UI12 Wädenswil Metrologie FS13
Metrologie
Metrologie
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Lernkarten
Sensorik
kombination von lokalen Beobachtungen (Wolken, Luftdruck, Wind) für Kurzfristprognose resp. Nowcasting (Gewittererkennung mittels Radar);
Hilfsmittel: Auge, Barometer
Persistenz
Wetter von heute = Wetter von morgen; um den Erfolg der vom Menschen vorhergesagten Prognosen zu berechnen, wird diese mit der Persistenz verglichen
Bodenwetterkarte
beinhaltet Stationsmeldungen und Isobaren (=Linien des gleichen Drucks); Druckverteilung mit Fronten, Bewölkungs- und Niederschlagsgebiete, bes. Wettererscheinungen; dominant:
TIEF-u.Hochdruckgebiete
Höhenwetterkarte
enthält Topografie bestimmter Druckflächen;
(850hPa=1500m: aussage über 2m Höchstemp, weil
Untergrenze der feien Atmosphäre; 700hPa=3km:
verlagerung von grossräumigen feuchtgebieten;
500hPa=5.5-6 km: Steuerungsnivau(=Vorhersage der
Zugrichtung und -geschwindigkeit) von Tief- u.
Hochdruckgebieten); Isohypsen sind eingezeichnet; aus
Daten derRadiosonden und Pilotballone(=ballon ohne
Instrument,lediglich Radarreflektor; erfasst vertikales
Windprofil+best. Wolkenuntergrenze)
Isohypse
werden bei Höhenkarte analysiert;
=Höhenlinie auf der Druckfläche;
doch auch auf Höhenkarten sind die
Tiefs dort, wo die niedrigeren Zahlen
sind - (Tiefs sind tiefer gelegen in der
Atmosphäre?)
Extrapolation
3. Schritt der Wettervorhersage
(vorher: Wetteranalyse,
Verlagerungsgeschwindigkeit und
Intensitätsentwicklung); mit
Vergleichen von älteren Bodenkarte
mit der neuen auf die Zukunft
schliessen
numerische Methode
mathematisch-physikalische
Methode
numerische-theoretische Methode
numerische Wettervorhersage
geht von der Grundidee aus, dass die
zuküftige Entwicklung der Wetterlage
berechnet werden kann mit
1.AUSGANGSZUSTAND,
2.PHYSIKALISCHEN GESETZMÄSSIGKEITEN
UND GLEICHUNGEN; im PC-modell
müssen alle Atmosphärischen Prozesse
brücksichtigt werden
Atmosphärische Prozesse (10)
Luftströmung, Sonnenstrahlung,
Atmosphärenstrahlung, Evaporation
und Wärmeaustausch, Meer,
Bodenabstrahlung, Reibung, Bildung
von Wolken, Gebirgseffekte, Bildung
von Schnee und Regen
numerische Analyse
liefert "bester Anfangszustand der
Atmosphäre" für numerische
Methode; benötigt 7 Variablen (3
Windkomponente: x,y,z=vertikal,
Luftdruck, Lufttemp., Luftdichte,
Luftfeuchte); Messungen sollten am
besten Weltweit und lückenlos sein
Datenassimilation
aus unvollständigen und fehlerhaften
Messdaten der wahrscheinlichste
Ausgangszustand kreiren; Resultat ist
die Numerische Analyse mit dem
besten Anfangszustand der
Atmosphäre auf dem Modellgitter"
physikalische Gleichungen
mit sieben Gleichungen wird ein
Gleichungssystem geschaffen zur
Vorausberechnung der Verteilung der 7
Variablen; teil der numerischen Methode;
Gleichungssystem ist nichtlinear und
muss darum mit iterativ numerischem
Verfahren gelöst werden =>darum
numerische Wettervorhersage
Modellgitter für numerische Methode
ist über die ganze Erde verteilt bis in Höhe
von 11 km; hat Millionen von Gitterzellen; es
gibt jedoch Meteorologische Phänomene, die
räumlich oder zeitlich kleiner sind und
darum nicht explizit berechnet werden
können - diese werden Parametrisiert
(=werden über die mitteleren Grössen
ausgedrückt); je höher die Auflösung, desto
weniger parametrisieren!
Quellen der Unsicherheit bei
(numerischen) Wettervorhersagen
Schmetterlingseffekt (weil Wettersyst. chaotisch
können kl. Störungen schnell wachsen),
ungenauer Anfangszustand der Atmosphäre
(Messungenauigkeit), limitierte Anz.
Beobachtungen (v.a. Meer), Beobachtungen nie
exakt, Modell-Fehler, Fehler in Randbedingungen
(z.B. Schneebedeckung, Veget, Meerestemp.),
Modellauflösung (vereinfachung der Realität -
man weiss nicht, was zwischen den Gitterpunkten
geschieht)
Ensemble Vorhersagen
Modelle reagieren sehr sensitiv auf
die Anfangsbedingungen=> mit 50
leicht veränderten
Anfangsbedingungen gibt es 50
versch. Vorhersagen=>
Eintetenswahrscheinlichkeit kann
abgeleitet werden
Eingrenzung der Unsicherheit (3)
1. Ensemble Vorhersagen, 2.
Variabilität der Ergebnisse der
periodischen Modellberechnungen
berücksichtigen, 3. Variabilität
zwischen den Vorhersagen
verschiedener Wettermodelle
berücksichtigen
MOS
=Model-Output-Statistics; verknüpfung
numerischer Produkte mit
Vorsagephänomen (z.B. Nebel, Gewitter)
durch statistische Beziehungen; zur
Vorhersage von lokalem Wetter;
Zusammenhang zwischen Modellfeldern
und lokalen Wetterphänomen werden mit
Korrelationskoeffizient untersucht; daten
der letzten 5 j.
Klimatologie als Witterungsprognose
durchschnittliches Wetter über x
Jahre am 26. Mai = das Wetter am 26.
mai 2013; z.B. Weihnachtstauwetter;
Integral über das Wetter
Analogfall (kurz- bis
Mittelfristprognose)
bei gleicher Wetterlage gibt es das
gleiche Wetter (Vergl. der Aktuellen
Wetterkarte mit einer möglichst
ähnlichen vergangenen)
Zeitskalen der Prognosen
(Vorhersagezeit): Nowcasting
(=Ultrakurzfristprognose),
Kürzestfristp., Kurzfristp.,
Mittelfristp., Langfristp.
Nowcasting(bis 2 h: Messsyst+NWV lokal),
Kürzestfristp.(bis 12h: Synoptik+NWV
(numerische Wettervorhersagemodelle)
lokal), Kurzfristp.(1-3 Tage: NWV regional+
synoptik), Mittelfristp.(bis 10 T.: NWV global),
Langfristp. (eigentliche Witterungsprognose:
allg. Witterungscharakter, keine einz.
Wetterereignisse; wochen - bis monat: NWV
+Ozan+Klimatologie+Muetitaler
wetterfrösche :-) )
Vorhersagbarkeit (heute+Max.)
max: 2 bis 3 Wochen; heute bis Tag+7 oder
8; alle 10 Jahre steigert man sich um einen
Tag; brauchbar= wenn
korrelationskoeffizient über 0.6 beim
Vergleich von Vorhersage und tats.
eingetretenes Wetter; Zukunft: Steigerung
durch bessere Modellaufläsung
(Verdoppelung der Auflösung sorgt NICHT
für doppelt so gute Prognosen)
Grundschicht
Atmosphärische Grenzschicht
planetary boundry layer PBL
unterste Schicht im Aufbau der
Atmosphäre; auf Grund Rauhigkeit d.
Erdoberfl. => Reibung => turbulente
Strömungen
Hauptkennzeichen der Grundschicht
(6)
1. Windgeschw. gegen null (Reibung) am
Boden; 2. Strömung meist turbulent
(horizontal + vertikal); Gehalt an Feuchte,
Aerosol- und Luftschadstoffen rel. hoch; 4.
starke tagesschwankungen (10°-20°C); 5. gr.
horizontale Unterschiede (z.B. Meer, Land,
Berg, Tal, Vegetation); 6. reger Austausch
von Stoffen; Mächtigkeit (1-2km je nach
geologie);
Unterteilung der Planetarischen
Grenzschicht (2)
a)Prandtl-Schicht (Windzunahme mit
zunehmender Höhe), b) Ekman-
Schicht (Winddrehung mit
zunehmender Höhe)
Obergrenze der Grenzschicht
markiert durch:
diejenige Höhe, in der die Windgeschw. und
richtung erstmals die selben wie die der
freien troposphäre erreichen≈(oft)Inversion=
dünne Schicht in der die Temperatur mit der
Höhe zunimmt, im Gegensatz zur norm.
Temperaturabnahme; = Obergrenze des
Hochnebels
Dunstschicht: bei Hoch schauen Bergspitzern
raus (Windstill), bei Bise: Grenzschicht viel
höher=>Bergspitzen auch im Dunst
Austausch und vertikale Flüsse in der
Grenzschicht (Atmosphäre-Erde)
A)Masse (Niederschl + Verdunstung,
Deposition und Emission von Gasen
und aerosolen) B) Energie (Abkühlung
+ Erwärmung d. Strahlung +
Wärmeleitung), C) Impuls und
Drehimpuls durch Reibung des
Windes
Turbulenz def.
Unregelmässige kurzfristige
Schwankungen von
Windgeschwindigkeit und
Windrichtung in einer Luftströmung
(Böigkeit des Windes)
Ursachen von Turbulenzen (2)
1) mechanisch: durch Reibung
verschieden schnell strömender
Luftschichten (oder unt. Richtung) =>
Windscherung; 2)thermisch (thermisch
induzierte Turbulenz): durch
auftriebsbedingte vertikale Umlagerung
von Luftpaketen. Grund: Erwärmung der
Atmosphäre vom Boden her
Mechanische Turbulenz
vor einem Hindernis hat es stehende
Luft, über das Hindernis hat es schnell
strömende Luftschichten=> Reibung
aneinander=>Turbulenz: beginnt
5*"Höhe des Hindernisses" vor dem
Hindernis und endet 10-15*"Höhe des
Hind."; Parameter: a) Rauhigkeit der
überströmten Hindernisse, b)
Windgeschw., c) Stabilität der Luftmasse
Reynolds-Zahl in Bezug auf
Turbulenz
Re=VL
v; V=Strömungsgeschw.,
L=Grössenskala der Bewegung (m),
v=kinematische Zähigkeit(Vikosität);
Grenze für den Stömungszustand der
Luft ist Re=5000: darunter laminar,
darüber Turbulent
Temperaturprofil
adiabatisch (=Temp.abnahme mit der Höhe nur auf
Grund der Druckabnahme mit der Höhe = thermisch
neutrale Schichtung, es wird nur mechanische Turbulenz
erzeugt); thermisch instabile Schichtung
(=überadiabatisch, wenn der Boden d. Sonneneinstr.
aufgeheizt wird und die untersten Luftschichten stärker
erwärmt => Luftdichte in Bodennähe geringer
=>erzeugt thermische Turbulenz); thermisch stabile
Schichtung(dämpft thermische Turbulenz): nachts, bei
Schnee oder über kaltem Wasser ist die Luftdichte unten
stark erhöht
Hoch---Tief
strömt auf der nordhalbkugel im
Uhrzeigersinn ---
Gegenuhrzeigersinn
Ursache von Wind
Temp. unterschiede von Luftmassen;
je kleiner der Isobarenabstand
(=Linien gleichen Drucks), umso
stärker ist der Wind; in Bodennähe ist
wind wegen Reibung langsamer
Prandtl-Schicht
= Bodennahe Schicht; untersten 100 bis
200m über dem Boden; hat turbulente
Viskosität (=zähigkeit); Molekulare Kräfte
bedeutungslos; Kräftegleichgewicht zw.
Druckgradient und bremsender turbulenter
Reibung; norm. untersten 10% der
Grenzschicht; logarithmische Windzunahme
mit zunehmender Höhe; Corioliskraft spielt
keine Rolle, weil Windgeschw. s. klein; keine
Richtungsänderung
Ekmann Schicht
=obere Grenzschicht = Drehschicht; Luftbewegungen
erfolgen über so gr. Distanzen, dass die Erddrehung bei
diesen Bewegungen berücksichtigt werden muss;
Kräftegleichgewicht zw. Druckgradient, Corioliskraft und
bremsender turbulenter Reibung; wesentlich:
Ekmannspirale (Winddrehung mit zunehmender Höhe);
(zu oberst wie geostrophischer Wind ? );
Windrichtungsablenkung bei stabiler Luftmasse grösser
als bei inst. und bei Meer am wenigsten, bei Gebirge am
stärksten (bis 45°)
Tagesgang der Grenzschicht (bei
Strahlungswetter)
Vormittag: rasch in die Höhe wachsende, thermisch
instabile (=>turbulente)Grenzschicht, die gut
durchmischt ist (Mischungsschicht=konvektive Schicht),
max im Winter einige hundert m, im Hochsommer bis 2
km; kurz vor Sonnenuntergang:bildung stabiler
Grenzschicht (=nächtliche
Grenzschicht=Bodeninversion, weil in ihr wie in
Inversion Temp. mit der Höhe zunimmt), häufig weniger
als 100m; Grenzschichtwindsysteme:Land-
Seewinde, Hangwind,..
Zusammensetzung der Atmosphäre
(gemisch + Spurengase)
21% Sauerstoff, 78% Stickstoff, 1%
Argon (Edelgas) + Spurengase: O3
(Ozon), CO₂, Methan, andere Edelgase
+ Wasserdampf (Anteil unterschiedl.,
max 4% auf Kosten von Sauerstoff
und Stickstoff, durch Kondensation
zu Wolkenbild. und Niederschlag)
Gliederung der Atmosphäre
(Schichteinteilung nach..., Name u
Eigenschaften a) bis c))
Gliederung nach Temperaturverteilung,
Zusammensetzung oder Ionisierung; a)Troposhäre
(enthält planetare Grenzs., Temp. abnahme); b)
Tropopause (Temp.stagniert: -55° bis -65°C, Übergang
labil-stabil; ozonschicht beginnt; Höhe variabel: 8-16
km je nach Wetterlage(höher bei hochdruckgebiet),
geografischer breite (äquator hoch, polargeb tief) und
Jahreszeit (So+Herbst höher als im Winter+Fr) ); c)
Stratosphäre (temp steigt wieder bis 0°, maximum des
Ozongehaltes, Meteore können bis hier kommen)
Gliederung der Atmosphäre (Schicht
Name u Eigenschaften d) bis h) )
d) Stratopause (temp. stagniert 0°,
Ozonschicht endet); e) Mesosphäre
(starke temp.abnahme bis -100°,
Ionosphäre u. "Polarlichtschicht"
beginnt); f) Mesopause (T stagniert);
g) Thermosphäre (temp steigt rasch
an bis über 800°, Übergang zum
Weltraum fliessend); h) Exosphäre
Troposhäre
Schicht nr.1; =Wetterraum; enthält
80-90% vom Wasserdampf;
tempabnahme 0.6°
100m; 80% der Masse der ges.
Atmosphäre; Obergrenze=tropopause:
knick in Temp.verlauf sowie im Gehalt an
Spurengasen inkl. Wasserdampf;
Tropopausensprünge bei Fronten mit
Austauch zu Stratosphäre;
Stratosphäre & Stratopause
hoher Ozongehalt: durch Einwirkung
UV-Licht wird aus Sauerstoff Ozon
(O₃)=>Wärmefreisetzng duch chem.
Reaktion; Stabil geschichtet;
Obergrenze bei Temp.maximum (50
km); Wasserdampfgehalt sehr klein
darum nur PERLMUTTERWOLKEN
("horizontale Polarlichter")