Vitamine
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Cartes-fiches
Vitamin E: "richtiges" Vitamin?
Nein eigentlich nach Definition kein Vitamin, ist Antioxidans
flüssiges Öl, nicht wasserlöslich, In WKP enthalten
Welches Vitamin E hat die höchste Aktivität?
alles natürlich vorkommende, aber unterschiedliche Aktivitäten alpha hat höchste Vit. E Aktivität
Wirkungen und Redoxschema des Tocopherols: Funktion, Lokalisation, Anwendung welcher Tocopherole, Metabolismus
• reversibler Redoxprozeß!
• unspezifischer Oxidationsschutz lipophiler Moleküle (Hormone, Vitamine, Lipide)
• Hauptfunktion: Oxidationsschutz von Membranlipiden in tierischen Zellen -> auch allg. Membranen
• Radikalfängereigenschaften (bildet dabei selbst stabiles Radikal!)
• Anwendung: T.-Acetat, T.-Nicotinat, T.-hydrogensuccinat als Antioxidantien in pharmazeutischen Zubereitungen und Lebensmitteln
• Pharmakokinetik:
- Absorption mit Hilfe von Gallensäuren aus oberen Darmabschnitten
- Ester werden vor oder bei Absorption gespalten
- Aufnahme des freien T. in Chylomikronen zur Leber und via VLDL ins Blut
- Im Blut: Bindung an α-T.-Transferprotein (für Aufnahme in Zellen)
- Metabolismus: Oxidation zu Tocopheronsäure
Vitamin E-Effekte
generell:
- antioxidative Wirkungen
- direkte Wirkungen auf Membranen
- Beeinflussung der Proteinbiosynthese (wie genau unbekannt)
- Beeinflussung des neuromuskulären Systems (wie genau unbekannt)
speziell, molekular:
-LDL-Oxidation runter
- PKC-Aktivierung runter
- Proteinphosphatase 2A runter
speziell auf zellulärer Ebene:
- Runterregulation: Monozytenadhäsion, Schaumzellbildung, Thrombozytenaggregation, Zytotoxizität durch LDL, Proliferation glatter Muskelzellen
- Hochregulation: NO-Freisetzung ↑
=> therapeutische Implikation: als Prophylaktikum bei Arteriosklerose, Herz- und Rheumaerkrankungen eventuell auch bei neuromuskulären Ausfallserscheinungen
Warum sollte Vitamin E in Kombination von Vitamin C gegeben werden?
Weil Vitamin C Vitamin E regeneriert
Redoxgleichgewicht und biologische Funktion von Vitamin C
Cofaktor (nicht Coenzym!) bei vielen Stoffwechselprozessen (Hydroxylierungen):
• Catecholamin-Synthese (Dopamin, NA) -> Bildung in Nebennierenmark
• Kollagen-Synthese (Prolin- u. Lysinhydroxylierung)
• Gallensäure-Synthese (Hydroxylierung von Cholesterol an Pos C7)
• NNR-Hormon-Synthese (Progesteron, Gluco- und Mineralocorticoide)
• Aminosäureabbau
• Folat-Reduktion
• Arzneistoff/Xenobiotika-Metabolisierung
Wodurch kann die Bioverfügbarkeit von Vitamin C verbessert werden?
Durch Einnahme mit Fruchtsäften, welche viele Polyphenole enthalten
BV ist normalerweise gering, da es sehr polar ist
Im Fruchtsaft oder Naturprodukt sind in der Regel Polyphenole (z.B. Flavonoide) enthalten, die die Reduktionseigenschaft oder antioxidativen Eigenschaften des Vitamin C verstärken.
B-Vitamine: Löslichkeit, Funktion, Stoffwechselbeteiligung, Ausscheidung
"echte" Vitamine, da wasserlöslich
• Löslichkeit: wasserlöslich
• Funktion: Cofaktoren bzw. Cosubstrate oder Coenzyme
• Beteiligung am Stoffwechsel von Kohlenhydraten (Glucose), Fetten (Acetyl-CoA), Proteinen (Aminosäuren).
• Aktivierung durch Phosphat oder Konjugation mit Nukleotiden
• pathologische Folgen bei Überdosierung unbekannt
• Ausscheidung renal
Was ist bei Vitamin B2 zu beachten, was man dem Patienten mitteilen sollte?
der Urin kann sich gelborange färben durch Einnahme
Vitamin B1: andere Bezeichnung
Thiamin
Vitamin B2: andere Bezeichnung
Riboflavin
Vitamin B6: andere Bezeichnung
Pyridoxalphosphat, Pyridoxaminphosphat
Vitamin B12: andere Bezeichnung
Cobalamin
Panthotensäure: andere Bezeichnung
Coenzym A
Vitamin B3: andere Bezeichnung
Niacin
Biotin
B-Vitamin
Thiaminchlorid-Hydrochlorid STEX
Thiamindiphosphat: Mangelerkrankung, Aufnahme, Vorkommen, Absorption
• Mangelerkrankung: bei einseitiger Ernährung in Form von Kohlenhydraten (Abbau zu Pyruvat) ist der Verbrauch an Thiamin erhöht (in Asien bei zu viel Reis Essen verbreitet)
• Aufnahme: in Pflanzen als TDP; wird in der Darmwand zum Thiamin dephosphoryliert (sonst keine Resorption, da zu polar) und in der Darmmukosa wieder zu TDP phosphoryliert.
• Absorption: je niedriger die applizierte Dosis, desto höher die prozentuale Resorption
• Wirkform des Thiamin: als Thiamindiphosphat (TDP)
• Beteiligt bei der oxidativen Decarboxylierung von 2-Oxocarbonsäuren (z.B. Pyruvat)
• Umwandlung von Pyruvat zu Acetyl-CoA: Beteiligung von Thiamin, Riboflavin (in FAD), Nicotinamid (in NAD) und Pantothensäure
Riboflavin, FAD, FMN Redoxsystem und Kinetik
• FMN und FAD sind Coenzyme von Oxidoreduktasen, die Dehydrierungsreaktionen katalysieren.
• p.o. Applikation des freien Riboflavins: in der Darmwand an Pos C5´ phosphoryliert (FMN, Mononukleotid) und im Blut als FAD transportiert
• p.o. Applikation des Riboflavin als FAD oder FMN aus pflanzlicher Nahrung: zunächst Dephosphorylierung, in Mukosazelle erfolgt erneut Phosphorylierung.
• Im Blut: Bindung von FMN und FAD an Riboflavin-bindende Proteine
Vitamin B6: andere Bezeichnung, Indikation
Adermin
• bioäquivalente Derivate: ineinander überführbar, gleiche biolog. Prozesse
• physiologisch als Pyridoxal-5´-Phosphat
• Coenzym bei
a) Transaminierungen,
b) Aldol-Spaltungen,
c) Decarboxylierungen,
d) Racemisierungen
• allgemeines Prinzip: Aktivierung des α-C-Atoms einer Aminosäure durch Bildung eines Enamins (Schiff´sche Base) aus der Aldehydfunktion des Pyridoxal und der Aminogruppe der AS.
Indikation: Nervenschmerzen