Verdauungssystem

Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Verdauungssystems

Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie des Verdauungssystems


Sarah Lanz
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Verdauungssystem, insbesondere im Kontext von Diabetes und dessen Auswirkungen auf den Körper. Sie behandeln Fachbegriffe wie Insulin, Glukose und verschiedene Typen von Diabetes, sowie deren Symptome, Ursachen und Behandlungsmethoden. Die Karteikarten erklären auch die Funktion der Leber, des Pankreas und des Dünndarms und wie sie in den Stoffwechselprozess eingebunden sind. Ideal für Auszubildende in der Berufslehre, die sich auf Prüfungen im Bereich Biologie vorbereiten und ein tiefes Verständnis für die Verdauungsprozesse und deren Störungen erlangen möchten.
Flashcards
119
Students
4
Language
German
Category
Biology
Created / Updated
07.02.2013 / 24.12.2025

Flashcards

Funktion Speiseröhre

dient dem Transport von Nahrung.

Was ist die Peristaltik?

Wellenartige Bewegungen

Abwechselnde Kontraktion der Längs- und Ringmuskulatur (bei der Speiseröhre)

Diese Art des Transports ist aktiv und funktioniert auch in liegender Position

Aufbau der Magenwand

aus einer Schicht Längs-und einer Schicht Ringmuskulatur sowie schräg verlaufenden Muskelfasern

Innen befindet sich die Magenschleimhaut (Mykosa) mit den Magendrüsen.

Fachbegriff Magenschleimhaut

Mykosa

Wie viel beträgt das Fassungsvermögen des Magens?

ca. 1.5 Liter

Was produzieren die Magendrüsen?

Magensaft und Magenschleim, der die Magenschleimhaut  vor der aggressiven Magensäure schützt.

Was enthält der Magensaft?

Magensäure (Salzsäure) und Pepsin

Funktion der Magensäure?

 

dient derVerflüssigung der Nahrung, zur Desinfekion des Inhalts und zum Aufquellen der Eiweisse.

Was ist Pepsin?

ein Enzym für die Eiweiss-Verdauung

Funktionen der Pankreas

hat eine Doppelfunktion als Verdauungsdrüse und Hormondrüse.

Die Pankreas als Verdauungsdrüse

produziert Substanzen, die den Magensaft neutralisieren, und Enzyme für die Verdauung der Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Diese Enzyme werden über den Pankreasgang in den Zwölffingerdarm abgegeben

Wodurch werden Kohlenhydraten in der Pankreas verdaut?

durch die Amylase

Wodurch werden Proteine in der Pankreas verdaut?

durch die Proteasen (z.B. Trypsin)

Wodurch werden Fette in der Pankreas verdaut?

Durh die Lipasen

Die Pankreas als Hormondrüse

produziert Insulin und Glykagon, die für die Regulation des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind

Insulin senkt den Blutzuckerspiegel

Glykagon erhöht den Blutzukerspiegel

Wo liegt die Leber?

im rechten Oberbauch, unter dem Zwerchfell und hinter dem rechten Rippenbogen.

Wie schwer ist die Leber?

ca. 1.5-2kg

Funktionen der Leber

In der Leber werden dem Blut Stoffe entnommen, gespeichert oder umgewandelt. Die Produkte werden ins Blut abgegeben oder als Galle ausgeschieden

Funktion der Pfortader

Das nährstoffreiche Blut aus den Verdauungsorganen (v.a aus dem Dünndarm) wird über die Pfortader zur Leber transportiert. Dort werden die Stoffe dann verarbeitet.

Verarbeitung von Glukose in der Leber

ein grosser Teil der Glukose, die im Darm ins Blut resorbiert wird, wird von den Leberzellen aufgenommen und in Glykogen umgewandelt. Wenn der Körper dann Energie benötigt, sorgt die Leber für Nachschub. Sie baut Glykogen ab und schickt Glukose ins Blut.

Abbau von Erythrozyten in der Leber

 

alte rote Blutkörperchen werden ausser in der Milz auch in der Leber abgebaut. Dabei entstehen Gallenfarbstoffe (v.a. Bilirubin)

Funktion Dünndarm

Im Dünndarm wird der Nahrungsbrei mit Bauchspeichel, Galle undund Darmsaft vermischt. Der Dunndarmsaft enthält zahlreiche Verdauungsenzyme zur Endaufspaltung der Kohlenhydrate, Fette und Eiweisse

Aufbau Dünndarm

Der Dünndarm ist ein 4.5-5m langer Schlauch, der vom Magen zum Dickdarm führt. Er wird in drei Abschnitte unterteilt.

Zwölffingerdarm - Duodenum

Leerdarm - Jejunum

Krummdarm - Ileum

Fachbegriff Zwölffingerdarm

Duodenum

Fachbegriff Leerdarm

Jejunum

Fachbegriff Krummdarm

Ileum

Aufbau der Dünndarmwand

Die Dünndarmwand besteht von innen nach aussen aus Schleimhaut, RIngmuskulatur, Längsmuskulatur und Bindegewebe.

Die innere Oberfläche des Dünndarms ist durch Falten, Zotten und Bürstensaum auf etwa 200m2m vergrössert.

Darmzotte

 

In jeder Darmzotte befindet sich ein feines Kapillarsystem des Blutkreislaufs und ein Lympfgefäss für die Aufnahme von Stoffen aus dem Darmlumen.

Darmzottenzellen

besitzten ihrerseits feine Ausstülpungen (Mikrovilli), die die Oberfläche für die Stoffaufnahme strak vergrössern.

Ausserdem enthält die Schleimhaut Drüsenzellen, die den Dünndarmsaft produzieren.

Verdauung, Verarbeitung  und Verwertung der Nahrung im Dünndarm

Im Dünndarm erfolgt die  Verdauung der Kohlenhydrate und Eiweissbruhstücken in deren kleinste Bestandteile: Glukose und Aminosäuren.

Diese werden ins Blut resorbiert und über die Pfortader direkt zur Leber transportiert, wo sie gespeichert oder weiter verarbeitet werden.

Von der Leber gelangen die umgewandelten Stoffe  dann über das Blut zu den Zellen des Körpers.

Auch die Fettverdauung findet hauptsächlich im Dünndarm statt. Sie wird durch die Gallenflüssigkeit unterstützt.

Fachbegriff Dickdarm

Colon

Grösse und Abschnitte des Dickdarms

1.5-1.8 Metern lang

besteht aus:

Blinddarm mit Wurmfortsatz

Aufsteigender Dickdarm

Querliegender Dickdarm

Absteigender Dickdarm

S-förmiger Dickdarm

Mastdarm

 

Funktionen des Dickdarms

Eindickung des Darminhalts durch Resorption von Wasser und Mineralstoffen.

Fäzesbildung (=Stuhlbildung),d.h. Vergärung  von Kohlenhydraten und Fäulnis von Eiweissen.

Steuerung der Schliessmuskeln bei der Stuhlentleerung

Der innere Schliessmuskel (Sphinkter) wird unwillkürlich gesteuert. Durch Dauerkontraktion gewährleistet er die normale Kontinenz.

Der äussere Schliessmuskel wird willkürlich gesteuert, sodass Kontinenz unter Druck bzw. eine willkürliche Entleerung erleichtert wird.

Ablauf der Stuhlentleerung

Füllt sich der letzte Abschnitt des Darms, wird der Stuhldrang ausgelösst. Sobald der Drang eine gewisse Stärke erreicht hat, wird ein Reflex ausgelösst, der die Stuhlentleerung in Gang setzt.

Die Muskulatur des Darms wird kontrahiert und der innere Sphinkter erschlafft. Durch Kontraktion des äusseren Sphinkter kann die Stuhlentleerung aufgeschoben werden.

Wenn der Stuhl entleert wird, wird dies durch Anspannung des Zwerchfells und der Bauchmuskulatur unterstützt.

Steuerung der Verdauungsvorgängen

Die Verdauungsvorgänge werden grösstenteils durch den unwillkürlichen Teil des Nervensystems gesteuert (vegetatives Nervensystem). Zusätzlich verfügt der Darm über ein eigenes Nervensytem.

Definition Diabetes mellitus

 

"Zuckerkrankheit"

eine chronische Störung des Stoffwechels, bei der besonders die Kohlenhydrate nicht mehr richtig verwertet werden können.

Weil Insulin fehlt oder nur vermindert wirkt, gelangt der Zucker aus dem Blut nicht in die Zellen und steht somit als Energielieferant nicht zur Verfügung. Dadurch kommt es zu einem hohen Blutzukerspiegel.

Wo wird Insulin geblidet?

In den B-Zellen der Pankreas

Was ist Insulin?

Ein Hormon, das den Zuckerstoffwechsel reguliert. Es wirkt wie ein Schlüssel,der den Übertritt der Glukose von den Blutgefässen in die Körperzellen ermöglicht. Dort wird Glukose anschliessend als Brennstoff und Energielieferant verbraucht.

Ursachen Diabetes Typ 1

"Insulinmangeldiabebtes"

Kann in jedem Alter auftreten,meist jedoch bricht die Krankheit bei unter 20ig jährigen.

Man nimmt an, dass eine Entzündung und Zerstörung der B-Zellen in der Pankreas durch das körpereigene Immunsystem due direkte Ursache des auftretenden Insulinmangels ist.

Der Körper kann schliesslich kein Insulin mehr produzieren.

Virusinfektionen, Umweltfaktoren sowie Erbanlagen scheinen eine wesentliche Rolle bei der Krankheitsentstehung zu spielen.

Study