VWL VADUZ

Kapitel 2 und 3

Kapitel 2 und 3

Matthias Schnöring
Lernen

Matthias Schnöring
Diese Karteikarten decken grundlegende Konzepte der Volkswirtschaftslehre für die Mittelschule ab. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Preisbildung, Angebot und Nachfrage, Marktmechanismen und die Rolle des Staates in der Wirtschaft. Besonders behandelt werden die Bedingungen für vollkommene Konkurrenz, die Elastizität der Nachfrage und die Verschiebung von Angebotskurven. Die Karteikarten sind ideal für Schüler, die ein besseres Verständnis der wirtschaftlichen Grundprinzipien und ihrer Anwendung in der realen Welt erlangen möchten.
Karten
64
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
21.04.2014 / 15.09.2023

Lernkarten

Monopol

Marktform, bei der entweder nur ein Anbieter (Angebotsmonopol) oder ein Nachfrager (Nachfragemonopol) auf dem Markt auftritt

Substitutionsgüter

Güter, durch die sich andere Güter ersetzen lassen

Komplementärgüter

Güter, die sich gegenseitig ergänzen

Angebotskurve:

Die AK zeigt, welche Menge die Anbieter zu unterschiedlichen Preisen zu verkaufen bereit sind

Oligopol:

Marktform, bei der eine beschränkte Zahl von Anbietern (Angebotsoligopol) oder Nachfragern (Nachfrageoligopol) auf dem Markt auftreten.

Vollkommene Konkurrenz:

Marktform, bei der die gehandelten Güter homogen sind, bei der viele Nachfrager vielen Anbietern gegenüberstehen, bei der ein freier Marktzutritt herrscht und die Marktteilnehmer vollständig informiert sind

Nachfragekurve

Die NK zeigt, welche Mengen die Nachfrager zu unterschiedlichen Preisen zu kaufen bereit sind.

Elastizität (Preis,Angebots, Einkommens)

Masszahl für die prozentuale Veränderung einer abhängigen Grösse im Verhältnis zur prozentualen Veränderung einer unabhängigen Grösse.

Preiselastizität der Nachfrage:

Relative Veränderung der nachgefragten Menge infolge einer relativen Änderung des Preises.

Preiselastizität des Angebots:

Relative Veränderung der angebotenen Menge infolge eier relativen Änderung der Nachfrage infolge einer relativen Änderung

Einkommenselastizität:

Wird der Einsatz eines Produktionsfaktors bei Konstanz der Menge der übrigen Faktoren erhöht, so nimmt der Ertrag zunächst mit steigenden, dann mit fallenden Grenzerträgen zu, bis schlussendlich der Gesamtertrag sinkt, der Grenzertrag also negativ wird

Monopolistische Konkurrenz:

Marktform, bei der durch Produktions-differenzierung ein monopolistischer Spielraum erreicht wird, bei der es aber viele Anbieter und Nachfrager gibt.

Break-even-point:

Preis/ Mengenkombination bei der weder Gewinn noch Verlust entsteht (Gewinnschwelle)

Cournotscher Punkt:

                                                                            Zeigt den gewinnoptimalen Preis und die Menge beim Monopol

Grenznutzen:

Zusätzlicher Nutzen aus der letzten konsumierten Einheit eines Gutes

Grenzkosten:

Kosten, die bei der Produktions einer zusätzlichen Einheit entstehen

Grenzertrag:

                                                                            Zunahme des Ertrages, wenn der Einsatz eines Produktionsfaktors um eine Einheit erhöht wird                   

Grenzerlös:

                                                                            Zunahme der Erlöses, der beim Verkauf einer zusätzlichen Einheit entsteht

  1. Wovon hängt es ab, wie viel von einem bestimmten Gut nachgefragt wird?

Von der Nutzenvorstellung; vom Preis des Gutes; vom Preis anderer Güter; von den 

Preiserwartungen; vom Einkommen (bzw. dem Vermögen) 

 

 Erklären Sie, weshalb die Nachfragekurve im Normalfall von links oben nach rechts unten verläuft?

a) Abnehmender Grenznutzen mit steigender Menge und damit einhergehend

sinkender Kaufbereitschaft.

b) Preissenkungen führen zu höheren Realeinkommen und damit zur Möglichkeit des

höheren Konsums.

c) Preissenkung für ein Gut bedeutet gleichzeitig relativ teurer werdende andere Güter.

Der Grenznutzen pro Franken für das im Preis sinkende Gut steigt, deshalb wird mehr

nachgefragt.

Welche Gründe können für eine Linksverschiebung der Nachfragekurve verantwortlich sein?

Tiefere Nutzeneinschätzung; sinkende Preise von Substitutionsgütern; steigende Preise          

von Komplementärgütern; tieferes Einkommen; erwartete Preissenkungen.

 

Wovon hängt es ab, ob die Nachfrage nach einem Gut preiselastisch oder –unelastisch reagiert?

Von der Anzahl Substitutionsgüter; von der Wichtigkeit des Produktes; vom Anteil der

Ausgaben für dieses Gut am Budget; von der betrachteten Zeitspanne.

 

Wovon hängt es ab, wie viel von einem bestimmten Gut angeboten wird?

 

Vom Preis, den man für dieses Gut verlangen kann. Der Preis, zu dem das Gut

angeboten wird, hängt wiederum von den Kosten ab, die bei der Produktion entstehen.

Entscheidend für die angebotene Menge ist der Verlauf der Grenzkosten.

Erklären Sie, weshalb die Angebotskurve im Normalfall von rechts oben nach link unten verläuft?

Da das Gewinnmaximum beim Ausgleich von Preis und Grenzkosten liegt, wird bei

steigendem Preis auch das Angebot erhöht und zwar solange, bis der neue Preis wieder den Grenzkosten entspricht. (Ab einer bestimmten Produktionshöhe beginnen die Grenzkosten, aufgrund des Ertragsgesetzes, zu steigen).

 

Welche Gründe können für eine Rechtsverschiebung der Angebotskurve verantwortlich sein?

Sinkende Produktionskosten; Fortschritte in den Produktionsverfahren; positive externe Einflussgrössen.

 

Wovon hängt es ab, ob das Angebot nach einem Gut preiselastisch oder –unelastisch reagiert?

Von der Haltbarkeit, der Lagerfähigkeit, der Flexibilität in der Produktion und der

betrachteten Zeitperiode

Skizieren Sie die Preibildung im Monopol.

Im Gegensatz zur Situation der vollkommenen Konkurrenz, kann der Monopolist die

Marktsituation beeinflussen: Dehnt er sein Angebot aus, so muss er den Preis senken.

Der Erlös einer zusätzlich verkauften Einheit – der Grenzerlös – ist kleiner als der Preis,

weil er alle zum Verkauf angebotenen Produkte zu diesem tieferen Preis verkaufen

muss. Solange der Grenzerlös über den Grenzkosten liegt, lohnt sich ein zusätzliches

Angebot. Erst wenn der zusätzliche Erlös gleich hoch ist wie die zusätzlichen Kosten,

kann der Monopolist seinen Gewinn nicht mehr steigern. Die Bedingung für die

Gewinnmaximierung des Monopolisten lautet deshalb: Grenzerlös = Grenzkosten

Skizieren Sie die Preibildung im Monopol.

Im Gegensatz zur Situation der vollkommenen Konkurrenz, kann der Monopolist die

Marktsituation beeinflussen: Dehnt er sein Angebot aus, so muss er den Preis senken.

Der Erlös einer zusätzlich verkauften Einheit – der Grenzerlös – ist kleiner als der Preis,

weil er alle zum Verkauf angebotenen Produkte zu diesem tieferen Preis verkaufen

muss. Solange der Grenzerlös über den Grenzkosten liegt, lohnt sich ein zusätzliches

Angebot. Erst wenn der zusätzliche Erlös gleich hoch ist wie die zusätzlichen Kosten,

kann der Monopolist seinen Gewinn nicht mehr steigern. Die Bedingung für die                          

Gewinnmaximierung des Monopolisten lautet deshalb: Grenzerlös = Grenzkosten

Weshalb tendieren die Preis und Mengen immer zum Marktgleichgewicht?

Nur im Schnittpunkt von Nachfrage- und Angebotskurve stimmen die angebotene und

die nachgefragte Menge überein. In allen anderen Fällen herrscht ein Nachfrage- oder

ein Angebotsüberschuss, welche Preisanpassungen auslösen.

 

Erklären Sie die Bedingungen für die Gewinnmaximierung bei vollkommener Konkurrenz.

Bei vollkommener Konkurrenz liegt das Gewinnmaximum dort, wo der Preis gleich hoch

ist wie die Grenzkosten (Preis = Grenzkosten).

 

Welche 4 Bedingungen müssen im Modell der vollkommenen Konkurrenz erfüllt sein?

Homogene Güter;

grosse Anzahl von Marktteilnehmern;

freier Zutritt zum Markt;

vollständige Information.

 

Welche Unterschiede ergebeben sich in der Preisbildung im Monopol im Vergleich zur Situation der vollkommenen Konkurrenz?

In der vollkommenen Konkurrenz muss der einzelne Anbieter den Marktpreis

«akzeptieren» (Gewinnmaximum: Preis = Grenzkosten); der Monopolist kann die

Marktsituation beeinflussen (Gewinnmaximum: Grenzerlös = Grenzkosten). Bei

vollkommener Konkurrenz ergeben sich der Preis und die Menge im Schnittpunkt der

Nachfrage- und Angebotskurve. Beim Monopol ergeben sich der Preis und die Menge

aus dem Schnittpunkt der Grenzerlös- mit der Angebotskurve. In der Monopolsituation

wird eine kleinere Menge zu einem höheren Preis umgesetzt als bei vollkommener

Konkurrenz.

 

Allmendegüter:

                                                                            Güter, die im Gebrauch rivalisierend sind, aber nicht ausschliessbar

Allokationsfunktion:

Preise übernehmen sie Steuerung, wie knappe Ressourcen für die Herstellung verschiedener Güter eingesetzt werden. Die Marktwirtschaft sorgt für eine effiziente Allokation der Ressourcen: Die knappen Mittel werden der produktivsten Verwendung zugeführt, das Gesamtprodukt wird maximiert

Öffentliche Güter / Kollektivgüter:

Öffentliche Güter unterscheiden sich von privaten Gütern in zweierlei Hinsicht: Ein Ausschluss vom Konsum des Gutes ist entweder technisch nicht möglich oder zu teuer (Nicht-Ausschliessbarkeit); das Gut können mehrere Individuen gleichzeitig nutzen, ohne dass sie sich in ihrem Konsum gegenseitig beeinträchtigen (Nicht-Rivalität im Konsum). Weil diese Merkmales ein Trittbrettfahrer- Verhalten erlauben, werden die nicht von privater, sondern von staatlicher Seite angeboten.

Staatsversagen:

Durch politische Fehlsteuerung treten Wohlfahrtsverluste auf, die z.B. auf politisch motivierte Entscheidungen, auf Regulierungskosten und auf Fehlallokationen der Produktionsfaktoren zurückgeführt werden können.

Marktwirtschaft:

Wirtschaftssystem, bei dem die zentrale Fragen nach dem „WAS“, „WIE“, und für „WEN“ produziert werden soll, auf den Märkten gelöst wird.

„Moral hazard“:

Bezieht sich auf Situationen, in denen die eine Marktseite die Handlungen der Marktgegenseite weder prognostizieren noch nachweisen kann. Insbesondere Bei Versicherungsschutz führt das „moralische Risiko“ zur Ausweitung von Schäden und zum Prämienanstieg (weil die Versicherten das Eintreten einens Schadens nicht verhindern oder sogar fördern)

„Rent seeking“:

Alle Aktivitäten, die darauf abziehen, über staatliche Privilegien (Subventionen, Steuererleichterung) ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Der damit verbundene Ressourcenaufwand gilt aus volkswirtschaftlicher Sicht als vergeudet

Protektionismus:

Schutz der eigenen Wirtschaft vor ausländischer Konkurrenz durch Zölle, Kontinente, Normen usw.

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