Passerelle


S. J.
Diese Lernkarten behandeln die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Umwelt und Raum auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Landwirtschaft, Energieproduktion, Globalisierung und die Rolle von Unternehmen in verschiedenen Kontexten. Die Karteikarten beleuchten auch die Auswirkungen der internationalen Arbeitsteilung, die Merkmale von Entwicklungsländern und die Prinzipien der Globalisierung. Sie eignen sich für Studierende und Fachleute, die ein tieferes Verständnis der wirtschaftlichen und ökologischen Dynamiken in verschiedenen Räumen erlangen möchten.
Flashcards
96
Students
3
Language
German
Category
Geography
Level
Other
Created / Updated
19.07.2015 / 26.11.2019

Lernkarten

Wirtschftliche Ziele ökonomischen Dimension

  • Erhaltung des Wohlstands und der Entwicklungs- und Leistungsfähigkeit der Wirtschaft
  • Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft fördern
  • Verursacherprinzip bei Umweltschäden durchsetzen

Begriff Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung steht für eine Entwicklung, die gewährleistet, dass die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse zu beeinträchtigen.

Phasen der Wirtschaftsstruktur im Wandel der Zeit (Sektor Modell Fourastié)

 

vorindustrielle Phase - dominierender primärer Sektorindustrielle Phase - Übergangsphase (sekundärer Sektor)nachindustrielle Phase - Dienstleistungssektor

Standortfaktoren (6 benötigt)

Naturgegebene Bedingungen, Arbeitskräftepotenzial, Abgaben und Steuern, Herrschende Gesetzte, Grundstückpreise, Transportmöglichkeiten, Absatzmöglichkeiten (Zahl und Finanzkraft potenzieller Kunden), Agglomeratonsvorteile

Agglomerationsvorteile

wirken zentralisierend, Interne Ersparnisse, Externe Ersparnisse, Lokalisationsvorteile, Urbanisationsvorteile

Agglomeratonsnachteile

wirken dezentralisierend, Umweltbelastung, überteuerte Bodenpreise

Drei Dimensionen der Nachhaltigkeit

ökologische, ökonomische & soziale Dimension

Umweltziele der ökologischen Dimension

langfristige Erhaltung des Lebensraums für die Menschen, Tiere & Pflanzen

schonender Umgang mit Ressourcen

Verminderung der Umweltschäden

Schutz des Klimas

Artenvielfalt erhalten

Gesellschatliche Ziele der sozialen Dimension

  • Gesundheit & Sicherheit des Einzelnen gewährleisten
  • Minderheiten schützen
  • Menschenrechte respektieren
  • Zugang zu Bildung & Kultur für alle

Allmende-Problem

Jeder möchte öffentliche Güter nutzen, aber niemand für ihre Her- und Bereitstellung bezahlen.

Externialisierung von Kosten

Unternehmen die möglichst intensiv öffentliche Güter nutzen & die entstehenden Kosten auf Dritte, die Allgemeinheit oder die Natur abwälzen.

Folgen des Aralseeproblems

  • Kontinentalität nimmt zu 
  • Versalzungsprobleme in den Böden
  • Ökosystem des See existiert praktisch nicht mehr 
  • Trinkwasser wird knapp
  • Schwerwiegende Erkrankungen kommen häufiger vor (u. a. Atemorgane durch Staub- und Sandstürme stark belastet)
  • Erträge der Landwirtschaft sinken laufend
  • Rückstände der Pestizide in den Produkten übersteigen die Grenzwerte

Definiton Energie

Fähigkeit eines Körpers, Arbeit zu verrichten.

Primärenergie

Die in den natürlich vorkommenden Energieträgern Kohle, Erdöl und Erdgas, sowie in Naturkräften wie Wasser und wie enthaltene Energie.

Sekundärenergie

Umgewandelte Primärenergie, die vom Verbraucher verwendet werden kann. (Elektrizität, Benzin, Fernwärme)

Erneuerbare Energien

Energieträger, deren verbrauchte Vorräte sich ständig wieder ersetzen oder die in vom Menschen überschaubaren Zeiträumen vermeidbar sind. ( Brennholz, Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft)

Nicht erneuerbare Energien

Entstehen erst wieder in sehr langen Zeiträumen, aus menschlicher Sicht erschöpflich. (Erdöl, Erdgas, Kernbrennstoffe)

Veränderung des weltweiten Energieverbrauchs

1. Erdöl

2. Kohle

3. Erdgas

Mit steigendem Wohlstand nimmt der Energieverbrauch in der Regel zu. 

Zweck der OPEC

OPEC (Organisation Erdöl exportierender Ländern), Die Ländern der OPEC versuchen aufeinander abzustimmen und beeinflussen kartellartig die Weltmarktpreise für Erdöl.

Fracking & Folgen

Förderung von Gas und Öl, indem Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in tief liegende Gesteinsschichten gepresst wird.

Folgen -> Verunreinigung des Trinkwassers, Erdbeben, Entsorgung des verunreinigten Abwassers ist problematisch. 

graue Energie

Energieverbräuche durch Herstellung und Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen (Bau von Häuser, Produktion von Maschinen etc.)

Umweltwirkungen der Nutzung fossiler Energieträger

Abbau

  • massive Eingriffe in die Landschaft
  • Bodenerosion, Bodenverschmutzung (Gifte & Säuren)

 

Transport: 

  • Unfälle mit erheblicher Schändung der Ökosysteme
  • Explosionsrisiko (Erdgas)
  • Öl im Meer (grosse Mengen aus Abwässer & Deponien)

 

Verbrennen: 

  • Schadstoffe gelangen in die Atmosphäre
  • Verstärkung des Treibhauseffektes
  • Feinstaub

Wärmepumpen

Wärme aus Sonnenkollektoren, Erdwärme & Abwärme von Kühlwasser zum Heizen. Sinnvolle Nutzung latent vorhandener Wärme. 

Wärme-Kraft-Koppelung

Strom erzeugt & gleichzeitig Abwärme zum Heizen genutzt. Nutzungsgrad ca. 90 %. Motoren die mit Gasbetrieben werden und über einen Generator elektrische Energie erzeugen. Dem Motor, Kühlwasser & den Abgasen wird gleichzeitig Wärme entzogen. 

Solarkraftwerke (2 Arten)

Solarthermisch - Sonnenstrahlung wird in Kollektoren oder Spiegeln konzentriert. , mit der Hitze Wasser verdampft & durch Turbinen geleitet. 

Solarelektrisch - Sonnenstrahlen werden durch das fotovoltaische Prinzip direkt in elektrische Energie umgewandelt. 

 

umweltverträglich aber teuer. Die für gross angelegte Solarkraftwerke klimatisch geeigneten Standorte finden sich selten in der Nähe der Stromabnehmer. 

Biogasanlagen

Methan entsteht durch Vergären von organischen Abfällen. Biogas kann für Heizzwecke, zum kochen und sogar als Antriebsenergie von Gasmotoren  genutzt werden. 

Wasserkraftwerke (3 Arten)

Niederdruckanlagen - Laufwasserkraftwerk, geringe Fallhöhe, relativ grosse Wasssermengen

Hochdruckkraftwerke - Speicherkraftwerke, potenzielle Energie hoch gelegener Seen

Pumpspeicherkraftwerk - in Zeiten tiefer Netzbelastung wird Wasser in ein höher gelegene Sammelbecken gepumpt, zur Hochlastzeit wird Spitzenstrom erzeigt. 

 

in der CH 55 % des Stroms.

Faktoren die die Landwirtschaft beeinflusssen

  • Lage
  • Topografie
  • Bodeneigenschaften
  • klimatische Verhältnisse 

Subsistenzwirtschaft

Produktion für eigene Versorgung

marktortientierte Landwirtschaft

Produktion für einen regionale oder globalen Markt

Bewirtschaftungsformen (2)

  • intensive Bewirtschaftung - hoher Aufwand and Arbeitskraft und Kapitalgütern. Einsatz von Maschinen, Dünger oder Futtermitteln. (Versuch Maximum aus dem Boden zu holen)
  • extensive Bewirtschaftung - wenig Arbeitskraft- & Kapitalgüteraufwand (z. B. Alpwirtschaft)

Formen der Viehwirtschaft 

  • Nomadismus - Ganzjährige Wanderungen der Hirtenfamilien mit ihren Herden (Savannen & Steppen Afrikas, im Mittleren Osten und in Zentralasien. 
  • Extensive, stationäre Weidewirtschaft - Feste Siedlungen, riesige marktorientierte Betriebe, Extensive Bewegung meist futterarmer Trockengebiete (Prärien und Grasländer Nordamerikas, Südamerikas, Australiens und Neuseelands)
  • Intensive Viehwirtschaft auf Grünlandbasis - Marktorientierte, Reine Milchviehbertriebe, reine Mastbetriebe und vielerlei Mischformen (Mittel- und Nordeuropa, Nordamerika, CH
  • Massentierhaltung - Sehr hohe Tierbestände, bodenunabhängig durch Futtermitteleinsatz, hoher Kapitaleinsatz (NL, Nordamerika, Mitteleuropa, CH)

Cash Corps

spezialisierte Marktfruchtanbau/Monokulturen

Wirkungen von Monokulturen

  • ursprüngliche Tier- und Pflanzenwelt wird verdrängt/vernichtet
  • Boden verliert rasch an Fruchtbarkeit (gleiche Pflanzen entziehen immer die gleichen Nährstoffe)
  • hoher Einsatz an Pflanzenschutzmitteln

Bodendegradation Definition

Verschlechterung der landwirtschaftlich genutzten Bodens infolge unsachgemässer Bewirtschaftung, meist durch Erosion durch Wasser und Wind. 

Grüne Revolution in Indien

Die grüne Revolution beschreibt die Ertragssteigerung der Getreideproduktion ab den 1960er-Jahren durch den konsequenten Einsatz von Hochertragssorten, Kunstdünger, Pflanzenschutzmitteln und Bewässerungstechniken. Vol vermochten die Massnahmen der grünen Revolution die Erträge erheblich zu steigern, allerdings zum Preis der Abhängigkeit von teurem Saatgut, Kunstdünger und Pflanzenschutzmitteln. 

 

Viele Kleinbauern konnten sich den Anschluss an die grüne Revolution nicht leisten, das soziale gefällt vergrösserte sich. Falscher Umgang mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie unsachgemässe Bewässerung führte vielerorts zu einer anhaltenden Schädigung des Bodens. 

Tiefrbunnen senkten den Grundwasserspiegel

Einheimische Getreidesorten wurden von den neuen Arten verdrängt (Verlust des genetischen Potenzials)

fortschreitende Mechanisierung steigerte die Nachfrage Indiens nach Energie enorm.

Gentechnologie in der Lanwirtschaft

Mithilfe der Gentechnologie können Eigenschaften von Lebewesen gezielt verändert werden. In der Landwirtschaft lassen sich mithilfe von Gentech Getreidesorten herstellen, die sich mit Guten selbst gegen ihre Fressfeinde schützen oder gegen Herbizide resistent sind, besonders viele Vitamine enthalten oder besser und länger haltbar sind. 

Gegner der Gentechnologie in der Landwirtschaft warnen vor ungeahnten Nebenwirkungen bei der Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO), vor neuen Resistenzen und Superunkräutern sowie davor, sich in eine gefährliche Abhängigkeit von den Biokonzernen zu begeben. 

Subventionen

staatliche Unterstützungszahlungen für schwache Wirtschafszweige

Direktzahlungen

Staatliche Beiträge an die Landwirte. Über diesen Lohngilt der Staat die gemeinwirtschaftlichen und ökologischen Leistungen der Landwirtschaft ab.

Ziele der Reform der Agrarpolitik

  • Trennung von Einkommens- und Preispolitik
  • Mehr Wettbewerb und weniger staatliche Markteingriffe
  • Ökologisierung der Landwirtschaft durch Anreize

Étudier