UI12 Wädenswil Metrologie FS13
Metrologie
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Cartes-fiches
Mesosphäre und Mesopause
abnehmende Temp., labile Schichtung
weil die Dichte der Luft mit zunehmender
Höhe zunimmt; Obergr. bei temp. min
(80km); tiefste temp im Sommer über
Polargebiete: -130°C, fühlbar
messbar; interessante Erscheinung:
leuchtende NACHTWOLKEN (aus
Eiskristallen, die an Vulkanstaubkernen
kondensiert haben)
Thermosphäre
starke temp. zunahme (wegen s. geringer
Dichte der Luft temp. kaum messber =>man
muss sie berechnen); Obergrenze 600 bis
1000 km; stark ionisierte Schichten enthalten
freie Elektronen=>Ionosphäre (von mitte
Mesosphäre bis ende Thermosphäre); hier
reagiert Sauerstoff unter der UV-Strahlung zu
positiv geladenen Ionen (O₂+) und freien
Elektronen
Polarlicht ≈ Aurora Borealis oder
Nordlicht in Alaska; Aurora Australis
oder Südlicht im Süden
bei Plasmaausbruch der Sonne trifft die
Schockwelle der Teilchenwolke auf das
Erdmagnetfeld auf und verformt dieses. Ein teil
der Teilchen bewegt sich entlang des
Magnetfeldes, das an den POLEN zur Oberfläche
hin GEÖFFNET IST, und löst Polarlichter aus; grün
dominant (entsteht, wenn unterhalb von 80 km
Luftmoleküle die Energie aufnehmen, dabei
werden sie ionisiert (=zum leuchten angeregt);
Sonnenwind sorgt für stetige Bewegung
Exosphäre
Diffusionskraft ist stärker als die
Bindung durch die Schwerkraft der
Erde; v.a. Wasserstoff und Helium
entweichen; Ausdehnung 800km bis
über 10000km
Luftdruck
Gewichtskraft (=atmosphärische Masse
(M) * Erdbeschleunigung (g)) pro
Flächeneinheit, die die Atmosphäre auf
den Boden ausübt; Mittlerer Druck auf
Meereshöhe: 1013 hPa = 1013 mbar =
760 Torr (=mm Quecksilbersäule);
Extremwerte: ~850 hPa im Auge eines
Taifuns, 1080 hPa in winterlichen
sibirischen Hochdruckgeb
Luftdruck (Abnahme und
Schwankung)
nimmt mit zunehmender Höhe
exponentiell ab, weil Luft kompresibel ist
(auf 0 mü.M. pro 8m um 1hPa, auf 5500
mü.M. pro 15m um 1 hPa); auf 5500
Meter halb so gross wie auf 0 m ü.M., auf
11000m einen viertel; tägliche
Schwankungen: 0.5 bis 1 hPa mit 2 max
und 2 min; jährliche Schwankungen:
Druckmax. im Winter, min. im So
Luftdichte
abhängig von Temp und Luftdruck; auf 0
mü.M. 1.225kg
m3 bei standardbed; Luftdichte nimmt
langsamer ab mit steigender Höhe als
Luftdruck, weil die gleichzeitig
abnehmende temp. der Dichteabnahme
entgegenwirkt); WASSERDAMPF hat eine
GERINGERE DICHTE als LUFT! => feuchte
Luft hat kleinere Dichte als trockene
Barometrische Höhenformel
weil QFE's (Druck auf Stationshöhe) auf
(internationalen) Wetterkarten nicht
vergleichbar sind (wegen unt.
Stationshöhe), wird der Druck mittels der
Barometrischen Höhenformel auf die
Referenzhöhe (=0mü.M.) umgerechnet
zu QFF (Druck reduziert auf 0mü.M.)
oder QNH (Druck bei
Standardatmosphäre u Standardtemp)
Standardatmosphäre
=internat. Normalatmosphäre, festgelegt für
Luftfahrt (fliegen auf Druckfläche
(=Flightlevel), nicht auf m.ü.M) und Eichung
von Messgeräten; auf Meereshöhe: temp
(+15°C), Druck (1013 hPa), Tempabnahme
(0.65 °C / 100m), Tropopausenhöhe (11km),
Temp. Tropopausenhöhe (-56.5°C);
Isothermie (=temp. verändert sich nicht mit
der Zeit) bis 20km
Temperatur - Definition und
Masseinheiten, Extreme
Mass für in der Luft enthaltende
Wärmeenergie = kinetische Energie der
Luftmoleküle; temp. grösser=>kin. Energie
gr; Siedep. H2O: 100°C = 212°F=373 K,
Schmelzp. H2O: 0°C = 32°F = 273K; tiefste
temp. Welt: Antarktis -89°C, höchste Welt:
Lybien +57°C; max
min CH: -42°C bei la Brévine und +39°C
Basel; Tempabnahme Troposphäre: 2°C pro
300m
Temperatur - Erwärmung und
Abkühlung der Luft (je 3)
Erwärmung: 1)Einfallende Sonnenstrahlung
(erwämt Erdboden), 2)Konduktion
(Wärmeübertragung durch Kontakt), 3)
Konvektion (auftriebsbedingte Aufwinde)
Turbulenz; Abkühlung: 1)Terrestrische
Abstrahlung, 2)Konduktion (findet bei viel
Wind kaum statt=> windige Nächte bleibt
Luft warm), 3)Konvektion
Turbulenz
aktuelle Temperatur
über die kinetische Energie der
Moleküle definierte Temp. T; = Temp.
des trockenen Thermometers (bei
100% Luftfeuchtigkeit: aktuelle Temp
= Feuchttemp)
Feuchttemperatur
temp. des feuchten Thermometers; aus
der Differenz zur "aktuellen Temp." wird
die LUFTFEUCHTIGKEIT bestimmt; Sensor
wird benetzt => Luft strömt mittels
Ventilator beim Sensor vorbei, wobei Luft
aufgenommen wird. =>sensoroberfläche
kühlt ab => je trockener die Luft, umso
mehr H2O nimmt sie auf und umso
kühler wird der Sensor
Potentielle Temperatur
zur Kennzeichnung einer Luftmasse:
Temp. die ein Luftpaket annehmen
würde, wenn es unter einen Druck von
1000 hPa gebracht würde (ohne
Wärmezuführung von aussen!);
berücksichtigt die adiabatische
Erwärmung oder Abkühlung bei
vertikaler Verlagerung; verwendet in
numerischen Modellen
Pseudopotentielle Temperatur
= equivalent potentielle Temperatur; Mass über
Feuchtigkeit + Wärmeinhalt; Temp., die ein Luftpaket
erreicht, wenn es hypothetisch ohne Zuführung von
Wärme von aussen zunächst gehoben wird, bis aller
enthaltener Wasserdampf auskondensiert und
ausgefallen ist, und dann unter den Druck von 1000 hPa
gebracht wird; höher als die potentielle Temp.,
entspricht der Erwärmung, die beim Föhn beobachtet
werden kann; zur Kennzeichnung einer Luftmasse, die
Gebirge überströmt und in der darum Kondensationsund
Verdunstungsprozesse statt finden
Taupunkt
Temp. auf die die feuchte Luft
abgekühlt werden muss, damit sich
Tau bildet (=Sättigung der Luft mit
Wasserdampf eintritt). zur best. der
Luftfeuchtigkeit; am genausten für
Messung von rel. Luftfeuchtigkeit
Virtuelle Temperatur
Mass für Luftfeuchtigkeit; Temp., die
trockene Luft annehmen müsste, um
bei gleichem Druck die gleiche Dichte
wie feuchte Luft (immer leichter als
trockene Luft!!) zu haben => immer
höher oder gleich wie die "aktuelle
Temp."
Luftfeuchtigkeit definition
= Wasserdampfgehalt der Luft;
Wasserdampf: leichter als trockene
Luft, bis 4% der Luft, nach
Kondensation als Dunst, Wolken,
Nebel o. Dampfschwaden erkennbar
Luftfeuchtigkeit definition
= Wasserdampfgehalt der Luft;
Wasserdampf: leichter als trockene
Luft, bis 4% der Luft, nach
Kondensation als Dunst, Wolken,
Nebel o. Dampfschwaden erkennbar
Absolute Feuchtigkeit
Menge Wasserdampf in Gramm PRO
KUBIKMETER feuchter Luft
Spezifische Feuchtigkeit
Mege Wasserdampf in Gramm PRO
KILOGRAMM feuchter Luft
Mischungsverhältnis (Masse
Luftfeuchtigkeit)
Angabe der Menge Wasserdampf in
Gramm pro KILOGRAMM TROCKENER
LUFT
Relative Luftfeuchtigkeit
Verhältnis in % zwischen der
effektiven und der maximal
möglichen Menge an Wasserdampf in
der Luft ( in Bergen 10 - 20%
möglich); wird direkt mit Hygrometer
gemessen;
Luftfeuchtigkeit - Beziehung zu Temp
und Druck
mit steigender Temp. nimmt die
maximal mögliche Menge zu
(-20°C=0.8 g/kg, +30°=28g/kg);
(mit steigendem Druck nimmt die
Temperatur zu)
Hochdrucklage
dreht im Uhrzeigersinn; Atlantische
Störungszonen werden nach Norden abgedrängt;
geringe Druckunterschiede (gr. Isobarenabstand)
=> schwache Luftbewegung; Wenn in der
Bodenkarte und in der Höhenk. ein hoch
erkennbar =>stabil, sonst (nur Bodenk)
Zwischenhoch; SUBSIDENZ; WOLKENAUFLÖSUNG
(durch Erwärmung u Austrocknung der
absinkenden Luft); Schönwettercumuli (können
wachsen und Gewitter ankündigen); INVERSION
Subsidenz
typ. Merkmal von Hochdrucklage;
(grossräumige) Absinkung von Luft,
die dabei komprimiert wird und sich
durch den erhöhten Druck erwärmt;
hört bodennnah auf=> darum vor
allem im Winter oben oft wärmer als
bodennah
Inversion
bildet sich oft bei Hochdrucklage
über der Grundschicht; in dieser
Schicht nimmt temp. mit
zunehmender Höhe zu; darunter
sammeln sich Schadstoffe an (starker
Dunst); kein Vertikaler Austauch in
der Atmosphäre
Nebeldecke bei Hochdrucklage
meist Nov bis Januar mit 200m Dicke,
Obergrenze um 600m; Im Winter ist
Erdoberfläche kühl und bodennahe Luft kühlt
ab=> bildung ausgedehnter
Bodennebelfelder, weil Luft durch die
Abkühlung gesättigt wird + Sonne vermag
nicht aufzuwärmen im Winter; während
Hochs ist es im Gebirge meist sonnig, in den
Niederungen jahreszeitlich unterschiedlich;
Bisenlage
wenn Hochdruckgebiet nördlich und
Tiefdruckgebiet über dem westlichen
Mittelmeer=>Druckgefälle über dem
Alpenraum=> erzeugt Ost- bis
Nordostströmung=> auf Grund der
Kanalisierung wird Windgeschwindigkeit
immer grösser gegen Genf (Böenspitze
über 90 km/h); im Rhonetal Mistral
genannt; im Winter Hochnebel
Hochnebel bei Bisenlage
meist bis 1100mü.M.; im Sommer ist
anströmende KONTINENTALE LUFT
trocken=>schönes Wetter; im Winter ist kont. Luft
FEUCHT=>Hochnebel (Stratus) über den
Niederungen; durch das Hochdruckgebiet nördlich
hat es Subsidenz (warme, trockene Luft) und von
osten kommt feuchte Luft=>In der Mitte bildet
sich eine Inversion = Obergrenze der Stratus;
Wolkenuntergrenze hängt vom
Feuchtigkeitsgehalt der Luft ab
Inversion bei Biesenlage
Inversionsuntergrenze=Obergrenze des
Hochnebels; Taupunkt und Temp. Kurve
kommen immer näher zusammen (nähern
sich der Nebeldecke), bleiben aufeinander (in
der Nebeldecke), gehen wieder auseinander
(Temp steigt an, Taupunkt sinkt)
=Inversionsuntergrenze;
Inversionsobergrenze=dort, wo temp wieder
abnimmt; je näher sich Taupunktkurve +
Tempkurve sind, umso feuchter
Föhnlage = Südföhn (Drucksituation)
Zentrum des verursachenden Tiefs liegt im
Raum Ärmelkanal; Kaltfront zum Tief ist
bereits in Ostfrankreich, Niederschlaggebiet
im Jura; kleines Hoch in Oberitalien;
Isobarenverlauf über Alpen in S-Form
(Föhnknie); Voraussetzung: Süd- bis
südwestliche Höhenströmung über Alpen;
Luftdruck in Zürich 10 bis 15 hPa tiefer als in
Locarno (auf 0 müM red. Werte);
Föhnlage Bewölkungssituation
auf der Alpensüdseite: Staubewölkung weil feuchte Luft
steigt und abkühl=>starker Niederschlag!=>feuchttrübes
wetter; Nordseite: Luft sinkt, erwärmt sich und
trocknet aus => Wolkenauflösung bewirkt Föhnloch
über den Voralpen bis Bodensee; nach Hinderniss
machen stabile Luftmassen Wellenbewegung
=>Leewellen in Nordseite (Linsenförmige
Wolken=Föhnfische), darunter (unter Alpenkammhöhe)
oft Rotoren (Walzen mit horizontaler Achse); weiter
Richtung Norde Frontalbewölkung; Föhnmauer am
Alpenkamm
Föhnlage Windgeschwindigkeit und
Föhntäler
in Föhntälern bis 130 km
h; am Alpenkamm bis 180km
h; Typische Föhntäler: Zentralwallis,
Urner Reusstal, Glanerland, St.Galler
und Churer Rheintal, Täler im Berner
Oberland; Föhnloch: Zentralwallis,
Berner Oberland, Zentral- &
Ostschweiz, Nordbünden
Staulage = Nordwind = Nordföhn
Hochdruckgebiet mit Zentrum westlich der
Schweiz + Tief in Osteuropa; physikalisch sehr
ähnlich (auch Druckgefälle)zu Südföhn, nur Seiten
und Richtungen vertauscht; feuchte Luft aus
Nordsee und staut sich am Alpennordhang
(Nordstau), Niederschläge geringer weil "Nordluft"
weniger Wasserdampf enthält; tiefe
Schneefallgrenze im Winter; Einfluss in der
Ostschweiz grösser, weil sich in der Westschweiz
der Hochdruckeinfluss bemerkbar macht
Staulage (Alpensüdseite +
Windrichtung)
südlich Linie Biasca-Bergell Himmel
"wolkenlos" und Luft klar, sowie turbulenter
Nordwind, der gelegentlich bis zur Po-Ebene
vorstösst; optimale Windrichtung= 300°;
Westw. (270°)= schlechte Staukomponente
+milde Meeresluft; Nordwind (360°)=gute
Staukomponente, aber meist zu kontinentale
Luftmasse (kleineres Feuchteangebot)
Staulage (Niederschlag)
v.a. Alpennordhang vom Berner Oberland bis
Alpstein, nördliches Graubünden, bei
starkem Höhenwind auch westliche Voralpen
+inneralpine Regionen; Flachland=wenig; v.a
im Winterhalbjahr=>Starkschneefall (bis
50-80 cm / 24 Stunden); Intensität abhängig
von:a)Feuchteangebot, b)Stärke und Richtung
der Strömung; c)Krümmung der Strömung
Vb-Lage (5-B-Wetterlage) =
Tiefdrucklage (Zugbahn)
wenn die Verlagerung des Zentrums eines Tiefs entlang
der definierten Vb-Zugbahn (von Italien über Po-Ebene
oder Nordadria über Slowenien um die Alpen herum,
nordwärts über Österr., Ungarn und Polen) erfolgt; auf
dem Weg nach Nordost müssenn die Luftmassen an den
Alpen aufsteigen, wodurch sie sich abkühlen => häufig
Starkregen; treffen die wasserreichen Wolken auf die
nach Süden vorgerückte Kaltfront, kommt es meist zu
sintflutartigen Niederschlägen; Tiefs auf der Vb-
Zugbahn bewegen sich nur langsam vorwärts
Vb-Lage (Ablauf)
1) Tief verstärkt sich über Mittelmeer (gr.
Niederschlagpot. im Spätsommer und Herbst, weil Meer
dann am wärmsten), 2)Tief nimmt viel Feuchte auf, 3)
weitere Zugbahn richtung Nordost, 4) Winddrehung über
den Alpen auf Nord bis Nordost (Nordstau);
Niederschlagsgebiete: Alpennordhang, nördl. Wallis +
nördl. Graubünden in CH, häufiger A, H, D, CZ, SK, PL; s.
grossflächige Starkniederschlagsereignisse (bis 100
(200)mm
48 h) =>Hochwassergefahr
Gegenstromlage
markante Luftmassengrenze über Alpenkamm =>
gr. Unterschiede Schneefallgrenze (1800-3000m);
in den unteren Schichten fliesst aus NE Kaltluft
ein; darüber gleitet Warmluft aus S auf; in der ges.
CH möglich; von Süden her konvektiv durchsetzte,
flächige Niederschläge (8-12mm/h); Niederschl.
kommen von S über Alpen, bodennahe Kaltluft
verhindert Föhneffekte und sorgt für weitere
Hebung der warmfeuchten Luft; Schneefallgrenze
oft rel. tief trotz warmer Luftmasse (NSabkühlung)