Wirtschaft, Umwelt & Raum
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Flashcards
Gründe für den Verkehr
- Verteilung der Rohstoffe und Güter im Raum
- Räumliche Trennung
Ursachen der Verkehrszunahme
- Tertiärisierung - mit der Zunahme des Dienstleistungssektors steigt auch die Nachfrage nach beruflicher Mobilität
- Arbeitsteilige Produktion - Arbeitsschritte werden dort erledigt wo sie am günstigsten sind ( Arbeits- und Wirtschaftsverkehr)
- Höhere Einkommen und mehr Freizeit -
- Massenmotorisierung
Ziele der schweizerischen Verkehrspolitik
- umweltgerecht - öffentliche Verkehr soll zulasten des Individualverkehrs gestärkt werden
- Verkehrssystem muss finanzierbar und effizient sein
- Verkehrspolitik muss die europäischen Entwicklungen berücksichtigen
fünf Hauptpfeiler der schweizerischen Verkehrspolitik
- Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA)
- Modernisierung der Bahninfrastruktur
- Bahnreform
- Bilaterales Landesverkehrsabkommen Schweiz-EU
- Verlagerungsgesetz und flankierende Massnahmen (Steuern die Verlängerung des Güterverkehrs auf die Schiene)
Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA)
Mit der Umweltabgabe der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe bezahlt der Schwerverkehr jene Kosten, die er auch tatsächlich verursacht Die LSVA setzt daher die Kostenwahrheit durch. Sie soll Anreize schaffen zur Verlagerung des Schwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene.
BAHN 2000
Knotenprinzip - Die Züge kommen in den wichtigen Verkehrsknoten im Stunden- oder Halbstundentakt gleichzeitig an und fahren wenig später weiter. —> Maximale Anschlüsse und minimale Umsteigezeiten. Streckenausbauten & neue Angebotssegmente
Lärmsanierung der Schweizer Eisenbahnen (3 Varianten)
- Lärmsanierung des Rollmaterials
- Lärmschutzwänden
- Schallschutzfenstern
Modernisierung der Bahninfrastruktur
- Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT)
- BAHN 2000
- Lärmsanierung der Schweizer Eisenbahnen
- Europäisches Hochgeschwindigkeitsbahnnetz
Bahnreform: Hauptziele & Sinn
Hauptziele:
- Effizienzsteigerung im öffentlichen Verkehr
- Sicherung eines leistungsfähigen Bahnsystems durch ein verbessertes Kosten-Nutzen-Verhältnis
Die Bahnen sind keine Staatsbahnen mehr, sie sollen vermehrt unternehmerisch handeln, das Marktpotenzial ausschöpfen und kundengerechte Angebote bereitstellen.
Bilaterales Landverkehrsabkommen Schweiz-EU
Das Landverkehrsabkommen setzt die vom Schweizer Volk mehrfach beschlossene umweltgerechte Verkehrspolitik konsequent fort und sichert sie gegenüber Europa ab.
-Harmonisierung des europäischen Strassenverkehrs
Strategien der Schweizer Raumplanung:
- Städtische Räume ordnen
- Ländliche Räume stärken
- Die CH in Europa einbinden
- Natur und Landschaft schonen
Arealüberbauungen
Umnutzung eines ehemaligen Industriegeländes
Bauzone
umfasst Land, das sich für die Überbauung eignet, bereits weitgehend bebaut ist oder voraussichtlich bald erschlossen werden muss.
Erschliessung
die Bereitstellung der für eine Grundstücksnutzung nötigen Infrastruktur.
Landschaftsschutzzone
Geschützt werden durch diese Zone Lebensräume für Pflanzen und Tiere, besonders schöne sowie naturkundlich oder kulturgeschichtlich wertvolle Landschaften
Landwirtschaftszone
für die Landwirtschaft oder den Gartenbau geeignetes Land
Melioration
echnische Massnahmen, die ergriffen werden, um den ökonomischen Wert eines Landschaftsabschnitts oder eines Grundstücks zu erhöhen. Der Dammbau zum Schutz vor Überflutungen bedeutet eine Melioration der betroffenen Landstriche.
Umzonung
Einzonung
Auszonung
Umzonung - Grundstück wird einer neuen Nutzungsbestimmung zugeordnet
Einzonung - ein Grundstück wird der Bauzone zugeschlagen
Auszonung - Grundstück ist keine Bauzone mehr
Raumkonzept Schweiz
Das Raumkonzept Schweiz will das Potenzial der unterschiedlichen Räume erkennbar machen und so eine weitere Zerteilung verhindern. So wurden strategische Städtenetze ausstrahlt der Agglomerationen definiert.
Strategien um die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene voranzutreiben
- Durch die LSVA Fahrten auf der Strasse finanziell belasten
- rollende Landstrasse, Lastwagen auf Güterzüge verladen
- BAHN 2000, NEAT
Naturlandschaft
Ursprüngliche Form der Landschaft, ohne Einwirkung des Menschen
traditionelle Kulturlandschaft
Wendelandschaften der Freiberge, Rebbaugebiete des Lavaux etc. (biologisch sehr interessant und ermöglicht grosse Artenvielfalt)
Flächenbeiträge
Bauern erhalten Beträge wenn sie Magenwiesen und andere bedrohte Flure erhalten
Kulturfolger
Tiere/Pflanzen mit der Fähigkeit sich anzupassen und eine vom Menschen geschaffene Umwelt als Lebensraum anzunehmen (z.B. Füchse in der Stadt)
Bereiche & Massnahmen der Siedlungsökologie
- Förderung natürlicher Kreisläufe durch versicherungsfähige Flächen -> Gestaltung von Gehwegen und Parkierungsflächen mit Mergelfläche oder Gittersteine
- Förderung standortangepasster Flora -> Aussenraumgestaltung mit einheimischen Sträuchern, Kies auf Verkehrsinseln und sonstigen Verkehrssperflächen
- Förderung vielfältiger Lebensräume -> Bau von Trochensteinmauern, Freilegung eingedolter Bachläufe
- Energieeffizientes Bauen -> Flachdachbegrünung, Fassadenisolation, Einsatz von Solarzellen und Warmwasseraufbereitung
- Natur ersetzt Technik -> Badeteich statt Swimmingpool
Eigenschaften der Globalisierung
- Vielfältigkeit von Verbindungen zwischen Gesellschaften und Staaten
- Ereignisse, Aktivitäten und Entscheidungen in einem Teil der Welt können bedeutende Folgen in weit entfernten Teilen der Welt haben
- Prozesse der Globalisierung haben eine grosse Reichweite
- Prozesse erfahren eine Vertiefung
- nichts Abstraktes, Charakteristikum modernen Alltagslebens (Kleider aus China, Taiwan, Bangladesch)
- hochgradig widersprüchliche Prozesse,
- Mitgestaltung hängt von der Machtausstattung von Individuen und Gruppen ab (Chef von Microsoft hat mehr Einfluss als ein einfacher Bäcker)
Fragmentierung
führt zu Abgrenzung. Sie erfolgt dort, wo man lokale Eigenheiten, wie Sprache, Traditionen oder Wege, einer Vereinheitlichung entziehen möchte, um sich weiterhin damit identifizieren zu können.
Homogenisierung
Bei einer Homogenisierung gleichen sich die Dinge an; dies geschieht über Standardisierungsprozesse. „McWorld“ —> über McDonalds abgeleitet, ein Unternehmen das weltweit mit dem gleichen Erscheinungsbild die gleichen Produkte anbietet.
Glokalisierung (3 Aspekte)
- wenn globale Konzepte oder Ideen lokal umgesetzt werden (Mc Fondue im McDonalds, Japanische Autos mit CH-Werbung)
- Wenn etwas Lokales zum globalen Begriff oder Allgemeingut wird (Florenz als Mekka für Kunstfreunde)
- Wenn etwas Lokales erst über globale Ideen seine besondere Bedeutung gewinnt (Kultur würde nicht als solche angesehen werden ohne die Globalisierung)
3 Hauptprozesse der Globalisierung
- Homogenisierung
- Fragmentierung
- Glokalisierung
Entwicklungstendenzen der Globalisierung
- Durchsetzung der kapitalistischen Wirtschaftsform
- Vergrösserung der Schere zwischen Arm und Reich
- Telekommunikation und Informationsverarbeitung
- Verbreitung der westlichen Werte und Lebensstile
- internationale Arbeitsteilung hat zugenommen
- Unternehmen können die ganze Welt versorgen
Entwicklungsphasen der Globalisierung
- Keimphase
- Anfangsphase
- Take-off-Phase
- Phase des Kampfs um die Vorherrschaft
- Unsicherheitsphase
- Konsolidierungsphase
Bereiche der Globalisierung (5)
- Weltwirtschaft
- internationale Arbeitsteilung
- Nationalstaatensystem
- militärische Weltordnung
- Kultur
Indikatoren der Globalisierung der Märkte
- Ausdehnung des Handels durch Verbesserung der Telekommunikation
- Telekommunikation kann Kapitalströme beschleunigen —> kurzfristige Investitionen werden möglich
- Direktinvestitionen von TNU oderMultinationen Unternehmen in anderen Ländern setzen Nationalstaaten unter Druck
- Durch Exporte von Schwellenländern geraten Industrieländern unter Druck und bauen ihre Wirtschaft zugunsten von hochtechnisierten Zweigen um.
seichte Integration der Wirtschaft
Waren & Dienstleistungen werden innerhalb eines Staates produziert und dann Exportiert
tiefe Integration der Wirtschaft
Waren & Dienstleistungen die international produziert werden
Vorteile des Aussenhandels
- Komparative Vorteile
- Gütervielfalt und Massengüterproduktion
- Wohlstandsgewinne durch Wettbewerb
- Wohlstandsgewinne durch grösseren Informationsfluss
absolute Vorteile (aus ökonomischer Sicht)
Ein Land hat dann einen absoluten Vorteil, wenn es fähig ist, ein Gut mit weniger Ressourcen zu produzieren als die Konkurrenz.
Komparative Vorteile (aus ökonomischer Sicht)
Ein Land hat bei der Bereitstellung jener Waren und Dienstleistungen einen komparativen Vorteil, bei denen es im Vergleich zu den Konkurrenzländern relativ die grössere Überlegenheit oder die kleinere Unterlegenheit aufweist.
Drei Säulen der Souveränität eines Nationalstaates
- ökonomische Souveränität - Staat hat einen eigenen Haushalt mit Budget und Rechnung
- militärische Souveränität - Schutz der Bürger innerhalb eines Territoriums
- kulturelle Souveränität - kollektive Identität