Verkehrsplanung

Verkehrsplanung

Verkehrsplanung


N. S.
Diese Lernkarten behandeln verkehrsplanerische Maßnahmen auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf Themen wie Fußgänger, Velofahrer und den öffentlichen Verkehr. Sie beleuchten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsleistung, wie temporäre Standstreifennutzung, variable Höchstgeschwindigkeiten und Parkraumbewirtschaftung. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Verkehrsplanung, die sich mit der Optimierung des Verkehrsflusses und der Förderung nachhaltiger Mobilität auseinandersetzen.
Karten
187
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Verkehrskunde
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
20.09.2016 / 23.12.2020

Lernkarten

Anwendung von baulichen Massnahmen

  • Zweck der Massnahme muss für alle Verkehrsteilnehmer erkennbar sein
  • Vertikale Versätze erzeugen Lärm und werden als "Schikanen" empfunden, deshalb werden zur Geschwindigkeitsdämpfung primär hoizonale Versätze vorgesehen (vertikale sind nur dort vorgesehen wo erhebliche Geschwindigkeitsreduktionen erforderlich sind, also wo hohe Gefahrenpotentiale bestehen)
  • Linienbusse sollen durch Verkehrsberuhigungsmassnahmen nicht unverhältnismässig behindert werden (zweckmässige Massnahme sind daher Belagskissen)
  • Massnahmen dürfen nicht zu neuen Problemen führen
  • Gestaltung ist neben dem funktionalen Aspekt ebenfalls wichtig (schlecht gestaltete Massnahmen wirken sich negativ aus und werden schlecht akzeptiert, gut gestaltete Massnahmen unterstützen die verkehrsberuhigende Wirkung und werten den Strassenraum auf

Eignung und Nebenwirkung baulicher Massnahmen

  • Durchgehende Fahrbahnerhöhung
    • Für Linienbusverkehr nicht geeignet, da der Bus behindert wird (Fahrzeitverlust), wenn dann muss die Anrampung relativ flach sein so das sie für Personenwagen wirkungslos werden
    • Entwässerung ist anzupassen
  • Nicht durchgehende Fahrbahnerhöhung (Belagskissen)
    • Für Linienbusverkehr zweckmässig, wenn dieses bei entsprechenden geometrischen Abmessungen zwischen den Rädern Platz hat und den Bus so nicht behindert
    • Keine Anpassung der Entwässerung erforderlich
    • Bei abgesenken Fahrahnrädern ist das ausweichen auf Trottoir zu unterbinden (mit Pfosten)
    • Gestalterisch anspruchsvoll (wirkt optisch nicht vorteilhaft)
  • Trottoirüberfahrt
    • Fussgänger haben Vortritt -> Rechtsvortritt aufgehoben
    • Geeignet bei sehr grossen Fussgängerströmen oder wo Rechtsvortritt zu Problemen führt (bei eingeschränkter Sicht oder hoher Geschwindigkeit Autos von rechts)
  • Seitliche Einengung
    • wirksam bei wechselseitiger Anordnung
    • nicht geeignet für Linienbusverkehr, da die Behinderungen und Fahrzeitverluste unter Umständen erheblich sind
    • Ausweichen auf das Trottoir bei abgesenktem Trottoir auf der Gegenseite ist zu unterbinden
    • Nicht anordnen wo Knoten, Grundstück-Anschlüsse oder direkter Zugang auf die Strasse ohne Trottoir bestehen
  • Längsparkierung
    • Notwenigkeit für Parkieren muss vorhanden sein
    • Sicht auf querende Fussgänger eingeschränkt
    • Behinderung auf Linienbusbetrieb
    • Baulicher Abschluss erforderlich damit Wirkung auch ohne parkierte Autos vorhanden ist

Geometrie Massnahmen

Damit die Versätze wirksam sind müssen die geometrischen Abmessungen entsprechend gewählt werden.

Bei vertikalen Versätzen ist die Neigung der Anrampung wichtig. Sollte rund 10% (mind. 8%) betragen.

Bei horizontalen Versätzen ist der Abstand der wechselseitig angeordneten Einengungen und die Durchfahrtsbreite wichtig.

Rechtliche Merkmale der Begegnungszone

  • Zulässige Höchstgeschwindigkeit 20km/h
  • Fussgänger haben Vortritt
  • Fussgänger haben gesamte Strassenfläche um sich zu bewegen

 

Keine Fussgängerstreifen, da die Begegnungszone selber ein grosser Fussgängerstreifen ist.

Bauliche Merkmale Begegnungszone

  • Gesamter Strassenraum soll auf einer Ebene sein, also keine Trottoirs enthalten (im Idealfall). Bei Umwandlung best. Strassen werden Trottoir meist aus finanziellen Gründen belassen und erst bei einer Strassensanierung beseitigt.
  • Geschwindigkeitsreduktion wird vor allem durch Fussgängervortritt erreicht und nicht durch bauliche Massnahmen
  • Müssen gut gestaltet sein um  Autofahrern zu verdeutlichen, dass er in einen Strassenraum fährt, wo Fussgänger Vortritt haben.

Eignung von Begegnungszonen

  • Wo sich viele Fussgänger im Strassenraum bewegen
  • Können im Ortszentrum und auf Bahnhofsplätzen zweckmässig sein oder in Wohngebieten mit wenig privatem Aussenraum, wo der Strassenraum zugleich benutzter Aufenthaltsraum ist

Planungsschritte bei Beruhigungsmassnahmen

Öffentlichkeitsarbeit Beruhigungsmassnahmen

Öffentlichkeitsarbeit in Form der Mitwirkung sehr bedeutend:

  • Massnahmen sind unmittelbar vor der Haustüre der Bewohner, sie sind somit unmittelbar tangiert resp. Nutzniesser
  • Planung erfordert ausgesprochene Lokalkenntnisse, vor allem bei der Phase Problemsammlung

Wegen Erfahrungen ist besonders wichtig:

  • Zuerst präzise Beschreibung der Probleme machen
  • Beruhigungsmassnahmen werden als "Schikane" angesehen, deshalb den Nutzen hervorheben
  • Besichtigung von Beispielen hilft oft im Lösungsfindungsprozess

Verfahren 30-Zonen und Begegnungszonen

Planung und Umsetzung laufen nach einem bestimmten Verfahren ab. In der Regel werden u.a. ein Gutachten benötigt, dessen Inhalt vorgegeben ist.

Grundlagen zur Planung von Verkehrsberuhigungsmassnahmen

  • gefahrene Geschwindigkeit
  • Verkehrsmenge
  • Schul- und Kindergartenwege
  • übrige Fusswege
  • Velorouten
  • Unfälle
  • Sichtverhältnisse (auf querende Fussgänger)
  • Reaktion aus Bevölkerung (Schreiben an Gemeindeverwaltung)
  • Befragung Schlüsselpersonen (Gemeindepolizei, Schulbehörde)

Oberziele der Aufwertung des Strassenraums von Hauptverkehrsstrassen

- Erhöhung Attraktivität Strassenraum, insbesondere im Zentrum (u.a. für Verkaufsge-schäfte; Konkurrenz zu Einkaufszentren auf der „grünen Wiese“).
Die Erfahrung zeigt, dass ein attraktives Ortszentrum ein grosser Standortvorteil für eine Gemeinde ist.

- Verbesserung Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Wohnort.
Ein attraktives Zentrum fördert die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrem Wohnort.

Probleme von unbelebten, gesichtslosen Strassenräumen

- Verslumungserscheinungen
- "Ladensterben"
- Gettobildung
- Kriminalität

Ziele der Aufwertung des Strassenraums

Verkehrliche Aspekte
- Verbesserung Verkehrssicherheit für Fussgänger (zum Längsgehen und Queren).
- Verminderung Trennwirkung Strasse (Durchlässigkeit zum Queren erhöhen, Verrin-gerung Wartezeit an LSA)
- Verbesserung seitlicher Fussgängerzugang zur HVS (Verbesserung Erreichbarkeit Zentrum für Fussgänger)
- Erhöhung Verkehrssicherheit für Velofahrer (zum Längsfahren, Abbiegen, Einmün-den)
- Reduktion Immissionen (Lärm/Luft)

Gestalterische Aspekte
- Verbesserung Erscheinungsbild Strassenraum
- Aufwertung ortsbauliche/städtebauliche Situation

 

Aufwertung des Strassenraums

- Erstellung von Betriebs- und Gestaltungskonzepten

- Belebung durch einen attraktiven Mix aus Läden

- Idealfall: Aufwertung kann zusammen mit der Entlastung der Ortsdurchfahrt, z.B. durch eine Umfahrung, realisiert werden.

grundsätzliche Stossrichtung der Massnahmen zur Aufwertung des Strassenraums

Ziele der Massnahmen:
- Motorfahrzeuger dazu bewegen, die Geschwindigkeit zu reduzieren
- Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Velofahrern und Fussgängern

wird erreicht durch:
zurückhaltende Trennung zwischen Fahrbahn und Seitenbereichen (keine Hochborde, abgestimmte Oberflächengestaltung von Fahrbahn und Seitenbereichen, siehe auch 3.2 und 3.3)
- weitgehender Verzicht auf Markierung und Signalisation
- Einhaltung optimaler Sichtbeziehungen zwischen Fussgänger und Autofahrer (keine Längsparkfelder entlang Fahrbahn)

Fazit
- Fahrbahnfläche reduzieren zugunsten Stärkung der Seitenbereiche der Strasse für Fussgänger und für die Gestaltung, jedoch unter Beachtung der Velofahrer.
- Aufhebung von allfälligen Busbuchten
- Unterführungen sind keine Alternativen für Strassenquerungen
- optimale Erschliessung der Zentrumsbereiche (-> Fussgängerzonen, Bushaltestellen, Parkfelder an zentralen Lagen erforderlich)
- Parkfelder primär unterirdisch aufgrund Platzmangels und schlechter Sichtbeziehung Fussgänger - Autofahrer von oberirdischen Parkfeldern
 

verkehrliche Massnahmen (funktional)
(um optimale Verhältnisse für Fussgänger und Velofahrer zu schaffen)

- Eingangstore: Mittelinsel, Kreisel
(zur Dämpfung Geschwindigkeit, optische Verdeutlichung Beginn der Siedlung)
- Durchgehende und genügend breite Trottoirs
(auch zur Erhöhung Handlungsspielraum für Gestaltungsmassnahmen, siehe 3.2)
- An Strassenanschlüssen durchgezogene Trottoirs (Trottoirüberfahrten)
- genügende Breite für Velofahrer
- Mehrzweckstreifen in Fahrbahnmitte (Beispiel siehe folgende Abbildung) oder Mittelinsel
Mehrzweckstreifen dienen einerseits zur Erhöhung von sicheren Querungsmöglichkeiten für die Fussgänger, andererseits als Abbiegehilfe für Velofahrer und Motorfahrzeuge sowie als Gestaltungselement. Mittelinseln dienen einem ähnlichen Zweck, jedoch lediglich punktuell.

Gestalterische Massnahmen

- Bäume/Allee
Wirkung: begrenzt Strassenraum seitlich und gliedert ihn in die Tiefe. Dadurch wird die Geschwindigkeit gedämpft.
- Beleuchtung und Licht
Beleuchtungskörper können als Gestaltungselemente eingesetzt werden, und mit Licht kann Atmosphäre geschaffen werden, das heisst Licht kann über Zweckbeleuchtung hinaus verwenden werden.
Wirkung: verdeutlicht „Wohnzimmerbereich“ im Strassenraum
- Flachbord statt Hochbord
Wirkung: Vermindert Kanaleffekt der Fahrbahn und reduziert Trennwirkung der Strasse optisch. Dem Autolenker wird sensibler Innerortsbereich verdeutlicht (siehe 3.1).
- Abgestimmte Oberflächengestaltung von Fahrbahn und Seitenbereichen
Wirkung: Angepasste Fahrweise, Verdeutlichung sensibler Innerortsbereich ( siehe 3.1).

Tempo-30-Zonen bei Hauptverkehrsstrassen

- Aufgewertete Ortsdurchfahrten von Hauptverkehrsstrassen können Temp-30-Zonen sein.
- Es können nicht dieselben Massnahmen wie in Tempo-30-Zonen auf Quartierstrassen verwendet werden (horizontale und vertikale Versätze); geschwindigkeitsdämpfende Wirkung muss durch gestalterische Massnahmen erzielt werden.

Zweck Parkraumplanung mit Zielen

  • Bestimmung des Parkfelderbedarfs bei privaten Bauvorhaben (Ziel: Sitationsgerechte Anzahl ermitteln, Verkehrslenkung)
  • Festlegung Lage Parkierungsanlagen (Ziel: Zweckmässige Lage Parkierungsanlage)
  • Bewirtschaftung Parkraum (Ziel: Gewährleistung nutzungsgerechtes Parkierungsverhalten, Verkehrslenkung)
  • Konkrete Anordnung Parkraum (Ziel: Geringer Bodenverbrauch, optisch ansprechende Parkierungsflächen)

 

Randbedingungen zur Aufwertung von Hauptverkehrsstrassen

verkehrliche Frunktionen (Verbinden, Verkehrkanalisierung) müssen weiterhin übernommen werden können:

- Befahrbarkeit auch für grosse Lastwagen, Linienbusse gewährleisten
- Keine Leistungseinbusse, weder für MIV noch öV (sonst Ausweichen auf Quartierstrassen und Fahrzeitverlust für öV)
- HVS sind häufig Ausnahmetransportrouten
 

Nutzungskonflikte bei den Ansprüchen an den Strassenraum von Hauptverkehrsstrassen

Grundsätzliches Bedarf Anzahl Parkfelder

  • Bei Neubauten liegen die erforderlichen Parkfelder auf dem Privatgrund (bei der Baubewilligung ist festzulegen, wie viele Parkfelder erstellt werden müssen)
  • Anzahl der erforderlichen Parkfelder hängt von der Art und dem Umfang der Nutzung ab. Die Werte werden dabei in kommunalen oder kantonalen Erlassen festgelegt.
  • Der Bedarf aufgrund der Nutzung kann abgemindert werden.

Team zur Bearbeitung "Aufwertung des Strassenraums"

Planungsschritte Aufwertung Hauptverkehrsstrassen

Gründe für möglichst genaue Ermittlung der Anzahl Parkfelder

Folgen von zu wenig Parkplätzen:

  • Suchverkehr (bei Kunden und Besucher)
  • Autos werden im Strassenraum parkiert (in Wohngebieten)

Folgen von zu vielen Parkplätzen:

  • Kosten
  • Eingriff in Wohnumfeld (optisch, Freiflächenverbrauch)
  • Bodenversiegelung
  • Erzeugt Mehrverkehr (bei Arbeitsplätzen)

Planungsgrundlagen Aufwertung Hauptverkehrsstrassen (aus verkehrlicher Sicht)

- Situationsplan 1:500 (u.a. vorhandene Querschnitssbreiten)
- Verkehrsmengen MIV und Velo (Ist-Zustand, Prognosen)
- Unfälle
- Fahrgeschwindigkeit
- Lärmbelastung
- Luftbelastung
- Ausnahmetransportroute
- Fusswegnetz
- Velowegnetz
- Schul- u. Kindergartenwege
- Nutzungen entlang Strasse
- Schutzobjekte (Denkmalpflege)
- (Um-) Bauvorhaben an Ortsdurchfahrt
- Zonenplan (Plan über Siedlungsnutzung)

Arten von Verkehrsmitteln im öV

  • Bahn
    - Fernverkehr (Schnellzug, IC)
    - Nahverkehr (S-Bahn; Regionalzug)
  • U-Bahn
  • Tram
  • Bus:
    - Regionalbus
    - Stadtbus / Ortsbus
  • Weitere u.a.: Schiff, Seilbahn

 

Merkmale zur Unterscheidung der Verkehrsmittel

Knoten: 

Leistungsfähigkeit der Kreiseleinfahrt L_E und L_A

Die Leistungsfähigkeit der Kreiseleinfahrt L_E  ist im Wesentlichen abhängig von: 
-  der Verkehrsstärke in der Kreiselfahrbahn Q_K  auf Höhe der Einfahrt  
-  der die Einfahrt querenden Fussgänger FG 

Die Leistungsfähigkeit der Kreiselausfahrt L_A  ist vor allem abhängig von: 
-  der die Ausfahrt querenden Fussgänger FG 

Aufgaben des öV

  • Leistungsfähige Erschliessung städtischer Räume
    (-> öV ist auf knappem Raum sehr leistungsfähig, insbesondere der schienengebundene öV)
    Kapazitätsvergleich (Personen pro Stunde und Fahrstreifen = ca. 3m)
    - Hauptverkehrsstrasse: 1100
    - Tram (5'-T.): 2000
    - S-Bahn (Doppelstock) (15'-T.): 4800
  • Impulsgeber für Entwicklung städtischer Räume
    -> Verbesserung Erreichbarkeit und somit Standortgunst
    öV ist Grundvoraussetzung für Funktionsfähigkiet städtischer Räume. Der Ausbau des öV ist primärere Impulsgeber für die Weiterentwicklung der Städte
  • Nachhaltige Verkehrserschliessung
    Vorteile gegenüber MIV:
    - Luft- und Klimabelastung sowie Ressourcenverbrauch
    - Kosten
    - Verkehrssicherheit
    - Integrationsfähigkeit in öffentlichen Raum
  • Gewährleistung Grundversorgung für Personen ohne Autos
    -> gilt v.a. für ländlichen Raum

Gründe Abminderung der Anzahl Parkplätze

  • Abstimmung Parkfelderbedarf auf ÖV-Erschliessung:

Anzahl Parkplätze haben direkten Einfluss auf die Verkehrmittel-Wahl und damit auf die Menge des MIV. Bei guter ÖV-Erschliessung soll der Parkplatz-Bedarf deshalb entsprechend reduziert werden. Dadurch kann der Verkehr auf das ÖV gelenkt werden, womit negative Auswirkungen des Verkehrs reduziert werden.

  • Abstimmung Parkfelderbedarf auf Fuss- und Veloverkehr:

Der übliche Anteil der Fussgänger und Velofahrer am Gesamtverkehr ist zu berücksichtigen. Bei überdruchschnittlichen Anteilen, bei zentralen Lagen oder da der Veloanteil generell hoch liegt, kann die Anzahl aufgrund der örtlichen Erfahrungswerten reduziert werden (keine allgemein gültige Aussage möglich).

  • Kapazität Strassennetz
  • Umweltbelastung
  • Mehrfachnutzung (kombinierte Nutzung Büroarbeitsplätze / Freizeiteinrichtungen)
  • besondere Mobilitätsformen (autoarmes Wohnen in Grossstädten)

Knoten: 

I:  Bestimmung der Verkehrsstärke der Kreiselströme  

Für alle Einfahrten Q-E(i) , Ausfahrten Q_A(i) ,   Kreiselfahrbahnen Q_K(i)  auf Höhe Einfahrt und querenden Fussgänger FG_(i)  ; in Personenwageneinheiten/h (PWE/h) 

Knoten: 

II:  Leistungsbeurteilung Ausfahrt (Bestimmung Auslastungsgrad) 

- IIa):  Ermittlung Leistungsfähigkeit L_A(i)  

(gemäss Abb. 1) 


- IIb):  Berechnung Auslastungsgrad X_A(i)  :

X_A(i)   = Q_A(i)  / L_A(i)    

Der Auslastungsgrad muss kleiner als 1.0 sein.  

Knoten: 

III.  Leistungsbeurteilung Einfahrt  (Bestimmung Verkehrsqualität) 

(siehe Skript J, S. 4 - 6)

- IIIa)   Ermittlung Leistungsfähigkeit L E(i) : 
-  ohne FG-Einfluss (siehe Abb. 2) 
-  mit FG-Einfluss  (siehe Abb. 3)  
 
- IIIb)  Berechnung Belastungsreserve R E(i)  : 
  
R_E(i)   = L_E(i)   -   Q_E(i)   

- IIIc)  Ermittlung mittlere Wartezeit Einfahrt (gemäss Abb. 4) 
- IIId) Bestimmen Verkehrsqualitätsstufe Einfahrt (siehe auch Abb. 4). 

(siehe Skript J, S. 4 - 6)

Befreiung von Erstellungspflicht

Folgende Fälle befreien von der Erstellungspflicht (primär im Wohnen)

  • Eingriff ins Wohnbild
  • Eingriff in Vorgärten
  • Unzumutbarer Aufwand

Situationen, in denen Siedlungseingriffe durch Parkfelder nicht erwünscht sind oder technisch sehr aufwendig sind oder praktisch nicht möglich sind. Von der Gemeinde ist stattdessen eine Ersatzabgabe zu leisten, womit sie einen Ersatz-Parkraum (Sammelgaragen) erstellen sollen.

Kriterien Lage Parkierungsanlagen (Parkhäuser)

  • Nahe am Zielort (bei privaten Bauten sind diese im Gebäude integriert)
  • Optimale Einbindung ins Strassennetz

Lichtsignalanlage: 

Phasenbildung 

Im  Idealfall  sind  die  Phasen  so  gebildet,  dass  keine  Ströme  auf  Konflikt  verkehren. 
Praktisch lassen sich gewisse Konflikte jedoch nicht vermeiden, um eine ausreichende Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. 

(-> Grafik)

Die  Phasenbildung  hat  einen  entscheidenden  Einfluss  auf  die  Leistungsfähigkeit.  Je mehr  gleich  grosse  Ströme  in  einer  Phase  zusammengefasst  werden  können  und  je weniger Phasen entstehen, desto höher ist die Leistungsfähigkeit. 

Lichtsignalanlage: 

Abhängigkeit der Leistungsbeurteilung (vereinfacht) 

 

Die Leistungsbeurteilung ist abhängig von: 
-  Phasenbildung 
-  Grünzeit für die einzelnen Phasen 
-  Zwischenzeit 
-  Umlaufzeit 

Zielortnähe von Parkierungsanlagen

Akzeptierte Gehdistanz bis zum Zielort hängt von vers. Einflüssen ab:

  • Grösse des Ortes (in der Kleinstadt wesentlich tiefer als in der Grossstadt)
  • Verkehrszweck (bei Lebensmitteleinkauf kleiner Distanzen als beim touristischen Verkehr)
  • Attraktivität Aussenraum (historischen Altstädten weiter als in Vorstädten)

Schwankt je nach Stadtgrösse und Parkierungszweck von 200m (Kleinstadt, Einkauf) bis über 1000m (Grossstadt, Tourismus)

Lichtsignalanlage:

Grünzeit für die einzelnen Phasen

Grünzeit für die einzelnen Phasen: 
-  Massgebend ist der stärkst belastete Mfz-Strom innerhalb derselben Phase 
-  Grünzeitbedarf: 2“ pro Personenwageneinheit (PWE) 2  
-  Die minimale Grünzeit beträgt 4“ 
-  Die Anzahl der Fussgänger hat in der Regel keinen Einfluss auf die Dauer der Grünzeit. Die Fussgänger sind jedoch bei der Phasenbildung zu berücksichtigen (siehe vorheriger Punkt). Der Einfluss der Fussgänger auf die Leistungsfähigkeit ist bei der LSA wesentlich geringer als beim Kreisel. 

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