Verdauungssystem
Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Verdauungssystems
Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Verdauungssystems
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Cartes-fiches
Funktion Speiseröhre
dient dem Transport von Nahrung.
Was ist die Peristaltik?
Wellenartige Bewegungen
Abwechselnde Kontraktion der Längs- und Ringmuskulatur (bei der Speiseröhre)
Diese Art des Transports ist aktiv und funktioniert auch in liegender Position
Aufbau der Magenwand
aus einer Schicht Längs-und einer Schicht Ringmuskulatur sowie schräg verlaufenden Muskelfasern
Innen befindet sich die Magenschleimhaut (Mykosa) mit den Magendrüsen.
Fachbegriff Magenschleimhaut
Mykosa
Wie viel beträgt das Fassungsvermögen des Magens?
ca. 1.5 Liter
Was produzieren die Magendrüsen?
Magensaft und Magenschleim, der die Magenschleimhaut vor der aggressiven Magensäure schützt.
Was enthält der Magensaft?
Magensäure (Salzsäure) und Pepsin
Funktion der Magensäure?
dient derVerflüssigung der Nahrung, zur Desinfekion des Inhalts und zum Aufquellen der Eiweisse.
Was ist Pepsin?
ein Enzym für die Eiweiss-Verdauung
Funktionen der Pankreas
hat eine Doppelfunktion als Verdauungsdrüse und Hormondrüse.
Die Pankreas als Verdauungsdrüse
produziert Substanzen, die den Magensaft neutralisieren, und Enzyme für die Verdauung der Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Diese Enzyme werden über den Pankreasgang in den Zwölffingerdarm abgegeben
Wodurch werden Kohlenhydraten in der Pankreas verdaut?
durch die Amylase
Wodurch werden Proteine in der Pankreas verdaut?
durch die Proteasen (z.B. Trypsin)
Wodurch werden Fette in der Pankreas verdaut?
Durh die Lipasen
Die Pankreas als Hormondrüse
produziert Insulin und Glykagon, die für die Regulation des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind
Insulin senkt den Blutzuckerspiegel
Glykagon erhöht den Blutzukerspiegel
Wo liegt die Leber?
im rechten Oberbauch, unter dem Zwerchfell und hinter dem rechten Rippenbogen.
Wie schwer ist die Leber?
ca. 1.5-2kg
Funktionen der Leber
In der Leber werden dem Blut Stoffe entnommen, gespeichert oder umgewandelt. Die Produkte werden ins Blut abgegeben oder als Galle ausgeschieden
Funktion der Pfortader
Das nährstoffreiche Blut aus den Verdauungsorganen (v.a aus dem Dünndarm) wird über die Pfortader zur Leber transportiert. Dort werden die Stoffe dann verarbeitet.
Verarbeitung von Glukose in der Leber
ein grosser Teil der Glukose, die im Darm ins Blut resorbiert wird, wird von den Leberzellen aufgenommen und in Glykogen umgewandelt. Wenn der Körper dann Energie benötigt, sorgt die Leber für Nachschub. Sie baut Glykogen ab und schickt Glukose ins Blut.
Abbau von Erythrozyten in der Leber
alte rote Blutkörperchen werden ausser in der Milz auch in der Leber abgebaut. Dabei entstehen Gallenfarbstoffe (v.a. Bilirubin)
Funktion Dünndarm
Im Dünndarm wird der Nahrungsbrei mit Bauchspeichel, Galle undund Darmsaft vermischt. Der Dunndarmsaft enthält zahlreiche Verdauungsenzyme zur Endaufspaltung der Kohlenhydrate, Fette und Eiweisse
Aufbau Dünndarm
Der Dünndarm ist ein 4.5-5m langer Schlauch, der vom Magen zum Dickdarm führt. Er wird in drei Abschnitte unterteilt.
Zwölffingerdarm - Duodenum
Leerdarm - Jejunum
Krummdarm - Ileum
Fachbegriff Zwölffingerdarm
Duodenum
Fachbegriff Leerdarm
Jejunum
Fachbegriff Krummdarm
Ileum
Aufbau der Dünndarmwand
Die Dünndarmwand besteht von innen nach aussen aus Schleimhaut, RIngmuskulatur, Längsmuskulatur und Bindegewebe.
Die innere Oberfläche des Dünndarms ist durch Falten, Zotten und Bürstensaum auf etwa 200m2m vergrössert.
Darmzotte
In jeder Darmzotte befindet sich ein feines Kapillarsystem des Blutkreislaufs und ein Lympfgefäss für die Aufnahme von Stoffen aus dem Darmlumen.
Darmzottenzellen
besitzten ihrerseits feine Ausstülpungen (Mikrovilli), die die Oberfläche für die Stoffaufnahme strak vergrössern.
Ausserdem enthält die Schleimhaut Drüsenzellen, die den Dünndarmsaft produzieren.
Verdauung, Verarbeitung und Verwertung der Nahrung im Dünndarm
Im Dünndarm erfolgt die Verdauung der Kohlenhydrate und Eiweissbruhstücken in deren kleinste Bestandteile: Glukose und Aminosäuren.
Diese werden ins Blut resorbiert und über die Pfortader direkt zur Leber transportiert, wo sie gespeichert oder weiter verarbeitet werden.
Von der Leber gelangen die umgewandelten Stoffe dann über das Blut zu den Zellen des Körpers.
Auch die Fettverdauung findet hauptsächlich im Dünndarm statt. Sie wird durch die Gallenflüssigkeit unterstützt.
Fachbegriff Dickdarm
Colon
Grösse und Abschnitte des Dickdarms
1.5-1.8 Metern lang
besteht aus:
Blinddarm mit Wurmfortsatz
Aufsteigender Dickdarm
Querliegender Dickdarm
Absteigender Dickdarm
S-förmiger Dickdarm
Mastdarm
Funktionen des Dickdarms
Eindickung des Darminhalts durch Resorption von Wasser und Mineralstoffen.
Fäzesbildung (=Stuhlbildung),d.h. Vergärung von Kohlenhydraten und Fäulnis von Eiweissen.
Steuerung der Schliessmuskeln bei der Stuhlentleerung
Der innere Schliessmuskel (Sphinkter) wird unwillkürlich gesteuert. Durch Dauerkontraktion gewährleistet er die normale Kontinenz.
Der äussere Schliessmuskel wird willkürlich gesteuert, sodass Kontinenz unter Druck bzw. eine willkürliche Entleerung erleichtert wird.
Ablauf der Stuhlentleerung
Füllt sich der letzte Abschnitt des Darms, wird der Stuhldrang ausgelösst. Sobald der Drang eine gewisse Stärke erreicht hat, wird ein Reflex ausgelösst, der die Stuhlentleerung in Gang setzt.
Die Muskulatur des Darms wird kontrahiert und der innere Sphinkter erschlafft. Durch Kontraktion des äusseren Sphinkter kann die Stuhlentleerung aufgeschoben werden.
Wenn der Stuhl entleert wird, wird dies durch Anspannung des Zwerchfells und der Bauchmuskulatur unterstützt.
Steuerung der Verdauungsvorgängen
Die Verdauungsvorgänge werden grösstenteils durch den unwillkürlichen Teil des Nervensystems gesteuert (vegetatives Nervensystem). Zusätzlich verfügt der Darm über ein eigenes Nervensytem.
Definition Diabetes mellitus
"Zuckerkrankheit"
eine chronische Störung des Stoffwechels, bei der besonders die Kohlenhydrate nicht mehr richtig verwertet werden können.
Weil Insulin fehlt oder nur vermindert wirkt, gelangt der Zucker aus dem Blut nicht in die Zellen und steht somit als Energielieferant nicht zur Verfügung. Dadurch kommt es zu einem hohen Blutzukerspiegel.
Wo wird Insulin geblidet?
In den B-Zellen der Pankreas
Was ist Insulin?
Ein Hormon, das den Zuckerstoffwechsel reguliert. Es wirkt wie ein Schlüssel,der den Übertritt der Glukose von den Blutgefässen in die Körperzellen ermöglicht. Dort wird Glukose anschliessend als Brennstoff und Energielieferant verbraucht.
Ursachen Diabetes Typ 1
"Insulinmangeldiabebtes"
Kann in jedem Alter auftreten,meist jedoch bricht die Krankheit bei unter 20ig jährigen.
Man nimmt an, dass eine Entzündung und Zerstörung der B-Zellen in der Pankreas durch das körpereigene Immunsystem due direkte Ursache des auftretenden Insulinmangels ist.
Der Körper kann schliesslich kein Insulin mehr produzieren.
Virusinfektionen, Umweltfaktoren sowie Erbanlagen scheinen eine wesentliche Rolle bei der Krankheitsentstehung zu spielen.