungsdruck: bis zu 30%
mind. drei Voraussetzungen damit Colormanagement überhaupt funktioniert.
1. Geräte müssen einen mindest Qualitätsstandart haben.
2. Programme die mit ICC-Profilen umgehen können.
3. Die richtigen ICC-Profile
PDF Vorteile
Portable Document Format -> Ist ein universelles Dateiformat.
Im PDF werden Schriften, Bilder und Grafiken so verpackt, komprimiert oder eingebettet das sie problemlos auf verschiedene Plattformen übertragen werden können.
Adobe RGB
Der Adobe-RGB-Farbraum ist ein RGB-Farbraum, der von Adobe Systems im Jahr 1998 definiert wurde.
Durch diesen Farbraum sollte der CMYK-Farbraum eines Farbdruckers an den RGB-Arbeitsraum von Bildschirmen und anderen Ausgabemedien angepasst werden. Dazu wurden die Primärvalenze nentsprechend ausgewählt.
Der Adobe-RGB-Farbraum enthält etwa die Hälfte der im (umfassenden) Lab-Farbraum definierten Farben. Gegenüber dem sRGB-Farbraum konnte somit die behandelbare und anwendbare Anzahl der Farben verbessert werden. Der Gamut wurde vorrangig in den Grüntönen verbessert, einschließlich des Blau-Grün-Bereiches, also den Cyantönen. Der Farbbereich eines Wide-Gamut-TFT-Display kann zusätzlich die Rottöne besser wiedergeben als der Adobe-RGB-Farbraum.
Workflow
Ein Arbeitsablauf ist eine definierte Abfolge von Aktivitäten in einem Arbeitssystem einer Organisation.
Konvertierung
Konvertierung bezeichnet in der Informatik die Überführung einer Datei von einem Dateiformat in ein anderes mittels eines Dateikonverters oder die Überführung vonDaten eines Datenformats in ein anderes. Prinzipiell gibt es dabei drei Möglichkeiten:
Farbraumerweiterte Druckfarben Beispiele
- mit Schmuckfarben (Pantone, HKS)
- mit hochpigmentierten Farben
- mit Bindemittel höhere Schichtdicke
Die fünfte Farbe das Papier Beispiele
- Papiereigenfärbung
- glanz
- opazität (Lichtundurchlässigkeit)
- Weissgrad
- Oberflächenbeschaffenheit
- Papierdicke
Prepress / CTP / CTF / Trapping
Prepress -> Druckplattenherstellung
CTP -> Computer - to - plate
CTF -> Filmmontage
Trapping -> über- und unterfüllen Passerprobleme / Blitzer
PDF/X
PDF/X-1
PDF/X-3
PDF/X -> Diese beschreiben die Eigenschaften von Druckvorlagen als PDF-Dateien, um die vorlagengetreue Übermittlung der Daten aus der Druckvorstufe zum eigentlichen Druck zu ermöglichen
PDF/X-1 -> die farbgetreue Wiedergabe im CMYK-Farbmodell
PDF/X-3 -> die farbgetreue Wiedergabe im RGB-Farbmodell erweitert
PDF/X-1 ist stärker in Amerika verbreitet. PDF/X-3 wird überwiegend in Europa propagiert.
Preflight
Der Preflight ist eine Vor-Druck-Kontrolle. Die Daten werden auf technische Fehler geprüft
Ein Preflight (engl. Vor-Flug-Kontrolle) ist im Druckwesen die softwareseitige Interpretation und Prüfung von Satz- und Bilddaten oder PDFs nach vordefinierten Regeln: eine Vor-PDF- oder Vor-Druck-Kontrolle.
Standardprüfungen bei Satzdaten sind: Befinden sich alle Bilddaten im Zugriff? Sind erforderliche Schriften aktiviert? Analog bei PDF-Dateien: Sind die Farbräume korrekt zugewiesen? Sind Schriften oder Linien/Konturen vektorisiert oder verpixelt worden? Haben alle Bilddaten die erforderliche Auflösung? Sind (die richtigen) Sonderfarben im Dokument enthalten? Stimmt die Überfüllung (Trapping)?
ICC Profile was muss hinterlegt sein?
- Farbraum
- Punktuwachs
- Medien
- Druckfarbe
Das International Color Consortium (ICC) wurde 1993 von acht Industrieunternehmen gegründet um eine Vereinheitlichung der Farbmanagementsysteme für alleBetriebssysteme und Softwarepakete zu erreichen.
ICC - Profil
Ein ICC-Profil (synonymer Begriff: Farbprofil) ist ein genormter Datensatz, der den Farbraum eines Farbeingabe- oder Farbwiedergabegeräts, z. B. Monitor, Drucker, Scanner etc. beschreibt.
Eingabegeräte-Profile -> Scanner, Digitalkamera
Ausgabegeräte-Profile -> Bogenoffset / Laserdrucker / Digitaldrucker / Tintenstrahldrucker
Warum verändern sich die Farben im Offsetdruck (Rolenoffset, Bogenoffset, Tiefdruck,Zeitungsdruck)
- unterschiedliche Rasterverfahren, Rastertype, Tonwertzunahme
- unterschiedliche Druckfarben / Druckchemie-> Viskosität, Pigmentierung, Temperatur-und Trocknungsverhalten
- unterschiedliche Papiere-> Papierbeschaffenheit, Papierfeuchtigkeit, Dehnungsverhalten, Saugfähigkeit
- unterschiedlicher Farbauftrag / Farbdichte / Farbseperationen
- unterschiedliche Farbwalzen-> Walzenspannung, Walzenmaterial, Justage
- unterschiedliche Gummitücher-> Härte, Farbannahme, Tonwertubertragungsverhalten
- unterschiedliche Druckmaschinen-> Konstruktion, Wartungszustand, Alter, Druckgeschwindigkeit
Verschiedene Farbmodelle
HSB
CIE
Pantone
HKS
RGB
CMYC
HSB
- Bedeutung -> Farbton, Sättigung, Helligkeit
- Anwendung -> Grafiken, Bildbearbeitung
- Funktion -> leicht verständliches Farbschema
CIE
- Bedeutung -> Commission Internationale d'Eclairage
- Anwendung -> exakte Definition geräteunabhängiger Farbwerte (CIELab)
- Funktion -> geräteunabhängig Konvertierung und Speicherung
Pantone
- Bedeutung -> PMS Pantone Matching System
- Anwendung -> Schmuckfarben im Druck
- Funktion -> vorgemischte Volltonfarben, auch Neon- und Metallfarben
HKS
- Bedeutung -> Hostmann Kast Schmincke
- Anwendung -> Schmuckfarben im Druck
- Funktion -> vorgemischte Volltonfarben, auch Neon- und Metallfarben
RGB
- Bedeutung -> Rot, Grün, Blau
- Anwendung -> Einlesen. Bildbearbeitung, Originalspeicherung im Web
- Funktion -> additives Farbsystem, Farbraum grösser als CMYK
CMYK
- Bedeutung -> Cyan, Magenta, Yellow, Key
- Anwendung -> Vierfarbendruck
- Funktion -> subtraktives Farbsystem, Farbumfang abhängig von Druckmaschine u. Papiersorte
RGB - Geräte Eingabegeräte
CMYK - Geräte
RGB -> Beamer, Projektoren, Monitore
CMYK -> Offset, Digitaldrucker, Tintenstrahldrucker, Laserdrucker
CIELab
CIELab beschreibt einen dreidimensionalen Farbraum mit einem Parameter für die Helligkeit der Farben
L Luminaz = Helligkeit
a- grün zu rot a+
b- blau zu rot b+
Dies bedeutet, dassjede Farbe exakt durch ihren spezifischen a und b Wert und die Angaben der Helligkeit L zu bennen ist
Monitorprofile enthält Informationen über......
- die Eigenschaften des Monitors –> Farbumfang, Gamma
- die aktuelle Monitoreinstellung –> Lichtstärke, Weisspunkt etc.
- die Lichtverhältnisse in der Umgebung
Eingabeprofile enthält Informationen über....
- die spezifischen Eigenschaften eines (Scanners, Digitalkamera) Farbumfang / Lichtempfindlichkeit
- spezifische Eigenschaften der Lichtquelle –> Farbtemperatur / Lichtintensität
- spezifische Eigenschaften des Originals -> Kontrast
Ein Ausgabeprofile enthält Informationen über:
- die spezifischen Eigenschaften des Druckers oder der Druckmaschine (Punktzuwachs)
- die spezifischen Farben und den Farbumfang
- die aktuellen Farbeigenschaften des Papiers
- Graubalance und Separationsart (UCR/GCR)
Ein grösserer Farbumfang bedeutet.........
dass mehr gesättigte Farben dargestellt werden können.
Warum setzten wir Farbmanagement ein?
- damit auf verschiedenen Geräte wie Drucker, Scanner, Monitoren und Druckmaschinen Farben so genau wie möglich wiedergegeben werden.
- um zu erreichen, dass bei der Konvertierung von Bildern zwischen verschiedenen Farbmodellen und Farbräumen die Farbtöne so ähnlich wie möglich bleiben.
- um auf Druckern und Monitoren unterschiedliche Druckergebnisse zu simulieren
Wie funktionieren ICC-Pofile?
ICC-Profile
- beschreibt den Farbumfang
- Mängel und Eigenschaften bestimmter Geräte
- macht es möglich, das gedruckte Ergebnis zuvor auf einem Drucker oder Monitor zu simulieren
Gamma
Monitor Tonabstufungen Helligkeitswerte
Wie kann man eine Farbraumerweiterung erzielen?
- Schmuckfarben
- hochwertige Pigmente
- kaschieren
- Lackierung
Was ist ein maximaler Farbauftrag?
Wie viel Farbe ein Drucksystem drucken und ein Papier maximal aufnehmen kann.
maximale Farbauftrag in Prozenten von div. Druckverfahren
Digitaldruck
Offsetdruck
Zeitungsdruck
Teifdruck
300 - 350% Digitaldruck
300 - 350% Offsetdruck
240% Zeitungsdruck
380% Teifdruck
Wie erstellt man ein Eingabeprofil?
- standardisierte Farbtafel mit bestimmten Referenzfarben
- Datei die für jedes Referenzfarbfeld exakte CIELab Sollwerte enthält
- Farbtafel wird eingescannt oder abfotografiert so dass jedem Refernzfeld ein RGB-Wert zugeordnet werden kann.
Wie erstellt man ein Ausgabeprofil?
- man benötigt ein standardisiertes Testchart (ISO 12640) digitale Vorlage
- das Testbild enthält in CMYK Referenzwerte, die auf dem Drucker/Maschine ausgegeben werden (auch Monitor)
- Jedes Referenzfarbfeld wird mit einem Spektralfotometer ausgemessen und
- der CIELab-Farbwert mit dem entsprechenden CMYK-Wert in einer Konvertierungstabelle des neuen ICC-Profils gespeichert
PDF-X3
Eine PDF-X3-Datei ist eine normale PDF-Datei, die bestimmten Vorgaben entspricht. Das X steht hierbei für Exchange, dt. Austausch. Damit wird die Austauschfähigkeit der PDF-Datei zwischen den einzelnen Stationen des Workflows verdeutlicht.
Einige Vorgaben für eine PDF-X3-Datei sind:
- PDF-Version 1.3
- Es muss eine ausreichende Bildauflösung für die Ausgabe vorhanden sein
- Die Seitenboxen (z.B. Trim-Box) müssen definiert sein
- Der Output-Intent muss definiert sein
- Schriften müssen eingebettet sein
Farbkonvertierung
Wenn Farben zwischen zwei Farbsystemen/Farbmodellen umgerechnet werden. Die Werte der Originalfarben werden in neue Werte übertragen, um sie an den neuen Farbraum anzupassen.
Jegliche Konvertierungen erfolgen über CIELab, das exakteste Farbsystem.
Es gibt 4 verschieden Arten, wie Farbmanagementmodule Farben konvertieren.
Welche Konvertierungsarten?
- perzeptive Konvertierung
- absolute farbmetrische Konvertierung
- relativ farbmetrische Konvertierung
- Sättigungskonvertierung
Backlighttechnologie?
Sie kommt bei LED-TV / TFT Bildschirmen zum Einsatz.
Eingesetzt werden weiße oder farbige, zu weiß mischbare Leuchtdioden (LED), die hinter den Flüssigkristallelemente angeordnet sind.
TFT –> thin-film-transistor - Display
Widegammut
Bessere Ausleuchtung von Monitoren (mittels RGB-LEDs) um einen grösseren Farbraum zu ermöglichen (AdobeRGB)
isouncoated_v2_300_eci.icc
iso –> international organisation for standartisierung
uncoated –> ungestrichenes Papier
v2 –> Version 2
300 –> maximaler Farbauftrag in Prozenten
eci –> european color initiative
icc –> international color consortium
Wie funktioniert ein Spektralfotometer?
Es sendet Licht aus und misst den Remissionswert.Diesen Wert rechnet er in digitale Farbwerte um, die in der Regel im CIE LAB-Farbraum dargestellt werden können.