Verkehrsplanung

Verkehrsplanung

Verkehrsplanung


N. S.
Diese Lernkarten behandeln verkehrsplanerische Maßnahmen auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf Themen wie Fußgänger, Velofahrer und den öffentlichen Verkehr. Sie beleuchten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsleistung, wie temporäre Standstreifennutzung, variable Höchstgeschwindigkeiten und Parkraumbewirtschaftung. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Verkehrsplanung, die sich mit der Optimierung des Verkehrsflusses und der Förderung nachhaltiger Mobilität auseinandersetzen.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Code de la route
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
20.09.2016 / 23.12.2020

Cartes-fiches

Auswertung

Übersichtliche Darstellung der Resultate

Verkehrserhebung ÖV

Automatische Fahrgastzählungen mit Radar an den Türen (Ein- und Aussteiger werden erfasst)

-> Querschnittsbelastungen zwischen Haltestellen resp. Bahnhöfen können berechnet werden.

Angaben zu Verkehrsströmen durch Stichproben-Befragungen der Fahrgäste.

Verkehrserhebung Fuss- und Veloverkehr

Veloerhebung: automatische Querschnittszählungen

Fussverkehr: Querschnittszählungen von Hand

Ergebnisse sind witterungsabhängig (keine Stichprobenerhebungen bei Niederschlag) deshalb muss bei Erhebungen das Wetter erfasst werden.

Ziele der Verkehrsplanung

Ergeben sich aufgrund der Verkehrsprobleme und des Nutzen des Verkehrs

Verkehrsprobleme:

  • Kosten (Bau/Erstellung, Betrieb, Unterhalt)
  • Verkehrssicherheit (Unfälle, Gefahrenpotentiale)
  • Umwelt/Raumbedarf ( Lärmbelastung, Luftverunreinigung, Bodenversiegelung/Flächenverbrauch, Eingriffe in Landschaft und Natur, Siedlungseingriffe, Einwirkungen auf Gewässer, Klimabelastung)
  • Ressourcenverbrauch (Erdöl, Erdgas, Kohle)
  • Stau (Erreichbarkeit eingeschränkt, Behinderung ÖV, Ausweichverkehr)

Nutzen des Verkehrs:

  • Personenbezogen ( Ortsveränderung, persönliche Lebensqualität)
  • Standortbezogen (Verbesserung Erreichbarkeit und Standortgunst, Impulsgeber für wirtschaftliche Entwicklung)

 

-> Basieren auf den Nachhaltigkeitszielen

Bereiche der Nachhaltigkeit

  • Gesellschaft (Sicherheit, Qualität Siedlungsraum und Verkehrssystem)
  • Wirtschaft (Belastung öffentliche Hand, Erreichbarkeit)
  • Umwelt (Umweltbelastung, Klimabeeinträchtigung, Ressourcenverbrauch)

Ziele Gesellschaft

  • Verkehrssicherheit erhöhen
  • Aussenraumqualität verbessern
  • Qualität der Verbindung des Fussgänger- und Veloverkehrs erhöhen
  • Behinderungen des strassengebundenen ÖV beseitigen
  • Verkehrsimpuls MIV optimieren
  • Akzeptanz der Planung sicherstellen / Übereinstimmung mit überigen Planungen

Ziele Wirtschaft

  • Investitionskosten gering halten
  • Betriebs- und Unterhaltskosten tief halten
  • Umsetzungsrisiken bez. Termine und Kosten minimieren
  • Erreichbarkeit und Erschliessung der Siedlungsgebiete verbessern

Ziele Umwelt

  • Luftschadstoffe senken
  • Lärmbelastung verringern
  • Erschütterungen vermeiden
  • Bodenversiegelung/Flächenverbrauch reduzieren
  • Eingriffe in die Landschaft, Erholungs- und Naturräume vermeiden
  • Eingriffe in Siedlungsgebiete reduzieren
  • Einwirkungen auf Oberflächengewässer und Grundwasser vermeiden

"3V-Strategie"

  • Verkehr vermeiden (Wege verkürzen)
  • Verkehr auf nachhaltige Verkehrsmittel verlagern (von MIV auf ÖV oder LV)
  • MIV verträglicher abwickeln (an Umfeld anpassen)

 

Durch Verbesserung der Erreichbarkeit wird die Standortgunst erhöht, wodurch Nutzungen angezogen werden (Arbeitsplätze, Einkaufszentren, etc.) was zu mehr Verkehr führt. Deshalb muss darauf geachtet werden, dass die Wege vermehrt kurz gehalten werden.

Siedlungsentwicklung nach innen

Ist eine wesentliche Voraussetzung für die "3V-Strategie".

-> Bautätigkeit primär in den Städten oder stadtnah (Agglomeration).

Massnahmen für Siedlungsentwicklungen nach innen

  • Umnutzung von Branchen oder schlecht genutzten Arealen (nicht mehr genutzte Industriezonen, Bahn-, Militär-, Hafenareale)
  • Erhöhung Siedlungsdichte (Wohnhochhäuser)
  • Nicht im Vordergrund stehen die Einzonung von Bauland, da diese Flächen i.d.R. am Siedlungsrand liegen und periher sind

Impulsgeber Verkehr für Siedlungsentwicklung

Neue Verkehrsangebote verbessern Erreichbarkeit und damit Standortgunst. Dadurch enstehen wesentliche Impulsgeber für Siedlungsentwicklungen wie:

  • Tramlinien
  • S-Bahnen
  • Autobahnen

-> Dort wo aus raumplanerischer Sicht die Siedlungsentwicklung sinnvoll ist, sollen neue Verkehrsangebote geschaffen werden.

Zusammenhänge Siedlung und Verkehr

  • Siedlungswachstum erzeugt mehr Verkehr
  • Je nach Ort des Siedlungswachstums entsteht mehr oder weniger Verkehr ( aussen längere Wege als innen)
  • Ort des Siedlungswachstums bestimmt die Verkehrsmittelwahl
  • Attraktivität des Verkehrsangebot bestimmt die Siedlungsentwicklung

Notwendigkeit der Planung

Zweckmässige Massnahmen bestimmen, die zur Problemlösung dienen.

Damit sollen folgende Punkte vermieden werden:

  • nicht direkt in Massnahmen und Projekten denken sondern zuerst Probleme festhalten
  • nicht an Massnahmen denken sondern folgende Fragen beantworten
    • Welche Massnahmen gibt es und bestehen Alternativen?
    • Welche Massnahme ist die zweckmässigste? Werden damit Probleme gelöst oder entstehen neue?

Planungsschritte

Wichtiger Bestandteil ist Öffentlichkeitsarbeit, denn Akzeptanz der Massnahme ist frühzeitig sicherzustellen.

Probleme erfassen

  • Sammeln von Informationen zu Problemen
    • Vorhandene Schriftliche Unterlagen
    • Befragung von Schlüsselpersonen (Verwaltungen)
    • Öffentlichkeitsarbeit
  • Ordnen
    • Strukturierung der Problemsammlung
  • Überprüfen, ergänzen, präzisieren
    • Situationsanalyse durch Verkehrsplaner durch Augenschein und vorhandenen Verkehrsdaten (Verkehrszählungen, Unfallstatistik, Geschwindigkeitsmessungen)
    • Ergänzende Erhebungen durchführen
    • Fazit erstellen
  • Gewichten

-> Fazit:

  • Probleme sind häufig, in den Ansätzen, formuliert
  • Meistens zu wenig strukturiert
  • Zu unpräzis formuliert

Ziele formulieren

Mit Zielen wird der Zustand definiert der erreicht werden soll. Sind in allgemeiner Form auf verschiedenen Planungsebenen bereits formuliert (Planungsgrundsätze), jedoch für den konkreten Fall noch zu präzisieren.

Massnahmen entwickeln

Massnahmen sind Mittel und den Zielzustand zu erarbeiten.

Grundsätze:

  • Müssen immer einen konkreten Problembezug haben
  • Lösungen in Varianten aufzeigen
  • Alternativen bedenken
  • Anzahl von Varianten auf 5 beschränken
  • Ausgangsvariante ist Variante 0+, d.h. die Optimierung des bestehenden Zustands. Dient als Bezugsvariante in der Beurteilung (Referenzvariante)

Massnahmenbeurteilung

  • Beurteilungskriterien festlegen
  • Auswirkungen beschreiben (ohne Wertung)
  • Auswirkungen bewerten

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit ist zentral für erfolgreiche Planung.

Zwei grundsätzliche Arten:

  • Information
  • Mitwirkung = Partizipation (Bildung einer Kommission für die Mitwirkung, welche die Planung begleitet; kann aus unmittelbar Betroffenen, Interessegruppen und weiteren Bevölkerungsvertretern bestehen)

Zweck:

  • Einbezug Öffentlichkeit
    • Vertrauen bilden
    • Versachlichung Diskussion
    • Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse verbessern (Akzeptanz erhöhen)
  • Unterstützen Projektbearbeitung (Planungshilfe)
    • Unterstützung bei Problemsammlung
    • Rasche Erkennung der Schlüsselprobleme und Killerpunkte ("no go's")
    • Interessenausgleich bei Zielkonflikten (Fussgänger, Velofahrer, Busbetrieben, Gewerbe)
    • Verbesserung Projekt

Art und Umfang der Öffentlichkeitsarbeit hängen von der Problemstellung und Grösse des Vorhabens ab und werden im Einzelfall bestimmt.

Verkehrsprojekt Planung

Projektplanung läuft in mehreren Projektstufen ab.

 

Definition Planung

Zweckmässigkeit sowie gundsätzliche technische Machbarkeit eines Projektes wird abgeklärt, mit ersten geometrischen Entwürfen und Grobkostenschätzungen (beinhaltet strategische Aufgaben).

  • Situationsanalyse
  • Zielformulierung
  • Massnahmenentwicklung
  • Beurteilung

Definition Projektierung

Besteht aus der technischen Konkretisierung des Projekts (Kosten in genügender Genauigkeit) so das darüber beschlossen werden kann, ob das Vorhaben gebaut werden kann (operative Arbeiten).

  • technische Ausarbeitung (Geometrie, Ausrüstungen für den Betrieb)
  • Kostenermittlung

Hauptfunktionen Strassen

  • Erschliessen/Sammeln (verkehrliche Funktionen)
  • Verbinden (verkehrliche Funktionen)
  • Aufenthalt (soziale und städtebauliche Funktionen)

Fazit: Strassen sind nicht nur Verkehrsräume sondern auch Lebensraum

-> Ist mit zunehmenden Siedlungsverdichtung wichtiger, je dichter gebaut wird, desto bedeutender die Qualität des Aussenraums.

Strassentypen

Grundsätze Netzbildung Strassen

  • Verkehr ist auf HVS (Hauptverkehrsstrasse) und HLS (Hochleistungsstrasse) zu kanalisieren. Möglichst grosse verkehrsarme Zonen schaffen und negative Wirkungen des Verkehrs minimieren (Lärm, Verkehrssicherheit).
  • Hierarchischer Netzaufbau (Anschluss an nächst höheren Strassentyp
    • QES (Quartier-Erschliessungsstrasse) -> QSS (Quartier-Sammelstrasse)
    • QSS (Quartier-Sammelstrasse) (->HSS(Haupt-Sammelstrasse)) -> HVS (Hauptverkehrsstrassen)
    • HVS (Hauptverkehrsstrasse) -> HLS (Hochleistungsstrasse)
    • nur in Ausnahmefällen: QES (Quartier-Erschliessungsstrasse) -> HVS (Hauptverkehrsstrassen)

Anschlüsse an übergeordnete Netz gering halten (fördert Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit).

Quartierstrassen (QES, QSS)

  • kein Durchgangsverkehr durch das Quartier
  • Verkehr möglichst direkt auf die HVS leiten. -> Einbahnregimes vermeiden

Verbindungen Fussgänger

  • Fussgängerverbindungen bestehen nicht nur aus reinen Wegen sondern sind oft Etappen eines Weges (vorallem in Kombination mit ÖV)
  • Wichtig bei Tourismusorten und grösseren Städten
  • Grenzen Fussverkehr (Alltagsverbinungen)
    • Bahnhof: 600-800m
    • Bus- und Tramhaltestelle: 300m
    • Ortszentrum (Einkaufen): 600m
    • Parkhaus: 200-300m (im Alltagsverkehr für Besorgungen; in Grossstädten ist der Gehbereich grösser)

Gehgeschwindigkeit liegt bei 5km/h (erwachsene Personen ohne Körperliche Einschränkungen)

Grundsätze Netzbildung Fussgänger

  • Fussgängerrouten müssen sehr direkt verlaufen (umwegfrei)

Auf grund der geringen Geschwindigkeit  und den begrenzten Gehbereich sind Diagonalverbindungen besonders wichtig. Fussgängernetz muss sehr engmaschig sein und hohe Durchlässigkeit aufweisen.

  • Verkehrssicherheit (keine Unfallpotentialstellen)
  • einladende Gestaltung (Aussenraumqualität fördern)
  • Sicherheit vor Übergriffen (Belästigung und Gewalt)
  • Wegweiser

 

  • Die Schul- und Kindergartenwege sind gesondert zu betrachten (für diese gelten andere Grundsätze)
    • Verkehrssicherheit seht vor der Direktheit -> wählen den interessantesten und erlebnisreichsten Pfad

 

Ablauf Netzplanung Fussgänger

Resultat eine Netzplaung besteht aus zwei Hauptelementen:

  • Verbesserung der Verbindungen (direkter)
  • Sanierung von Gefahrenstellen

Öffentlichkeitsarbeit Fussgänger

Begleitung der Planung durch breit abgestützte Kommission mit Personen aus der Lokalverwaltung und der Bevölkerung, da diese detaillierte Lokalkenntnisse besitzen, vorallem für die Schwachstellen-Sammlung.

Verbindungen Veloverkehr

  • Wichtiges Verkehrsmittel im Alltagsverkehr und nicht nur ein Freizeitgerät für den Ausflugsverkehr
  • Bestehen nicht nur aus reinen Wegen sondern können auch Etappen eines Weges sein (in Kombination mit ÖV)
  • Wichtige Verbindungen in Tourismusorten und grossen Städten
  • Grenzen Veloverkehr
    • ca. 3-4km (ca. 10min Fahrt, Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 15-20km/h)
    • bei E-Bikes ist der Aktionsradius grösser
  • Veloverbindungen können auf Strassenfahrbahnen verlaufen oder als Radweg geführt werden

Grundsätze Netzbildung Velofahrer

  • Direkte Verbindung (umwegfrei)

Engmaschiges Velonetz, jedoch nicht so dicht wie das Fussgängernetz.

  • Geringe Steigung (max. 4%)

Der Einfluss von Steigungen ist deutlich grösser bei Velofahrern als bei Fussgängern. Die Distanz wird dabei um den Faktor 20 der Höhenmeter verlängert (bei Fussgängern ist es der Faktor 5). Somit reduziert sich der Einzugsbereich des Veloverkehrs entsprechend.

  • Hohe Verkehrsicherheit (objektive und subjektive Sicherheit)

Neben den Unfallstellen sind auch diejenigen Stellen zu betrachten, welche von der Bevölkerung als gefährlich empfunden werden, auch wenn dort nur wenige oder keine Unfälle geschehen (Gefahrenpotential-Stellen).

  • Hohe Stetigkeit des Fahrtflusses

Fahrtrhythmus soll nicht ständig unterbrochen werden.

  • Wegweisung

Ist vor allem für den Ausflugsverkehr wichtig, aber auch für die Gewinnung von Umsteigern auf das Velo, da diese die attraktivsten Verbindungen zuerst nicht kennen.

  • Sicherheit vor Belästigung und Gewalt

Grundsätze konkrete Anordnung von Verbindungen mit dem Velo

  • Verbindungen sind sowohl auf den Hauptverkehrsstrassen (für geübte Velofahrer) sowie auf Quartierstrassen (für weniger geübte Fahrer) anzubieten

Primär schnelle Routen für geübte Velofahrer (direkt, keine Steigung), für weniger geübte steht die Verkehrssicherheit im Vordergrund.  Die schnellsten Verbindungen sind häufig auf den Hauptverkehrsstrassen, da diese i.d.R. sehr direkt verlaufen und topographisch optimal liegen.

  • Ergänzende Velobahnen

Durch die wachsende Verkehrsmenge und anderen Verhältnisse von Motorfahrzeugen sind "Velobahnen" zu schaffen. Dies sind Veloverbindungen abseits der Strassen, welche jeoch ebenfalls direkt verlaufen und einen hohen Fahrtfluss ermöglichen. Als Basis können bestehende Radwege und Quartierstrassen dienen. Durch die hohen Investitionskosten werden Velobahnen nicht in der übrigen Dichte erstllt werden. Sie sind deshalb primär dort vorzusehen, wo sich Verbindungen bündeln lassen und sind dort sinnvoll, wo man aufgrund strategischer Zielsetzungen den Veloverkehr bewusst steigern möchte.

  • Fazit

-> siehe Abbildung

Grundsätze zu Abstellplätzen für Velo

  • Sind unmittelbar an allen Zielpunkten anzubieten (Bahnhof), dadurch sind sie nicht nur an einem Ort konzentriert sondern dezentral flächendeckend
  • Dimensionierung der Abstellanlage wird durch die Abstelldauer und den Abstellzeitpunkt beeinflusst (über Nacht am Bahnhof des Zielortes)
  • Abstellplätze sollen gedeckt sein, bei lange Abstelldauer
  • Befestigungsmöglichkeit vorhanden
  • bei grösseren Ortschaften und Städten sollen überwachte Velostationen angeboten werden

Ablauf Netzplanung und Öffentlichkeitsplanung bei Velo

Ablauf ist wie bei den Fussgänger

Verkehrsberuhigung

  • Erfolgt auf Quartierstrassen (QES, QSS)
  • i.d.R. mit Tempo 30 kombiniert

Nutzen Tempo 30

Hauptnutzen:

Verbesserung der Verkehrssicherheit. Nicht primär die Verminderung von Unfällen sondern die Reduktion des Gefahrenpotentials für Fussgänger und Velofahrer. An Orten mit Gefahrenpotential geschehen wenige oder keine Unfälle, sie werden nur als gefährlich empfunden, da durch Verhaltensänderungen diese Orte gemieden werden.

Durch die Verringerung der Gefahrenpotentiale betreiben wir somit Unfallprävention. Dies ist vor allem bei Fuss- und Veloverkehr bedeutend (durch erhöhet Verletzungsgefahr bei Unfällen). Der Nutzen ist besondern gross für Kinder und Betagte.

Die Verbesserung der Verkehrssicherheit kann auch weitere Wirkungen aufweisen:

  • Verkürzung Anhaltstrecke
  • Bessere Erfassung Strassenraum durch Autofahrer (Sichtfeld wird mit abnehmender Geschwindigkeit erweitert)
  • Anpassung Geschwindigkeit an begrenztes Wahrnehmungsvermögen der Kinder (diese können Distanzen und Geschwindigkeiten nicht richtig einschätzen

 

Weitere Nutzen sind:

  • Verringerung Lärm
  • Reduktion von Ausweichverkehr (wird jedoch oft überschätzt, das die Fahrzeitverlängerung meistens gering ist)

 

Fazit:

  • Dient primär zur Unfall-Prävention und verbessert das Sicherheitsempfinden
  • Massnahmen, um die Qualität der Velo- und Fussgängerverbindungen zu verbessern

Somit kann das Wohnumfeld flächenhaft aufgewertet werden.

 

Massnahmen Verkehrsberuhigung

Bauliche Massnahmen:

  • Fahrbahnerhöhung
    • durchgehend
    • micht durchgehend (Belagskissen/Berlinder-Kissen)
    • Trottoirüberfahrt
  • Seitliche Einengung, einseitig
  • Seitliche Einengung, wechselseitig versetzt
  • Eingangstor bei Tempo 30 (Signalisation Tempo 30 Zone)

Markierungsmassnahmen:

  • Verdeutlichung Rechtsvortritt
  • Hinweis auf Schulen
  • Verdeutlichung Zoneneingang Tempo 30
  • Erinnerung an Tempo 30 innerhalb der Zone

Wirkung auf Geschwindigkeit

Signalisation von Tempo 30 genügt in den meisten Fällen nicht, da die gefahrene Geschwindigkeit sich nach dem Erscheinungsbild der Strasse  richtet und diese i.d.R. bei 40-50km/h liegt (ausser auf schmalen Strassen). Ergänzend sind deshalb bauliche Massnahmen erforderlich damit das Erscheinungsbild (Geometrie der Strasse) geändert und die Geschwindigkeit angepasst wird.

Étudier