veg. Physio Klausur

Physio Klausur Humanmedizin München

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A. S.
Diese Lernkarten behandeln die Physiologie der Niere und konzentrieren sich auf Prozesse wie Natriumresorption, den Gegenstrommechanismus in der Henle-Schleife und die Regulation der Osmolarität. Sie erklären die Funktionen von Tubuli, Sammelrohren und Interstitium sowie die Auswirkungen von Hormonen wie ADH, Aldosteron und PTH. Ideal für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, bieten sie detaillierte Einblicke in die Nierenphysiologie und deren klinische Relevanz.
Flashcards
127
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
24.05.2013 / 13.05.2021

Cartes-fiches

Wie werden Peptide rückresorbiert?

entweder Spaltung in AS und Aufnahme über Symport

Di- und Tripeptide: Peptid-H-Symporter

größere Peptide: Endozytose, dann in der Tubuluszelle Spaltung, AS ins Interstitium

Wo wird wie viel Harnsäure resorbiert und in welcher Form liegt sie vor? Wie viel (in g) Harnsäure wird filtriert?

90 % im proximalen Tubulus (kann auch sezerniert werden)

bei pH 7,4 als Urat, bei sinkendem pH können Kristalle entstehen

0,5g / 24h

Wie werden in der Niere organische Säuren und Basen ausgeschieden?

Carrier-Proteine für

organische Säuren (Anionen): Penicillin, Barbiturate, Furosemid, PAH

organische Basen (Kationen): ACh, Adrenalin, Atropin, Dopamin, Histamin, Serotonin

wie viel Glucose wird im proximalen Tubulus resorbiert?

bis 180mg/dl Plasma fast 100 %

Was passiert im absteigenden Schenkel der Henle Schleife?

Resorption wie im proximalen Tubulus, nur viel weniger

Was wird im aufsteigenden Schenkel der Henle Schleife resorbiert  - und was nicht? Was ist die Folge?

Na-K-2-Cl-Symport

25 % des filtrierten Na und 20 % des filtrierten K

KEIN WASSER

--> hypotoner Harn, hypertones Interstitium

--> Grundlage für Gegenstrommechanismus

Was macht Lasix?

hemmt Na-K-2Cl-Symport im aufsteigenden dicken Schenkel der Henle Schleife --> weniger Na, K, Cl Resorption --> später weniger H2O-Resorption --> Diurese

Ca-Resorption ist von Gradient durch Cl-Resorption abhängig --> mehr Ca-Ausscheidung

Wie funktioniert der Gegenstrommechanismus in der Henle-Schleife?

1.) aufsteigender Teil resorbiert Elektrolyte, aber kein Wasser

2.) Interstitium wird hyperton

3.) aus absteigendem Teil strömt Wasser aus (hypoton --> hyperton)

4.) dadurch wird die Tubulusflüssigkeit hyperton (weil ja Wasser ausgeströmt ist)

5.) der Effekt multipliziert sich

reicht aber nicht, um das hypertone Interstitium "auszugleichen"

--> immer mehr Wasser strömt ins Interstitium, Harn wird konzentriert

maximale Osmolarität im Interstitium in der Henle Schleife?

1400 mosmol/l

Osmolarität des Harns am Ende der Henle Schleife?

100 mosmol/l

Wie funktioniert der Gegenstrommechanismus der Vasa recta und wofür braucht man ihn?

1.) absteigendes Vas rectum: Elektrolyte strömen vom Interstitium ins Vas rectum

2.) aufsteigendes Vas rectum: umgekehrt

--> hohe Osmolarität im Interstitium bleibt erhalten

--> Gegenstrom der Henle Schleife bleibt erhalten

Warum funktioniert bei einer Mehrdurchblutung des Nierenmarks der Gegenstrommechanismus nicht mehr?

höherer Druck --> in den Vasa recta werden mehr Elektrolyte und Wasser "abgepresst" --> Osmolarität im Interstitium nimmt ab --> Gegenstrommechanismus funktioniert nicht mehr

Wie verstärkt Harnstoff den Gegenstrommechanismus?

Sammelrohre (parallel zur Henle Schleife) haben Harnstoff-Transporter.

Harnstoff folgt dem Gradienten --> Interstitium

--> Wasser strömt aus dem absteigenden Teil der Henle-Schleife ins Interstitium (osmot. Gradient durch Harnstoff)

--> NaCl-Konzentration im absteigenden Teil der Henle Schleife steigt --> unterstützt Gegenstrommechanismus

Harnstoff strömt in aufsteigenden Teil der Henle-Schleife --> NaCl verlässt Henle-Schleife und strömt ins Interstitium (osmot. Gradient) --> unterstützt Gegenstrommechanismus

Aufgabe distales Konvolut und Sammelrohr?

Harnkonzentrierung durch Wasserresorption

Grenzwerte der Urinosmolarität?

50-1400 mosmol/l

Wasserresorption im distalen Konvolut?

Tubuluszelle ist undurchlässig für NaCl

Harn ist hypoton, Interstitium hyperton --> Wasser strömt ins Interstitium, Harn wird konzentriert

Rückresorption der Hälfte des noch vorhandenen Wassers

Osmolarität des Harns am Anfang der Sammelrohre?

isoosmolar: 290 mosmol/l

Wasserresorption im Sammelrohr?

undurchlässig für Elektrolyte, durchlässig für Wasser.

Sammelrohre führen ins Mark, wo durch den Gegenstrommechanismus das Interstitium hyperton ist --> Wasser strömt aus, Osmolaritäten Harn und Interstitium gleichen sich an

Osmolarität ausgeschiedener Harn? Was begrenzt die maximale Osmolarität?

hyperosmolar; begrenzt durch die Osmolarität des Interstitiums im Papillenbereich, da hierdurch der Gradient für den Wasserausstrom erzeugt wird

Warum kann das Trinken von Meerwasser eine Dehydratation nicht ausgleichen?

NaCl-Konzentration im Meerwasser ist 30 g/l - höher als die maximal erreichbare NaCl-Konzentration im Harn --> zur Ausscheidung des Salzes muss mehr Wasser ausgeschieden werden --> Dehydratation wird verstärkt

Wo werden welche Wassermengen resorbiert?

proximaler Tubulus 65%, 10 % Henle Schleife, 24 % distales Konvolut und Sammelrohre

Wie beeinflusst ADH die Wasserresorption?

bindet an V2 Rezeptoren

cAMP --> Ca++ --> Einbau von Aquaporinen 2 ins Sammelrohr

Wasserresorption bei niedrigem ADH?

Sammelrohr undurchlässig für Wasser --> wenig Wasserresorption --> Harn bleibt hypoton

Wasserresorption bei hohem ADH?

hohe Permeabilität der Sammelrohre für Wasser --> Ausgleich der Osmolarität zwischen Sammelrohr und Interstitium --> Ausscheidung von wenig hyperosmolarem Harn

Warum hat man "einen Brand" nach Alkoholgenuss?

1/2 Flasche Wein fhrt zu einem Wasserverlust von 800-1000ml,

durch Hemmung der ADH-Ausscheidung im Hypothalamus

Was beeinflusst Aldosteron?

Na-K-ATPasen +

ENaC +

K (ROMK) +

Na-H-Antiport +

 

ROMK?

renal outer medullary kalium channel

Kalium Zelle --> Lumen

Aldosteron und Na-H-Antiport?

+

vermehrte Protonenausscheidung --> intrazelluläre Alkalose --> steigert Permeabilität für K --> K-Ausscheidung

Warum kommt es bei einer Therapie mit Schleifendiuretika zur Hypokaliämie?

weniger Na-Resorption im aufsteigenden Teil der Henle Schleife -->

mehr Na im distalen Tubulus -->

mehr Na wird im dist Tubulus resorbiert -->

mehr K wird im distalen Tubulus ausgeschieden

 

Kaliumresorption bei Kaliummangel: wo, welcher Transporter?

spätdistaler Tubulus und Sammelrohr

H-K-ATPase

Was macht Spironolacton?

Aldosteronantagonist:

hemmt primär ENaC --> vermehrte Na- und damit auch Wasserausscheidung

kaliumsparend: Na-Resorption und K-Sekretion sind gekoppelt. Weniger Na-Resorption durch weniger ENaC --> weniger K-Sekretion

Wie wirken Triamteren und Amilorid?

blockieren direkt den ENaC

--> weniger Na-Resorption und H2O-Resorption, weniger K-Sekretion

= kaliumsparende Diuretika

Wie wirken Thiaziddiuretika?

bockieren NaCl-Kotransporter im frühdistalen Tubulus

--> mehr Na im distalen Tubulus und Sammelrohr --> mehr Na-Resorption im dist. Tubulus und Sammelrohr --> mehr K-Sekretion im dist. Tubulus und Sammelrohr

Diuretikum (nicht kaliumsparend)

Was ist das?

Harnsäure

Wo findet welcher Anteil der Harnstoffresorption statt?

zu gleichen Teilen proximaler, distaler Tubulus und Sammelrohr

Harnstoff im proximalen Tubulus?

Konzentration steigt zunächst wegen der Wasserresorption an

50 % folgen dann dem Konzentrationsgradienten und werden durch Diffusion (2/3) oder Solvent Drag (1/3) resorbiert

Harnstoff im distalen Tubulus?

distaler Tubulus und Anfang Sammelrohr sind kaum für Harnstoff durchlässig --> Konzentration steigt wegen Wasserresorption

Harnstoff bei hohem ADH-Spiegel?

letzter Abschnitt der Sammelrohre ist besonders bei hohem ADH gut Harnstoff-permeabel --> Harnstoff diffundiert ins Interstitium

von dort Diffusion in die HenleSchleife (= Harnstoffkreislauf, wichtig für Aufrechterhaltung der Hyperosmolarität im inneren Mark)

Harnstoff-Clearance und GFR?

GFR erniedrigt --> weniger Wasser im letzten Abschnitt der Sammelrohre --> Harnstoffkonzentration erhöht --> mehr Harnstoffresorption --> Anstieg der Harnstoffkonzentration im Plasma bei eingeschränkter GFR

Harnstoffausscheidung bei Antidiurese/Diurese?

Antidiurese: 50%, Diurese: 80%

Étudier