Volkswirtschaftslehre, Basics, Definitionen
Basics und Definitionen der Volkswirtschaftslehre zur Prüfungsvorbereitung
Basics und Definitionen der Volkswirtschaftslehre zur Prüfungsvorbereitung
-
- 1 / 150
-
Lernkarten
Die klassische Inflationstheorie
- Inflation kennzeichnet einen Anstieg des Preisniveaus
- Deflation kennzeichnet ein Absinken des Preisniveaus
- Hyperinflation kennzeichnet eine extrem hohe Inflationsrate
Die Quantitätstheorie des Geldes
- Langfristig führt das allgemeine Preisniveau zu einem Ausgleich von Geldnachfrage und Geldangebot
- Die Inflation betrifft den Wert der Geldmenge M in der gesamten Volkswirtschaft
- Wenn das allgemeine Preisniveau steigt, fällt der (reale) Wert der Geldmenge
- Die Geldmenge in einer Volkswirtschaft bestimmt das Preisniveau
- Die Wachstumsrate der Geldmenge bestimmt die Inflationsrate
Klassische Dichotomie
bezeichnet die Trennung von ökonomischen Variablen in nominale und reale Variable
Neutralität des Geldes
die Annahme, nach der Änderungen der nominalen Geldmenge keine Wirkung auf reale ökonomische Variablen haben
Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes
V = (Preisniveau P x reales BIP Y) dividiert durch die nominale Geldmenge M
Fisher-Effekt
- Nach der Quantitätstheorie hat eine Erhöhung der Geldmenge keine Auswirkung auf den realen Zinssatz
- Inflationsausgleich für Gläubiger erfolgt durch den nominalen Zinssatz
- Wenn die Inflationsrate steigt, so steigt der Nominalzinssatz um exakt den gleichen Betrag
- iNom = iReal + p
Was beschreibt die Kurve der aggregierten Nachfrage?
- die Gütermenge, die Haushalte, Unternehmungen und staatliche Stellen zu den verschiedenen Preisniveaus kaufen möchten
(Y-Achse: Preisniveau, X-Achse: Produktionsniveau)
- Die aggregierte Nachfrage verschiebt sich nach rechts nach einer Erhöhung der
Konsumausgaben C, Investitionen I, Staatsausgaben G, Nettoexporte NX
Pigou-Vermögenseffekt
- Ein Preisrückgang erhöht den realen Wert des Geldes und macht die Konsumenten wohlhabener
- Das höhere Vermögen ermutigt die Konsumenten zu höheren Konsumausgaben und lässt die nachgefragte Gütermenge steigen
Keynes-Zinssatzeffekt
- Steigt das Preisniveau P, dann verringert sich die für Transaktionen benötigte Kassenhaltung
- Die privaten Haushate wandeln einen Teil ihrer Kassenbestände in verzinsliche Vermögensteile um
- Der Zinssatz sinkt und Investitionsausgaben steigen
- Weil die Investitionen steigen, steigt auch die nachgefragte Gütermenge
Mundell/Fleming-Wechselkurseffekt
- Sinkt das inländische Preisniveau P, so sinkt der inländische Zinssatz
- Mit dem sinkenden Zinssatz wertet die inländische Währung ab. Ceteris paribus kommt es zu einer realen Abwertung
eReal = (e x P) dividiert durch p*
- Da inländische Güter im Vergleich zu ausländischen Gütern billiger werden, steigen im Inland die Exporte und die Importe sinken. Die aggregierte Nachfrage steigt
Was beschreibt die kurzfristige Kurve des aggregierten Angebots?
- die Gütermenge, die Unternehmungen zu den verschiedenen Preisniveaus herstellen und verkaufen möchten
(Y-Achse: Preisniveau, X-Achse: Produktionsniveau)
Wie verändert sich die Angebotskurve?
- Die langfristige aggregierte Angebotskurve verläuft senkrecht
- Jede volkswirtschaftliche Veränderung, die das natürliche Produktionsniveau erhöht, verschiebt die langfristige Angebotskurve nach rechts
- Die kurzfristige aggregierte Angebotskurve weist eine positive Steigung auf
Liquidität
die Leichtigkeit, mit der ein Aktivum in das Tauschmittel der entsprechenden Volkswirtschaft umgewandelt werden kann
Geldschöpfung
- Wenn die Bank aus ihren Einlagen einen Kredit vergibt, steigt das Geldangebot.
- Werden die Kreditmittel wieder bei einer Bank angelegt, wiederholt sich der Gedschöpfungsprozess
- Das Geldangebot wird beeinflusst durch die Menge der Einlagen bei einer Bank und durch die Menge der daraus vergebenen Kredite
Geldschöpfungsmultiplikator
gibt den Geldbetrag an, den das Bankensystem mit jedem Euro an ursprünglichen Einlagen bzw. Reserven erzeugt hat
Berechnung des Anstiegs der Geldmenge
Beispiel: Der Mindestreservesatz beträgt 10%
Ausgangsgeldmenge M0 x (1 dividiert durch 0,1)
Geldpolitische Instrumente der EZB
- Offenmarktpolitik
- Mindestreservepolitik
- Refinanzierungssatz
Offenmarktpolitik
Der Ankauf von Wertpapieren vom Bankensektor und der Verkauf von Wertpapieren an den Bankensektor durch die EZB
Mindestreservepolitik
- Festlegungen über die Mindesthöhe von Reserven, die die Banken auf ihre Einlagen halten müssen
- Steigt der Mindestreservesatz, sinkt die Geldmenge
Refinanzierungssatz
der Zinssatz, zu dem die EZB den Geschäftsbanken auf kurzfristiger Basis Liquidität zur Verfügung stellt
Ersparnis S
- setzt sich zusammen aus der privaten Ersparnis und der staatlichen Ersparnis
- S = Investitionen I + Staatsausgaben G - Steuern T
5 Schritte zur Berechnung des VPI
1. Festlegung des Warenkorbs: Gewichtung der einzelnen Waren und Dienstleistungen (Wägungsschema) wird alle fünf Jahre aktualisiert
2. Preisermittlung
3. Berechnung der Kosten des Warenkorbs
4. Berechnung des VPI (Festlegung eines Basisjahrs)
5. Berechnung der Inflationsrate
Was beschreiben Skalenerträge?
- Skalenerträge beschreiben die Auswirkung einer Änderung der Betriebsgröße durch proportionale Erhöhung aller Inputs.
- Steigt z.B. bei einer Steigerung aller Inputs um 10% der Output
- um mehr als 10%: zunehmende Skalenerträge
- um weniger als 10%: abnehmende Skalenerträge
- ebenfalls um 10%: konstante Skalenerträge
Nominaler Zinssatz
Zinssatz ohne Bereinigung um die Wirkungen der Inflation
Realer Zinssatz
Zinssatz, der Geltwertänderungen im Zeitablauf berücksichtigt, also um die Wirkungen der Inflation bereinigt ist
Realzinssatz = Nominalzinssatz - Inflationsrate
Nominaler Wechselkurs
Das Verhältnis, zu dem die Währung eines Landes in die Währung eines anderen Landes getauscht werden kann.
Mengennotierung: Welche Menge $ erhalte ich für einen €?
Beispiel: Für einen € erhält man 1.33$
Preisnotierung: Welchen Preis zahle ich für einen $?
Beispiel: 1$ kostet 1/1.33€ = 0.7519 €
Realer Wechselkurs
Das Verhältnis, zu dem Waren und Dienstleistungen eines Landes gegen Waren und Dienstleistungen eines anderen Landes getauscht werden können.
= (Preisniveau Inland (P) dividiert durch Preisniveau Ausland (pausl)) x nominaler Wechselkurs (e) = $/€
Crowding out
Ein Rückgang der Investitionen, der aus der Kreditaufnahme des Staates resultiert
Stagflation
Eine Zeit mit rückläufigem Produktionsniveau
Berechnung der Steuereinnahmen des Staates
R = T (Steuersatz) x Q (Gütermenge)