veg. Physio Klausur
Physio Klausur Humanmedizin München
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Flashcards
Grundlegende Aufgaben der Tubulusabschnitte
proximal: Hauptteil der Rückresorption
Henle-Schleife: Harnkonzentrierung
distal: Wasserrückresorption, Feineinstellung der Elektrolyte
Wasseranteil am menschl. Körper
fettfreie Körpermasse: geschlechtsunabhängig 73%
Männer: 65%, Frauen 55%
Flüssigkeitsräume im Körper?
intrazellular
interstitiell
Plasma
transzellulär: Liquor, Galle, Augenkammer, Nierentubuli
Menge der jeweiligen Wasseranteile
1l / 2%: transzellulär
3l / 7%: Plasma
13l / 31%: Interstitium
25l / 60%: intrazellulär
Wo verteilen sich Tritium, Inulin, Evans Blue?
Tritium: überall
Inulin: nur extrazellulär
Evans Blue: nur Plasma
hypertone Dehydratation?
Verlust hypotoner Flüssigkeit (z.B. Schwitzen) -->
extrazellulär Volumen sinkt, Osmolarität steigt
intrazellulär Volumen sinkt, Osmolarität steigt
hypertone Hyperhydratation?
z.B. Trinken von Meerwasser
extrazellulär Volumen steigt, Osmolarität steigt
intrazellulär Volumen sinkt, Osmolarität steigt
hypertone Störung vs. hypotone Störung
hyperton: bewirkt Ausstrom von Wasser aus der Zelle
hypoton: bewirkt Einstrom in die Zelle
hypotone Dehydratation?
z.B. durch Durchfall
extrazellulär Volumen sinkt, Osmolarität sinkt
intrazellulär Volumen steigt, Osmolarität sinkt
hypotone Hyperhydratation?
z.B. Trinken von elektrolytarmem Wasser
extrazellulär Volumen steigt, Osmolarität sinkt
intrazellulär Volumen steigt, Osmolarität sinkt
isotone Dehydratation?
z.B. Blutungen
extrazellulär Volumen sinkt, alles andere unverändert
isotone Hyperhydratation?
Trinken von isotonischem Mineralwasser
extrazellulär Volumen steigt, alles andere unverändert
Na+:
Menge Aufnahme und Ausscheidung
Aufnahme 50-300 mmol
Ausscheidung über 95% über die Nieren, 5% Schweiß und Stuhl
K-Konzentration im Urin bei maximaler Antidiurese?
bei maximaler Diurese?
bis 50 mmol/l
2 mmol/l
Wichtig bei Beurteilung des Ca++ im Labor?
Nur 48 % liegen frei vor, der Rest proteingebunden --> Serumeiweißkonzentration beachten!
Wie hoch ist die Nierenperfusion?
RBF = 20 % des HZV oder 1200ml/min oder 400ml/min/100g
Verteilung des RBF?
92% Rinde, äußeres Mark 7%, inneres Mark 1%
Drücke in Vas afferens und efferens?
Vas afferens: 50 mmHg, Vas efferens: 23 mmHg
Mengen Anurie, Oligurie, Polyurie?
Anurie: unter 100ml/d
Oligurie: unter 500ml/d
Polyurie: über 4000ml/d
Was macht Angiotensin II?
erhöht den Tonus in den Vasa afferentia
Viel NaCl in der Tubulusflüssigkeit an der Macula densa -->?
erhöht Renin --> senkt GFR --> weniger NaCl-Ausscheidung
Wodurch wird der Austausch zwischen Vasa recta und Tubulussystem ermöglicht?
Vasa efferentia senken den Druck in den Kapillaren auf den Druck, der in den Tubuli herrscht
Wie funktioniert die Druckdiurese?
erhöhter RR --> erhöhte Durchblutung des Nierenmarks --> Nieren können den Harn nicht mehr konzentrieren -> höhere fraktionelle Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten bei gleichbleibender GFR
Gegenstromsysteme in der Niere?
a) Tubulussystem
b) art. und ven. Vas rectum (vaskuläres Gegenstromsystem, wichtig für Harnkonzentrierung)
effektiver Filtrationsdruck in der Bowman Kapsel?
10 mmHg anfangs
0 mmHg am Ende
Wie kann durch die Erhöhung des RPF die GFR erhöht werden?
Plasma fließt schneller durch --> onkotischer Druck in der Kapillare sinkt nicht so schnell ab --> mehr Glomerulusschlingen werden in die Filtration einbezogen
Wie viel wird im prox. Tubulus rückresorbiert?
konstant 65% (glomerulotubuläre Balance)
Wo findet isoosmotische Resorption statt und was ist das?
im proximalen Tubulus,
resorbierte Flüssigkeit ist plasmaisoton
Anteile der Na-Resorption im proximalen Tubulus?
1/3 sekundär aktiv
1/3 parazellulär
1/3 solvent drag
Wo wird Bikarbonat überwiegend resorbiert?
90 % prox. Tubulus, 10 % dist. Tubulus und Sammelrohr
Inwiefern ist die Bicarbonatresorption von einem Na-Transport abhängig?
1.) Ausschleusung von Protonen über den Na-H-Antiport
2.) Ausscheusung von Bikarbonat ins Interstitium über einen Na-Symport
Was geschieht im prox. Tubulus durch Carboanhydrasehemmung?
1.) Na-H-Antiport gerät ins Stocken --> weniger Na-Resorption --> weniger Wasserresorption --> Diurese
2.) weniger Protonenentstehung in der Zelle --> pH in der Zelle sinkt
3.) weniger Bicarbonatresorption --> mehr Bicarbonatausscheidung
Wie wird der Säure-Basen-Status über die Bicarbonatresorption reguliert?
Es gibt ein Transportmaximum für Bicarbonat bei 27 mmol/l - hier kann nicht mehr Bicarbonat aufgenommen werden und wird dann ausgeschieden --> Alkalose wird ausgeglichen.
Was passiert mit der Bicarbonatresorption bei einer erhöhten GFR oder intravasalem Volumenmangel?
Dann wird mehr Na rückresorbiert und dadurch auch mehr Bicarbonat.
Wo wird die Kaliumresorption reguliert?
im distalen Tubulus über Aldosteron
Wo wird wie viel Ca rückresorbiert?
90 % passiv parazellulär, davon 60 % proximal und 30 % im dicken aufsteigenden Teil der Henle Schleife
Was passiert mit der Ca-Resorption bei sinkender NaCl-Resorption?
sinkt, da erst Na resorbiert wird, dem folgt Cl --> lumenpositives Potential --> sorgt für Ca-Resorption
Wo wird wie die Calciumresorption reguliert?
Im dicken Schenkel der Henle Schleife und im distalen Tubulus: Parathormon
Wo wird wie viel Phosphat resorbiert?
über Na-Phosphat-Symport im prox. Tubulus; 80-95 %, reguliert über Phosphatkonzentration und Parathormon
Wo werden wie und wie viele Aminosäuren rückresorbiert?
proximaler Tubulus 98 % Na-AS-Symporter