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Kapitel 2 und 3

Kapitel 2 und 3


Matthias Schnöring
Diese Karteikarten decken grundlegende Konzepte der Volkswirtschaftslehre für die Mittelschule ab. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Preisbildung, Angebot und Nachfrage, Marktmechanismen und die Rolle des Staates in der Wirtschaft. Besonders behandelt werden die Bedingungen für vollkommene Konkurrenz, die Elastizität der Nachfrage und die Verschiebung von Angebotskurven. Die Karteikarten sind ideal für Schüler, die ein besseres Verständnis der wirtschaftlichen Grundprinzipien und ihrer Anwendung in der realen Welt erlangen möchten.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
21.04.2014 / 15.09.2023

Cartes-fiches

Externe Effekte:

Kosten oder Nutzen, die bei der Produktion oder im Konsum entstehen, jedoch nicht vom Verursacher getragen bzw. genossen werden.

Trittbrettfahrer:

Personen die versuchen von Gütern zu profitieren, ohne einen Beitrag an die Kosten zu leiten. Kommt vor allem bei öffentlichen Gütern vor.

Marktversagen:

Durch Fehlleitungen des Marktes wird die bestmögliche Verwendung der knappen Mittel verhindert. Der Markt versagt bei öffentlichen Gütern, bei externen Gütern, bei externen Effekten, bei Wettbewerbsbeschränkungen und bei asymmetrischen Informationen (moral hazard, adverse selektion) 

„Adverse selection“: 

(=falsche Auslese) Bezieht sich auf Situationen, in denen die eine Marktseite wichtige qualitative Eigenschaften der Marktgegenseite nicht beobachten kann. Auf Grund dieser versteckten Informationen dominiert auf einem Markt eine mindere Qualität. Adverse Selection führt zu einem Marktversagen

Spieltheorie:

Sie befasst sich mit der Analyse menschlichern Verhaltens in strategischen Situationen mit mehreren Beteiligten, die einander mit ihren Entscheiden gegenseitig beeinflussen. 

Effizienz:

Aus knappen Ressourcen das Beste herausholen. Maximierung der Wohlfahrt einer Gesellschaft durch eine optimalen Einsatz der Ressourcen

 

Welche drei zentralen Fragen stellen sich infolge der Knappheit der Güter für jede Gesellschaft?

Was soll produziert werden? Wie soll produziert werden? Für wen soll produziert

werden?

 

Nennen und erläutern Sie die drei wesentlichen Markt- und Preisfunktionen.

a) Signalfunktion: Preise sind wichtige Informationsträger, die signalisieren, ob und wie

viel es sich lohnt von einem bestimmten Gut anzubieten oder nachzufragen; sie

zeigen, in welcher Verwendungsrichtung die Mittel den höchsten Nutzen bzw. Ertrag

bringen.

a) Steuerungs- und Allokationsfunktion: Der Markt- und Preismechanismus löst die

Zuweisung der Mittel zur Herstellung bestimmter Güter (=Allokationsfunktion) in der

Weise, dass die knappen Mittel dorthin gelenkt werden, wo die Verwendung am

dringendsten ist. Wo das ist, zeigen die Nachfrager durch ihre Kaufentscheide für

bestimmte Güter an. Ändern sich die Bedingungen, passen sich die relativen Preise

an, wodurch wiederum eine Reallokation der Mittel ausgelöst wird. So werden die

vorhandenen Mittel in ihrer produktivsten Verwendung eingesetzt, so dass das

Gesamtprodukt maximiert wird.

b) Koordinationsfunktion: Der Preis- und Marktmechanismus koordiniert die Pläne von

Millionen Individuen, ohne dass eine Institution mit grosser Bürokratie benötigt wird.

 

Welches sind die Voraussetzungen für die Funktionsfähigkeit der Marktwirtschaft?

Privateigentum; Vertragsfreiheit und Rechtssicherheit; freier Marktzutritt; Sicherstellung

des Wettbewerbs.

 

Erläutern Sie das Theorem der „unsichtbaren Hand“

Um einen optimalen Gewinn zu erzielen, bietet jeder Produzent das an, was der

Konsument kaufen will. Durch den Kauf bzw. Verkauf steigert der Konsument als auch

der Produzent seinen Nutzen. Die Maximierung des Eigennutzens maximiert so auch

das gesellschaftliche Wohl, welches eine unbeabsichtigte Folge der individuellen

Handlungen ist, die durch den Markt- und Preismechanismus – die unsichtbare Hand –

aufeinander abgestimmt werden.

 

Sie habe gelernt, dass bei Marktversagen staatliche Eingriffe gerechtfertigt sind.

1.

Was bedeutet Marktversagen?

2.

In welchen Fällen versagt der Markt?

  1.  

    Die Koordination und Allokation des Marktmechanismus ist unvollkommen und führt

    deshalb zu unerwünschten gesellschaftlichen Auswirkungen.

  2.  

    Bei Wettbewerbsbeschränkungen, bei öffentlichen Gütern, bei externen Effekten und

    bei asymmetrischer Informationsverteilung (adverse selection; moral hazard).

     

Welche Gründe können gemäss der neuen politischen Ökonomie zu einem Staatsversagen führen?

Politisch motivierte Entscheidungen, Regulierungskosten und eine Verzerrung der

Allokationseffizienz.

 

Nennen Sie vier Beispiele aus der Verfassung, die es erlauben, von den marktwirtschaftlichen Grundprinzipien abzuweichen.

Erhaltung und Förderung gefährdeter Wirtschaftszweige, Schutz wirtschaftlich bedrohter

Landesteile, Preisüberwachung, Mieterschutz usw.

 

Mit welchen Mitteln können Interessenverbände wirtschaftspolitische Macht entfalten?

Einsitz in Expertenkommissionen, Vernehmlassungsverfahren, Einsitz im Parlament,

Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Werbung und Information, Referendum

und Initiative

Welche Gründe können für eine Verschiebung der Nachfragekurve verantwortlich sein?

 

Gründe für eine Linksverschiebung:                                  Gründe für eine Rechtsverschiebung:

- Tiefere Nutzeneinschätzung                                          - Höhere Nutzeneinschätzung

- Sinkende Preise von Substitutionsgütern                      - Steigende Preise von Substitutionsgütern                 

- Steigende Preise von Komplementärgüter                    - Sinkende Preise von Komplementärgüter

- Tieferes Einkommen                                                      - Höhere Einkommen

- Erwartete Preissenkungen                                              - Erwartete Preissteigerung

Wovon hängt es ab, ob die Nachfrage nach einem Gut preiselastisch oder –unelastisch reagiert?

Ist der Wert grösser als 1 sprechen wir von einem elastischen Markt. Die Prozentuale Preissenkung sollte kleiner sein als der Prozentuale Mengenzuwachs beim Verkauf.

Vollkommen Unelastisch ist nennen wir die Nachfrage, wenn sie überhaupt nicht auf Preisänderungen reagiert. In diesem Fall verläuft die die Nachfragekurve parallel zur Preisachse. Die Elastizität hat überall den Wert null.

Wovon hängt es ab, wie viel von einem bestimmten Gut angeboten wird?

  • Preis (den der Produzent erhält)

  • Kosten (Löhne, Materialen, Zinsen)

  • Technologie (kann Produktionskosten verändern)

  • der Staat (Steuern)

Erklären Sie, weshalb die Angebotskurve im Normalfall von rechts oben nach links unten verläuft?

Die Angebotskurve zeigt, welche Mengen die Anbieter zu unterschiedlichen Preisen zu verkaufen bereit sind. Die angebotene Menge eines Gutes steigt in der Regel mit steigendem Preisen und nimmt umgekehrt bei sinkenden Preisen ab.

Welche Gründe können für eine Rechtverschiebung der Angebotskurve verantwortlich sein?

Gründe für eine Linksverschiebung:                                  Gründe für eine Rechtsverschiebung:

- Steigende Faktorkosten (z.B. Löhne)                            - Sinkende Faktorkosten (z.B. Zinsen)

- Rückschritte in den Produktionsverfahren                     - Fortschritte in den Produktionsverfahren 

- Negative externe Einflüsse (z.B.                                   - Positive externe Einflüsse (z.B. guter Wein  

Produktionsausfall infolge von Streiks)                                                      infolge des schönen Wetters)

- Staatliche, kostensteigernde Massnahmen                  - Staatliche, kostensenkende Massnahmen

(z.B. Steuererhöhungen)                                                    (z.B. Zollreduktionen)

- Erwartete Preiserhöhungen                                            - Erwartete Preissenkung

 

Wie gross ist die Einkommenselastizität bei einem inferioren Gut?

Es kommt auch vor, dass mit steigendem Einkommen die Nachfrage nach einem Gut zurückgeht. Solche Güter nennt man inferiore Güter. Paradebeispiel dafür sind Grundnahrungsmittel wie Bohnen oder Kartoffeln.

Erklären Sie die Bedingung für die Gewinnmaximierung bei vollkommener Konkurrenz?

Nur im Schnittpunkt von Angebot und Nachfragekurve ist diese Bedingung erfüllt. Als Ergebnis des Preismechanismus ergibt sich der Preis der grünen Linie. Der Schnittpunkt ist der Marktgleichgewichtspreis. Hier gehen alle Pläne in Erfüllung: Die von den Nachfragern gewünschte Kaufmenge entspricht der von den Anbietern gewünschte Verkaufsmenge.

Welche 4 Bedingungen müssen im Modell der vollkommenen Konkurrenz erfüllt sein?

  1. homogen (die angebotenen Produkte sind identisch)

  2. grosse Anzahl von Marktteilnehmern (auf der Anbieter wie auch der Nachfrageseite, der Einzelne hat keine Möglichkeit mit seinem Verhalten das Marktgeschehen zu beeinflussen

  3. freier Zutritt (es bestehen keine Marktzutrittsbeschränkung, weder auf der administrativen noch auf der gesetzlichen Ebene.

  4. vollständig Informiert (die Marktteilnehmer sind bezüglich Preisen und Mengen vollständig informiert. Die Anbieter können deshalb die identischen Produkte nicht zu unterschiedlichen Preisen verkaufen.

Welche Unterschiede ergeben sich in der Preisbildung im Monopol im Vergleich zur Situation der vollkommenen Konkurrenz?

Bei vollständiger Konkurrenz wird eine grössere Menge zu einem niedrigeren Preis auf den Markt umgesetzt als bei der Monopolsituation.

Erklären Sie, weshalb die Nachfragekurve im Normalfall von links oben nach rechts unten läuft?

Die Erfahrung zeigt, dass die nachgefragte Menge eines Gutes in der Regel mit sinkendem Preis zunimmt und mit steigendem Preis abnimmt.

Étudier