Metrologie


Nadine Noser
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Metrologie und behandelt Themen wie die Atmosphäre, Wetterphänomene und Klimazonen. Sie beleuchtet die Rolle von Luft, Temperatur, Wind, Wolken und Niederschlag sowie die Wechselwirkungen zwischen diesen Elementen. Die Karteikarten eignen sich für Schüler, die die Grundlagen der Meteorologie und Klimatologie verstehen möchten, indem sie die verschiedenen Schichten der Atmosphäre, die Auswirkungen von CO2 und die Bedeutung von Wasserdampf und Strahlung erkunden.
Karten
277
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
30.05.2013 / 25.06.2015

Cartes-fiches

Konvektion

löst Gewitter aus; =auftriebsbedingte

Aufwinde; verursacht durch

labilisierte Luftschichtung

Energiequelle Sonne (Energie)

Energieabgabe in Form von

elektromagnetischen Wellen, die kein

Medium brauchen, um sich

fortzupflanzen (können auch durch

Vakuum gehen); Im Innern 15 Mio Kelvin,

aussen 6000 Kelvin; Plasmaausbrüche

verursachen Nordlicht durch Partikel, die

in Richtung Erde fliegen

Solarkonstante

= Strahlungsfluss (Strahlungsenergie pro

Flächen- und Zeiteinheit)von der Sonne

an der Obergrenze der Erdatmosphäre

beträgt im Jahresmittel 1370J

s

m2 = 1370 W

m2; bezogen auf die Erdoberfläche sind

das 342 W

m2

Sonnenflecken

viele Flecken: aktive Sonne, gr.

Energieabgabe; wenige Flecken:

ruhige Sonne, red. Energieabgabe;

Sonnenzyklus im Schnitt 11 Jahre;

ungewöhnlich langanhaltend ruhige

Sonne seit Mitte 2007

Leuchtkraftverlauf der Sonne

Leuchtkraft- und Temperaturverlauf

hatten eine 75 % Korrelation ausser

bei vulkanischer Aktivität und

überproportionaler

Temperaturanstieg im Vergl. zur

Leuchtkraft seit der Industrialisierung

(ab dann nur noch 30% korrelation)

Wellenlänge

Frequenz des Sonnenlichts

für die emittierte Strahlung gilt die

Beziehung, dass

Lichtgeschwindigkeit=Wellenlänge*Frequenz

=>je kleiner die Wellenlänge, desto höher

die Frequenz (=Mass für die Aggressivität /

Energieladung der Strahlung); von Ultraviolett

(0.1) bis Infrarot-Strahlung (1000); das

blaue Licht wird am meisten gestreut =>

Himmel blau

Strahlungsgesetz: Stefan-Boltzmann-

Gesetz

besagt, dass die gesamte

Strahlungsenergie eines schwarzen

Körpers über alle Wellenlängen der 4.

Potenz der Temperatur proportional

ist! E (abgestr. Gesamtenergie)=

Strahlungsgesetz: Wiensche

Verschiebungsgesetz

T*ℷmax=konstant, T=Temperatur des

Strahlers {in Kelvin},

ℷmax=Wellenlänge des Maximums;

gibt den Zusammenhang zwischen

der Temp. und der Wellenlänge der

maximalen Strahlungsintensität

wieder!

Rayleigh - Streuung

ℷ⁴, Iℷ=Streuungsintensität bei Wellenlänge ℷ; Streuung an

Luftmolekülen, die deutlich kleiner sind als die

Lichtwellenlängen => darum Streuung in alle

Richtungen; weil die Streuung stark von der 4. Potenz

der Wellenlänge abhängt, wird blaues Licht viel stärker

gestreut als rotes (je kleiner die Wellenlänge, umso

stärker die Streuung)=> darum Himmel blau; am

Morgen+Abend erscheint er uns rot, weil der

Unterschied in der Intensität der versch. Wellenlängen

umso grösser ist, je länger der Weg des Lichtes durch

die Atmosphärenschichten ist

Streuung (blau, rot, allg)

weil die Streuung stark von der 4. Potenz(Rayleigh),

resp. 1.3 Potenz (Mie) der Wellenlänge abhängt, wird

blaues Licht viel stärker gestreut als rotes (je kleiner die

Wellenlänge, umso stärker die Streuung und umso

stärker die jeweilige Farbe)=> darum Himmel blau; am

Morgen+Abend erscheint er uns rot, weil der

Unterschied in der Intensität der versch. Wellenlängen

umso grösser ist, je länger der Weg des Lichtes durch

die Atmosphärenschichten ist (Streuung spielt k(l)eine

(re) Rolle); blaues Licht so stark gestreut, dass man es

kaum noch sieht

roter Sonnenaufgang

untergang

Meterologie Klimatologie — Strahlung

roter Sonnenaufgang =

Schlechtwetterzeichen: trockene Luft ist

im Osten=> sie war schon bei uns=> ev.

kommt feuchte Luft hinterher; roter

Sonnenuntergang = Schönwetterzeichen:

Wetter kommt von Westen=> rote

trockene Luft kommt noch bei uns

vorbei; je trockener die Luft um so

"kitschiger" die rote Farbe

Mie-Streuung

(ℷ^1.3), Iℷ=Streuungsintensität bei Wellenlänge ℷ;

Streuung an Dunst-Partikeln, Aerosolen, Staub, die

grösser sind als die Lichtwellenlänge; Streuung erfolgt

mit zunehmender Teilchengrösse immer mehr nach

vorne; hängt nur wenig von der Wellenlänge ab =>

Dunst ist desshalb farblos weisslich-grau; auf Grund der

starken Vorwärtsstreuung erscheint der dunstige

Himmel in Richtung Sonne deutlich heller als in der

entgegengesetzten Richtung (dort "sehen" wir v.a. die

Effekte der Rayleigh-Streuung)

Spektrale Energieverteilung der

Sonnenstrahlung

das grüne Licht hat die höchste

Strahlungsintensität und unser Auge reagiert

am empfindlichsten auf diesen

Wellenlängenbereich (wir können s. viele

versch. Grüntöne unterscheiden); für die

Absorption des sichtbaren Bereichs ist v.a.

O3 und O2 verantwortlich; für Infrarot

Wasserdampf; ein gr. Teil der Strahlung

kommt nie an, weil es vom Ozon absorbiert

wird

Jahreszeitliche Bestrahlung und

Weglänge

Neigung der Erde zur Sonne entscheidend

(=Einstrahlungswinkel), weil dies einen

enormen Einfluss auf die Energie pro

Flächeneinheit hat; Abstand zur Sonne spielt

praktisch keine Rolle; Weglänge: bis zu den

Polen haben die Sonnenstahlen einen

längeren Weg (umso kleiner die Energie)

durch die Atmosphäre im Gegensatz zum

Äquator (egal, ob sommer oder winter)

Strahlungs- und Energieflüsse

von der kurzwelligen Strahlung wird 35% ins

Weltall zurückgestrahlt, 15% bleiben in der

Atmosphäre, ca. 50% wird von der Erdoberfl.

absorbiert; Terrestrische Strahlung

(langwellig): 20% Abstrahlung der Erde direkt

ins Weltall (und 30% der Erde in die

Atmosphäre durch Verdunstung/Konvektion)

die Atmosphäre gibt wiederum 35 % ins

Weltall ab

Globalstrahlung

Summe aus der kurzwelligen direkten

(=erreicht direkt den Boden)

Sonnenstrahlung und der kurzwelligen

diffusen Himmelsstrahlung (=wurde erst

von Luftmolekülen, Wassertröpfchen u.

Aerosolen gestreut); mittlere

Globalstrahlung ist am Äquator am

höchsten

Höhenabhängige Gegenstrahlung

die Gegenstrahlung nimmt mit zunehmender

Höhe ab, weil der Luftdruck abnimmt und

somit auch der Wasserdampfgehalt;

Gegenstrahlung = von der Erde abgestrahlte

langwellige Strahlen werden von

Wasserdampfmolekülen reflektiert und zur

Erde zurück geschickt; (Treibhauseffekt

kleiner in grössen Höhen ?)

Albedo α

reflektierter zu einfallender kurzwelligen

Strahlung {in %} = Kurzwelliges (solares)

Reflexionsvermögen; z.B. reiner Neuschnee:

α=75-90%, Meer, See (durch Turbulenz

+Wellengang wird Strahlung eingefangen):

α=6-12%, Asphalt: α=5-10%,

Beton:α=10-35% =>Beton

umweltfreundlicher :-); Albedo an den Polen

am höchsten, auf dem Meer am tiefsten

Strahlungsbilanz Q der Erdoberfläche

Q= 102 W

m2 im Mittel (Jahreszeit- und

Breitenabhängig); (Breitenmittel: Bei

Äquator einen Überschuss und an

den Polen ein Defizit, weil dort

Ausstrahlung grösser als

Einstrahlung)

Globales Wassertransportsystem

Grafik Strahlung Folie 24

Wind Definition, Richtung, Geschwindigkeit

Def: Luftströmung in der Atmosphäre. zu

berücksichtigen sind Windrichtung und

Geschwindigkeit!; Richt: Angabe in Grad

oder Himmelsrichtung, Benennung nach

Richtung aus der der Wind KOMMT;

Geschw: Angabe in Beaufort, Knoten (1

Seemeile/h), m

s, km

h;

Isotachen

Linien gleicher Windgeschwindigkeit

Windmessung

auf möglichst freiem Feld, 10 m über

Boden; den MITTLEREN Wind (=

Durchschnitt der letzten 10 min) und die

Windböen (=Sekundenwind) werden

gemessen

Definition und Messgrössen von Wind

siehe Grafik

Wie entsteht Wind?

Wind entsteht durch Druckunterschiede

(=Druckgradient), fliesst vom höheren zum

tieferen Druck, kein Druckgefälle = kein

Wind; bei Druckgradient entsteht eine

Gradientkraft (P): Druck auf Meereshöhe

muss genommen werden, um P zu

berechnen, P=(P₂-P₁)

L, L=Länge, P₂=höherer Druck,

P₁=niedrigerer Druck

Coriolis Kraft (C)

der zum niedrigeren Druck hinwehende

Wind wird nach rechts abgelenkt (auf

Nordhalbkugel); C ist abhängig von der

Windgeschwindigkeit und von der

geografischen Breite (am Äquator C=0)

Geostrophischer Wind (v)

Gleichgewicht zwischen Gradientkraft und

Corioliskraft (=geostrophisches

Gleichgewicht); weht Isobarenparallel; gute

Näherung für die Winde in der freien

Troposphäre (=ungestört in höheren

Luftschichten), wenn die Isobaren nicht

stark gekrümmt sind; C ist rechtwinklig zur

Bewegungsrichtung des Geostrophischen

Windes;

Geostrophischer Wind einzeichnen,

Geschwindigkeit

1) Druckgradiente suchen 2)

Gradientrichtung einzeichnen 3) Ablenkung

nach rechts einzeichnen (vom höheren

Druck ausgesehen) 4) Geostr. Wind

Isobarenparallel in der Richtung der

Ablenkung einzeichnen; je näher die

Isobaren zusammen sind, umso stärkerer

Geostrophischer Wind herrscht

Wind am Boden

Wind am Boden fliesst NICHT geostropisch,

weil durch Reibung abgelenkt wird; über

Land: Ablenkung ≈ 30°,

Geschwindigkeitsreduktion ≈ 50%; über

Meer: Ablenkung≈10°,

Geschwindigkeitsreduktion ≈ 30%;

Reibungsschicht: 1000-1500 m über Grund

Einfluss der Reibung bei Bodenwind (4),

Wohin wird Bodenluft abgelenkt?

1) vermindert Geschwindigkeit 2)

Corioliskraft wird kleiner => 3) v wird in

Richtung P abgelenkt => Luft wird zum

TIEF HIN abgelenkt

Böigkeit des Windes (Ursache, Ausmass)

durch die Rauhigkeit der Oberfläche is die

Reibung in der bodennahen Schicht stark

erhöht => Windböen; Böen können den

mittleren Wind bis zu 50% übersteigen

Küstenkonvergenz

verursacht Wolkenfelder am Meer auf

Grund der unterschiedlichen Reibung über

Land und Wasser: die schnelle Luft wird

aufgestaut und muss aufsteigen

(=>Wolkenbildung), weil die Luft über dem

Land sehr stark abgebremst wird

Talwind

wind vom Tal; am Tag erwärmt sich die Luft

an den Berghängen, sie steigt auf und zieht

neue Luft nach; Talwind deutlich stärker als

Bergwind; sehr ausgeprägt bei Flachdruckund

Hochdrucklagen

Bergwind

in der Nacht: bodennahe Luft an den

Berghängen kühlt sich ab, diese Luft ist

dichter als die Umgebungsluft => sie sinkt

in die Täler und fliesst aus den Tälern

heraus; s. ausgeprägt bei Hoch- &

Flachdrucklagen

Windfluss im Tief

Luft fliesst INS Tief, Ablenkung nach Rechts

durch Corioliseffekt => Drehung im

Gegenuhrzeigersinn; vertikale

Luftströmung: aufsteigende Luft, die sich

abkühlt, Wasserdampf kondensiert =>

Wolkenbildung

Windfluss im Hoch

Luft fliesst AUS dem Hoch, Ablenkung nach

Rechts => Drehung im Uhrzeigersinn;

vertikale Luftströmung: es ist Subsidenz

vorhanden (=absinkende Luft erwärmt sich,

Wasser verdunstet, Wolken lösen sich auf)

Jet Stream = Strahlstrom (Def)

kräftige Windströmung mit über 60 kt (≈

110 km/h); einige 100 km breit, mehrere

1000 km lang; v.a. in der oberen

Troposphäre

Luftmasse Def

Luftvolumen über grösserem Gebiet mit

ähnlichen Eigenschaften (v.a. Feuchtigkeit,

Temp., Herkunft); Unterschiede zwischen

Luftmassen durchschn. 10 - 15° C; KEINE

fliessenden Übergänge; in der

Übergangszone bilden sich Fronten auf

Grund des Temp. unterschiedes auf engem

Raum

Jet Stream - Druckgefälle

je schmaler die Übergangszone, umso grösseres Gefälle der

Druckflächen; polare Luftmasse (blau): kalte, dichte Luft, h1

klein; Subtropische Luftmasse (rot): warm, weniger dichte

Luft, h2 gross; Gefälle wird gegen oben immer steiler

Jet Stream - Entstehung

entsteht an Luftmassengrenzen; z.B. beim

Zusammentreffen von polarer Kaltluft und

subtropischer Warmluft => Polarfrontjet;

am Boden führt dieses Zusammentreffen zu

Warm- und Kaltfronten;

Study