Vitamine
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Flashcards
Eigenschaften der Corrinoide: Strukturell
• Zentrales Cobalt-Ion ist 3-wertig
• 4 Liganden: N der Pyroline
• 1 Ligand: N des 5,6-Dimethyl-benzimidazol
• 1 Ligand: variabel (Desoxyadenosyl-Rest stammt aus ATP)
• Therap. Bedeutung: CN-Cobalamin, Hydroxocobalamin (Aquocobalamin)
• Bioaktiv: nur Cobamamid und Methylcobalamin
• Methylcobalamin = Grignard Reagenz, kovalente Metall-Kohlenstoffbindung
Biochemische Funktionen von Vitamin B12
• Cyanocobalamin: Artefakt, entsteht bei der Isolierung aus Mikroorganismen
• Bioaktive Formen: Methylcobalamin und Cobamamid
• Viele anaerobe Bakterien besitzen Vit. B12-abhängige Enzymsysteme
• Biochemische Funktionen:
a) Synthese von Methionin aus Homocystein (Methylcobalamin)
b) Umlagerung von Methylmalonyl-CoA zu Succinyl-CoA (Cobamamid)
c) Umlagerung von Leucin zu β-Leucin (Cobamamid)
Pharmakokinetik von Cobalaminen
Resorption oral verabreichter Cobalamine:
a) spezifischer, aktiver Absorptionsmechanismus
1. Im Magen: Bindung des B12 an den Intrinsic Factor (IF; Mukopolysaccharid)
2. Absorption des B12-IF-Komplexes im Ileum nach Bindung an einen spezifischen Rezeptor auf der Mukosa-Zelle
3. Dissoziation des IF und Aufnahme des B12 in Mukosazelle
4. Freisetzung ins Blut und Bindung an Transcobalamin (TC) oder Haptocorrine (HC)
5. Zielzellen besitzen Rezeptoren für B12-TC-Komplex
b) unspezifischer, passiver Absorptionsmechanismus im Magen-Darm-Trakt ins Blut, dann wie 4. (s.o.)
• Enterohepatischer Kreislauf: Ausscheidung über Galle und Rückresorption.
• Umwandlung des Cobalamin in Methylcobalamin oder Cobamamid erfolgt in der Leber.
Coenzym A: Funktion, Struktur, Vorkommen, Transport, Ausscheidung
• Cofaktor für viele Reaktionen, bei denen Acylgruppen transferiert werden.
• Bildung reaktiver Thioester
• Funktionen:
- Fettsäureauf- und abbau, Triglycerid- und Phospholipidsynthese
- Gluconeogenese
- oxidative Verstoffwechselung von Kohlenhydraten
- Biogenese von Steroidhormonen und Porphyrinen
• Acetyl-CoA: überträgt Acetylreste auf Alkohole und Amine, Acetylcholinsynthese, biogene Amine, Aminozucker, Acetylierung von Arzneistoffen.
• in der Nahrung: als Coenzym A
• wird im Intestinum zu Pantethein bzw. weiter zu Pantothensäure hydrolysiert und diese, wie auch Dexpanthenol. im Dünndarm passiv und aktiv resorbiert.
• Im Blut: Bindung der Pantothensäure an Plasmaproteine
• Aufnahme in Zielzelle: aktiver Prozeß
• In der Zelle erfolgt Umwandlung zu Coenzym A
• Renale Eliminierung des 4-Phosphopantothenat (teilweise aktive Rückresorption)
Folsäure (Vitamin B9): Vorkommen, Speicherung, Absorption
• Für Bakterien als Wachstumsfaktor essentiell
• Syn. Pteroylgluatmat, auch als –triglutamat, -heptagluatmat oder -polyglutamat (Monoglutamat kommt in der Natur nicht vor!)
• Unterschiede: Hydrierungsgrad, Substitution an N5 und N10, Anzahl der Glutamate (Bioverfügbarkeit!)
• Polyglutamate aus Nahrung werden im GIT durch eine Carboxypeptidase zum Monoglutamat hydrolysiert.
• Absorption: aktiv und passiv
• Hauptspeicherung in der Leber, hauptsächlich als 5-Methyl-THF
• Verteilung auf alle Gewebe
• Im Blut: meist als Monoglutamat
• In der Zelle: meist als Polyglutamat
Nicotinamid: andere Bezeichnung
Niacin
• Niacin = Sammelbegriff für Nicotinsäure-Derivate mit Anti-Pellagrawirkung
• Nicotinamid ist Partialstruktur von NAD+ und NADP+
• Wichtigster Elektronen-Carrier im Intermediärstoffwechsel
• Aufgrund der Änderung der Absorptionseigenschaften bei der Redoxreaktion kann diese leicht spektroskopisch verfolgt werden
Struktur von NAD+ und NADP+ und Funktionen, Vorkommen, Bildung
• NADH und NADPH sind Coenzyme von Dehydrogenasen
• NADH: wird als Reduktionsäquivalent bei abbauenden, katabolen Reaktionen gebildet
• NADPH: wird als Reduktionsäquivalent bei aufbauenden, anabolen Reaktionen gebildet
• In der Nahrung enthaltenes NAD+ und NADP+ werden vor Absorption hydrolysiert, Nicotinsäure oder Nicotinamid werden gut absorbiert.
• Aufnahme im Dünndarm: aktiv und passiv
• Nach Aufnahme in Blut und Gewebe werden NAD und NADP+ wieder gebildet
• Endogene Bildung von Nicotinamid aus Tryptophan-Stoffwechsel in der Leber (ca. 1/3 des Bedarfs).
Biotin: Struktur, Absorption, Funktion,
• Chiral an C3a, 4, 6a; nur 1 Stereoisomer in der Natur
• Rolle bei Carboxylierungsreaktionen
-> 4 Carboxylasen: Pyruvatcarboxylase, Acetyl-CoA-carboxylase, Propionyl-CoA-Carboxylase, Metylcrotonyl-Carboxylase.
• Über Carboxy-Gruppe kovalent mit der Aminogruppe eines Lysins in der Carboxylase verknüpft.
•CO2 stammt aus Bicarbonat
• Pharmakokinetik: Biotin ist kovalent an Proteine gebunden: Spaltung durch Biotinidase.
• Absorption: aktiv und passiv
Mineralien
natürlich entstandene (meist kristall-bildend), aus vorwiegend anorganischen Elementen zusammengesetzte Verbindungen oder Elemente selbst, die am Aufbau der Erdkruste beteiligt sind.
Mineralstoffe: Definition, welche nötig, wieviel pro Tag nötig
die für die menschliche Ernährung essentiellen Mineralien
=> Na+, K+, Ca2+, Mg2+, PO43-, Cl-
werden täglich in Milligramm oder Gramm-Mengen benötigt.
Spurenelemente: Definition, welche, haben welche Funktion
in Mikrogramm bis Milligramm benötigte, essentielle Mikronährelemente (<0.01% der Körpermasse).
Metalle:
- Fe (Hämoglobin, Myoglobin)
- Cu (Blutbildung, Elastin)
- Zn (antioxidative Enzyme (SOD) )
- Mn (SOD)
- Ni (Urease, Lactaddehydrogenase)
- Mo (Flavinenzyme)
- Cr (Glucose-Toleranzfaktor)
- Co (Vit. B12)
- Nichtmetalle: J, F, Se
Orthomolekulare Wirkstoffe = Vitalsstoffe; Anti-Aging-Mittel
Umfassen: Vitamine, essentielle Aminosäuren, essentielle Fettsäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe, sekundäre pflanzliche Naturstoffe.
Dienen der Prävention chronischer Erkrankungen und dem Erhalt der Vitalität.
Carotinoide: Funktion, Struktur
• Provitamin A
• Radikalfängereigenschaften:
a) Reaktion mit angeregtem Singulett-Sauerstoff zu resonanzstabilisiertem Carotin-Radikal.
b) Quenching (Auslöschen): Carotin nimmt Energie des Singulett-Sauerstoffs auf und strahlt diese in Form von Wärme an die Umgebung ab ohne verbraucht zu werden.
• Umfassen: β-Carotin, Lycopin, Lutein, Zeaxanthin
• Lutein und Zeaxanthin: bilden makuläres Pigment (gelb), welches Filtereffekte bezüglich energiereichem Licht darstellt („natürliche Sonnenbrille“). Sind transmembranär ausgerichtet und üben antioxidative Wirkungen auf PUFAs aus
Polyphenolcarbonsäuren: wichtiges Strukturmerkmal, Vorkommen, Funktion
• Polyphenole: Polyphenolcarbonsäuren, Flavonoide, andere Polyphenole
• Vorkommen: in Obst und Gemüse, grünem Tee, Rotwein, und Schokolade
• Wichtig für die antioxidative Wirkung: ortho-Diphenol-Gruppe (Chinon-Hydrochinon-Redox-GGW)
Procyanidine aus Rotwein
• französisches Paradoxon! Franzosen neigen dazu größere Mengen Wein zu trinken, aber trotz Alkohol weniger kardiovask. Erkrankungen als Bevölkerung
• in-vitro bis zu 50-mal stärker antioxidativ wirksam als Vit. E und 18-mal wirksamer als Vit. C
• Procyanidine sind vor allem in den Schalen der Trauben
L-Carnitin STEX: andere Bezeichnung, Funktion, Herkunft