Verhaltensbiologie_5.VL
BIO122_ M.Manser Thema: Lernen
BIO122_ M.Manser Thema: Lernen
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Flashcards
Exp.: Artsspezifische Lerndisposition:
- Vorgehen?
z.B: 2 Boxen mit unterschiedlichen Farben. Nur in einer der BOxen ist Futter drin. => Wurde gescheut, wie viele Anläufe Tier braucht um zu lernen, in welcher Box Futter drin ist.
=> Wie viele Versuche brauchen Tiere bis Objektunterscheidung möglich?
=> Wurde mit verschiednen Tierarten getestet.
Populationsspezifische Lerndisposition:
- Art der Studie und was wurde dabei untersucht?
- Vorgehen?
Vergleichende Studien: Lernerfolg bei verschiedenen Populationen v. Tauben
Vorgehen: Hat Nahrungszugang unter unterschiedlichen Schwierigkeiten mit Einzellebenden Tauben und Gruppenlebenden Tauben untersucht und die beiden verglichen.
=> Plottete "Proportion v. erfolgreichen Lerndurchgängen" gegen "Schwierigkeitsgraden".
Reizspezifische Lerndisposition:
Exp. mit Ratten?
Vermeideverhalten bei Ratten abhängig von Reiz und Verhalten.
Reizspezifische Lerndisposition:
Exp.: Vermeideverhalten bei Ratten abhängig von Reiz und Verhalten:
- Vorgehen?
Ratten hatten Zugang zu Wasser:
- Dunkelgrünes mit Saccharin = beliebt
- Wasser mit Lichteffekten
Diese 2 Wasser wurden den Ratten vorgelegt und geschaut welches sie präferierten.
Dann wurden Röntgenstrahlen dazu gegeben, die bewirken, dass Ratte sich nach dem Trinken dieses Wassers nach ca. 30min schlecht fühlt = Gab also negative Konsequenzen. (Man hat es tw. auch mit Schock gemacht = Schock bei Wasser mit Licht effekten)
Reizspezifische Lerndisposition:
Exp.: Vermeideverhalten bei Ratten abhängig von Reiz und Verhalten:
- Ergebnis und Interpretation?
Bei Röntgenstrahlen hat Ratte beim nächsten Mal trotzdem noch v. Lichteffekt Wasser getrunken.
=> Ratte hat negativen Effekt nicht mit dem Lichteffekt-Wasser verbunden, aber mit dem Saccharin-Wasser .
Beim Schock tranken die Tiere danach trotzdem noch v. Saccharinwasser, weniger aber v. Lichteffekt-Wasser.
Vermeideverhalten gegenüber 2 unterschiedlichen Arten von Wasser, abhängig von 2 Arten von jeweils gepaarten negativen Reizen.
Nur:
i) Röntgenstrahlen (X-ray) gepaart mit süss-schmeckendem Wasser (Saccharin);
und ii) Elektrische Schock (Shock) gepaart mit Lärm und
Lichteffekt-Wasser (Bright-noisy water)
=> erzeugten den Vermeideeffekt.
Bei den anderen Testkonditionen: Paarung von:
iii) Röntgenstrahlen mit Lärm und Lichteffekt-Wasser,
sowie iv) Elektrischem Schock und Saccharin,
=> machten sie diese Assoziation nicht und tranken das Wasser weiterhin.
!!!Reizspezifische Lerndisposition:
Exp.: Vermeideverhalten bei Ratten abhängig von Reiz und Verhalten:
-> Wichtige Erkenntnis?
=> Ratten machen nur sehr spezifische Assoziationen zw. Reizen und belohnenden oder bestrafenden Folgen (abhängig von der Veranlagung einer Art gegeben durch ihren natürlichen
Lebensraum).
!!!!Assoziation:
Uebelkeit <> Geschmack (Wohlbefinden)
Schock <> Lichtreiz (mechanisch)
=> Dieses Experiment zeigt, dass gewisse Reize eher zusammengebracht werden als andere!
Exp. zu Einflüsse auf Lernfähigkeit (mit Ratten):
Frage: Wie wirkt sich Stress auf Lernverhalten aus?
Sind Tiere mit viel Angst (= Hohe Stresshormon-Konzentration in Blut) weniger lernfähig als Nicht-ängstliche?
- Vorgehen?
Wasserlabyrinth in welches Ratte reingegeben wurde und zur Plattform schwimmen musste (schwimmen nicht gern!).
Man hat zwischen stark-ängstlichen Ratten und weniger ängstlichen unterschieden.
=> Hat die Wege, die die Ratten zur Plattform schwammen registriert und verglichen. (Länger am Rand oder möglichst direkt zur Plattform?)
Exp. zu Einflüsse auf Lernfähigkeit (mit Ratten):
- Ergebnis?
- Korrelation mit?
Wege die Ratten schwammen:
Ängstliche Ratten blieben länger am Rand und so ist Zeit länger, bis sie Rand losliessen und zur Plattform schwammen.
=> Stark aengstliche Ratten (HA) brauchten länger um zur Plattform zu schwimmen als weniger aengstliche Tiere (LA).
Angstzustand korrelierte mit Stresshormon-Konzentration.
Hormone: Glucocorticoide, z.B. Corticosterone (Stresshormon) zeigen Effekt bei verschiedenen Arten.
Exp. zu Einflüsse auf Lernfähigkeit (mit Ratten):
- Interpretation:
Ratten mit höheren Stresshormon-Gehalt im Blut haben diese Plattform viel später gefunden als die mit wenig Stresshormonen im Blut!
=> Ängstliche Ratten lernen also langsamer als weniger ängstliche!
!!!Einflüsse auf Lernfähigkeit:
Genetik?
Genetik:
An Ratten, welche über mehr als 40 Jahre auf Lernfähigkeiten selektioniert wurden
=> Bestimmte (8 aus 7500) Gene identifiziert, die Lernfähigkeit beeinflussen. Also nicht nur ein einzelnes Gen verantwortlich für Unterschiede in Lernfähigkeit.
!!!Einflüsse auf Lernfähigkeit:
Neurobiologie?
Unterschiede im Serotonin-System in Mollusken korrelieren mit Lernfähigkeit.
-> Unterstützt durch phylogenetische Analysen, im Allgemeinen
aber noch wenig bekannt.
!!=> Raumlernen korreliert mit Hippocampus bei verschiedenen
Wirbeltieren.
z.B Taxifahrer in London haben grösseren Hippocampus (vor GPS) als nicht-Taxifahrer! Da Hippocampus für Raumlernen nötig.
(Oder nur Leute mit grossem Hippocampus werden Taxifahrer.)
!!!Modell zur Evolution von Lernen:
-> Was betrachtet das Modell?
Vorhersagbarkeit von Umweltbedingungen
!!!!Was besagt das Modell zur Evolution des Lernens?
Vorhersagbarkeit von Umweltbedingungen:
- Wenn Vorhersagbarkeit innerhalb Lebenszeit UND zw. Generationen tief (= Umgebung ändert):
=> Ignorieren v. Erfahrungen
- Wenn Vorhersagbarkeit innerhalb Lebenszeit hoch (Umgebung bleibt) ABER zw. Generationen tief (Umgebung ändert):
=> Lernen
- Wenn Vorhersagbarkeit innerhalb Lebenszeit tief (Umgebung ändert) ABER zw. Generationen hoch
(Umgebung bleibt):
=> Ignorieren v. Erfahrungen
- Wenn Vorhersagbarkeit innerhalb Lebenszeit UND zw. Generationen hoch (Umgebung bleibt):
=> Ignorieren v. Erfahrungen.
=> D.h gelernt wird NUR dann, wenn Umgebung innerhalb Lebenszeit stabil ist (=bleibt), sich diese aber zw. Generationen ändert!
!!!!WH: Modell zur Evolution v. Lernen:
- Annahme?
- Interpretation des Modell?
Annahme: Lernen hat immer Kosten!
1) & 2): Umgebung verändert sich während Lebenszeit:
- Beide Strategien nicht sehr gut
- Lernen aber mit Kosten verbunden
=> Angeborenes Verhalten bevorzugt
4) Umgebung gleich während Lebenszeit UND zw. Generationen
- Weil Lernen immer Kosten mit sich bringt
=> Angeborenes Verhalten bevorzugt
3) Umgebung bleibt gleich während Lebenszeit ABER ändert zw. Generationen:
- Einmal an Umgebung optimiertes Verhalten erlernt, bringt viel mehr Gewinn, als die Kosten etwas zu Lernen
- Angeborenes Verhalten hat hohe Kosten
=> Lernen bevorzugt