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Lernende 4 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 12.06.2014 / 30.08.2018
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Grenzen quantitativer Sozialforschung

Quantitativ ist Standard, repräsentativ und nicht sekundär

  • Repräsentativität
    • oftmals hohe Ausfallquote
    • geringer Rücklauf
  • Standardisierte Befragung
    • Einfluss vorgegebener Antwortoptionen
    • sozial erwünschte Antworten
  • Standardisierte Forschung
    • Datenanalyse/-Erhebung ist stark strukturiert und reduziert durch Antwortoptionen
  • Sekundärdatenanalyse
    • keine Kontrolle über die Daten (-Qualität)
    • fehlende Variablen
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Grenzen qualitativer Sozialforschung

Qualitative Inhalts-/Dokumentenanalysen durch Befragung/Beobachtung und theoretisches Sampling

  • Theoretisches Sampling
    • Große Erfahrung und Sensibilität sind erforderlich, um Reichweite des Materials zu garantieren
  • Befragung und Beobachtung
    • Schwierige Vergleichbarkeit der Daten wegen Interviewvariation
    • Nähe zum Geschehen ist Stärke und Problem zugleich -> Gefahr des "going native"
  • qualitative Inhalts- und Dokumentenanalysen
    • Kein Einfluss auf Datenqualität von Dokumenten
    • Frage der Zugänglichkeit von Daten
    • subsumptionslogisch -> Inhalt vs. bedeutungstiefe
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Methodentriangulation

Meist verbreitete between/within Methode als Validierungsstrategie

  • Die Betrachtung eines Forschungsgegenstandes von mindestens zwei Punkten als Validierungsstrategie
  • am meist verbreitete Methode der Triangulation
  • between method
    • Verschiedene Methoden miteinander kombinieren
    • Verbindung quantitativer und qualitativer Daten
    • Verbindung reaktiver (Interview) mit nicht-reaktiven Verfahren (Analyse vorgefundener Materialien)
    • Kombination von teilnehmender Beobachtung und Interviews
  • Within method
    • Innerhalb einer Methode
    • gleiche Methode wird auf verschiedene Art und Weisen angewandt -> z.B. Bezug zu mehreren verschiedenen Bezugsgruppen
    • episodisches Interview -> Verknüpfung des Leitfadeninterviews und der Erzählung
    • Zweck: einerseits Prozessperspektive in Situationserzählungen, sowie abstrakte Zustandsbeschreibung in Leitfadeninterviews
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Beispiel Methodentriangulation

Marienthal als between method mit Hilfe von Bögen, Beobachtungen und Gesprächen zu dichter empirischer Beschreibung

  • Die Arbeitslosen von Marienthal 1933 -> Untersuchungen über die Wirkung langandauernder Arbeitslosigkeit
  • Einsatz von quantitativen und qualitativen Methoden für eine dichte empirische Beschreibung (between method -> intensive Betrachtung aus mehreren Blickwinkeln) 
  • Beobachtung, strukturierte Beobachtungskontrolle, Haushaltserhebungen, Fragebögen, Zeitverwendungsbögen, Interviews, Gespräche
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Transkription

Gesprochene und non-verbale spätere Analyse von Transkriptionsverfahren

  • Transkription bezeichnet das Verschriftlichen von gesprochener und teilweise non-verbaler (z.B. Tonfall, Sprechlautstärke) Kommunikation, welches auf Video- oder Tonbandträger aufgezeichnet wird
  • Das Ziel ist die spätere Analyse mittels verschiedener Techniken der empirischen Sozialforschung (z.B. Qualitative Inhaltsanalyse, Gesprächsanalyse)
  • für verschiedene Analysepraktiken existieren verschiedene Transkriptionsverfahren
  • abhängig vom Transkriptionsverfahren werden dabei immer auch Informationen vernachlässigt -> somit bedeutet die Transkription schon eine Interpretation der Daten
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Wovon hängt die Wahl einer Transkriptionsmethode ab

Forschungspragmatische Erkenntnis welcher Art, was genau, Betonung und Dialekt

Die Entscheidung für eine Transkriptionsmethode wird anhand von Forschungsmethodik, Erkenntniserwartung und aus forschungspragmatischen Gründen getroffen

  • Für welche Art von Analyse erstellt man ein Transkript
  • was genau soll aufgeschrieben werden
  • ist die Angabe einer besonderen Betonung wichtig
  • wie werden Dialekte gehandhabt
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Rekonstruktionslogisches Verfahren

2. Konstruktion der Beobachtungen von Handlungen bei der der subjektive Sinnhorizont durch gemeinschaftliche Lernprozesse überschritten wird

  • Konstruktion 2. Ordnung: die Konstruktion von Wirklichkeit, die in den Handlungen der Akteure nach impliziten Regeln sozialen Handelns vollzogen wird, wird rekonstruiert 
  • Rekonstruktives Verfahren bezieht sich auf Beobachtungen von Handlungen und symbolischen Repräsentationen (verbale oder visuelle Daten)
  • Der subjektive Sinnhorizont wird überschritten in Richtung von Sinnsphären, die von den Handelnden mental nicht repräsentiert werden
  • objektive Hermeneutik und Grounded Theory
  • Bsp. Strukturen gemeinsamer Lernprozesse mit Computer und Internet
    • Es werden nicht die kognitiven bzw. Individuellen Lernprozesse untersucht oder Vergleichuntersuchungen der Wirksamkeit neuer Medien auf den jeweiligen Lernerfolg
    • Es werden die gemeinschaftlichen Lernprozesse in einer computergestützten Lernumgebung aus mikrosoziologischer Perspektive untersucht
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Subsumptionslogisches Verfahren

Vorab entwickelte Interpretationskategorien werden kleinschrittig zu ähnlichen Bedeutungen in Bildern

  • Der Untersuchungsgegenstand wird unter vorab entwickelten Kategorien subsumiert (eingegliedert) -> vorgefasstes, feststehendes System von Interpretationskategorien
  • Material wird kleinschrittig auf neue Aspekte im Hinblick auf interessierende Themen durchgesehen
  • Textstellen mit ähnlicher Bedeutung werden Kategorien zugeordnet
  • Z.B. Inhaltsanalyse
  • Bsp. Bilderinterpretation
    • Anhand von Kinderzeichnungen, Familien- und Einzelporträts können Entwicklungsprozesse auf bestimmte Lebensthemen im Kontext der biographischen Forschung untersucht werden