VL 9: Tumore Teil 2
Chronsiche Erkrankungen M3, HS 2014 Universität Basel
Chronsiche Erkrankungen M3, HS 2014 Universität Basel
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Lernkarten
Welche Wirkungen hat körperliche Aktivität in der Primärprävention von Brustkrebs?
von 98 Studien zeigten 41 einen signifikanten Effekt für reduziertes Risiko abhängig von körperlicher Aktivität.
Alle Aktivitäten hatten Effekt.
Lebenslange Aktivität scheint den grössten Effekt zu haben.
Welche Wirkungen hat körperliche Aktivität in der Primärprävention von Brustkrebs um die Menopause?
Aktivität im postmenopausalen Status mehr Effekt als prämenopausal
Welche Wirkungen hat die Intensität der körperlichen Aktivität in der Primärprävention von Brustkrebs?
mässige und starke Aktivität hat fast den selben Effekt
Welche Erkenntnis zog man aus der Europäischen Studie über Lungenkrebs?
Keine Evidenz für zuverlässigen Schutzeffekt durch körperliche Aktivtät bzgl. Lungenkrebsrisiko.
Konklusion der Untersuchungen über körperliche Aktivität in der Primärprävention
Hinweise für protektiven Effekt auf Inzidenz + Mortalität
positive Effekte beschränkt auf CFC + Brustkrebs
ob unabhängiger Effekt ist noch nicht bewiesen
Wie wirkt körperliche Aktivität als Massnahme in der Primäprävention?
beeinflusst:
- Metabolismus der Sexualhormone
- Insulinsensitivität > "insulin-like growth factor" abhängig von Fettgehalt ("Insulinresistenz")
- Fettgehalt des Menschen > Hormonhaushalt
- Hormonlevel (Östrogen) > direkter Einfluss auf Tumoren der Brust, Ovarien, Prostata
- auch Effekt ohne Gewichtsverlust
Was sind die häufigsten Problemen bei Studien zu körperlicher Aktivität und Krebs?
nur wenige Studien genügen methodologisch.
oft unklare Armzuteilung
Auswertende Gutachter nicht verblindet
keine Intention-to-treat Analysen
Für welche Variablen fanden sich positive Studienresultate?
physiologische Messungen
objektive Performance Indikatoren
selbst-rapportierte Funktion + Symptome
psychischer Zustand
allgemeine Lebensqualität
Erkenntnisse bzgl CRC der Substudy of CALGB
signifikante Verbesserung des Survivals durch vermehrte Aktivität.
ab ca. 6h "average pace walking" positiver Effekt.
nicht beeinflusst durch Geschlecht, BMI, Alter, baseline PS, LK-Status
Erkenntnisse bzgl. CRC der Substudy of Nurse's Health Study
Erfassung der Aktivität vor Diagnose und 1-4y nach Diagnose.
5% besseres Überleben der aktivsten vs. inaktivste Gruppe
> Aktivitätslevel vor Diagnose hatte keinen Einflus auf Survival!
Welches sind die Probleme von "Cancer Survivors"?
Höhere Chance von 2. Tumoren (gen. Veranlagung, Lifestyle, Therapiefolgen)
Höhere Nicht-Krebssterblichkeit (oft Übergewichtig nach Therapie, Diabetes)
häufiger Osteoporose (Hormontherapie)
eingeschränkte Funktionen (Ödeme, Inkontinenz, ...)
soziale Probleme
Wie sieht das typische Profil eines Menschen aus, der kaum Veränderungen des Lebensstils vornimmt?
männlich
weniger Schulbildung
>65y
in ländlicher Region lebend
Was sind palliative Situationen?
nicht mehr heilbare Situation
Welches sind Probleme von palliativen Situationen?
Hauptproblem: Fatigue = allg. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Energielosigkeit
behindert Patienten am meisten im Alltag
vielfältige Gründe
Welches sind Gefahren durch Training bei krebskranken Patienten?
Knochenableger: verminderte Belastbarkeit des Skeletts, vermehrte Brüchigkeit
oft therapiebedingte Thrombocytopenie (vermind. Bluttplättchen): erhöhte Gefahr von Blutungen zB in den Muskel
Extreme Belastungennicht empfohlen
Konklusion Stellenwert von Sport in Primärprävention
klare Hinweise für protektiven Effekt
Konklusion Stellenwert von Sport während/nach Therapie?
Sport kann Symptome lindern, Funktionen verbessern, Therapie-Compliance erhöhen
Konklusion Stellenwert von Sport in Tertiärprävention?
Survival verbessern
erste Hinweise auf positive Effekte, Interventionsstudien laufen
Konklusion Stellenwert von Sport in palliativen Situationen
dosiert und individuell ausgerichtet sinnvoll