Werbewirtschaft

SAWI Kommunikationsplaner 1. Modulprüfung

SAWI Kommunikationsplaner 1. Modulprüfung


Beat Huber
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Werbewirtschaft, mit Fokus auf Agenturen, Wettbewerbspräsentationen und Marktstrategien. Sie decken Themen wie die Auswahl und Bewertung von Werbeagenturen, Honorare, Gesetze und die Bedeutung von Marktforschung ab. Ideal für Marketing-Interessierte, die die Grundlagen der Werbebranche verstehen und in der Schweiz tätig sind.
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8
Langue
Allemand
Catégorie
Marketing
Créé / Mis à jour
29.01.2013 / 20.03.2018

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Die Publigroupe.

Funktionen:

- Vermarktung von Medien sowie Beratung und das Erbringen von Dienstleistungen für Auftraggeber und Kunden.

- im Medienbereichen Directoris, Presse, Internet, Fernseh-, Kino- Radio-, und Mobilewerbung.

drei Segmente sind von Bedeutung:

1. Search & Find

2. Digital & Marketing Services

3. Media Sales

Die Publigroupe ist aufgeteilt in:

- Publicitas = Anzeigenregie für lokale und regionale Märkte. Bereich: Presse, teilweise im Bereich Online-Medien)

- Publicitas Publimedia = Beratung und DL für Printmediaplanung und -abwicklung.

- Publicitas Publiconnect = Key-Account-Unternehmug für den Rubrikenmarkt.

- Publicitas Cinecom = Vermarktung de Werbeangebots elektronischer Medien. (Kino, TV, Werbebildschirme an Verkaufsstellen / POS)

- Publicitas Radiotele = vermarktet und vermittelt Werbung in Privatradiostationen, regional-TV-Stationen sowie für den Teletext (SWISS-TXT)

WEMF - AG für Werbemittelforschung.

 

(Die Markt- und Mediaforschung)

= systematische, kontinuierliche und neutrale Medien- und Werbeforschung in der Schweiz.

- Leseverhalten bei Printmedien, Parameter bei Print- und weiteren -medien (online, Kino) gemessen und erheben.

- Sie enthält versch. Studien welche Öffentlich zum Kauf angeboten werden.

MACH Basic

MACH = Media-Analyse Schweiz

- Reichweitenstudie der Pressemedien (CH)

- für repräsentative Stichproben bei Personen ab 14 Jahren CH und Lichtenstein werden 23`000 telefonische Interviews durchgeführt.

- Basis sind die soziodemografischen Angaben (Geschlecht, Alter, Schulbildung, Wohnort, Einkommen etc...)

- Nebst Interessensgebieten auch konsumbezogene Angaben zur PC-Nutzung, Auto und Rauchen gemacht.

- Sie gibt Auskunft über die Anzahl Leser und die Zusammensetzung der Leserschaft eines Titels.

(= wer liest welch Titel?, Wieviele Personen lesen den Tagesanzeiger etc...)

MACH Consumer

= (MACH Basic) + Konsumverhalten

- alle 2 Jahre mit rund 11`000 Interviews.

- erhoben werden Bedürfnisse, Neigungen und Gewohnheiten der Konsumenten (CH)

- bsp: wie viele konsumenten ein Produkt kaufen oder eine DL nutzten und welche Geschäfte Sie dafür aufsuchen.

- Ebenso werden Profil & Einstellungen der Konsumenten sowie deren Leseverhalten (Zeitungen, Zeitschriften) ersichtlich.

- ist nicht nur eine Konsum-, sondern eine Markt-Medien-Studie (20 konsumbereiche und über 500 Marken)

(= sind TA-Leser vermögend? - Heavy-Users von Elmex = wieviel putzen die Zähne 3x Täglich etc...)

BSP: Es wird auch ersichtlich, dass z.B. ein Rolex Inserat nicht in die 20min gehört....ist eher unrealistisch, da die Leser nicht der ZG von Rolex gehören...)

MACH Radar

= Strategische Untersuchung

- ist mit der MACH Consumer verbunden und ermöglicht es die Konsumenten und Ihre Wertvorstellungen besser zu verstehen.

- Psychografische Infromationen werden Verknüpft (emotionale)

- Er macht die Positionierung von Produkten, Marken, DL, Einkaufskanälen und Printmedien sichtbar.

- Informiert über die Werthaltungen der bestehenden und potentiellen Produktnutzer.

MACH Leader

= untersucht das Konsumverhalten / Mediennutzung von Führungskräften.

- unterteilt in "Leader" und "Top Leader"

- Sie enthält eine vielzahl von Informationen zur beruflichen Tätigkeit (Verantwortlichkeiten) und dem Konsumverhalten.

- ca. 301`000 Personen beinhaltet die CH- Premium ZG

- als Leader gelten Personen mit einem Brutto-Jahreseinkommen von mind. CHF 100`000.-

- Top Leader sind ein Brutto-Jahreseinkommen von mind. CHF 140`000.- erforderlich

MACH Cinema

- Verbindung aus Basiserhebung und der Billett-Verkaufsstatistik des Branchenverbandes "ProCinema" lassen sich die individuellen Reichweiten pro Kinowoche und Kino-Pool berechnen.

(spiegeln das saisonale Nutzungsverhalten der Kinobesucher wieder)

MA Strategy

= ermöglicht es de optimalen Mediamix zu finden mit dem die ZG am besten erreicht werden kann.

- Vergleich zwischen Mediengruppen und Einzelmedien aus Bereichen: Print, Fernsehen, Radio, Kino, Internet & Plakat

- ist das strategische Instrument zur Analyse der optimalen Mediastrategie.

MA Sponsoring

= basier auf der MACH Consumer und enthält weitgehende Verknüpfungsmöglichkeiten mit Elementen aus der MACH Basic und dem MACH Radar.

- die Affinität der ZG, einer Marke oder eines Mediums zu einer Sponsoring-relevanten Dimension kann bestimmt werden.

Net-Metrix

= die Mediapulse AG erarbeitet Marktdaten (TV- und Radio- Medien)

Sie ermittelt auch die Internetnutzung und hat Informationen zu Nutzer, Nutzerverhalten, soziodemografischen Angaben und themeninteressen (aus der Internetanwendung werden diese Infos verknüpft)

Werbestatistik

- Die WEMF führt im Auftrag der Stiftung Werbestatistik CH jedes Jahr eine Erhebung über die Netto-Werbeumsätze durch.

(im 2009 wurden ingesamt 5,134 Milliarden Franken in Werbung investiert.)

Darin sind u.a. enthalten: wieviele Menschen einen TV haben etc...

Media Focus

(Brutto-Werbeaufwendungen)

- Der Media Focus erfasst die Werbeaufwendungen der Printmedien, von TV, Radio und Kino sowie den Plakataushängen.

- Detaillierte erfassung und daher auch gründlich analysierbar.

Nielsen - Untersuchungen im Handel

Nielsen Konsumenten-Panel

- Marktforschung für Konsumverhalten.

- alle relevanten Infos über das Konsumverhalten im Markt, den entsprechenden Markt- und Absatzkanälen nach Marken und der Konkurrenz.

- nebst soziodemografischen Merkmalen werden auch die Einstellungen, Werthaltungen sowie die Freieitbeschäftigungen und Mediennutzungen erhoben.

 

Nielsen - Untersuchungen im Handel

Nielsen Detailhandeslpanel

- Angaben zu Markt- und Konkurrenzentwicklung, Verfügbarkeit, Promotionen, Marktvolumen und Verkaufspreisen.

- in Lebensmittel-Detailhandelsläden inkl. Warenhäuser und Kiosken.

Nielsen - Untersuchungen im Handel

Nielsen Inforama

- Aktionsverhalten in Printmedien von Handel und Herstellern wird analysiert.

- nach Aktionsperiode, Warengrupe, Produkt, Verteiler, Dauer, Preisreduktion, Aktionsart und Region.

GfK - Unersuchungen im Handel

(MaFo - Unternehmung)

GfK - Handelspanel

- Beobachtete und untersuchte Märkte in den Bereichen:

-- gebrauchsgüterbereich: Telecom, IT, Consumer Elektronik, Fotorafie, Haushaltsgeräte, Sport, Optik, Spielwaren und Do-it-yourself.

- auch werden die Abverkäufe in den Bereichen:

-- Möbel, Heimtetilien, Haushaltwaren, Baumarkt, Papeterie, Bekleidung, Uhren etc... Analysiert.

GfK - Untersuchungen im Handel

Leser-Analyse Fachpresse

- Standardisierte Leserschaftsforschung in Bereichen der Fachpublikationen.

- Leseverhalten, Leserstruktur und auch die Titel selbst von ihrem Inhalt und Ihrer Aufmachung werden beurteilt.

PKS - Das Psychologische Klima der Schweiz

DemoSCOPE

- führt jährlich eine Untersuchung durch welche die Veränderungen der wichtigsten Werthaltungen und Einstellungen der CH-Bevölkerung ermittelt.

- Die PKS liefert den langfristigen Hintergrund zu den konsum- und verkaufsrelevanten Strömungen in der Gesellschaft.

(sieht aus wie Positionierungskreuz mit Stichworten: progressiv / konservativ, innen / aussen)

Zeig die Veränderung der Einstellung der Menschen (und deren Wichtigkeit...)

Die höhe des Werbebudgets hängt von welchen Faktoren / Kriterien ab?

- Welche Mittel stehen zur Verfügung ("all you can afford method")

- Wie verhält sich die Konkurrenz ("competitive parity method")

- Wie hoch ist der Umsatz ("percentage of sales method")

- Wie hoch ist der Gewinn ("percentage of profit method")

- Nach Verkaufseinheiten ("per unit method")

- Nach den angestrebten Werbezielen ("objective and task method") = Idealfall!

Auch Kenntnisse zur Materie und Erfahrungswerten:

- Wie war es bei vorausgegangenen Kampagnen?

- Wie hoch siind die Werbeausgaben der Mitbewerber?

- Was zeigen MaFo-ergebnisse und Mediadaten?

Die 15 umsatzstärksten Werbeaenturen sind:

1. Publicis Communications Schweiz AG, ZH

2. Saatchi & Saatchi, GE/ZH

3. Spillmann/Felser/Leo Bunett AG, ZH

4. Jung von Matt / Limmat AG, ZH

5. Wirz Werbung AG, ZH

6. Euro RSCG, ZH/GE - NEU: Havas Worldwide

7. Contexta AG, BE

8. Futurecom AG, ZH

9. Advico Young & Rubicam AG, ZH

10. Ogilvy & Mather AG, ZH

11. KSB Krieg Schlupp Bürge, ZH

12. Valencia Kommunikation AG, BL / ZH

13. Scholz & Friends Schweiz AG, ZH / BL

14. Blue Spirit Communications AG, Schlieren / Lausanne

15. DACHCOM CH AG, Rheineck

Die Wahl einer Werbeagentur.

Neue Agentur oder Agenurwechsel?

- Agenturbeziehung = langfristig

- Agentur ist der wichtigste Partner einer UG (Aufbau & Pflege eines Markenbildes oder -images)

- Seltener wechsel, und wenn dann seriös geplant.

Voraussetzungen Kunde - Agentur:

- sich gegenseitig ernst nehmen

- sich respektieren

- die gleiche Sprache sprechen

- auch in finanziellen Fragen einig sein

Lieber Probleme oder kritische Situationen lösen denn ein Wechse stellt entscheidungen von strategischer Bedeutung dar:

- Verlust von Agentur Know-how

- Weiterführung aktueller Kampagnen und Projekte

- Nutzungsrecht- und Copyrightfragen

- Kontinuität der Markenpflete

etc... 

Die Wahl einer Werbeagentur:

Bedürfnisgerechte Agentur-Evaluation.

Berücksichtigung der Bedürfnisse eines Auftraggebers:

- Grösse der UG

- Art und Umfang des Auftrages (an die Agentur)

- Budget für Agentur

- Standort UG und Agentur (passend, in der nähe)

- Anforderung an Grösse, Serviceangebot und Leistungsumfang der möglichen Agentur

 

Die Wahl einer Werbeagentur:

Bedürfnisgerechte Agentur-Evaluation.

welche AUSWAHLVERFAHREN gibt es?

- Der direkte Weg ohne Evaluationsverfahren

(intuitiv, aufgrund Kontakten, Empfehlungen, bekannte Kampagnen / Arbeiten. Besuche und Gespräche dienen der Entscheidung.)

- Der Weg über die Agenturvorstellung

(3-4 mögliche Agenturen werden nach BK, Referenzen ermittelt. Anhand eines pers. Gesprächs etc wird eine mögliche Zusammenarbeit beurteilt)

- Der Weg über einen projektbezogenen Einzelauftrag.

(Leistungsfähigkeit und Zusammenarbeit mit der möglichen Agentur lässt sich 1:1 prüfen. Braucht viel Zeit und bedingt eine Entschädigung...)

- Der Weg über die Wettbewerbs- oder Konkurrenzpräsentation.

(es stehen meist auch oberflächliche oder nicht relevante Aspekte im Vordergrund. Aufwände und Efforts von Agenturen können oftmals nicht mehr aufrechterhalten werden.)

Wettbewerbspräsentationen haben ihre eigenen Gesetze

> Begrenzter Teilnehmerkreis

- Aus strategischen, zeitlichen und finanziellen Gründen nicht mehr als 3 Bewerber einladen. (falls bisherige Agentur ach präsentiert sogar bis 4)

- Daraus auch eine offene Informationspolitik über den Kreis der eingeladenen Kandidaten.

Wettbewerbspräsentationen haben ihre eigenen Gesetze

> Schriftliches Briefing

- eine professionelle Wettbewerbspräsentation setzt ein präzises, umfassendes, schriftliches Briefing voraus.

- Darin muss enthalten sein, ob nur Strategievorschläge, kreative Ansätze oder weiter bearbeitete Kampagnen erwartet werden.

- Die Agenturen müssen alle relevanten Informationen verfügen.

- Auch vertrauliche Markt- und Forschungsunterlagen

Wettbewerbspräsentationen haben ihre eigenen Gesetze

> Klare Rollenverteilung und objektive Bewertungskriterien

- Alle Präsis sind nach den gleichen, objektiven Kriterien zu beurteilen!

- Agentur stellt MA`s vor, welche an diesem Projekt arbeiten werden.

- Am Schluss der Präsi: genügend Zeit lassen um Fragen zu beantworten.

Wettbewerbspräsentationen haben ihre eigenen Gesetze

> Zeitrahmen nicht zu knapp bemessen.

- Zwischen Briefing und Präsi muss genügend Zeit eingeplant werden um eine fundierte Konzeptfindung garantieren zu können.

- etwa sechs Wochen sollten für ausgearbeitete Kreativ-Vorschläge zur Verfügung stehen.

Wettbewerbspräsentationen haben ihre eigenen Gesetze

> Angemessenes Präsentationshonorar

- Wenn Agenturen, Strategien, Werbeideen oder Komm.lösungen erarbeiten steckt ein grosser Aufwand dahinter.

- Der Initialaufwand der Agenturen kann meist erst bei einer erfolgreichen Zusammenarbeit in den folgenden Jahren amortisiert werden.

 

Wettbewerbspräsentationen haben ihre eigenen Gesetze

> Klärung wichtiger Fragen vor dem Entscheid

- Vertrag, Vergütung, Copyright, Nutzungsrechte und alle Details der Zusammenarbeit sind vorgängig zu besprechen.

Wettbewerbspräsentationen haben ihre eigenen Gesetze

> Rasche und offene Informationspolitik

- normalerweise wir innert Wochenfrist über den Entscheid informiert.

- Die Gewinner / Verlierer werden alle am gleichen Tag bekannt gegeben. (pers. Gespräch)

- Vertrauliche Unterlagen des Kunden müssen zurückgegeben werden sowie auch das Präsentationsmaterial der Verlierer.

Wettbewerbspräsentationen haben ihre eigenen Gesetze

> Richtlinien für das Präsentationshonorar

- Präsi one kreative Umsetzung CHF 5`000.- bis 10`000.-

- Präsi mit krea. Ideenansätzen CHF 10`000.- bis 20`000.-

- Präsi mit krea. Umsetzungen CHF 20`000.- bis 30`000.-

- komplexe Präsis mit krea. Ums. CHF 30`000.- bis 50`000.-

Étudier