Unternehmensführung 2

Herr. Prof. Mülders

Herr. Prof. Mülders


L. R.
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Unternehmensführung, mit Fokus auf strategische Planung, Kontrolle und Mitarbeiterführung. Sie decken Themen wie Zielsetzung, Informationsmanagement, Führungsebenen und -stile sowie praktische Anwendungen in der Unternehmenspraxis ab. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die ein fundiertes Verständnis der Unternehmensführung erlangen möchten.
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Allemand
Créé / Mis à jour
17.12.2013 / 14.10.2015

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Unterstützungsprozesse/ sekundäre Systeme

  • Umfassen die Infrastruktur (administrative und technische Systeme, Organisationen, bauliche Ausstattung...) und strategische wie operative Aktivitäten bei Personalarbeit, Entwicklung, Beschaffung/Auftragsvergabe

Möglichkeiten zur Analyse von Kernprozessen

  • hohe Bedeutung für die Problemlösung externer /interner Kunden
  • Hohe Bedeutung für die Kernkompetenzen
  • Hohe Kapitalbindung
  • Hohe Kostenintensität
  • Lange Prozessdauer
  • Hohe Sicherheitsbedeutung
  • Alle wesentlichen Geschäftsprozesse sind dadurch charakterisiert, dass sie die Grenzen der Organisationseinheiten überschreiten.--> Schnittstellen

Beispiel für unternhemensübergreifende Prozesse

Automobilhersteller entwickelt und produziert keine Vergaser, Reifen, Armaturenbretter, Sitze o-ä. Kernkompetenz liegt  eher in der Gesamtfunktion, im Organisieren des Gesamtprozesses, Motorenbau oder Marketing. Um aber insgesamt erfolgreich zu sein, müssen die Ablauforganisationen der anderen Unternehmungen (hier die Lieferanten) zeitoptimal mit der IT-gestützt verbunden sein um eine insgesamt gesehenen Zeit- und kosteneffizienten Entwicklungs- und Produktionsprozess organisieren zu können. (Vertikale Kooperation)

Wertschöpfungskette: Beispiel "Pizza"

  1. Eingangslogistik: Rohstoffe werden eingekauft, Käse, Tomaten, Hefe etc.
  2. Produktion. Fertigung der Pizza. Hefeteig herstellen, Tomatensauce anrühren, verstreichen, Käse  streuen, backen,
  3. Ausgangslogistik: In bereitgestellten Verpackungsmaterial ausliefern.
  4. Marketing: Freunden oder Kunden erzählen, wie gut de Pizza ist, Rabatte bei Mehrfachbestellungen etc.
  5. Service. Lieferung der Pizza Flasche Wein bereitstellen.

  1. Wie kann ein Vorgesetzter seine Mitarbeiter führen? (im Sinne von Verhaltenssteuerung)+ Aufgaben

= Personalführung im engeren Sinne

Vorgesetzter ist in direkter Interaktion mit dem Mitarbeiter

Aufgaben direkter Verhaltenssteuerung:

  • Informieren,
  • leiten und anweisen
  • Kontrollieren (Vorgesetzter muss alles das wissen was MA auch weiß)
  • Anspornen und motivieren

Systematik der Personalplanung

1. Stufe:

Personalbedarfsplanung: Welche, wie viele MA werden zu einem künftigen Zeitpunkt benötigt

2. Stufe:

Personalbeschaffungsplanung:

    1. Externe Beschaffungsplanung: Woher, wie und wann werden zusätzl. MA eingestellt
    2. Interne Beschaffungsplanung: Welche und wie viele MA sollen versetzt/ befördert werden?

Gleichzeitig findet aber auch die Personalabbauplanung statt mit der Frage:

Welche und wie viele Mitarbeiter sollen wann an den vorgesehenen Arbeitsplätzen eingesetzt werden?

3. Stufe:

Bei der Personalbeschaffungsplanung wird die

Personalentwicklungsplanung berücksichtig: 

Welche und wie viele Bildungsmaßnahmen sind erforderlich, um neue oder vorhandene MA für die vorgesehenen Arbeitsplätze zu qualifizieren.

Auf die Personalabbauplanung wirkt die

Personaleinsatzplanung: Welche Mitarbeiter werden wann an den vorgesehenen Arbeitsplätzen eingesetzt

4.Stufe:

 Beeinflusst wird die Frage nach der Personalplanung durch die

Personalkostenplanung: Welche Kosten entstehen bei der Personalplanung?

Arbeitnehmer Pflichten

  1. Hauptpflicht

 Arbeitspflicht

  1. Nebenpflichten

Treuepflichten

  • Verschwiegenheit
  • Unbestechlichkeit
  • Wettbewerbsverbot
  • Überwachungspflicht zur Abwendung von Schäden am Arbeitsplatz

Arbeitgeber Pflichten

  1. Hauptpflicht

Zahlung des Arbeitsentgeltes

  1. Nebenpflichten

Fürsorgepflichten

  • Gesundheitsschutz
  • Gewährung von Erholungsurlaub
  • Gleichbehandlung im Betrieb
  • Beschäftigung (keine Suspendierung bei Fortzahlung des Entgelts)

Zeitlohn

Zeitlohn = Lohnsatz pro Zeiteinheit x Anzahl Zeiteinheiten

Akkordlohn

Zeitakkord = Stückzahl x Vorgabezeit x Minutenfaktor

Bsp.:               4 Stück           x 20min                     x 0,2  

 

Training on the job

 

(Berufs- und stellenverändernden Qualifizierung: Vermittlung von Kompetenzen zur Veränderung des Berufs/ Stelle. Ziel: hierarchischer Aufstieg (Job Rotation, Karriereplanung, stellenbezogene Maßnahmen: MischungTraining on/off the job!)

  • Unterweisung, Aufgabengestaltung, Job Rotation, Vermittlung praktischer Fähigkeiten und Kenntnisse, Training innerhalb des Arbeitsplatzes, während der Arbeit)

 

Training off the job

  • Training off the job: außerhalb des Arbeitsplatzes, Vermittlung von Fachwissen außerhalb des Arbeitsplatzes

Personalfreisetzung ohne Reduktion des Presonalbestandes

  • Quantitative Freisetzung (PE)
  • Zeitlich (Urlaubsgestaltung, Abbau Mehrarbeit, Verkürzung der Arbeitszeit, )
  • Örtlich (horizontal/vertikale Versetzung)
  • Qualitativer

Personalfreisetzung mit Reduktion des Presonalbestandes

  • Natürliche Fluktuation
  • Vertragsauslauf
  • Aufhebungsvertrag
  • Vorruhestand
  • Kündigungen (v.a. betriebsbedingte)
  • Outplacement

Drei Ebenen der Unternehmensführung

Top Management: z.B. GF--> für strategische Entscheidungen

Middle Management: z.B. Werks-/Abteilungs-/Divisionsleiter--> trifft operative und dispositive (anordnend, verfügend) Entscheidungen

Lower Management: z.B. Sacharbeiter, Facharbeiter etc--> Ausführungstätigkeit z.B. MA an Maschine

Organisation

-zielgerichtetes Sozialsystem, das Informationen gewinnt und verarbeitet
-System zur Erfüllung von Daueraufgaben

 

Anreizsyteme

materielles Anreizsystem
- obligatorisches (Festgehalt,Sozialleistungen,variables Entgelt...)
-fakultatives (Erfolgsbeteiligung, Kapitalbeteiligung) immaterielles Anreizsystem
-Elemente des Planungs-u.Kontrollsystems -Elemente des Personalsystems
-Elemente des Organisationssystems -Elemente von UN-Kultur und -image

 

Methoden zur Ermittlung des Entwicklungsbedarfes

 

  • Ableitung aus der UN-Planung
  • Anforderungsprofile
  • Personalbeurteilung
  • Mitarbeitergespräche
  • Workshops
  • Assessment Center

 

Personalbeschaffungsprozess

 

 

  1. Vakanz u Ausschreibung
  2. externe/interne Beschaffungswege
  3. Bewerberauswahl
  4. Vorbereitung Eintritt

 

Theorien zur UF

Leitfragen:

  1. Was ist eine Theorie?
  2. Warum hat man Theorien zur UF erarbeitet?
  3. Wie lange ist eine Theorie gültig?

  1. Annhame, die es zu beweisen gilt
  2. Man versucht Prognosen zu geben, abzuleiten
  3. Bis das Gegenteil bewiesen ist

Taylorismus

Gründer: F.W. Taylor/ Henry Ford

Hintergrund: Industrialisierung in den USA. Technischer Fortschritt aber Engpass durch menschliche Arbeit

Grundzüge:

  1. Trennung dispositiver u. ausführender Arbeit
  2. Arbeitszerlegung/ zeitmessung
  3. Pensum und Bonus - Mitarbeiterführung

Gegenbewegung: Human Relation Bewegung= Geburtsstunde von Arbeitszufriedenheit da Erkenntnis dass Taylorismus nicht egnügend motiviert!

Bewertung Taylorismus

(+) große Produktivitätssteigerungen durch Rationalisierung und Optimierung der Arbeitsorganisation

(+)Wegbereiter für die Arbeitswissen- schaft, REFA u.ä.

Nachteile:

  • -  Problematisches Menschenbild

  • -  keine bedürfnisgerechte Arbeitsgestaltung

    Entfremdung von der Arbeit

  • -  Dequalifizierung der Mitarbeiter

  • -  Kreativität und Eigeninitiative verkümmern

  • -  Experimente von Taylor waren nicht

    „wissenschaftlich“

 

 

Human Relations

Gegenbewegung zum Taylorismus

  • Erkenntnis, dass die Arbeiter bei Taylor und Ford nicht ausreichend motiviert werden

  • menschlichen Beziehungen rücken ins Blickfeld

  • Hawthorne-Experimente‘ (1924-1932): Zusammenhang von Arbeitsleistung und psychischen Faktoren wird klar

  • Arbeitszufriedenheitsforschung

  • Aufschwung der Organisationspsychologie

 

System (Skript Mülders)

System: Von der Systemumwelt abgegrenzte, geordnete Gesamtheit von Elementen --> UNTERNEHMEN

Element: Kleinste Einheit--> STELLE, MA

Sytsemrelation: Wechselwirkungen, Beziehgungen: --> Vorgesetzten -Untergebenen Verhältnis, Berichstweg, Delegation von Verantwortung.

Ansätze der Unternehmensführung (5)

  • Systemtheoretischer Ansatz
  • Situationstheoretischer Ansatz
  • Verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie
  • Transaktionskostentheorie
  • Principal Agent Theorie

Situationstheoretischer Ansatz

„Es gibt keinen besten Weg der Unternehmensführung. Für jedes Unternehmen kann je nach spezifischer Situation eine andere Organisationform effizient sein.“

 

Verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie

Grundfragen und Grundannahmen (2)

Grundfragen:

Wie sichern Organisationen ihren Bestand durch Anpassung an komplexe, veränderliche Umwelten?

Unter welchen Bedingungen entschließt sich ein Individuum Mitglied einer Organisation zu werden und auch noch entsprechend der Ziele des Unternehmens / der Organisation zu handeln?

 

Zwei Grundannahmen:
1. Menschen verfügen nur über begrenzte Informationsverarbeitungskapazität

2. Ihre Bereitschaft, sich in Organisationen zu engagieren ist begrenzt

 

Transaktionskostentheorie /Kernaussage

Bei der Gestaltung wirtschaftlicher, arbeitsteiliger Aktivitäten entstehen neben Produktionskosten auch Kosten der Koordination und Motivation.
(Beispiele: Kosten der Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklung, Kontrolle und Anpassung des Leistungsaustauschs).

Austauschprozesse sind so zu gestalten, dass die Transaktionskosten minimiert werden.

 

Principal-Agent- Strategie

Principal= Auftraggeber

Agent= MA, Lieferant

Beisspiele:

Kapitalgeber vs. Investor; Eigentümer vs. Manager; Abteilungsleiter vs. Mitarbeiter; Unternehmen vs. Lieferant

 

Planungs- und Schätzmethoden (Überblick)

  • Analogieschätzung
  • Expertenschätzung (Delphi Methode)
  • Szenario Technik

Analogieschätzung

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Expertenschätzung Delphi

  1. Runde:
    1. zun prognostizierendes Thema wird vorgestellt, definiert
    2. Panel ausgewählter Experten gibt Schätzungen ab
    3. Auswertung der Expertenmeinungen
    4. Feedbach an Experten verschicken
  2. Runde
    • Schrite 2-4 wiederholen sich
  3. Runde (ggf)
    • Schrite 2-4 wiederholen sich
  4. Runde
    • Meinungen der Experten nähren sich, die Expertensaussagen werden stabiler

Kreativitätsmethoden (Überblick)

  • Brainstorming
  • Kärtchen methode
  • Mind Map
  • morphologischer Kasten

Mind Map

Methode, um neue Ideen festzuhalten und zu organisieren

verzweigt von innen nach außen und ermöglicht unstrukturiertes Arbeiten

Durch Kombination von grafischen Elementen (Linien, Boxen) und Schlagwörtern kombiniert die Mind-Map-Methode die intuitive Funktionsweise der rechten Gehirnhälfte mit der strukturierten Funktionsweise der linken Gehirnhälfte.

 

Erhebungsmethoden (Überblick)

  • Interview
  • Beobachtung
  • Selbstaufschreibung

Intervievformen

Unterteilung in

  • Standardiseirungsgrad (voll-, halb-, nicht)
  • Gesprächsklima (weich, neutral, hart)
  • Teilnehmerzahl ( Einzel, Gruppe)

Fragetechniken:

offene, geschlossene Beurteilungs-, Berechnungs-, Anregungs-, Erweiterungs-, Provokative-, Entscheidungs-, Kontrollefrage

Erhebungsmethode: Selbstaufschreibung

Aufschreibung der Tätigkeit mit Häufigkeit und Dauer durch den MA.

Auswertung durch Projektteam

 

Projektmerkmale

komplexe, einmalige und zeitlich begrenzte Aufgabenstellung

konkrete Zielvorgaben mit definierten Ergebnissen

begrenzte Ressourcen
Risiko des Fehlschlages
interdisziplinäres Know-How erforderlich

Komplexität
besondere Organisationsform

 

Projekt: Struktur & Dynamik

Ausfbauorg eines Projektes: Projektteam/ Projektmanager (Hierachie)

Ablauforg. eines Projektes:

Unterteilung der Gesamtaufgabe in kleine Aufgabenbündel (Phasenkonzept)

(ähnl. Prozessablauf)

Management von Projekten

x

Étudier