VWL Kapt. 4-7
Schlüsselbegriffe
Schlüsselbegriffe
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Flashcards
Vorleistungen
Alle nicht dauerhaften Produktionsmittel, die von anderen Produzenten bezogen werden.
Bruttoinvestitionen
Derjenige Teil der Wertschöpfung der für Produktionsanlagen, Lagerzunahmen oder öffentliche Einrichtungen verwendet werden. Die Bruttoinvestitonen werden in Bauinvestitonen, Ausrüstungsinvestitionen und Vorratsveränderungen unterteilt.
Bruttoinvestitonen - Ersatzinvestitionen = Nettoinvestitonen
Sparparadoxen
Es kann zu viel gespart werden: Mit steigendem Ersparnis nehmen die Absatzchancen der Unternehmungen ab, sie drosseln ihre Investitionen, sinkende Investitionen senken auch das Volkseinkommen, wodurch auch Konsum und Ersparnis vermindert werden.
Sparen
Sparen bedeutet Verzicht auf Konsum. Durch Sparen werden Investitionen ermöglicht.
Wertschöpfung
Differenz zwischen den abgegebene Leistungen eines Produzenten und den von ihm übernommenen Leistungen(=Vorleistungen).
Staatskonsum
Alle unentgeltlich abgegebenen Leistungen der öffentlichen Verwaltung (gemessen mit der Lohnsumme) und die Käufe von Sachgütern (mit Ausnahme der Investitionsgüter).
Exportquote
Anteil der Ausfuhre eines Landes in Prozent des Bruttoinlandproduktes.
Investitonsquote
Anteil der Investitionen eines Landes in Prozent des Bruttoinlandproduktes.
Lorenzkurve
Zeigt die Verteilung des Einkommens oder Vermögens. Sie gibt an, wie viel Prozent des Einkommens oder Vermögens 10%, 20% usw. der Bevölkerung haben.
Bruttoinlandprodukt
Wert aller im Laufe eines Jahres im Inland erbrachter Wertschöpfungen, bewertet zu Marktpreisen.
Nettoinlandprodukt
BIP - Abschreibungen, bewertet zu Marktpreisen
Nationaleinkommen
Von den Inländern per Saldo empfangene Einkommen aus Arbeit und Vermögen.
BIP - Einkommen an die übrige Welt + empfangene Einkommen aus der übrigen Welt
Konjunktur
Kurz- und mittelfristige Schwankungen im Auslastungsgrad des Produktionspotenzials. In der Praxis wird der Konjunkturverlauf anhand der Wachstumsraten des realen BIP dargestellt.
Nominelle Grössen
Zu laufenden Preisen bewertete Grössen und Mengen.
Reale Grössen
Inflations- oder preisbereinigte Grössen. Die laufenden, nominellen Grössen werden durch einen geeigneten Preisindex in preisbereinigte Grössen umgerechnet.
Konjunkturindikatoren
Dienen als Anzeiger für den Gesundheitszustand einer Volkswirtschaft. Man unterscheidet gleichlaufende Indiaktoren (Bsp. Konsum), nachhinkende Indikatoren (Bsp. Preise) und vorauseilende Indikatioren (Bsp. Geldmenge).
Rezession
Rückgang der Zuwachsrten des BIP während einer gewissen Zeit.
Multiplikatortheorie
Veränderungen der Nachfrage (Bsp. durch Ausgabenerhöhungen oder Steuersenkungen des Staates) löse eine überproportionale Veränderung der Einkommen und der Beschäftigung aus.
Akzeleratortheorie
Veränderungen der Nachfrage (Bsp. durch Ausgabenerhöhungen oder Steuersenkungen des Staates) lösen eine überproportionale Veränderung der Investitonen aus.
Produktionspotenzial
Das Produktionspotenzial gibt an, wieviel Güter und Dienstleistungen maximal produziert werden könnten, wenn die vorhandenen Produktionsfaktoren voll ausgelastet sind. Es ist eine Schätzgrössen, kann also nicht genau berechnet werden.
Klassische Konzeption
Geht auf Adam Smith zurück. Vertraut in die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft. Deshalb soll sich der Staat von Eingriffen in die Wirtschaft fernhalten.
Keynesianische Konzeption
Geht auf John Maynard Keynes zurück. Vertraut niht auf die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft. Erbringt den Nachweis eines Gleichgewichts bei Unterbeschäftigung. Daraus wird die Notwendigkeit von staatlichen Eingriffen abgeleitet.
Monetaristische Konzeption
Geht auf Milton Friedmann zurück. In der Geldmenge wird der entscheidende Einflussfaktor für den Konjunkturverlauf gesehen. Die Nationalbank muss deshalb versuchen, die Geldmenge auf das Wachstum des Produktionspotenzials auszurichten.
Angebotsorientierte Konzeption
Die Angebotsökonomen diagnostizieren schlechte Bedingungen fpr die Anbieter (zu hohe Kosten, Einschränkungen durch den Staat, zu viele Staatsinterventionen) und fordern in vielen Bereichen den Rückzug des Staates und mehr Marktwirtschaft.
Fiskalimpuls
Veränderung des strukturellen Saldos der Staatsrechnung im Verhältnis zum BIP. Zeigt die Wirkung der Finanzpolitik an.
Liquiditätsfalle
Situation, in der eine Geldmengenerhöhung ohne Wirkung bleibt, weil das zusätzliche Geld einfach "flüssig" gehalten wird.
Crowding out
Durch staatliches Handeln werden privatwirtschaftliche Aktivitäten verdrängt. Bsp. Verdrängun von privaten Investitionen durch ansteigende Zinsen als Folge einer zunehmenden Staatsverschuldung.
Time Lags
Zeitliche Wirkungsverzögerung einer wirtschaftspolitischen Massnahme. Einer der wichtigsten Kritikpunkt an der antizyklischen Nachfragesteuerung.
Antizyklische Finanzpolitik
Gegen den Konjunkturverlauf gerichteter Einsatz der Finanzpolitik: In der Rezession muss der Staat die Ausgaben erhöhen und die Einnahmen kürzen; im Aufschwung muss er die Ausgaben kürzen nd die Einnahmen erhöhen.
Laffer-Kurve
Arthur Laffer zeigt mit seiner Kurve, dass die Steuereinnahme bei steigendem Steuersatz zunächst zunehmen, ab einem gewissen Punkt aber abnehmen.
Stagflation
Gleichzeitiges Auftreten von tiefen oder negativen Wachstumsraten des BIP und einer Inflation.
Strukturelles Defizit
Anteil des Staatsdefizities, welcher nicht auf konjunkturelle Gründe zurückgeführt werden kann.
Investitionsfalle
Situation, in der eine Geldmengenerhöhung unwirksam bleibt, weil die Unternehmungen auf Grund schlechter Zukunftserwartungen trotz sinkenden Zinsen nicht investieren.
Automatische Stabilisation
Insbesondere die Steuereinnahme , die Arbeitslosenunterstützung und die Schuldenbremse sorgen dafür, dass die Veränderung des Staatsbudgets automatisch antizyklisch wirkt.
Rationale Erwartungen
Die Theorie der rationalen Erwartungen geht davon aus, dass die Wirtschaftssubjekte die wirtschaftlichen Zusammenhänge kennen und sich deshalb nicht systematisch täuschen lassen. Diese Theorie dient als Argumentation gegen eine aktive Konjunkturpolitik.
Wirtschaftliches Wachstum
Langfristige Entwicklung des BIP, unabhängig von kurz- oder mittelfristigen Störungen.
Innovationen
Gleich wie Bruttoinvestionen
Nachhaltige Entwicklung/Sustainable development
Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.
Internatlisierung externer Kosten
Durch verschiedene Instrumente soll dafür gesorgt werden, dass die Verursacher von externen Kosten für diese selbst aufkommen müssen.
Lenkungsabgaben
Abgabe des Staates, um unerwünschte Aktivitäten zu verringern. Lenkungsabgaben im Umweltbereich sollten vollumfänglich an die Wirtschaftssubjekte zurückbehalten werden, zumindest aber zweckgebunden eingesetzt werden.