WPR 1A

60 Fragen zur Wirtschaftsprivatrecht

60 Fragen zur Wirtschaftsprivatrecht


A. E.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über grundlegende rechtliche Konzepte im Bereich der Betriebswirtschaftslehre (BWL) auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), die GmbH, Verträge, Unternehmensrecht und verschiedene gesetzliche Bestimmungen. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachleute, die sich mit Unternehmensgründung, Vertragsgestaltung und rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen müssen.
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Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
13.10.2014 / 25.06.2021

Cartes-fiches

Frage  43:  Erläutern  Sie  kurz  die  Begriffe:

Holschuld  -‐  Käufer  muss  es  beim  Verkäufer  abholen

Bringschuld  –Nach  Vereinbarung  bringt  der  Schuldner  es  dem  Gläubiger Schickschuld  – Schuldner  muss es dem  Gläubiger  schicken.

Bei  welcher  (im  Rahmen  der  Vorlesung  diskutierten)    Fallkonstellation  sind  diese  Begriffe  insbesondere von  Bedeutung?

 

Bei  der  Unmöglichkeit

Frage  44:  Worum  handelt  es  sich  bei  der  „Unmöglichkeit“?  Wann  tritt  bei  der Gattungsschuld  Unmöglichkeit ein?

Unmöglichkeit  §275 Ausschuss  der  Leistungspflicht

a)natürliche  Unmöglichkeit

b)wirtschaftliche  Unmöglichkeit

c)persönliche  Unmöglichkeit

1.  Wenn  die  komplette  Gattung  untergeht

2.  beschränkte  Gattungsschuld

3.  Wenn  Gattungsschuld  zur  Stückschuld  wird

Frage  45: Stellen  Sie  die  Rechtsfolgen  der  Unmöglichkeit  dar.  Wonach  ist  dabei  zu differenzieren?

Primärleistungspflicht  §  275

Gegenleistungspflicht  §  326

Frage  46: Kennt  das  deutsche  Schadensersatzrecht  einen  Ersatz  von  Nichtvermögensschäden  /  Ersatz  für  immaterielle  Schäden?
 

§  253 Schmerzensgeld    I.  Grundsatz  kein!
•Es  sei  den  es  gibt  eine  gesetzliche  Regelung
II.  Schadenersatz  verlangen  bei  bestimmten  Rechtsgrunden

Frage  47:  Ist  das  Verhalten  des  Geschädigten  bei  der  Bestimmung  des  Umfangs des Schadensersatzes  von  Bedeutung?

-‐> Ja,  wenn  der  Geschädigt  den  Schuldner  nicht  in  Kenntnis  gesetzt  hat  

§ 254II BGB

Frage  48:  Frau  Schulze  ist  zur  Geschäftsführerin  bestellt  worden  und  hat  die  Bestellung  durch  die  Gesellschafter  bereits  freudig  angenommen,  allerdings  ist  ihre  Eintragung  im  Handelsregister  der  Gesellschaft  noch  nicht  erfolgt.  Ist  sie  damit  bereits  Geschäftsführerin?

 

Ja,  die  Eintragung  ist  nur  deklatorisch

Frage  49:  Was  ist  der  Unterschied  zwischen  einem  Ist-‐  und  einem  Kann-‐Kaufmann?  Worum  handelt  es  sich  beim  Schein-‐Kaufmann?

Ist-‐Kaufmann:  Ist  verpflichtet  sich  einzutragen  (aber  ist  nur  deklatorisch,  denn  er  ist  schon  Kaufmann)

Kann-‐Kaufman:  Kann  sich  eintragen  lassen  (z.B.  Kioskbesitzer)

Schein-‐Kaufmann:  §  242  Er  wird  als  Kaufmann  behandelt,  ist  es  aber  nicht.

Frage  50:  Welche  gesetzlichen  Bestimmungen  gelten  für  die  Kommanditgesellschaft?  Welche  für  die  OHG?

KG     =    §161  ff  HGB

OHG  =    §105  HGB

Gbr    =    §  705 HGB

Frage  51:  Welches  ist  die  Grundform  der  Kapitalgesellschaften?

Anders  formuliert:  Aufwelche  Bestimmungen  wird  zurückgegriffen,  wenn  sich  in  den  Spezialgesetzen  keine  einschlägigen  Bestimmungen  finden?

 

Der  Verein  als  Grundform  der KG

Frage  52:  Ein  internatonal  tätiger  Konzern  mit  Sitz  in  Essen  beabsichtigt  in  Düsseldorfer  eine  neue Tochtergesellschaft,  die  sich  mit  Marketing-‐  und  PR-Themen  beschä7igen  soll, in  Form  einer  Kapitalgesellschaft,  zu  gründen.  Würden  Sie  dem  Konzern  zur  Gründung einer  AG  oder  zur Gründung  einer  GmbH  raten?  Begründen  Sie  kurz  Ihre  Empfehlung.

Zusatzfrage:  Wäre  es  auch  möglich,  die  Gesellscha7  in  der  Rechtsform  einer  Limited, gegründet  nach  dem Recht  von  England  &  Wales  und  Verwaltungssitz  in Düsseldorf,  zu  betreiben?

Wahl GmbH:

-ist  einfacher

Kein  Aufsichtsrat

Weisungsrecht

Kontrolle

Gesellschafter  haben  mehr  Möglichkeiten

AG:-‐Aufsichtsrat

kein  Weisungsrecht

Gesellschafter  haben  keine  Möglichkeiten

Zusatzfrage: Ja,  es  würde  nach  amerikanischen  Gesetz  gehen  (Gründungstheorie).  Nach  

deutschem  Recht  geht  es  nicht  (Sitztheorie)

Frage  53:  Im  vorstehenden  Fall  hat  der  Konzern  sich Ihrem  Rat  folgend  für  die  Gründung  einer  GmbH  entschieden.  Einige  Jahre  später  plant  man  mit  dieser  Gesellschaft  einen  Börsengang  (IPO).  Da  eine  GmbH  nicht  börsenfähig  ist,  fragt  der Konzern  sich, was  man  nun  tun  könne/müsse.

 

Umwandlungsgesetz  -‐>  Rechtsformwechsel-‐>  GmbH  in  AG  wechseln

Frage  54:  Was  versteht  man  unter  Anwachsung?

 

Wenn  eine  Gbr  wegfällt,  geht  das  ganze  Vermögen  auf  die  verbliebenen Gesellschaften

Frage  55:  Was  ist  ein  Prokurist?

 

§  49  HGB  -‐>  hat rechtgeschäftliche  Vollmacht,  kann  im  Außenverhältnis  fast  alle Verträge  abschließen  (alles  was  zum Handelgewerbe gehört)

Frage  56:  Was  versteht  man  unter  (unternehmerischer)  Mitbestimmung?  Wann unterliegen  Unternehmen  dieser  Mitbestimmung  (grobe  Umschreibung  der  Eckpunkte  genügt)?

 

- Aufsichtsrat  hat  Mitbestimmung

Frage  57: Was  versteht  man  unter  einer  Diligence?

bezeichnet  eine  mit  „gebotener  Sorgfalt“  durchgeführte  Risikoprüfung, die i. d. R. durch einen  Käufer  beim  Kauf  von  Unternehmensbeteiligungen  oder  Immobilien  oder  einem Börsengang  erfolgt.  Due-Diligence-Prüfungen  (sinngemäß  übersetzt  als „im Verkehr erforderliche  Sorgfalt“)  analysieren  Stärken  und  Schwächen des  Objekts  sowie die entsprechenden  Risiken  und  spielen  daher  eine  wichtige  Rolle  bei  der  Wertfindung des Objektes.

Frage  58:  Was  ist  der  grundsätzliche  Unterschied  zwischen  einem  „Share  Deal“  und  einem  „Asset  Deal“?

Share  Deal

Ein  Share-Deal  zeichnet sich dadurch aus, dass  durch  den  Kauf  von  Geschäftsanteilen der  Käufer  z.B.Gesellschafter  einer  GmbH wird.  Er  ist  daher  ein  sog.  Rechtskauf  (§  453  I  BGB).  Da  bei  einem  Share-Deal  nur die  Unternehmensanteile  erworben  werden,  lässt  dieser  Erwerb  die  Aktiva und  Passiva  des  übernommenen  Unternehmens  unverändert.

Asset  Deal

Bei  einem  Asset-Deal  handelt  es  sich  um  eine  Unterart  des  Unternensmenskaufs. Der  Kauf  des  Unternehmens  vollzieht  sich dabei durch  den  Erwerb  sämtlicher Wirtschaftsgüter  (engl.  Assets)  des Unternehmens. Hierbei  werden  die Wirtschaftsgüter  eines  Unternehmens, also  Kun-denverträge,  Aufschaltungen,  Grundstücke,  Gebäude,  Technik,  Verbindlichkeiten  etc.  im  Rahmen  der Singular sukzession  einzeln  übertragen. Vermögensgegenstände,  die  einem Gesellschafter  gehören,  aber  von  der Gesellschaft  genutzt  werden,  z.  B. Immobilien,  Grundstücke  etc.,  gehen  beim Übergang  der  Gesellschaftsbeteiligung nicht  über.

Frage  59:  Worum  geht es  grundsätzlich  im  Umwandlungsgesetz?  Was  ist  der  für  die Praxis  besonderes  interessante  Vorteil  von  Umwandlungsvorgängen  nach  dem Umwandlungsgesetz?

Umwandlungsgesetz  (UmwG)  regelt  die  Umwandlung  von  Rechtsträgern,  die  ihren  Sitz in  Deutschland  haben.

 Insbesondere  die  Verschmelzung,  Spaltung,  Formwechsel  und  Vermögensübertragungen  von  gesellschafts-, vereins-oder  genossenschaftsrechtlich organisierten  Rechtsträgern  ist  Gegenstand  des  Umwandlungsgesetzes.  Das Umwandlungsgesetz  gehört  zu  den  umfangreicheren  Rechtsvorschriften  des  deutschen Rechts  und  ist  Teil  des  Gesellschaftsrechts

Frage  60: 1.1.1900 

 

-‐Das  BGB  regelt  im  allgemeinen  Privatrecht  die  wichtigsten Rechtsbeziehungen  zwischen  Privatpersonen

Étudier