Unternehmensführung 2
Herr. Prof. Mülders
Herr. Prof. Mülders
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Cartes-fiches
Unterstützungsprozesse/ sekundäre Systeme
- Umfassen die Infrastruktur (administrative und technische Systeme, Organisationen, bauliche Ausstattung...) und strategische wie operative Aktivitäten bei Personalarbeit, Entwicklung, Beschaffung/Auftragsvergabe
Möglichkeiten zur Analyse von Kernprozessen
- hohe Bedeutung für die Problemlösung externer /interner Kunden
- Hohe Bedeutung für die Kernkompetenzen
- Hohe Kapitalbindung
- Hohe Kostenintensität
- Lange Prozessdauer
- Hohe Sicherheitsbedeutung
- Alle wesentlichen Geschäftsprozesse sind dadurch charakterisiert, dass sie die Grenzen der Organisationseinheiten überschreiten.--> Schnittstellen
Beispiel für unternhemensübergreifende Prozesse
Automobilhersteller entwickelt und produziert keine Vergaser, Reifen, Armaturenbretter, Sitze o-ä. Kernkompetenz liegt eher in der Gesamtfunktion, im Organisieren des Gesamtprozesses, Motorenbau oder Marketing. Um aber insgesamt erfolgreich zu sein, müssen die Ablauforganisationen der anderen Unternehmungen (hier die Lieferanten) zeitoptimal mit der IT-gestützt verbunden sein um eine insgesamt gesehenen Zeit- und kosteneffizienten Entwicklungs- und Produktionsprozess organisieren zu können. (Vertikale Kooperation)
Wertschöpfungskette: Beispiel "Pizza"
- Eingangslogistik: Rohstoffe werden eingekauft, Käse, Tomaten, Hefe etc.
- Produktion. Fertigung der Pizza. Hefeteig herstellen, Tomatensauce anrühren, verstreichen, Käse streuen, backen,
- Ausgangslogistik: In bereitgestellten Verpackungsmaterial ausliefern.
- Marketing: Freunden oder Kunden erzählen, wie gut de Pizza ist, Rabatte bei Mehrfachbestellungen etc.
- Service. Lieferung der Pizza Flasche Wein bereitstellen.
- Wie kann ein Vorgesetzter seine Mitarbeiter führen? (im Sinne von Verhaltenssteuerung)+ Aufgaben
= Personalführung im engeren Sinne
Vorgesetzter ist in direkter Interaktion mit dem Mitarbeiter
Aufgaben direkter Verhaltenssteuerung:
- Informieren,
- leiten und anweisen
- Kontrollieren (Vorgesetzter muss alles das wissen was MA auch weiß)
- Anspornen und motivieren
Systematik der Personalplanung
1. Stufe:
Personalbedarfsplanung: Welche, wie viele MA werden zu einem künftigen Zeitpunkt benötigt
2. Stufe:
Personalbeschaffungsplanung:
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- Externe Beschaffungsplanung: Woher, wie und wann werden zusätzl. MA eingestellt
- Interne Beschaffungsplanung: Welche und wie viele MA sollen versetzt/ befördert werden?
Gleichzeitig findet aber auch die Personalabbauplanung statt mit der Frage:
Welche und wie viele Mitarbeiter sollen wann an den vorgesehenen Arbeitsplätzen eingesetzt werden?
3. Stufe:
Bei der Personalbeschaffungsplanung wird die
Personalentwicklungsplanung berücksichtig:
Welche und wie viele Bildungsmaßnahmen sind erforderlich, um neue oder vorhandene MA für die vorgesehenen Arbeitsplätze zu qualifizieren.
Auf die Personalabbauplanung wirkt die
Personaleinsatzplanung: Welche Mitarbeiter werden wann an den vorgesehenen Arbeitsplätzen eingesetzt
4.Stufe:
Beeinflusst wird die Frage nach der Personalplanung durch die
Personalkostenplanung: Welche Kosten entstehen bei der Personalplanung?
Arbeitnehmer Pflichten
- Hauptpflicht
Arbeitspflicht
- Nebenpflichten
Treuepflichten
- Verschwiegenheit
- Unbestechlichkeit
- Wettbewerbsverbot
- Überwachungspflicht zur Abwendung von Schäden am Arbeitsplatz
Arbeitgeber Pflichten
- Hauptpflicht
Zahlung des Arbeitsentgeltes
- Nebenpflichten
Fürsorgepflichten
- Gesundheitsschutz
- Gewährung von Erholungsurlaub
- Gleichbehandlung im Betrieb
- Beschäftigung (keine Suspendierung bei Fortzahlung des Entgelts)
Zeitlohn
Zeitlohn = Lohnsatz pro Zeiteinheit x Anzahl Zeiteinheiten
Akkordlohn
Zeitakkord = Stückzahl x Vorgabezeit x Minutenfaktor
Bsp.: 4 Stück x 20min x 0,2
Training on the job
(Berufs- und stellenverändernden Qualifizierung: Vermittlung von Kompetenzen zur Veränderung des Berufs/ Stelle. Ziel: hierarchischer Aufstieg (Job Rotation, Karriereplanung, stellenbezogene Maßnahmen: MischungTraining on/off the job!)
- Unterweisung, Aufgabengestaltung, Job Rotation, Vermittlung praktischer Fähigkeiten und Kenntnisse, Training innerhalb des Arbeitsplatzes, während der Arbeit)
Training off the job
- Training off the job: außerhalb des Arbeitsplatzes, Vermittlung von Fachwissen außerhalb des Arbeitsplatzes
Personalfreisetzung ohne Reduktion des Presonalbestandes
- Quantitative Freisetzung (PE)
- Zeitlich (Urlaubsgestaltung, Abbau Mehrarbeit, Verkürzung der Arbeitszeit, )
- Örtlich (horizontal/vertikale Versetzung)
- Qualitativer
Personalfreisetzung mit Reduktion des Presonalbestandes
- Natürliche Fluktuation
- Vertragsauslauf
- Aufhebungsvertrag
- Vorruhestand
- Kündigungen (v.a. betriebsbedingte)
- Outplacement
Drei Ebenen der Unternehmensführung
Top Management: z.B. GF--> für strategische Entscheidungen
Middle Management: z.B. Werks-/Abteilungs-/Divisionsleiter--> trifft operative und dispositive (anordnend, verfügend) Entscheidungen
Lower Management: z.B. Sacharbeiter, Facharbeiter etc--> Ausführungstätigkeit z.B. MA an Maschine
Organisation
-zielgerichtetes Sozialsystem, das Informationen gewinnt und verarbeitet
-System zur Erfüllung von Daueraufgaben
Anreizsyteme
materielles Anreizsystem
- obligatorisches (Festgehalt,Sozialleistungen,variables Entgelt...)
-fakultatives (Erfolgsbeteiligung, Kapitalbeteiligung) immaterielles Anreizsystem
-Elemente des Planungs-u.Kontrollsystems -Elemente des Personalsystems
-Elemente des Organisationssystems -Elemente von UN-Kultur und -image
Methoden zur Ermittlung des Entwicklungsbedarfes
- Ableitung aus der UN-Planung
- Anforderungsprofile
- Personalbeurteilung
- Mitarbeitergespräche
- Workshops
- Assessment Center
Personalbeschaffungsprozess
- Vakanz u Ausschreibung
- externe/interne Beschaffungswege
- Bewerberauswahl
- Vorbereitung Eintritt
Theorien zur UF
Leitfragen:
- Was ist eine Theorie?
- Warum hat man Theorien zur UF erarbeitet?
- Wie lange ist eine Theorie gültig?
- Annhame, die es zu beweisen gilt
- Man versucht Prognosen zu geben, abzuleiten
- Bis das Gegenteil bewiesen ist
Taylorismus
Gründer: F.W. Taylor/ Henry Ford
Hintergrund: Industrialisierung in den USA. Technischer Fortschritt aber Engpass durch menschliche Arbeit
Grundzüge:
- Trennung dispositiver u. ausführender Arbeit
- Arbeitszerlegung/ zeitmessung
- Pensum und Bonus - Mitarbeiterführung
Gegenbewegung: Human Relation Bewegung= Geburtsstunde von Arbeitszufriedenheit da Erkenntnis dass Taylorismus nicht egnügend motiviert!
Bewertung Taylorismus
(+) große Produktivitätssteigerungen durch Rationalisierung und Optimierung der Arbeitsorganisation
(+)Wegbereiter für die Arbeitswissen- schaft, REFA u.ä.
Nachteile:
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- Problematisches Menschenbild
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- keine bedürfnisgerechte Arbeitsgestaltung
Entfremdung von der Arbeit
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- Dequalifizierung der Mitarbeiter
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- Kreativität und Eigeninitiative verkümmern
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- Experimente von Taylor waren nicht
„wissenschaftlich“
Human Relations
Gegenbewegung zum Taylorismus
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Erkenntnis, dass die Arbeiter bei Taylor und Ford nicht ausreichend motiviert werden
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menschlichen Beziehungen rücken ins Blickfeld
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Hawthorne-Experimente‘ (1924-1932): Zusammenhang von Arbeitsleistung und psychischen Faktoren wird klar
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Arbeitszufriedenheitsforschung
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Aufschwung der Organisationspsychologie
System (Skript Mülders)
System: Von der Systemumwelt abgegrenzte, geordnete Gesamtheit von Elementen --> UNTERNEHMEN
Element: Kleinste Einheit--> STELLE, MA
Sytsemrelation: Wechselwirkungen, Beziehgungen: --> Vorgesetzten -Untergebenen Verhältnis, Berichstweg, Delegation von Verantwortung.
Ansätze der Unternehmensführung (5)
- Systemtheoretischer Ansatz
- Situationstheoretischer Ansatz
- Verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie
- Transaktionskostentheorie
- Principal Agent Theorie
Verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie
Grundfragen und Grundannahmen (2)
Grundfragen:
Wie sichern Organisationen ihren Bestand durch Anpassung an komplexe, veränderliche Umwelten?
Unter welchen Bedingungen entschließt sich ein Individuum Mitglied einer Organisation zu werden und auch noch entsprechend der Ziele des Unternehmens / der Organisation zu handeln?
Zwei Grundannahmen:
1. Menschen verfügen nur über begrenzte Informationsverarbeitungskapazität
2. Ihre Bereitschaft, sich in Organisationen zu engagieren ist begrenzt
Transaktionskostentheorie /Kernaussage
Bei der Gestaltung wirtschaftlicher, arbeitsteiliger Aktivitäten entstehen neben Produktionskosten auch Kosten der Koordination und Motivation.
(Beispiele: Kosten der Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklung, Kontrolle und Anpassung des Leistungsaustauschs).
Austauschprozesse sind so zu gestalten, dass die Transaktionskosten minimiert werden.
Principal-Agent- Strategie
Principal= Auftraggeber
Agent= MA, Lieferant
Beisspiele:
Kapitalgeber vs. Investor; Eigentümer vs. Manager; Abteilungsleiter vs. Mitarbeiter; Unternehmen vs. Lieferant
Planungs- und Schätzmethoden (Überblick)
- Analogieschätzung
- Expertenschätzung (Delphi Methode)
- Szenario Technik
Expertenschätzung Delphi
- Runde:
- zun prognostizierendes Thema wird vorgestellt, definiert
- Panel ausgewählter Experten gibt Schätzungen ab
- Auswertung der Expertenmeinungen
- Feedbach an Experten verschicken
- Runde
- Schrite 2-4 wiederholen sich
- Runde (ggf)
- Schrite 2-4 wiederholen sich
- Runde
- Meinungen der Experten nähren sich, die Expertensaussagen werden stabiler
Kreativitätsmethoden (Überblick)
- Brainstorming
- Kärtchen methode
- Mind Map
- morphologischer Kasten
Mind Map
Methode, um neue Ideen festzuhalten und zu organisieren
verzweigt von innen nach außen und ermöglicht unstrukturiertes Arbeiten
Durch Kombination von grafischen Elementen (Linien, Boxen) und Schlagwörtern kombiniert die Mind-Map-Methode die intuitive Funktionsweise der rechten Gehirnhälfte mit der strukturierten Funktionsweise der linken Gehirnhälfte.
Erhebungsmethoden (Überblick)
- Interview
- Beobachtung
- Selbstaufschreibung
Intervievformen
Unterteilung in
- Standardiseirungsgrad (voll-, halb-, nicht)
- Gesprächsklima (weich, neutral, hart)
- Teilnehmerzahl ( Einzel, Gruppe)
Fragetechniken:
offene, geschlossene Beurteilungs-, Berechnungs-, Anregungs-, Erweiterungs-, Provokative-, Entscheidungs-, Kontrollefrage
Erhebungsmethode: Selbstaufschreibung
Aufschreibung der Tätigkeit mit Häufigkeit und Dauer durch den MA.
Auswertung durch Projektteam
Projektmerkmale
komplexe, einmalige und zeitlich begrenzte Aufgabenstellung
konkrete Zielvorgaben mit definierten Ergebnissen
begrenzte Ressourcen
Risiko des Fehlschlages
interdisziplinäres Know-How erforderlich
Komplexität
besondere Organisationsform
Projekt: Struktur & Dynamik
Ausfbauorg eines Projektes: Projektteam/ Projektmanager (Hierachie)
Ablauforg. eines Projektes:
Unterteilung der Gesamtaufgabe in kleine Aufgabenbündel (Phasenkonzept)
(ähnl. Prozessablauf)