Verkehrsplanung

Verkehrsplanung

Verkehrsplanung


N. S.
Diese Lernkarten behandeln verkehrsplanerische Maßnahmen auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf Themen wie Fußgänger, Velofahrer und den öffentlichen Verkehr. Sie beleuchten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsleistung, wie temporäre Standstreifennutzung, variable Höchstgeschwindigkeiten und Parkraumbewirtschaftung. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Verkehrsplanung, die sich mit der Optimierung des Verkehrsflusses und der Förderung nachhaltiger Mobilität auseinandersetzen.
Flashcards
187
Students
5
Language
German
Category
Traffic
Level
University
Created / Updated
20.09.2016 / 23.12.2020

Flashcards

Ziel und Inhalt Mobilitätsmanagement

- Umfasst Dienstleistungen für Verkehrsteilnehmende, welche das zu Fussgehen und das Velofahren fördern, zur vermehrten Benutzung von Bus, Bahn, Tram, CarSharing sowie zu reffizienten Nutzung des Autos

- Ziel: das bestehende Verkehrsangebot nachhaltiger zu nutzen und bewusster mit dem Verkehr umzugehen

 

Inhalt Massnahmen Mobilitätsmanagement

-> Stellen Ergänzung zu klassischen verkehrsplanerischen Massnahmen dar und helfen mit, die Nutzung des Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehrs zu optimieren.
-> Mit den Massnahmen des Mobilitätsmanagements sollen die Verkehrsteilnehmenden zu einem nachhaltigen Verkehrsverhalten motiviert werden.

  • Informationen über alle Mobilitätsformen, inkl. kombinierte Mobilität
  • Massnahmen, die Anreize schaffen, um vermehrt die nachhaltigen Verkehrsmittel zu benutzen (öV, Fuss- und Veloverkehr)

(nicht dazu gehören Angebotsausbauten (Infrastrukturmassnahmen; Erweiterung Liniennetz und Fahrplan öV).)

konkrete Massnahmen Mobilitätsmanagement

  • Mobilitätsberatung von Unternehmen, u.a.:
    - Information über öV- u. LV-Angebote für diejenigen Mitarbeiter, die bisher das Auto benutzten.
    - Beratung von Unternehmen bei der Standortwahl im Falle eines Umzugs.
     
  • zentralen Mobilitätsinfo-Stelle („Haus der Mobilität“)
    Bündelung der diversen Info- und Verkaufsstellen von Mobilitätsanbietern (öV-Betriebe, Autovermietung, car-sharing-Anbieter u.s.w.)
    Diese zentrale Infostelle gibt Auskunft über alle Fragen der Mobilität, wie: wo befinden sich die Gastankstellen, welches ist die schnellste Veloroute von A nach B, wie funktioniert car-sharing, welches ist der sicherste Schulweg von A nach B, welches Billettsortiment wird beim öV angeboten, wo hat es Veloabstellplätze im Zentrum.
     
  • arifmassnahmen im öV:
    - insbesondere Tarifverbünde („ein Billett für alles“).
    - Kombitickets bei Grossveranstaltungen (ein Ticket für Fahrt und Eintritt).
     
  • Neuzuzüger-Infoset über alle Mobilitätsangebote am neuen Wohnort
     
  • Aktionen (u.a. bike to work)

Informationen über die Angebote des öV

- haben hohe Bedeutung, weil diese Angebote oft nicht enfach ersichtlich sind (attraktive Fuss- und Velorouten hat es nicht überall; öV besteht aus verschiedenen Linien und Fahrplänen)

- im Gegensatz dazu sind die Angebote für die Autofahrer (=Strassen) flächendeckend und deshalb einfach zu finden, mit dem GPS ist die Orentierung zusätzlich einfacher

- die bisherige Erfahrung zeigt, dass sich zur Information v.a. das Internet gut bewährt

- Zentrale Voraussetzung für Massnahmen des Mobilitätsmanagement ist ein gutes Angebot für die Fussgänger und Velofahrer sowie im öV

Road-Pricing

  • Tunnel- / Brückengebühr
  • Autobahngebühr
  • Stauabgabe bei Einfahrt in die Stadt / Agglomeration (abhängig von der Tageszeit)
  • Benützung Schnellspur
  • Kilometerabgabe (leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe)

Zweck:

  • Finanzierung Strasseninfrastruktur
  • Verkehrslenkung / -beeinflussung
    • Zeitliche Nachfage steuern
    • Verkehrsmittel beeinflussen (umsteigen auf ÖV oder LangsamVerkehr)
    • Verzicht auf Fahrt

Dient es zur Finanzierung der Strasseninfrastruktur können best. Finanierungsabgaben (Steuern, Gebühren) reduziert werden. Bei Lenkungsabgaben ist die Mittelverwendung vorgängig zu bestimmen.

Parkleitsystem

Autofahrer werden informiert, in welchen Parkierungsanlagen noch freie Parkfelder sind und werden dorthin geleitet.

Nutzen:

  • ausgelastete Strassen werden nicht noch mit Suchverkehr belastet
  • Parkraum wird optimal genutzt

Voraussetzung für die vollständige Wirkung des Leitsystems ist, dass alle öffentlich zugänglichen Parkierungsanlagen einbezogen sind.

Beschränkung Anzahl Parkfelder und Parkraumbewirtschaftung

Siehe "Zweck Parkraumplanung mit Zielen"

Fahren-Modell

Ist ein Sonderfall und im Gegensatz zu den anderen Massnahmen eine vertragliche Regelung.

Die Anzahl Autofahrten, die Areale erzeugen, werden beschränkt, indem die max. Anzahl Autofahrten vertraglich festgelegt wird. Ebenso werden Massnahmen zur Einhaltung der Fahrtenlimiten getroffen. Erfolgen mehr Fahrten werden Sanktionen erfolgen, welche vorher schriftliche festgelegt werden.

Nimmt dirket Einfluss auf das Verkehrsaufkommen statt indirekt auf die Anzahl Parkfelder. Auf die Verkehrsspitzen wird allerdings keinen Einfluss genommen.

Es bestehen noch keine grossen praktischen Erfahrungen, auch nicht mit Sanktionsfällen.

Rampenbewirtschaftung

Autobahneinfahrt wird dosiert und dadurch gleichmässiger verteilt ("Tröpfchenzähler").

Leitgedanke besteht darin, Stau auf Autobahnen zu vermeiden, da die Folgen erheblich sind. -> Ausweichverkehr im grossen Ausmass, Auffahrunfälle und dadurch grössere Staus.

Nachteil ist der daraus entstehende Ausweichverkehr.

Benötigt entsprechenden Stauraum bei den Autobahneinfahrten.

Variable Höchstgeschwindigkeiten auf HLS

Mit Wechselsignalen wird zulässige Höchstgeschwindigkeit gesteuert.

Zweck:

  • Verkehrsfluss bei Verflechtung (Ein- und Ausfahrten) bei hohen Verkehrsmengen homogenisieren (Vermeiden von "Handorgel-Bewegungen")

Optimale Leistungsfähigkeit von HLS bei rund 80km/h

Temporäre Standstreifennutzung

Standstreifen wird während den Verkehrsspitzen für den fliessenden Verkehr genutzt. Bedingt ein entsprechendes Wechselsignal für die Standstreifennutzung und bauliche Massnahmen (Sicherheitsbuchten, bauliche Anpassungen der Ein- und Ausfahrten, Verstärkung des Oberbaus des Standstreifens).

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