Volkswirtschaft HWD

Volkswirtschaftslehre

Volkswirtschaftslehre


R. R.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Volkswirtschaftslehre und sind für Studierende und Interessierte geeignet. Sie decken Themen wie Preisbildung, Nachfrage, Angebot, Inflation, Arbeitslosigkeit und Geldpolitik ab. Die Karteikarten erklären auch die Funktionsweise von Märkten, die Rolle des Staates und die Auswirkungen von Konjunkturzyklen. Besonders nützlich sind sie für diejenigen, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ein tieferes Verständnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge erlangen möchten.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
16
Langue
Allemand
Catégorie
Economie politique
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
28.04.2015 / 30.10.2024

Cartes-fiches

Was folgt aus dem Produktionswachstumspotential von ca. 2% /Jahr im Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit?

Soll in der CH bei unverädnerter Arbeitszeit die Zahl der Arbeitslosigkeit? Stellen im bisherigen Umfang zunehmen, müssen die Verkäufe von schweizerischen Waren und Dienstleistungen wenigstens um 1,5, bis 2% wachsen. Sonst werden wir sofort von zunehmender Arbeitslosigkeit geplagt.

Konjunkturschwankungen

  • was ist dahinter?
  • welches sind die Hauptbereiche?

Konjunkturschwankungen -> Hintergrund:
 

  • Wachstumsschwankungen des BIP
  • Schwankungen der Gesamtnachfrage (i.d.R.)
  • Gesamtnachfrage wächst lamgsamer als mögliches Gesamtangebot

 

Konjunkturschwankungen -> Hauptbereiche:
 

  • Arbeitslosigkeit (jobless) = können nicht erwerbstätig sein, obwohl sie fähig wären + wollen
  • Inflation

Welche 4 Teilgrössen bestimmen die Gesamtnachfrage?

Gesamtnachfrage - beeinflussende Teilgrössen:
 

  1. Private Konsumnachfrage
  2. Nachfrage des Staates
  3. Investionsnachfrage
  4. Nachfrage des Auslandes

Ursachen der Arbeitslosigkeit?

  1. konjunkturelle AL
    = entsteht mit periodischen Konjunkturabschwüngen
    = Produktion im Inland sinkend
    = weniger Kapazitäten benötigt
     
  2. friktionelle AL
    = Produktionspotenzial voll ausgelastete -> Rest-AL bleibt
    = Sucharbeitslosigkeit
    -> Problem liegt beim Suchen und Finden einer Stelle

     
  3. strukturelle AL
    = dauernder Strukturwandel der Ws
    = ändernde Qualifikations-Anforderungen
    -> Leute mit "falscher" Quali oder am "falschen" Ort

Produktionspotenzial - was ist das?

Warum wächst das Produktionspotenzial?

Produktionspotenzial:

  • mögliches Gesamtangebot einer Volkswirtschaft
  • Leistung bei Vollauslastung der Produktionsfaktoren

 

Wachstum des Produktionspotenzials:

  • immer mehr Ressourcen
  • immer effizienter eingesetzt
  • gleichemässiges Wachstum
  • Wachstum in CH ca. 2%

In welchen Zusammenhang stehen:
BIP - Produktionspotenzial - Arbeitslosigkeit?

Wenn das BIP weniger stark wächst als das Produktionspotenzial
=> Kapazitäten werden frei
=> Arbeitslosigkeit steigt

Wächst das BIP schneller als das Produktionspotenzial
=> zusätzliche Kapazitäten werden benötigt
=> Arbeitslosigkeit sinkt

Inflation - warum gibt es sie?

Inflation und das Verhalten der Leute - wie ist das?

Inflation - warum?

  1. BIP-Lücke ist positiv = BIP ist grösser als Produktionspotenzial
  2. Nachfrage ist grösser als Gesamtangebot
  3. die umlaufende Geldmenge ist zu gross
  4. die Zinsen sind zu tief

 

Inflation und das Verhalten der Leute
= viele Leute erwarten die Infla auf bestimmtem Wert
-> verhalten sich dementsprechend = Infla wird überall "eingebaut"
-> selbsterfüllende Prophezeihung

  1. Mindestlöhne - können sie die AL fördern?
  2. Einwanderer - was gibt es da zu sagen?
  3. Geldillusion - um was geht es?
  4. Experten und Konjunkturschwankungen - wie gut geht das?

  1. Ja, weil dann weniger eingestellt werden
  2. = Einwanderer erhöhen die Produktions-Kapa
    = steigern die Gefahr der AL
    = erhöhen aber auch das BIP, weil sie ihre Bedürfnisse befriedigen
  3. Geldillusion:
    bei 3% Inflation und 1% Lohnerhöhung (= -2% Reallohn) fühlen wir uns besser als bei 0% Inflation und -2% Lohnsenkung, obwohl es dito ist

  4. Experten können Konjunkturschwankungen nicht vorher sagen
    -> Problem der selbstverstärkenden Mechanismen

Hochkonjunktur und BIP - wie ist da der Zusammenhang?

Inflation und BIP - wie ist da der Zusammenhang?

Hochkonjunktur und BIP:
= in der Hochkonjunktur ist BIP > Produktionspotenzial
-> Preise steigen immer schneller
 

Inflation und BIP:
BIP > Produktionspotenzial: Inflationsrate steigt
BIP = Produktionspotenzial: Inflationsrate unverändert
BIP < Produktionspotenzial: Inflationsrate sinkt

Klassisches Preissystem

(- wo liegen die Unterschiede?)

Konjunkturelle Dynamik

Klassisches Preissystem:

  • ausgleichende Sichtweise
  • Spiel von Angebot und Nachfrage
  • Ausgleichsfunktion = selbstheilende Kraft des Marktsystems
  • Ausgleichsfunktion benötigt ZEIT, daher langfristig ausgelegt
  • Ausgleich wird von Marktversagen beeinträchtigt


Konjunkturelle Dynamik:

  • versucht Konjunkturschwankungen zu erklären
  • vertrauen nicht allein den selbstheilende Kraft des Marktsystems
  • analysieren die sich selbst verstärkenden Mechanismen im Wirtschafs-Kreis
  • Aktion-Reaktion verlaufen schnell = kurzfristig ausgelegt

Ausgleichende und sich selbst verstärkende
Prozesse / Mechanismen in einer Markt-Wirtschaft - um was geht es da?

In einer Markt-Ws laufen gleichzeitig 2 Prozesse ab

  1. ausgleichend (=klassisch)
    -> Preise reagieren auf Änderungen bei Konsum, Technologie etc.
    -> Preisänderungen führen zu Umstrukturierungen
    = Ausgleichsfunktion im Markt
     
  2. selbstverstärkend (= konjunkturell)
    -> bevor Ausgleich abgeschlossen => konjunkturelle Dynamik
    = sinkende Einkommen -> sinkende Ausgaben -> sinkende Produktion
    -> sinkende Einkommen…..

Sich selbst verstärkende Mechanismen bei fallenden Preisen?

Sich selbst verstärkende Mechanismen bei fallenden Preisen:
Wenn Preis beim Fallen sind, warten viele, weil sie hoffen, dass der Zerfall noch weiter geht und sie dann noch günstiger kaufen können.

Konjunkturabschwünge

  • Was sind wichtige Auslöser?
  • Gibt es eine Regelmässigkeit?

Konjunkturabschwünge - wichtige Auslöser:
= Schocks wie Krisen, Kriege, Spekulationsblasen-Platzer

 

Regelmässigkeit:
= ca. alle 5-9 Jahre

Lecks im Kreislauf von Einkommen und Ausgaben

  1. um was geht es da?
  2. was sind die Auswirkungen?
  3. makroökonomisches Gleichgewicht - was ist das?

  1. Abflüsse (Lecks):
    - Sparen
    - Steuern
    - Zahlungen für Importe

    Zuflüsse:
    - Investitionen
    - Einnahmen aus Staatsausgaben
    - Einnahmen aus Exporten

     
  2. Auswirkungen
    = wenn Abflüsse > Zuflüsse --> Kreislaufstrom wird dünner
    -> Gesamtnachfrage geht zurück
    -> AL steigt

     
  3. makroökonomisches Gleichgewicht
    => optimal = wenn Abflüsse = Zuflüsse

Antzyklische Konjunkturpolitik - Erklärung

Antzyklische Konjunkturpolitik:

in der Rezession => Staat macht folgendes:

  1. Staatsausgaben erhöhen => Gesamtnachfrage steigt
  2. Steuern = Staatseinnahmen senken => Gesamtnachfrage steigt
  3. AL-Kasse stützt Einkommen => Gesamtnachfrage steigt
     

im Boom => Staat macht folgendes:

  1. Staatsausgaben senken => Gesamtnachfrage gebremst
  2. Steuern = Staatseinnahmen erhöhen => Gesamtnachfrage gebremst

Konjunkturpolitik

-> Arten und Wirkungen

Expanisve oder Restrektiobe Konjunkturpolitik

Konjunkturpolitik - wo liegen die Probleme?

Probleme der Konjunkturpolitik:

  1. Verzögerte Wirkung
    -> Massnahmen zur Abschwungmilderung verstärken Aufschwung

  2. Politischer Streit um Staatsschulden agiert gegen antizyklische Konjunkturpolitik

  3. Ausland profitiert mit, weil 1 Teil der angekurbelten Nachfrage als Importnachfrage ins Ausland abfliesst

Inflationsstabile Arbeitslosigkeit?

Inflationsstabile Arbeitslosigkeit:

  • jene AL-Rate, die nur unterschritten werden kann, wenn dafür Inflation in Kauf genommen wird

Grund:

  • in der Realität beginnt Infla schon, bevor ALLE eine Arbeitsstelle haben
  • daher können diese Stellen nur danbn besetzt werden, wenn die Infla sich weiter entwickeln kann

Arbeitslosen-Rate in EU ist grösser als in den USA

-> Gründe?

Arbeitslosen-Rate in EU ist grösser als in den USA - Gründe:

  • in EU = staatliche Behinderung der Märkte -> Strukturwandel zu träge
  • in EU = Fehler in der Konjunkturpolitik = Bekämpfung von Abschwüngen zuwenig konsequent

Theorie der komparativen Vorteile

Theorie der komparativen Vorteile

  • erklärt die Vorteile der Spezialisierung = Arbeitsteilung
  • jeder (Einzelperson / ganze Länder) hat Bereiche, wo er beso gut ist
  • wenn jeder das macht, was er beso gut kann = gesamte Produktion am grössten
  • dies ist der Grund, warum durch die Liberalisierung des Welthandels der gesamte Wohlstand steigen soll

Alternativkosten

Alternativkosten

  • Basis für wirtschaftlich gefällte Entscheidungen
  • Gewählt wird jene Alternative der Produktion mit den niedrigsten Alternativkosten

 

Komparativen Vorteile - was bedeutet das für Importe und Exporte?

Komparativen Vorteile

  • Import jener Güter, wo die eigenen komp. Nachteile am grössten sind = selber am wenigsten effizient
  • Export jener Güter, wo die eigenen komp. Vorteile am grössten sind = selber am effizientesten

Skalenerträge - wie entstehen sie?

Intraindustrieller Handel - um was geht es?

Skalenerträge
= Kosteneinsparungen durch Massenproduktion
> bedingt genug grosse Absatzmärkte
> ist der Grund für intraindustriellen Handel

Intraindustrieller Handel
= Handel v.a. zwischen hochentwickelten Volks-Wirtschaft
> von Skalenerträgen profitieren
> grösstmögliche Vielfalt im Güterangebot behalten

Wie kann man unterscheiden, ob etwas an einem bestimmten Stao gemacht wird wegen Skalenerträgen oder wegen komparativen Vorteilen?

Fragestellung:

Geschieht das an diesem bestimmten Stao, weil
a) man genau das dort am BESTEN kann?
b) weil es einen Mengenvorteil ergibt, dass es dort gemacht wird?

Zinsniveau und Geldmenge: Zusammenhang?

Zinsniveau und Geldmenge
= Geldmengensteuerung erfolgt hier via Zins

  • Zins rauf = weniger Invest, weniger Geldverleih durch Banken
  • Zins rauf = Geldmenge runter

    Hinweis:
    => SNB kauft/verkauft primär CHF gegen fremde Währungen, um Geldmenge zu regulieren
     

Verkauf von CHF = Einkauf von Fremdwährung:

  • mehr CHF und weniger Fremdwährung im Umlauf
  • Wert des CHF sinkt
  • Zinsen für CHF sinken
  • Wert der Fremdwährung steigt

Vorteile der Geldmengensteuerung via Zins

  1. Fragen nach relevanter Geldmenge und mutmasslicher Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit ist vom Tisch

  2. Entscheide in Un und Haushalten werden von Zinsen beeinflusst (nicht von Geldmenge)

     

Entstehung einer Inflation

Entstehung einer Inflation:

SNB erhöht Geldmenge

  • höhere Gm = sinkende Zinsen

  • sinkende Zinsen = mehr Invest + mehr Konsum
    = höhere Gesamtnachfrage

  • Produktionskapa = werden immer mehr ausgelastet
    = Arbeitslosigkeit sinkt

  • steigene Nachfrage => höhere Preise = Inflation

Bekämpfung einer Inflation

Bekämpfung einer Inflation

SNB senkt Geldmenge

  • kleinere Gm = stiegende Zinsen
  • steigende Zinsen = weniger Invest + weniger Konsum
    = sinkende Gesamtnachfrage
  • Produktionskapa = weniger ausgelastet
    = Arbeitslosigkeit steigt
  • sinkende Nachfrage => tiefere Preise = keine Infla

 

Aussagen

  • grosse Infla (über 10%) lassen sich über Geldmengenpolitik verhindern
  • für kleinere Infla = Gm-Modell ungeeignet

Aussagen zum Marktmechanismus

  • die begehrtesten Güter werden produziert

  • die Kaufmittel (=Geld) werden optimal eingesetzt

Aussagen zur Inflation

Inflation

= Geldmenge wächst schneller als Gütermenge
= Gesamtnachfrage wächst schneller als Angebot

 

  • Infla wird in offizieller Preisstatistik um ca. 1% überzeichnet, weil viele kleine Qualitätssteigerungen auch zu Preiserhöhungen führen

  • erschwert Zukunftseinschätzung

  • Schaden oder Nutzen einer Infla ändert nicht proportional

  • leichte Inflatio kann sogar nützlich sein, weil Preise am Markt theor. permanent angepasst werden sollten -> Lohnsenkungen aber nicht durchführbar sind, aber nur teilweiser Teuerungsausgleich = akzeptiert

Prüfungshinweise

  1. Der Wirtschaftskreislauf
  2. Externe Effekte
  3. Sozialstaat und dessen Versagen
  4. Preis-Mengen-Diagramm

  1. Heft 2/6 S. 27 wird an Prüfung kommen
  2. Werden kommen, wichtig
  3. wurde besprochen, kommt an Prüfung
  4. kommen laufende, müssen an Prüfung gezeichnet sowie richtig interpretiert werden.

Étudier