VWL Kapt. 4-7

Schlüsselbegriffe

Schlüsselbegriffe


Caroline Keller
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre, insbesondere zu Themen wie Wirtschaftswachstum, Konjunkturverlauf und staatlicher Finanzpolitik. Sie behandeln zentrale Konzepte wie das Bruttoinlandsprodukt, Investitionen und die verschiedenen wirtschaftspolitischen Konzeptionen, darunter keynesianische, monetaristische und angebotsorientierte Ansätze. Die Karteikarten eignen sich für Studierende und Wirtschaftsinteressierte, die ein tieferes Verständnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge und deren praktische Auswirkungen auf die Wirtschaft erlangen möchten.
Flashcards
44
Students
0
Language
German
Category
Macro-Economics
Level
Other
Created / Updated
30.12.2012 / 30.12.2012

Flashcards

Vorleistungen

Alle nicht dauerhaften Produktionsmittel, die von anderen Produzenten bezogen werden.

Bruttoinvestitionen

Derjenige Teil der Wertschöpfung der für Produktionsanlagen, Lagerzunahmen oder öffentliche Einrichtungen verwendet werden. Die Bruttoinvestitonen werden in Bauinvestitonen, Ausrüstungsinvestitionen und Vorratsveränderungen unterteilt. 

Bruttoinvestitonen - Ersatzinvestitionen = Nettoinvestitonen

Sparparadoxen

Es kann zu viel gespart werden: Mit steigendem Ersparnis nehmen die Absatzchancen der Unternehmungen ab, sie drosseln ihre Investitionen, sinkende Investitionen senken auch das Volkseinkommen, wodurch auch Konsum und Ersparnis vermindert werden.

Sparen

Sparen bedeutet Verzicht auf Konsum. Durch Sparen werden Investitionen ermöglicht.

Wertschöpfung

Differenz zwischen den abgegebene Leistungen eines Produzenten und den von ihm übernommenen Leistungen(=Vorleistungen).

Staatskonsum

Alle unentgeltlich abgegebenen Leistungen der öffentlichen  Verwaltung (gemessen mit der Lohnsumme) und die Käufe von Sachgütern (mit Ausnahme der Investitionsgüter).

Exportquote

Anteil der Ausfuhre eines Landes in Prozent des Bruttoinlandproduktes.

Investitonsquote

Anteil der Investitionen eines Landes in Prozent des Bruttoinlandproduktes.

Lorenzkurve

Zeigt die Verteilung des Einkommens oder Vermögens. Sie gibt an, wie viel Prozent des Einkommens oder Vermögens 10%, 20% usw. der Bevölkerung haben.

Bruttoinlandprodukt

Wert aller im Laufe eines Jahres im Inland erbrachter Wertschöpfungen, bewertet zu Marktpreisen.

Nettoinlandprodukt

BIP - Abschreibungen, bewertet zu Marktpreisen

Nationaleinkommen

Von den Inländern per Saldo empfangene Einkommen aus Arbeit und Vermögen.

BIP - Einkommen an die übrige Welt + empfangene Einkommen aus der übrigen Welt 

Konjunktur

Kurz- und mittelfristige Schwankungen im Auslastungsgrad des Produktionspotenzials. In der Praxis wird der Konjunkturverlauf anhand der Wachstumsraten des realen BIP dargestellt.

Nominelle Grössen

Zu laufenden Preisen bewertete Grössen und Mengen.

Reale Grössen

Inflations- oder preisbereinigte Grössen. Die laufenden, nominellen Grössen werden durch einen geeigneten Preisindex in preisbereinigte Grössen umgerechnet.

Konjunkturindikatoren

Dienen als Anzeiger für den Gesundheitszustand einer Volkswirtschaft. Man unterscheidet gleichlaufende Indiaktoren (Bsp. Konsum), nachhinkende Indikatoren (Bsp. Preise) und vorauseilende Indikatioren (Bsp. Geldmenge).

Rezession

Rückgang der Zuwachsrten des BIP während einer gewissen Zeit.

Multiplikatortheorie

Veränderungen der Nachfrage (Bsp. durch Ausgabenerhöhungen oder Steuersenkungen des Staates) löse eine überproportionale Veränderung der Einkommen und der Beschäftigung aus.

Akzeleratortheorie

Veränderungen der Nachfrage (Bsp. durch Ausgabenerhöhungen oder Steuersenkungen des Staates) lösen eine überproportionale Veränderung der Investitonen aus.

Produktionspotenzial

Das Produktionspotenzial gibt an, wieviel Güter und Dienstleistungen maximal produziert werden könnten, wenn die vorhandenen Produktionsfaktoren voll ausgelastet sind. Es ist eine Schätzgrössen, kann also nicht genau berechnet werden.

Klassische Konzeption

Geht auf Adam Smith zurück. Vertraut in die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft. Deshalb soll sich der Staat von Eingriffen in die Wirtschaft fernhalten.

Keynesianische Konzeption

Geht auf John Maynard Keynes zurück. Vertraut niht auf die Selbstheilungskräfte der Wirtschaft. Erbringt den Nachweis eines Gleichgewichts bei Unterbeschäftigung. Daraus wird die Notwendigkeit von staatlichen Eingriffen abgeleitet.

Monetaristische Konzeption

Geht auf Milton Friedmann zurück. In der Geldmenge wird der entscheidende Einflussfaktor für den Konjunkturverlauf gesehen. Die Nationalbank muss deshalb versuchen, die Geldmenge auf das Wachstum des Produktionspotenzials auszurichten.

Angebotsorientierte Konzeption

Die Angebotsökonomen diagnostizieren schlechte Bedingungen fpr die Anbieter (zu hohe Kosten, Einschränkungen durch den Staat, zu viele Staatsinterventionen) und fordern in vielen Bereichen den Rückzug des Staates und mehr Marktwirtschaft.

Fiskalimpuls

Veränderung des strukturellen Saldos der Staatsrechnung im Verhältnis zum BIP. Zeigt die Wirkung der Finanzpolitik an.

Liquiditätsfalle

Situation, in der eine Geldmengenerhöhung ohne Wirkung bleibt, weil das zusätzliche Geld einfach "flüssig" gehalten wird.

Crowding out

Durch staatliches Handeln werden privatwirtschaftliche Aktivitäten verdrängt. Bsp. Verdrängun von privaten Investitionen durch ansteigende Zinsen als Folge einer zunehmenden Staatsverschuldung.

Time Lags

Zeitliche Wirkungsverzögerung einer wirtschaftspolitischen Massnahme. Einer der wichtigsten Kritikpunkt an der antizyklischen Nachfragesteuerung.

Antizyklische Finanzpolitik

Gegen den Konjunkturverlauf gerichteter Einsatz der Finanzpolitik: In der Rezession muss der Staat die Ausgaben erhöhen und die Einnahmen kürzen; im Aufschwung muss er die Ausgaben kürzen nd die Einnahmen erhöhen.

Laffer-Kurve

Arthur Laffer zeigt mit seiner Kurve, dass die Steuereinnahme bei steigendem Steuersatz zunächst zunehmen, ab einem gewissen Punkt aber abnehmen.

Stagflation

Gleichzeitiges Auftreten von tiefen oder negativen Wachstumsraten des BIP und einer Inflation.

Strukturelles Defizit

Anteil des Staatsdefizities, welcher nicht auf konjunkturelle Gründe zurückgeführt werden kann.

Investitionsfalle

Situation, in der eine Geldmengenerhöhung unwirksam bleibt, weil die Unternehmungen auf Grund schlechter Zukunftserwartungen trotz sinkenden Zinsen nicht investieren.

Automatische Stabilisation

Insbesondere die Steuereinnahme , die Arbeitslosenunterstützung und die Schuldenbremse sorgen dafür, dass die Veränderung des Staatsbudgets automatisch antizyklisch wirkt.

Rationale Erwartungen

Die Theorie der rationalen Erwartungen geht davon aus, dass die Wirtschaftssubjekte die wirtschaftlichen Zusammenhänge kennen und sich deshalb nicht systematisch täuschen lassen. Diese Theorie dient als Argumentation gegen eine aktive Konjunkturpolitik.

Wirtschaftliches Wachstum

Langfristige Entwicklung des BIP, unabhängig von kurz- oder mittelfristigen Störungen.

Innovationen

Gleich wie Bruttoinvestionen

Nachhaltige Entwicklung/Sustainable development

Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.

Internatlisierung externer Kosten

Durch verschiedene Instrumente soll dafür gesorgt werden, dass die Verursacher von externen Kosten für diese selbst aufkommen müssen.

Lenkungsabgaben

Abgabe des Staates, um unerwünschte Aktivitäten zu verringern. Lenkungsabgaben im Umweltbereich sollten vollumfänglich an die Wirtschaftssubjekte zurückbehalten werden, zumindest aber zweckgebunden eingesetzt werden.

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