Verdauung

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Verdauung

Alexandra Beisch
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Alexandra Beisch
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Verdauung und ihre Erkrankungen. Sie behandeln Ursachen, Symptome und Therapien von Magen- und Darmproblemen wie Gastritis, Ulkuskrankheit, und verschiedenen Formen von Durchfall und Verstopfung. Auch die Anatomie und Funktionen des Dünn- und Dickdarms werden detailliert erklärt. Medizinstudenten und Ärzte profitieren von den präzisen Definitionen und Behandlungsoptionen, die hier vorgestellt werden.
Karten
107
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
10.08.2013 / 28.09.2014

Lernkarten

Welches sind die 3 Leitsymptome der Speiseröhre?

 

  1. Dysphagie (Schluckstörung)
  2. Restrosternale Schmerzen / Sodbrennen
  3. Regurgitation (Zurückfließen von Speise)
 

2 häufigste Ursachen für Refluxösophagitis?

 

Hiatushernie

M. Crohn

 

Welche Notfall-Maßnahmen werden bei Verätzung (der Speisröhre) angewendet?

 

NICHT Erbrechen lassen!

Mit reichlich Wasser verdünnen!

 

Risikofaktoren für das Ösophaguskarzinom?

 

chron. Reizung durch Alkohol, Nikotin, heißen und scharfen Essen & Trinken

Entartung länger bestehender Ösophaguserkrankungen, v.a. Achalasie, Refluxösphagitis (Barrettsyndrom)

 

Warnsymptome für Ösophagus-Karzinom?

 

Dysphagie (länhger als ein paar Tage)

Bluterbrechen (Hämotemesis)

 

Organsymptome des Ösophaguskarzinoms?

 

retrosternale, nahrungsunabhängie Schmerzen

Regurgitation unverdauter Nahrung

Gewichtsabnahme

Recurrenz-Parese (durch Tumor-Druck)

 

Spätsymptome des Ösophagus-Karzinoms?

 

Fang-B-Symptome

Verdrängungserscheinungen (z.B. Horner-Syndrom)

 

Prognose bei Ösophagus-Karzinom?

 

Schlecht da,

  • frühe lymphogene Metastasierung, auch hämatogen in Leber und Lunge
  • OP nur bei 1/3 möglich
  • Chemo oft erfolglos
  • daher 5-Jahresquote bei 20%
  • ohne OP Lebenserwartung 0,5 J.
 

Welches sind die Leitsymptome des Magens?

 

  1. Druck- und Völlegefühl
  2. Appetitlosigkeit / Unverträglichkeit und Widerwille gegen bestimmte Nahrung
  3. Übelkeit & Erbrechen
  4. Oberbauchschmerzen 
 

6 wichtigste Ursachen einer akuten Gastritis?

 

  1. Infekt-Gastritis (=Gastroenteritis)
  2. Exzess-Gastritis (Überessen, Alkohol)
  3. Ätz-Gastritis (z.B. bei Laugen / Säuren)
  4. Stress-Gastritis (bei Unfällen, OP, Verbrennungen...)
  5. Med.-Gastritis (ASS, Cortison, Schmerzmittel...)
  6. Sonderfall: Stauungsgastritis bei Rechtsherzinsuff.)
 

Was ist Typ A der chronischen Gastritis?

 

  • 5%, Autoimmungastritis
  • v.a. im Korpus
  • AK gegen Belegzellen und den IF --> Schwund der Belegzellen (chron. atrophische Gastritis)
  • --> Fehler der Magensäure, Eiweiße werden nicht richtig verdaut - außerdem perniziöse Anämie durch fehlenden IF
  • Risikofaktor für Ulkuskrankheit, CA, MALT-L

 

 

Was ist Typ B der chron. Gastritis?

 

  • bakterielle Gastritis d. Helicobacter Pylori (85%)
  • v.a. im Corpus und Antrum, oberflächlich
  • ebenfalls Risikofaktor für Ulkuskrankheit, CA und MALT-L 
 

Typ C der chron. Gastritis?

 

Chemische Gastritis (10%), meist durch Gallereflux, z.B. nach Magen-Teil-Resektion oder Medikamenten

durch undichten Pylorus gelangt Galle vom Duodenum in den Magen

 

Therapie der chron. Gastritis?

 

Typ A: Magenmedikamente, Vit B12 i.m., endoskop. Kontrollen wg. CA

Typ B: Eradikationstherapie: Protonenpumpenhemmer, Antibiotika & Wismut

Typ C: Gallensäurebindene Medikamente

 

Def. Geschwür / Ulkus?

 

Substanzdefekt über die Schleimhaut hinaus

Komplikationen der Ulkus-Krankheit?

 

25% akute Blutungen (häufigste Todesursache) -> Bluterbrechen, Teerstuhl

20% Penetration -> Übergreifen auf Nachbarorgane

10% Penetration -> akutes Abdomen (->Notarzt!)

10% Pylorusstenosen

3% maligne Entartung -> häufiges Erbrechen, starke Gewichtsabnahme

 

Therpapie der Ulkus-Krankheit?

 

Meidung säurelockender und unverträglicher Speisen & Getränke

Vermeidung stressauslösender Faktoren

Medikamente (Protonenpumpenhemmer, Antazida, H2-Blocker, Filmbildner)

Eradikationstherapie bei HP: 2/3 Antibiotika + Protonenpumpenhemmer

OP: Billroth I  & II (je bei U.V. und U.D.)

 

Warnsymptome eines Magen-CA?

 

Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, länger als 3 Wochen

Teerstühle & Kaffeesatzerbrechen

Widerwille gegen Fleisch

Virchow-Lymphknoten

 

Prognose bei Magen-CA?

 

Bei Magen-Früh-CA -> nur auf Mukosa beschränkt, sehr gut

ansonsten sehr schlecht: schnelle Metastasierung, 5-J-Quote bei 5-10%

 

Welches sind die Leitsymptome des Dünn- und Dickdarms?

 

  1. Durchfall
  2. Verstopfung
  3. Gastrointestinale Blutung
  4. Ileus (=Darmverschluss)
 

Def. Diarrhoe?

 

- gehäufte Stuhlentleerung

- übermäßiger Wassergehalt >75%

- vermehrte Stuhlmenge > 250g/Tag

 

Mögliche Ursachen einer aktuen Diarrhoe?

 

infektiöse Gastroenteritis (ggf. Behandlungsverbot / Meldepflicht!)

Medikamente

Gifte (Arsen, Quechsilber, Kupfer, Pilze)

Nahrungsmittelallergien & -unverträglichkeiten 

 

Ursachen einer chronischen Diarrhoe (> 2 Wochen)?

 

funktionelle Darmstörungen (Reizdarm)

chronisch entzündlich (C. ulcerosa, M. Crohn)

Maldigestion oder Malabsorption

Divertikulitis, Dickdarmpolypen oder Colon CA

Medikamente

Hormonelle Ursachen (z.B. Hyperthyreose)

Diabetische autonome Neuropathie

chronische Darminfektionen (z.B. Aids, Tbc --> Beh.verb. & Meldepflicht!)

 

Def. Obstipation?

 

- verminderte Stuhlentleerung

- starkes Pressen

- Gefühl der unvollständigen Entleerung

- Stuhl hart (Wassergehalt <75%) und weniger (<100g/T)

 

Ursachen der Obstipation?

 

  • funktionelle Störung (Reizdarm)
  • Ballaststoffarme Nahrung, ungenügende Flüssigkeitsaufnahme, mangelnde Bewegung, Unterdrückung des Defäkationsreizes
  • vorrübergehende situative Obstipation: Reisen, Schichtarbeit, Bettlägerigkeit, Fieber
  • Medikamente: Eisen, Antazida, Antidepressiva, Sedativa, Opiate, Psychopharmaka, u.a.
  • Organisch: CA, Polypen, Divertikulitis, Hernie, M. Crohn, Hämorrhoiden, Striktur
  • Neurogen: MS, Parkinson, diab. Neuropathie
  • Hormonell: Hypothyreose, Hypoparathyreoidismus (zu wenig Ca), M. Addison
  • Infektionskrankheiten: Botulismus, Typhus (1.-+2. Woche)
  • Elektrolyte K zu hoch oder zu niedrig -> Muskelschwäche
  • Schwangerschaft
  • psychische Faktoren (Depression)
 

Ursachen von oberen gastrointestinalen Blutungen?

 

Ösophagus: Ösophagitis, CA, Ö-Varizenblutung

Magen & Duodenum: Mallory-Weiss-Syndrom, Ulkus, CA

Hämorrhagische Diathese

 

Ursache von unteren gastrointestinalen Blutungen?

 

M. Crohn / C. ulcerosa

Darminfektionskrankheiten

Dickdarmdivertikel, -polypen oder CA

Hämorrhoidalblutung

Hämorrhagische D.

 

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