UI12 Wädenswil Metrologie FS13
Metrologie
Metrologie
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Lernkarten
stabile Atmosphäre
ein Luftpaket bleibt am gleichen Ort; wenn
ein Luftpaket gehoben wird kühlt es sich
trockenadiabatisch ab => es ist kühler als
die Umgebungsluft=>es sinkt an seinen
ursprungsort zurück
instabile Atmosphäre
ein Luftpaket ändert den Ort; ein Luftpaket
wird gehoben =>kühlt trockenadiabatisch
ab => es ist immer noch wärmer wie die
Umgebungsluft=> steigt weiter an; =>
verursacht Gewitter, wenn nicht auf einmal
Warmluft in der Höhe ist (dann würde
Luftpaket dort bleiben und nicht mehr
weiter gehen)
Absolute Stabilität
Absolute Labilität (Thermodynamisches
Diagramm)
Wie kann die Atmosphäre stabilisiert
werden?
A) Kaltluftzufuhr in den unteren Schichten,
B) Warmluftzufuhr in den oberen Schichten,
C) Bildung einer Inversion
Wie kann die Atmosphäre labilisiert
werden?
a) Warmluftzufuhr in den unteren
Schichten, b) Kaltluftzufuhr in den oberen
Schichten
Bedingungen für Gewitter (Tagesgang)
a) genügend Feuchtigkeit (80% = hohes
Risiko), b) labile Schichtung d.
Troposphäre, c) starke tageszeitliche
Erwärmung, d)unten warme, oben kalte Luft
(mit Bise kann sich Luft kaum aufwärmen),
e) ab der Wolkenbasis muss das Luftpaket
feuchtadiabatisch bis zur Tropopause
steigen können
Wind in der Gewitterwolke (Tagesgang)
während der Entstehung dominieren die
Aufwinde, im Hauptstadium (Niederschlag)
gibt es Auf(aussen)- und Abwinde(in der
Mitte); Im Endstadium dominieren die
Abwinde
Windböen am Boden bei Gewitter
(Tagesgang)
Mit den Niederschlägen wird aus gr. Höhen
kalte Luft zum Boden geführt. diese Winde
breiten sich ringförmig um die Wolke aus
=>darum vor Gewittern oft plötzliches,
kräftiges Auffrischen des Windes (die kalte
Luft schiebt sich unter die bodennahe,
warme Luft);
Selbsterhaltung eines Gewitters
(Tagesgang)
Ansaugen von warmer Luft von der
"Wanderrichtung"=Lebenserhaltung für die
Gewitterwolke, die so von West- in die
Ostschweiz wandern kann; Verlagerung der
Wolke wird durch Höhenwind auf 500hPa
gesteuert; bei Windstillen verhältnissen
fallen Gewitterwolken meist in sich
zusammen
Gewitter bei Kaltfronten
können rund um die Uhr den ganzen Tag
auftreten!; 1)warme labil geschichtete Luft
wird beim Durchgang einer Kaltfront
gehoben, 2) Erhebung durch die kalte Luft,
die sich unter die warme schiebt, 3) wenn
die warme Luft labil genug ist, kann sie
durch die Anhebung feuchtadiabatisch bis
zur Tropopause steigen
Emmagramm (7 eingez. Parameter)
Diagramm von der Radiosondierung mit a)
Höhenlage {m, hPa}, b)Temp, c)Wind {kt}, d)
Taupunkt, e)Mischungsverhältnis, f)
Feuchtadiabatisch, g)Trockenadiabatisch
Fernerkundungssysteme
machen von der Ferne aus Messungen u.
befinden sich nicht in dem Luftpaket, das
sie bemessen; Radar (aktiv)+ Satelitten
(passiv)
Wolkenhöhenmesser
=Ceilometer; lasersignal geht nach oben
mit Lichtgeschwindigkeit und wieder
zurück=Weg=2*Wolkenhöhe; Limitierung:
merkt nicht, ob dies gerade der tiefste
Punkt einer Wolke oder die einzige Wolke
ist.
Wetterradare der Schweiz + ihre Grenzen
Dole, Lema, Albis; a)Abschattung des Radarsignals
durch die Berge oder Hindernisse am standort, b)
starke Niederschlagszellen dämpfen das Radarsignal,
weiter entfernter Niederschlag wird schlecht erfasst,
c)nur Niederschläge über der Radarhöhe werden
erfasst, weil sie aus Gesundheitsschutz nicht in die
tiefe strahlen dürfen, d) er erfasste Niederschlag
könnte in tieferen Schichten verdunsten wegen tiefer
Luftfeuchtigkeit am Boden
Weshalb braucht es Wetterradare? 3 Gründe
a) bewegtes Bild, b)vertikale Struktur
sichtbar, c) Gewitterwarnung
Satelliten polarumlaufend
Flugbahnhöhe ca. 850m, Erdumlauf ca. 100
Min, räumliche Bildauflösung 100-1000m
(s.gut), zeitliche Bildauflösung s. schlecht
(ca. 2 Bilder pro 24 h und Ort), gibt ein
STREIFENBILD
Satelliten geostationär
Flugbahnhöhe: rund 36000 km, zeitliche
Auflösung (s. gut): 5 min (wetterdienst) -
15 min (öffentlich); räumliche Bildauflösung
(schlecht): 1000 - 5000 m
3 Spektralbereiche für Satellitenbilder und
Unterschiede
A) Sichtbar (VIS): nur Tagbilder, kein
Unterschied zw. hohen und tiefen Wolken;
B) Infrarot (IR)= Wärmebild (je wärmer
desto dünkler): jederzeit verwendbar, hohe
Wolken=helles weiss, tiefe Wolken=dunkel,
+
- Boden; C)Wasserdampfbild: Schnee und
Wolken nicht unterscheidbar
Wetterradar Funktionsweise
davon wird vom Niederschlag reflektiert (abhängig
von Anz., Grösse und Art des Niederschlags), c)
empfängt den reflektierten Anteil, d)aus der Laufzeit
zwischen Senden und Empfangen wird die Distanz
berechnet; Verlauf des Niederschlags: A)dreht um
eigene Achse und sendet Mikrowellenimp aus, B)nach
1ner Umdrehung wird die Antenne um wenige Grade
angehoben, C)neue Drehung, D) 20 Umdrehungen in
5 min auf verschiedenen Stufen; Reichweite bis 230
km länge und 12 km höhe
Radiosondierung = Ballonsondierung
Standort=Payerne (VD), 4*pro 24h (jedochD
nur 2* Windmessung), Auswertung bis 12
km Höhe sinnvoll, aktive Verfolgung per
Radar (=>höhenprofil wind mit Stärke und
Richtung), mit Sagexbox für Druck, Temp.
und feuchtemessung; Ballon (unten 2m
durchmesser, bei 35 km 25m Durchmesser,
aus Latex), Fallschirm; 700 Sondierungen
weltweit
meterologische Sichtweite
= 7km; a) beobachtung horizontal, b) D
Aufteilung in Sichtsektoren, c) die
vorherrschende Sicht muss in mindestens
der Hälfte des Sichtsektors des
Beobachtungsstandorts zutreffen;
Sichtgrenze = Sichtigkeitsfaktor F:1.0
(einzelh. verschwinden, umrisse gut
sichtbarr), Gegenstand völlig klar sichtbar
mit Relief (F:20), Umrisse verschwinden (F:
0.5)
Natürlicher Treibhauseffekt, Spurengase
und ihre Anteile
62% WASSERDAMPF, 22% CO₂, 7% O₃, 4%
N₂O, 2.5% CH₄: macht eine Erwärmung von
32.5 K aus; ohne Treibhauseffekt: -18°C,
mit Treibhauseffekt: 14.5°C
Wirkung des Treibhausgases CO2
wichtigstes Treibhausgas für die aktuelle
Klimapolitik; mehr als 50% des
GEÄNDERTEN Klimas geht auf CO2 zurück;
unvermeidbares Produkt jeder Verbrennung
Rückkoppelung & CO2-konzentration
(allgemein)
-Hauptgrund für Unsicherheiten der Klimaprognosen;
höhere Temp. führen zu niedrigerer Löslichkeit von
CO2 im Wasser der Ozeane; Stärkere Stratifizierung
(=Ablagerung von Schichten) der Ozeane bei
steigender Oberflächentemp führt zu langsamerem
CO2-Transport im Wasser; CO2-Aufnahme durch
Landbiosyst. ist abhängig von der Temp,
Bodenfeuchte, Niederschlägen, CO2-Gehalt der Luft,
Art der Bewirtschaftung,..; Permafrostböden tauen auf
+ setzen grosse Mengen an CO2 und CH4 frei
Rückkoppelung Wasserdampf und CO2
mit zusätz. CO2 in der Atmosphäre erhöht
sich die Temp => erhöhte Evaporation =>
mehr Wasserdampf wird freigesetzt => es
hat mehr Treibhausgase => noch heisser...;
CO2 hat einen Verstärkungsfaktor von 2;;
das Selbe mit dem Eis-Albedoeffekt
Troposphärisches Ozon = bodennahes
Ozon (O3)
gilt als Radikal, das mit anderen
gefährlichen Elemente Bindungen eingeht
(Ozongefahr in der Stadt); sehr variable in
der Menge, Mittelwerte und Trends
schwierig (nicht stabil);
"Vorläufersubstanzen haben starke
anthropogene Quellen (Smog); nicht nur
Treibhausgas (Auswirkungen auf
Gesundheit und landwirtschaftliche Erträge)
Temperaturveränderung (Statistische
Betrachtung)
1. der Mittelwert hat zugenommen; 2. die
Streuung hat zugenommen (mehr
extremereignisse); => mehr extreme Hitze
und Viel mehr Hitze => globale Stürme,
Hurrikans,...
Klimawandel & Gesundheit (pos. / neg.)
pos: weniger Kälteopfer; NEGATIV:
Hitzetote, Überflutungsopfer,
Tropenkrankheiten (Malaria, Denguefieber:
überlebensfähigkeit der Parasiten und
Moskitos tempabhängig), Krankheiten in
Flüchtlingscamps
Klimawandel & Nahrungsmittel (Vor- &
Nachteile)
Vor: zuwachs der Ernteerträge und des
Trinkwasserangebots in einigen Regionen;
Nachteile: Rückgang der Ernterträge in
vielen Regionen, v.a. in trop. und
subtropischen Ländern, Zunahme
Trinkwasserknappheit und von
Überflutungen (vermehrt Starkregen und
Anstieg Meeresspiegel), gesteigerter
Energiebedarf für Kühlzwecke
Klimaerwärmung in der Schweiz
Seit Beginn des 20. JH sind intensive
Niederschlagsereignisse 15 bis 70 %
häufiger geworden; klare steigung der
Jahresmitteltemp.; Phänologische
Beobachtungen werden immer früher im
Jahr gemacht; Gletscherschwund; temp. der
Fliessgewässer stark steigend;