Verdauung

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Verdauung

Alexandra Beisch
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Alexandra Beisch
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Verdauung und ihre Erkrankungen. Sie behandeln Ursachen, Symptome und Therapien von Magen- und Darmproblemen wie Gastritis, Ulkuskrankheit, und verschiedenen Formen von Durchfall und Verstopfung. Auch die Anatomie und Funktionen des Dünn- und Dickdarms werden detailliert erklärt. Medizinstudenten und Ärzte profitieren von den präzisen Definitionen und Behandlungsoptionen, die hier vorgestellt werden.
Karten
107
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
10.08.2013 / 28.09.2014

Lernkarten

Welche Aussagen über das kolorektale Karzinom sind richtig? 1) Schmerzen beim Stuhlgang und Blutung 2) Als weiche, verschiebliche Kapsel tastbar 3) Bis ca. 8-10 cm Tiefe tastbar 4) Als harte Platte mit Rand tastbar 5) Wind mit ungewolltem Stuhlabgang (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 3, 4, 5

Ein länger bestehender Laxanzienabusus führt zu einem Kaliummangel. Welche Folgen würden Sie erwarten? 1) Herzrhythmusstörungen 2) Hypotonie der Muskulatur 3) Obstipation bis zum paralytischen Ileus 4) Apathie und Adynamie 5) Gesteigerte Reflexe (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 2, 3, 4

Welche Faktoren bzw. Erkrankungen können eine Leberzirrhose entstehen lassen? 1) Chronische Virushepatitis A 2) Chronische Virushepatitis B 3) Alkoholkrankheit 4) Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) 5) Chronische Gallenstauung (Mehrere Antworten sind möglich.)

2, 3, 4, 5

Welche Aufgaben hat die Leber? 1) Die Leber stellt für die Verdauung wichtige fettspaltende Enzyme her. 2) Die Leber ist beim Ungeborenen an der Blutbildung beteiligt. 3) Die Leber baut Giftstoffe und Medikamente ab. 4) Die Leber bildet Gerinnungsfaktoren. 5) Die Leber baut Östrogene ab. (Mehrere Antworten sind möglich.)

2, 3, 4, 5

Welche Aussagen zum Magenkarzinom sind richtig? 1) Häufig wird ein Widerwille gegen bestimmte Speisen beobachtet. 2) Im Anfangsstadium verläuft die Erkrankung meist unbemerkt. 3) Beim Magenfrühkarzinom tritt in den meisten Fällen Bluterbrechen auf. 4) Typisch sind hellrote Blutauflagerungen auf dem Stuhl. 5) Virchow-Lymphknoten tastbar. (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 2, 5

Was produzieren die Belegzellen der Magenschleimhaut? 1) Salzsäure 2) Pepsinogen 3) Pepsin 4) Intrinsic Factor 5) Muzin (Mehrere Antworten sind möglich.)

1 und 4

Welche Aussagen zur Obstipation sind richtig? 1) Frauen mit Anorexia nervosa sind häufig davon betroffen. 2) Von Obstipation spricht man, wenn die Stuhlentleerung weniger als dreimal pro Woche erfolgt. 3) Die Ursache ist meist organisch bedingt. 4) Die Ursache kann auch medikamentös bedingt sein. 5) Es sind fast nur Kinder und Jugendliche betroffen. (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 2, 4

Welche Aussagen zur Ösophagus-Achalasie treffen zu? 1) Häufig besteht eine Gewichtsabnahme. 2) Kinder sind häufig davon betroffen. 3) Ursache ist eine Öffnungsstörung des oberen Ösophagussphinkters. 4) Als Komplikation ist ein Ösophaguskarzinom zu befürchten. 5) Es besteht die Gefahr einer Aspirationspneumonie (Lungenentzündung durch Verschlucken). (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 4, 5

Welche Aussage trifft zu? Ösophagusvarizen bei Leberzirrhose sind Folge A) einer chronischen Ösophagitis durch Alkoholabusus. B) einer Gefäßschädigung. C) einer erhöhten Blutungsneigung. D) einer Milzschwellung. E) eines Pfortaderhochdrucks.

E

Welche Aussagen zur Oxyuriasis (Madenwurminfektion) bei Kindern sind richtig? 1) Harmlose Wurmerkrankung 2) Nächtlicher Juckreiz in der Analgegend 3) Blutige Stühle 4) Schweres Krankheitsgefühl 5) Zahlreiche schleimig-wässrige Durchfälle (Mehrere Antworten sind möglich.)

1 und 2

Beim Pankreaskarzinom können welche Symptome auftreten? 1) Oberbauchbeschwerden 2) Gewichtsabnahme 3) Ikterus 4) Schmerzlos zu fühlende Gallenblase 5) Leistungsminderung, Schwäche (Mehrere Antworten sind möglich.)

Alle Aussagen sind richtig.

Welche Symptome sind beim paralytischen Ileus zutreffend? 1) Durchfälle 2) Normale Darmgeräusche 3) Totenstille über dem Abdomen 4) Erbrechen 5) Spritzstrahlförmige Darmgeräusche (Mehrere Antworten sind möglich.)

3 und 4

Das Pfortaderblut kommt aus welchen Organen? 1) Milz 2) Pankreas 3) Leber 4) Rektum 5) Nebenniere (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 2, 4

Welche Aussagen zum Pfortaderhochdruck sind richtig? 1) Zu den Folgen zählen Ösophagusvarizen. 2) Zu den Folgen zählt Aszites. 3) Bei den Ursachen handelt es sich am häufigsten um einen essenziellen Pfortaderhochdruck 4) Es handelt sich um einen Hochdruck im arteriellen System. 5) Es handelt sich um einen Hochdruck im Pfortaderkreislauf. (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 2, 5

Ein Diabetiker mit Polyneuropathie kann welche Symptome haben? 1) Herabgesetztes Vibrationsempfinden 2) Eigenreflex nicht auslösbar 3) Berührungsreize werden als Schmerz empfunden. 4) Lähmung 5) Kniestrumpfähnliche Missempfindungen (Mehrere Antworten sind möglich.)

Alle Aussagen sind richtig.

Welche Symptome sind bei der Pylorusstenose zu finden? 1) Heftige Durchfälle 2) Nüchternerbrechen 3) Erbrechen kurz nach oder während der Nahrungsaufnahme 4) Gewichtsverlust 5) Verstecktes Blut im Stuhl (Mehrere Antworten sind möglich.)

3 und 4

Bei der Erkrankung Rachitis findet sich der sog. Rosenkranz wo? A) An den distalen Enden der Röhrenknochen B) An den Schlüsselbeinen C) An den inneren Fußknöcheln D) Im Bereich der Stirn- und Scheitelbeine E) An der Knorpel-Knochen-Grenze an den Rippen

E

Welche Aussagen zu Selen sind richtig? 1) Gilt als essenzielles Spurenelement. 2) Kann unter Umständen krebserregend sein. 3) Gilt in jeder chemischen Verbindung als hochgiftig. 4) Eine Selenvergiftung entsteht v. a. durch eine erhöhte Seleneinnahme im Rahmen einer Nahrungsmittelergänzungstherapie. 5) Kann unter Umständen antikanzerogen wirken. (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 2, 4, 5

Welche Stoffe können zu einer kristallinen Ablagerung im Gelenk und damit zur Gelenkentzündung führen? 1) Bilirubin 2) Kalzium 3) Harnstoff 4) Harnsäure 5) Arsen (Mehrere Antworten sind möglich.)

4

Welche Aussagen für den Typ-Il-Diabetiker sind richtig? 1) Seine Nahrung sollte zu ca. 30% aus Fett bestehen. 2) Schnell resorbierbare Zucker (Mono- und Disaccharide) sollten gemieden werden. 3) Er benötigt keine körperliche Bewegung. 4) Seine Nahrung sollte er über drei Hauptmahlzeiten am Tag zu sich nehmen. 5) Wenn die Diät erfolglos ist, benötigt er Sulfonylharnstoffe (orale Antidiabetika). (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 2, 5

Welche Empfehlungen geben Sie einem Patienten mit Übergewicht und Hyperlipidämie? 1) Verringerung der Kalorienmenge pro Tag 2) Verminderung des Eiweißanteils in der Nahrung 3) Verminderung der tierischen Fette 4) Ballaststoffarme Kost 5) Bewegung (Mehrere Antworten sind möglich.)

1, 3, 5

Welches der folgenden Symptome ist am ehesten typisch für einen Vitamin-A-Mangel? A) Osteomalazie B) Blutgerinnungsstörung C) Skorbut D) Nachtblindheit E) Perniziöse Anämie

D

Bei einer rein vegetarischen Ernährung ist welcher Vitaminmangel am ehesten zu erwarten? A) Vitamin A B) Vitamin C C) Vitamin B12 D) Vitamin K E) Vitamin E

C

Welches sind die richtigen Aussagen über die Hepatitiden? 1) Hepatitis A kann als Komplikation in einen fulminanten Verlauf übergehen. 2) Schwangere gelten als Risikogruppe für die Hepatitis E. 3) Hepatitis E wird fäkal-oral übertragen. 4) Für die Hepatitis B gibt es keine Schutzimpfung. 5) Hepatitis D benötigt den Hepatitis-B-Virus, um zur Infektion zu führen. (Mehrere Antworten sind möglich.)

2, 3, 5

Wie heißen die vier Gewebeschichten des Verdauungstraktes (von innen nach außen)?

 

  1. Mukosa
  2. Submukosa
  3. Muskularis
  4. Serosa (in Mund- und Rachenhöhle & Speiseröhre: Adventitia)

Welches sind die 3 physiologischen Engstellen der Speiseröhre?

 

  1. Ringknorpelenge
  2. Aortenenge
  3. Zwerchfellenge

 

 

Wie heißen die vier physiologischen Engstellen der Speiseröhre?

 

  1. Ringknorpelenge
  2. Aortenenge
  3. Zwerchfellenge
 

Wie heißen die Abschnitte des Magens?

 

  • Kardia: Mageneingang, Übergang zur Speiseröhre
  • Fundus: kuppelförmige Erweiterung des Magens, direkt unter dem Zwerchfell
  • Korpus: Magenkörper mit kleiner und großer Kurvatur
  • Antrum pyloricum: "Vorraum des Pförtners"
  • Pylorus: Pförtner - Übergang vom Magen zum Dünndarm
 

Welche verschiedenen Zellen hat die Mukosa im Magen?

 

  • Hauptzellen: Pepsinogen
  • Nebenzellen: Schleim (Mucin)
  • Belegzellen: Salzsäure, Intrinsic Factor 
  • G-Zellen (im Antrum & Pylorus): Gastrin (Hormon zur Steigerung der Magenbewegl., Anregung der Salzsäure-/Verdauungsenzymproduktion)
 

Besonderheiten der Muskularis im Magen?

 

vielfältige Möglichkeiten sich zusammenzuziehen und die Magengröße der jeweiligen Füllung anzupassen

Peristaltik durch drei übereinander gelagtere Muskelschichten: 

  • äußere Längsmuskelschicht
  • mittlere Ringmuskelschicht
  • innere Schrägmuskelschicht
 

Über welche 3 Wege wird die Magentätigkeit gesteuert?

 

  1. Nerval: N. vagus (Parasym.) --> Förderung der Magenbewegung und Magensaftproduktion und Sympathikus (--> Gegenteil)
  2. Humoral: Hormon Gastrin gelangt über das Blut zu den Belegzellen und fördert dort die Salzsäurebildung
  3. Mechanisch: Berührung des Speisebreis mit autonomem Nervengeflechten i.d. Magenwand lösen Magenbewegungen aus
 

Wichtigste Aufgaben des Dünndarms?

 

  • Weiterverarbeitung der angedauten Speisen
  • Resorption von Glukose, Fette und Aminosäuren
  • Rückresorption der Verdauungssäfte (ca. 7l/T) über die Darmschleimhaut
 

Wie heißen Beginn und Ende des Dünndarms?

 

Beginn: Bulbus Duodeni

Ende: Bauhin-Klappe, Übergang zum Dickdarm

 

Wie heißen die 3 Abschnitt des Dünndarms?

 

  1. Duodenum (12-Finger-Darm): an der Vaterpapille münden Gallengang und Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse i.d. D.
  2. Jejunum (Leerdarm)
  3. Ileum (Krummdarm): mit Bauhinklappe zur Verhinderung des Speisebreirückflusses vom Dick- in den Dünndarm (wg. Bakterien) 
 

Welches sind die Besonderheiten der Dünndarm-Mukosa?

 

Vergrößerung der inneren Oberfläche auf 200m2 durch:

  • Kerckring-Falten: bis 1cm hohe Schleimhautfalten
  • Zotten: Ausstülpungen mit den Mikrovili (Stäbchensaum)
  • Krypten: Einstülpungen mit Lieberkühndrüsen zur Bildung alkalischen Verdauungssekrets
 

Welches ist die Besonderheit der Dünndarm-Submukosa?

 

schleimbildende Brunner-Drüsen im Duodenum

 

Wichtigste Aufgaben des Dickdarms?

 

Eindickung des restlichen Speisebreis durch Resorption von Wasser & Elektrolyten

Spaltung der bisher unverdauten Eiweiße und Kohlenhydrate durch Gärungsprozesse (--> Dickdarmbakterien)

 

Nenne die Abschnitt des Dickdarms!

 

  1. Caecum (Blinddarm) mit Appendix (Wurmfortsatz): Einlagerung von Lymphfollikeln zur Abwehr
  2. Colon (Grimmdarm) mit C. ascendens, C. transversum, C. descendens & C. sigmoideum
  3. Rektum (Mastdarm) mit Ampulle zur Speicherung des Stuhls und Anus / After zur Öffnung zur Körperoberfläche mit innerem und äußerem Schließmuskel
 

Besonderheit der Dickdarm-Mukosa?

 

besitzt Dickdarmkrypten mit Becherzellen zur Erhöhung der Gleitfähigkeit des Stuhls

 

Besonderheiten der Dickdarm-Muskelschicht?

 

äußere Muskelschicht zu 3 Strängen gebündelt -->  Tänien

durch Spannung der Tänien und Anspannung der inneren Ringmuskelschickt entstehen Einschnürungen, deren Ausbuchtungen --> Haustren

 

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