Werkstoffkunde

Kontrollfragen 1 - 123

Kontrollfragen 1 - 123


Benjamin Binggeli
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen der Werkstoffkunde mit Fokus auf Metalle wie Kupfer, Stahl und Zink sowie Kunststoffe und ihre Eigenschaften. Es werden Verfahren zur Verarbeitung, Korrosionsschutzmaßnahmen und typische Begriffe wie Dichte oder Kohlenstoff erklärt. Ideal für Grundschüler, um ein Basisverständnis für Materialien und ihre Anwendungen zu entwickeln.
Cartes-fiches
121
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Histoire naturelle
Créé / Mis à jour
06.12.2013 / 10.04.2026

Lernkarten

Nennen Sie vier Korrosionsarten.

- Chemische Korrosion - Korrosion durch mechanische Beanspruchung - Elektrochemische Korrosion: Sauerstoffkorrosion, Säurekorrosion, Kontaktkorrosion

Erklären Sie die Entstehung und die Schutzwirkung von Metalloxiden.

Metalloxidation: Redoxreaktion von Metallen mit oxidierenden Gasen (Sauerstoff). Bei einigen Metallen kann eine Metalloxidation als Schutzschicht wirken (z.B. Aluminium), bei Anderen wird die Oxidation nicht gestoppt (z.B. Stahl -> Rost) -> Verzunderung S. 30/31

Welche Voraussetzung müssen für eine Korrosion durch Elementbildung erfüllt sein?

Durch zwei Metallelektroden unterschiedlichen Spannungs Potenzial (edel / unedel)

An einem liegenden Kupferrohr wird in Zwölf-Uhr-Lage Lochkorrosion festgestellt. Nennen Sie mögliche Ursachen.

Frei zirkulierender Sauerstoff z.B. durch Wassererwärmung oder Enthärtungsanlage

Was versteht man unter einem katodischen Korrosionsschutz?

Kathodischer  Korrosionsschutz  liegt  vor, wenn  die  gesamte  metallische  Struktur  zur Kathode gemacht wird und kann nur in neutralen Medien eingesetzt werden.

Welches sind Aktivschutzmassnahmen?

Kathodischer  Korrosionsschutz

Nennen Sie vier Korrosionsverhinderungsmassnahmen innerhalb des Installationsbetriebs von Wasserleitungen.

- Bei  Kunststoffrohren  Temperaturangaben und  Einbaurichtlinien  der  Rohrhersteller beachten,  Gefahr  von Schäden  durch Aufweichungen  und  anschliessendes  Aufplatzen, Alterung. - Stichleitungen,  in  denen  sich  durch  die seltene Nutzung noch keine Schutzschicht gebildet  hat,  häufiger mit  Wasser  durchspülen, um Stillstandszeiten zu vermeiden, ansonsten  Gefahr  von  lokal  verstärkter Korrosion. - Installationsleitungen  nicht  frostgefährdet einbauen, Bruchgefahr! - Bei  Wasserenthärtungen  die  freigewordene  überschüssige  Kohlensäure  von  kompetenter  Seite neutralisieren  lassen,  insbesondre  Stahlrohre  werden  ansonsten verstärkt  durch  Korrosion  angegriffen. Im  übrigen  sind  die  die  Richtlinien  der Rohrhersteller einzuhalten. - Schnellschliessende  Sicherheitsventile einbauen, um grössere Durchfeuchtungen zu vermeiden. - Leckortung  von  kompetenter  Stelle  vornehmen  lassen,  um  zu  gewährleisten, dass  alle  Leckstellen  sicher ausfindig  gemacht werden. - Feuchtemessungen  weiträumig  vornehmen, so dass auch weiter entfernt liegende Feuchtigkeitsherde entdeckt werden. - Durchfeuchtete Teile des Baukörpers und des Isolier- bzw. Dämmmaterials in jedem Fall  vollkommen  trocknen  bzw.  ersetzen, um Folgeschäden wie z.B. Aussenkorrosion zu vermeiden.

Wie heisst die natürliche Schutzschicht, die bei Zink im Verlauf der Jahre entsteht?

Schutzschicht aus Zinkoxid und -carbonat (Zn5(OH)6(CO3)2)

Nennen Sie vier Korrosionsverhinderungsmassnahmen bei der Planung von Wasserleitungen.

- Ein Feinfilter vor der Erstbefüllung der Installation einbauen, um das Einspülen von Fremdstoffen  zu verhindern,  ansonsten besteht  die  Gefahr  von  lokal  verstärkter Korrosion. - Kompensatoren  einsetzen,  an  starren Stellen der Installation kann es sonst aufgrund  von Materialausdehnungen  zu Rissbildungen kommen. - Zu hohe Strömungsgeschwindigkeiten und Bereiche  innerhalb  der  Installationsleitungen, an denen verstärkt Turbulenzen  auftreten  können  vermeiden.  Es  besteht  ansonsten die Gefahr von Erosionskorrosion. -  Fertig  installierte  Rohrleitungen  gründlich intermittierend  mit  einem  Luft/WasserGemisch spülen, um ingetragene Fremdstoffe  zu  entfernen,  die  lokal  verstärkte Korrosion auslösen können. - Installationsteile  ausreichend  isolieren, kontinuierlich  heizen  oder  Leitungen rechtzeitig  entleeren,  um  Zerstörungen durch Frost vorzubeugen. - Für  äusseren  Korrosionsschutz  sorgen, Schutzanstriche, Lüftungs- und Revisionsöffnungen  in Installationskanälen  vorsehen. Hierdurch lassen sich Aussenkorrosionsschäden vermeiden. - Bei  der  Auswahl  des  Werkstoffes  darauf achten, dass der Werkstoff für die jeweilige  Wasserbeschaffenheit  und  den Einsatzbereich  geeignet  ist.  Durch  falsch eingesetzte  Werkstoffe  können  Korrosionsschäden entstehen. -  Nur einwandfreies normgerechtes, für den Verwendungszweck  zugelassenes  Material verwenden. Bei ehlerhaftem und ungeeignetem Material besteht die Gefahr von Korrosionsschäden.

Was versteht man unter der Erosion bei Armaturen?

Abtragung (Erosion) von Material, z.B. Gummidichtung des Ventilsitz

Nach welchem Verfahren werden die Fittings verzinkt?

Feuerverzinken (Eintauchen in flüssiges Zink bei ca. 450°C)

Wie können Stahlleitungen im Erdreich gegen Korrosion geschützt werden?

Mit einer Isolationsschicht (Anstrich, Bandagen, Zementschicht, etc…)

Was muss man berücksichtigen, wenn Kupfer- und Stahlrore verbunden werden?

In Fliessrichtung vom unedlen zum edlen Metall (von Stahl zu Kupfer)

Wie werden Druckgussrohre aus duktilem Guss werkseitig aussen gegen Korrosion geschützt?

Mit einer Isolationsschicht (Anstrich oder Zementschicht)

Welche drei elektrochemischen Korrosionsunterteilungen können gemacht werden?

- Sauerstoffkorrosion - Säurekorrosion - Kontaktkorrosion

Nach welchem Verfahren werden Kunststoffrohre hergestellt?

Extrudieren (extrudere = heraustreiben)

Nennen Sie die Haupteigenschaft eines thermoplastischen Kunststoffes.

Thermoplaste sind zäharte Kunststoffe, schmelzbar, schweissbar, quellbar und löslich. Die Moleküle sind unvernetzt.

Aus welchen Grundelementen wird Polyäthylen PE hergestellt?

Polyethylen (Kurzzeichen PE, gelegentlich auch Polyethen) ist ein durch Kettenpolymerisation von Ethen [CH2=CH2] hergestellter thermoplastischer Kunststoff.

Welche Vorteile haben Kunststoffrohre gegenüber metallischen Rohren?

Gewicht (leichter), Korrosionsbeständiger

Was verstehen Sie unter der Bezeichnung Elastomere?

Elastomere sind gummiartig Kunststoffe, sehr elastisch, bedingt schmelzbar, nicht schweissbar, verformbar aber nicht umformbar

Was verstehen Sie unter dem Begriff Folienwalzen?

Kalandrieren (caiandrer = rollen, mangeln). Zwischen zwei oder mehreren Walzen zu einem endlosen Folienband breitgewalzten Verfahren für Folien

Warum ist Polyäthylen PE meistens schwarz?

Ungefärbtes PE ist milchig-trüb und matt. Mit Zugabe von Farbstoffen oder Hilfsmittel (wie Kohlenstoffe oder Russ) wird das PE schwarz und UV-Beständig.

Nach welchem Verfahren werden Artikel, z.B. Spülkastendechel aus Duroplasten hergestellt?

Extrusionsblasformen: Dieses  Verfahren  dient  der  Herstellung  von Hohlkörpern  aus  Thermoplasten.  Ein  Extruder drückt einen fast lastischen Schlauch in ein  zweiteiliges  Hohlwerkzeug.  Durch  das Schliessen des Werkzeugs wird der Schlauch oben  und  unten  luftdicht  abgequetscht  Eingeblasene Luft drückt ihn dann an die abkühlenden  Innenwände  des  Werkzeugs  und formt ihn so zum Hohlkörper.

Wie werden PVC-Druckleitungen miteinander verbunden?

Durch kleben mit einem Leim

Wie sind die Molekülketten eines elastischen Kunststoffes geordnet und miteinander verbunden?

Die Kunststoffmoleküle sind zum Teil miteinander verbunden. Die Anzahl der Quervernetzungen bestimmen die "Härte des Gummis".

Wie heisst der Fachausdruck?

Bei diesem Prozess bilden sich Molekülschlangen...

Bei  der  Polymerisation  brechen  unstabile Doppelbindungen  zwischen  Kohlenstoffmolekülen  auf,  so  dass sich  neue  Moleküle anhängen  können.  So entstehen  aus  Einzelmolekülen  (Monomere) kettenförmige Makromoleküle  (>1000 Moleküle)  oder  Polymere.

In welche der drei Hauptgruppen gehört der Kunststoff Neopren?

Zu den Elastomeren

Schwimmt PE?

Nennen Sie die Dichte.

Ja.

Dichte: 0.87 - 0.97 g / cm3

Was versteht man unter einem Makromolekül?

Bei  der  Polymerisation  brechen  unstabile Doppelbindungen  zwischen  Kohlenstoffmolekülen  auf,  so  dass sich  neue  Moleküle anhängen  können.  So entstehen  aus  Einzelmolekülen  (Monomere) kettenförmige Makromoleküle  (>1000 Moleküle)  oder  Polymere.

Welche Vorteile haben Metallverbundrohre?

Formstabilität wie Metallrohre, Eigenschaften wie Kunststoffrohre

Wie ökologisch sind Kunststoffrohre?

Wenn die Kunststoffrohre rezikliert werden, sind sie, im Vergleich zu Metallrohren, umweltfreundlicher

Wie hoch ist die Schweisstemperatur bei PE-Abwasserleitungen?

Wärmebeständigkeit bis ca. 100°C. Schweissspiegel Temperatur: 220°C

Wie sind die Molekülketten eines vernetzten Thermoplastes aufgebaut und miteinander verbunden?

Die Kunststoffmoleküle sind unvernetzt

Schwimmt PVC?

Nennen Sie die Dichte.

Nein.

Dichte: 1.20 bis 1.40 g/cm3

Was versteht man unter dem Begriff Strangpressen?

Welche Artikel werden stranggepresst?

Beim Pressen werden grundsätzlich zwei verschiedene Verfahren praktisch angewen- det, nämlich das ompressionsverfahren und das Transferpressverfahren. Beim erstgenan- ten Verfahren wird eine dem Fertigteil entsprechende Menge unvernetzte Formmassein eine vorgeheizte Metallform (Werkzeug) eingebracht. Das Werkzeug mit der eingefüll- ten Formmasse wird unter Druck in der Pres- se zugefahren (geschlossen). Durch den Pressdruck und die Temperatur erweicht die Mischung, fliesst und füllt den Holraum der Form aus. Nach der Formgebung wird das ausgehärtete Teil ausgeworfen, damit der Prozess wieder von vorne beginnen kann. Anwendungen: Spülkastendeckel etc.

Wie gross ist die Wärmeausdehnung bei Polyäthylenrohren?

PE-HD: 2 * 10-4 mm/K

Stellen Sie graphisch dar die drei Kunststoffhauptgruppen dar.

Bild

Nennen Sie die Haupteigenschaften eines duroplastischen Kunststoffes.

Duroplaste sind meist hart und spröde Kunststoffe, temperaturstandfest, nicht plastisch verformbar, nicht schmelzbar und nicht schweissbar, unlöslich und nur schwach quellbar.

Was versteht man unter der Bezeichnung "Thermoplaste"?

Thermoplaste sind zäharte Kunststoffe, schmelzbar, schweissbar, quellbar und löslich. Die Moleküle sind unvernetzt.

Was ist Teflon?

Nenne den richtigen Namen und die Abkürzung.

Teflon: Polytetrafluorethylen PTFE

Lernen