Unternehmensführung 2

Herr. Prof. Mülders

Herr. Prof. Mülders


L. R.
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Unternehmensführung, mit Fokus auf strategische Planung, Kontrolle und Mitarbeiterführung. Sie decken Themen wie Zielsetzung, Informationsmanagement, Führungsebenen und -stile sowie praktische Anwendungen in der Unternehmenspraxis ab. Ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die ein fundiertes Verständnis der Unternehmensführung erlangen möchten.
Flashcards
116
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
17.12.2013 / 14.10.2015

Flashcards

Was ist Führung?

nicht eindeutig bestimmbar!

 

z.B. die Fähigkeit einen Menschen dazu zu bringen, das zu tun was man will, wie man will, weil er selbst will.

Funktionaler Führungsbegriff:

Sachbezogene Funktionen der Unternehmensführung

Planung,

Organisation,

Kontrolle.

Im Vordergrund steht der Produktivitäts-/Leistungsaffekt

Funktionaler Führungsbegriff:

Personenbezogene Funktionen der Unternehmensführung

Personalführung,

Motivation,

Führungsstil.

Im Vordergrund: Der Zufriedenheitsaspekt

Unterscheidung dispositive Funktionen von Elementarfunktionen

dispositiven Faktoren:

 Leitung, Planung, Organisation und Kontrolle und zählen zur Betriebsführung=Führungsaufgaben

Elementarfaktoren:

Ausführende Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe.

Diese sind für die auszuführende Arbeit von „elementarer“ Bedeutung. Sie sind bereitzustellen, werden eingekauft und zählen nicht zu den Führungsaufgaben

Phasen des Führungsprozess

  1. Zielbildung
  2. Problemanalyse
  3. Alternativensuche
  4. Prognose
  5. Alternativenbewertung
  6. Entscheidung
  7. Durchsetzung
  8. Kontrolle

Bürokratie

 Herrschaft der Amtsstube

nach M. Weber: Konstruktion  von idealtypischen sozialen Handelns (Maschinenartigkeit der Organisation)

Unternhemen als System (nach Becker)

Unternehmen = sozio-technisches, offenes und ökonomisches System.

Elemente:

soziale = Menschen

technische = Maschinen Verienigung von beiden.

Unterschiedlichen Verbindungen(Beziehungen) und Subsystemen. (können sich laufend ändern, besonders durch Austausch untereinander.

Wechselwirkungenducrh Managementmaßnahmen verursachen vielfältige Folgewirkungen in den (nicht-)ökonomischen Bereich.

Ziele des System: ökonomische Ziele durch ökonomisch-orientierte Gestaltung des Gesamtsystems, Subsysteme, und Elemente.

Systeminput: Wissen, Rohstoffe

Systemoutput: Enprodukte oder das Verlassen des MA

Sytemumwelt= besteht aus Regelungen die die Grenze von innen/außen konkretisieren

Grundannahmen Principal- Agent Strategie

  • Asymmetrische Informationsverteilung
  • Das Nutzenniveau des Prinzipals wird von der Handlungsweise des Agenten beeinflusst
  • Begrenzte Rationalität

Typologien von Informationsassymetrien

  1. Verdeckte Eigenschaften -Problem: Verborgene Eigenschaften des Agenten
  2. Verdeckte Informationen- Problem: Auftraggeber erkennt nicht ob das Ergebnis ausschließlich aufgrund der Leistung des Agenten oder aufgrund anderer Einflüsse zustande kam.
  3. Verdeckte Handlungen-Problem: nach Vertragsabschluss können die Handlungen des Agenten vom Principal nicht vollständig überwacht werden.

  1. Lässt sich aufgrund bestimmter Eigenschaften die Eignung einer Person als Führungskraft prognostizieren?

Nein! Die Eigenschaftstheorie findet keine wissenschaftliche Unterstützung mehr. Führung kann bis zu einem gewissen Maß auch gelernt werden!

wichtige Managerrollen

  • Interpersonelle Beziehungen (Gruppenverhalten):
  • Informationen (Informationsweitergabe):
  • Entscheidungen (Entscheidungsverhalten)

Erläuterung der wichtigsten Managerrollen:

Interpersonelle Beziehungen

 

  • Gallionsfigur (Darstellung des Unternehmens extern und intern; bspw. Kunde der den GF sprechen will)
  • Vorgesetzter (Anleitung und Motivation der unterstellten Mitarbeiter)
  • Vernetzer (Aufbau und Pflege des bestehenden Kontaktnetzes)

Erläuterung der wichtigsten Managerollen:

Informationen

  • Radarschirm (kontinuierliche Sammlung und Aufnahme von Informationen über interne und externe Entwicklung)
  • Sender (Verteilung, Übermittlung, Interpretation relevanter Informationen u. handlungsgerechte Werte an MA)
  • Sprecher (Informationen externer Gruppen, Vertretung der Unternehmung nach außen)

 

  1. Erläutern Sie die wichtigsten Managerrollen!

Entscheidungen

  • Innovator (Initialisierung und Realisierung des Wandels)
  • Problemlöser (Schlichtung von Konflikten und Beseitigung unerwarteter Probleme)
  • Verhandlungsführer (Verhandlungen in Vertretung des Unternehmens, bspw. Joint Venture)

 

  1. Was versteht man als Führungsstil?

Konsistentes, zeitlich überdauerndes Führungsverhalten!

Führungsverhalten „Country Club- Management

  • Sehr Mitarbeiterorientiert,
  • gering aufgabenorientiert.
  • Der Mitarbeiter und seine Bedürfnisse stehen im Vordergrund.
  • Die Erledigung der Aufgaben rückt in den Hintergrund
  • gemächliches Tempo,
  • gutes Betriebsklima.

 

Führungsverhalten Team Management

  • Hohe Mitarbeiterorientierung bei gleichzeitig hoher Aufgabenorientierung. -Idealsituation!
  • Erreicht durch Teamgedanken: Gemeinschaftlicher Einsatz zur Erreichung des gemeinsamen Unternehmensziels.
  • Hohe Arbeitsleistung durch engagierte Mitarbeiter, Vertrauen und gegenseitige Achtung!

 

Bereitstellung von Informationen:

"pull"

  • Initiative geht vom Individuum aus, welches je nach Bedarf auf zentral gespeicherte Informationsbestände zugreift (Internet, Suchmaschinen)

Bereitstellung von Informationen:

"push"

  • Beim Push Prinzip erfolgt die Info-Versorgung durch eine zentralen Ausgangspunkt.
  • Die automatische Verteilung der Infos erfolgt über definierte Kanäle.
  • Problem: Empfänger wollen sich häufig nicht festlegen welche Informationen sie brauchen

Kernfrage bei der Bereitstellung von Informtionen

Welche Funktionalität und welche Informationen benötigt eine Gruppe von Mitarbeitern um effektiv ihre Aufgabe zu erledigen.

Informationsarten

Papier:

  • Papierakten
  • Schreibtischablagen
  • Umläufe
  • Archieve

Digital:

  • PC
  • Notebook
  • Festplatte
  • Wechseldatenträger
  • externe Wechseldatenspeicher (US Stick etc.)

Synaktische Ebene von Informationen

  • formale Beziehungen zwischen den Zeichen werden betrachtet (bspw. 123,456 = faktisch richtige Dezimalzahl; 12,34,56 =syntaktisch falsch, da Dezimalzahlen nur ein Komme enthalten dürfen)

Semantische Ebene von Informationen

Inhaltliche Bedeutung der Zeichen („GIFT“ im engl. völlig andere Bedeutung als im Deutschen

Pragmatische Ebene von Informationen

  • Zweckgerichtete Nutzung von Ziffern und Zeichen. Eigentlich hier erst eine wirkliche Information. (z.B. Preis für ein Sonderangebot. Info wird bewertet und löst eine Aktion aus z.B. Kauf)
  • Kontext

Daten

  •  Zum Zwecke der Verarbeitung zusammengefasste Zeichen eher maschinelle Auswertung

Information

Für einen Empfänger mit neuer Erkenntnis verbunden mit einem Zweckbezug oder Nutzen

Wissen

  • Dynamik (schnell veraltet Wissen)
  • Subjektivität (Menschen interpretieren und bewerten den Sachverhalt völlig unterschiedlich)
  • Wissen = durch Menschen klassifizierte, interpretierte (veredelte) Information.

 

 

Management by Exception

 

 

  • Führungskräfte sollen sich weitgehend mit ihren Führungsaufgaben beschäftigen
  • Mitarbeiter sollen zur Aufgabenerfüllung herangezogen werden und auch Entscheidungen treffen.
  • MA kann frei und selbständig handeln (innerhalb eines gewissen Rahmens)
  • Vorgesetzte greift nur in Ausnahmesituationen ein.

Management by Exception

Probleme

  • Eng gesetzte Spielräume-können den MA behindern
  • Unzureichende Informationen
  • Unzuverlässige Mitarbeiter

Management by Exception

Vorraussetzungen

  • Vorabfestlegung operationaler Ziele
  • Definition der Entscheidungsspielräume
  • Passende Information- und Kontrollsysteme

Mitarbeiter vergleichen die Werte und informieren im Abweichungsfall ihren Vorgesetzten und erarbeiten eine Abweichungsanalyse.

Vorraussetzungen eines Plans (8)

Er enthält Aussagen

  •  Zielen (z.B. Umsatzsteigerung im nächsten Jahr)
  •  Prämissen ( Annahmen über Konjunkturentwicklung)
  • Problemstellungen (stagnierender Umsatz...)
  • Maßnahmen (Marketingkampagnen zu bestimmten Produkt- Marktsituationen), Ressourcen (Budget für Kampagnen)
  • Terminen (Start der Marketingkampagne)
  • Trägern (Vertriebsleiter verantwortet Marketingkampagne)
  • Planrealisation
  • periodenspezifische Ergebnisse ( 3% Umsatzsteigerung)

Top Down Planung:

  • (retrogerade Variante): Übergeordnetes Management erstellt Rahmenpläne für die nachgeordnete Ebene

 

Bottom up Planung

  • (progressive Variante): nachgeordnete Managementebenen erarbeiten für die nächst höhere Managementebene Planentwürfe

Funktionale Organisation

  • Verrichtungsorientiert
  • Einlinienorg.
  • Tendenz Entscheidungsdezentralisation
  • Gliederung der zweiten Ebene nach Verrichtung ( Beschaffung, Prod. Absatz..)
  • Weisung nur von einem Vorgesetzten
  • Zwischen den Funktionen bestehen produkt- und marktbezogene Interdependenzen = viele Koordinationsaufgaben
  • Unternehmensleitung muss relativ stark eingreifen um Teilprobleme und Teilziele zu klären.

Funktionale Organisation

SWOT

  • Stärken:
    • Übersichtlichkeit
    • Nutzung Größenvorteile, Spezialisierungseffekte
    • Straff-geringe Anzahl Führungskräfte notwendig
  • Schwächen:
    • Mangelnde Produktverantwortung
    • Schwerfälliger Informationsfluss
    • Belastung der Führungskräfte
    • Motivationsprobleme nachgeordneter Ebenen
    • Mangelnde Gesamtsicht funktionaler Aufgabenträger /Bereichsdenken
    • Geringe Flexibilität
    • Tendenz zur Suboptimierung

Funktionale Organisation: Eignung

  • Kleine und mittlere Unternehmen
  • Überschaubares und homogenes Leistungsprogramm
  • Stabile Umwelten

  1. Divisionale Organisation

SWOT

  • Stärken:
    • Marktorientierung
    • Flexibilität
    • Entlastung Top Management
    • Motivation
    • Ein-/Ausgliederung Unternehmungseinheiten leicht möglich
  • Schwächen:
    • Vervielfachung Leitungspositionen (mehr FK notwendig)
    • Administrativer Aufwand
    • Konkurrenz der Bereiche
    • Kompetenzprobleme

  1. Divisionale Organisation: Merkmale

  • Objektorientiert
  • Einlinienorg.
  • Tendenz Entscheidungsdezentralisation
  • Gliederung 2. Hierarchie nach Projektmerkmalen (Produkten, Regionen, Kunden) = Sparten oder Geschäftsbereiche
  • Sparten sind Kernfunktionen zugeordnet (Marketing, Produktion...)
  • i.d.R ungeteilte Weisungskompetenzen

Divisionale Organsiation: Eignung

  • Große Unternehmen
  • Heterogenes Leistungsprogramm

Kernprozesse

= Prozesse die besonders wichtig zur Erfüllung des Unternehmenszwecks sind / kritische Prozesse, unternehmensspezifisch und unterschiedlich.

Können sich auf unterschiedliche Objekte beziehen (ganze PR, Teile davon spez. Aufträge, Kunden)

Study