Naturmanagement


Nadine Noser
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in das Naturmanagement und behandeln Themen wie Pflanzen, Holz, Rinde und verschiedene Baustoffe. Sie konzentrieren sich auf die Verwendung von Holz als Baustoff, die Eigenschaften von Pflanzen und deren Schutz, sowie die Bedeutung von Wasser und Dünger für das Pflanzenwachstum. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Grundschüler, die sich mit den Grundlagen des Naturmanagements vertraut machen möchten, und bieten praktische Tipps und Informationen für den Umgang mit natürlichen Materialien.
Flashcards
58
Students
4
Language
German
Category
Nature Studies
Created / Updated
25.06.2013 / 13.09.2015

Flashcards

was bedeutet naturnahe?

?

was bedeutet natürlich am jeweiligen Objekt?

?

Ingenieurbiologie ist eine ..., ...

Massnahme

Ingenieurbiologie ist eine alte, bekannte

Massnahme

Definition Ingenieurbiologie

Ingenieurbiologie

ist ein Teilgebiet des Bauwesens, das

technische ökologische und

ökonomische Zielsetzungen verfolgt,

und zwar vorwiegend durch den Einsatz

lebender Baustoffe

Einsatzbereiche

• Wildbach- / Lawinenverbau

• Wasserbau

• Landgewinnung

• Dünenfixierung

• Landwirtschaft

• Verkehrswegebau

Abgrenzung

Einsatz von Pflanzen, Pflanzenteilen und

Beständen

• Ergänzt durch natürliche Baustoffe

NICHT

• Erd- und Felsanker

• Stützmauern aus Beton und

Betonfertigteilen

Funktion von Pflanzen

• Unterschiedliche

Fortpflanzungsmechanismen

• Regeneration nach Verletzungen

• Verzahnung von Materialien

• Vernetzung von Strukturen

• Wasser pumpen

• Erosionsmaterial auffangen

• Anpassung an Bewegung und Kräfte

• Flächendeckung

Wirkungsweisen-Kategorien

1. Technische Wirkungen

2.Ökologische Wirkungen

3.Gestalterische Wirkungen

4.Ökonomische Wirkung

technische Wirkungen

• Schutz vor Erosion durch Wind,

Wasser, Schnee, Steinschlag,

Murgänge etc.

• Reduktion mechanischer Kräfte durch

Schaffen von Rauigkeit

• Oberflächliches und/oder

tiefgründiges Stabilisieren

ökologische Wirkungen

• Lebensraum für Pflanzen und Tiere

• Lebensqualität

• Verbesserung der Bodenqualität

• Ausgeglichene Temperatur und

Feuchtigkeit = besseres Mikroklima

gestalterische Wirkung

• Ausheilen von Wunden

• Landschaftsästhetische Eingliederung

• Schaffen von Akzenten und Strukturen

Erosionsfläche per se ist nicht negativ!

ökonomische Wirkung

• Hohe Lebensdauer

• Regenerationsfähigkeit

• Wachsende Stabilität

• Gute Energiebilanz

Bezogen auf einzelne Phasen

nicht immer günstiger!

einschränkende Faktoren

• Höhenlage, Klima

• Geologie

• Licht

• Topographie

• Wasserhaushalt

• Boden

• Nutzungen

Grenzen im Wasserbau

• Grosse Wasserstandsschwankungen

• Extreme Abflussspitzen

• Lange Überflutungsphase

• Geschiebetrieb (zu viel oder zu wenig)

• Geschiebekörnung

• Eistrieb

• Zu hohe Schleppspannungskraft /

Fliessgeschwindigkeit

• Zu wenig Raum

• Starker Wellenschlag

• pH Wert (zu sauer oder zu grosse Härte )

Sie verstehen Möglichkeiten und Grenzen

der Ingenieurbiologie

Ingenieurbiologische Massnahmen

können nur dort eingesetzt werden, wo

Pflanzen wachsen können

Baustoff Pflanze

Stabilisierende Wirkung der Vegetation ist

Ergebnis der Anpassung an den Standort

Eignung als Baustoff ist beeinflusst durch:

• Aufbau Pflanzenköper (Anatomie)

• Äussere Gestalt (Morphologie)

• Lebensvorgänge (Physiologie)

• Räumliche Verbreitung (Chorologie)

• Vergesellschaftung (Soziologie)

• Wechselbeziehungen von Arten /

Populationen (Ökologie)

Biotechnische Eigenschaften

• Grosse ökologische Amplitude

• Hohe Anwuchsrate

• Schnellwüchsig

• Starkes Wurzelwachstum

• Technisch günstige Wuchsform

• Günstiges Wurzel/Trieb-Verhältnis

• Hohe Belastbarkeit

• Hohe Verdunstungsrate

• Rohbodenbesiedler

• Günstige Sukzessionsbeeinflussung

• Gute (vegetative) Vermehrbarkeit

Wurzelsysteme

 

Herz- (Schwarzerle)

Pfahl- (Vogelkirsche)

Senker- (Esche)

Adventivwurzel

• Sprossbürtige Wurzeln, welche nicht aus

einer Keimwurzel hervorgehen

• Auf der Adventivwurzelbildung basieren die

wichtigsten Baumassnahmen

Etagenartige Wurzeln

?

Unterirdische Ausläufer

?

Symbiosen

• Stickstoffbindung (Actinomyceten, Rhizobium etc.)

• Mykorrhizapilze

• Effiziente Nähstoff-/Wasseraufnahme

• Schutz vor Vergiftung

• Stabilisierung von Bodenmatrix und

Porenstruktur

• Verbessert Nährstoff-/Wasserrückhaltekapazität

Vergesellschaftung

Dynamische, sich entwickelnde Systeme sind wichtig

für dauerhafte Standfestigkeit.

Übergang von kurzlebigen instabilen zu stabilen

Gesellschaften

Bsp. Rohboden:

• Moose und Flechten

• Einjährige Arten

• Mehrjährige Arten (Stauden)

• Verholzende Zwergsträucher

• Pioniergehölze

• Endgesellschaft

Materialformen

Feiner Ast, Rute 200 - 300 1 - 3 mit Rinde und möglichst fein verästelt

Grober Ast, Stange 250 - 600 3 - 6 mit Rinde, keine groben Queräste

Steckling, Steckholz 30 - 60 1 - 4

(ev. 6)

mit Rinde ohne Seitenäste, unverletzt

Pflock 60 - 120 5 - 10 mit Rinde, dickes Ende abgeschrägt

Pfahl 150 - 300 10 - 20 mit Rinde ohne Seitenäste, zugespitzt

Verarbeitung von Astmaterial

• Gewinnung ausserhalb der Vegetationszeit,

sonst Einbau innert Stunden

• Grobe und blattfreie Ware ist weniger

vertrocknungsempfindlich

• Möglichst kurze Lagerung und nur am Schatten,

feucht, möglichst unter 10°C

• Nasses oder feuchtes Bodensubstrat, keine

Hohlräume

• Überstand beim Einbau ca. 10 cm (= eine Hand breit)

• Wuchsrichtung beachten, dickes Ende muss immer

überdeckt sein

• Robinie (invasiv!) und Pappel verbreiten sich sehr

stark und verdrängen alle andern Pflanzen.

Artenwahl

1. Vermehrbarkeit

2. Resistenz gegen Beanspruchung

3. Überstaubarkeit

4. Zugfestigkeit der Wurzeln

5. Bodenfestigung

6. Pumpende Wirkung

7. Ökologische Gesichtspunkte

8. Landschaftsästhetische Gesichtspunkte

weitere Bau- und Hilfsstoffe

1. Mineralische Stoffe

2. Tote Baustoffe mit Zersetzung

• Holz und Reisig

• Pflanzenfasern

3. Begrünungshilfsstoffe

• Dünger

• Bodenverbesserungsmittel

• Kleber

Mineralische Baustoffe, sind Stoffe welche ....

 

- natürlichen Ursprungs sind

… und …

- keiner Zersetzung unterliegen.

Unbearbeitetes Material

• Sand

• Kies

• Felsabbruch

• Bollensteine (aus Kies ab Wand)

• Flusssteine (aus Gewässer oder Alluvionen)

• Findlinge (aus Moräne)

bearbeitetes Material

• Gradierte Sande und Kiese

• gebrochene Sande und Kiese

• Splitt

• Schroppen > Schotter

• konfektionierte Steine und Blöcke (gebrochen,

gestockt, gesägt oder gefräst)

was ist bei bearbeitetem Material zu beachten?

• Herkunft möglichst aus dem Einzugsgebiet

• Steinhärte bei besonderer Anwendung

berücksichtigen:

Silikatminerale (Granit, Gneis, Quarzsandstein) sind

härter als Kalke oder gar Mergel.

(Abrasion, Frostsprengung, Druckfestigkeit,

Verwitterung, Nachbearbeitung)

• In der Gewässersohle möglichst keine gebrochenen

Steine einbringen

Tote Baustoffe mit Zersetzung

Baustoffe sind aus dem Stoffwechsel mit Substrat, Wasser,

Luft und Nährstoff entstanden

Zersetzung bei Luftzutritt

Nutzungsdauer zwischen einer Vegetationsperiode (Reisig)

und „Ewigkeit“ (Holz ohne Luftzutritt)

•Holz und Reisig

•Pflanzenfasern

was ist zu beachten bei Holz?

• Herkunft: Einheimisches, vor Ort verfügbares Holz

• Harthölzer nur bei besonderer Verwendung (Haltbarkeit,

Abrasion)

• einheimische Harthölzer wie Eiche, Robinie oder

Hagebuche anstelle von Tropenhölzern.

• Holz nach Einbau möglichst überdecken

• Totholz wichtig für Gewässerrevitalisierung

Konstruktiver Holzschutz

• (geschältes) Rundholz dauerhafter als Schnittholz

• Holzzerstörung durch Insekten, Pilze, Bakterien

• Sägen auf Holzunterseite (aufliegendes Holz)

• Kein waagrechtes Stirnholz

Pflanzenfasern

• Matten, Gewebe, Schnur oder Seil:

• Jute (Bast-Faser, Stängel von Corchorus-Pflanzen)

• Kokos

• Hanf

• Mulchmaterial

• Heu

• Stroh

• Schilf

• Rinde

• etc.

Funktion von Mulchschichten

• Rohbodenstabilisierung

• Abdeckung von Saaten

• Verbesserung Mikroklima

• (Bodenverbesserung)

Dauerhaftigkeit der Fasern

• Jute = 1 Jahr

• Kokos = 3 Jahre

• Heu, Stroh, Schilf = einige Monate

Begrünungshilfsstoffe

• Dünger

• Bodenverbesserungsmittel

• Mulch

• Kleber

Dünger

• Mineraldünger

= Nährstoffe sofort pflanzenverfügbar

• organischer Dünger

= längerfristiger Nährstoffnachschub

• für schnellen Aufbau des Pflanzenbestandes

• Kein intensives Wurzelwerk!

• Bedarfsabschätzung beruht auf Erfahrung

Ziel von

Bodenverbesserungsmittel

Bodeneigenschaften

für Vegetationsansiedlung verbessern

• Wasserhaltevermögen

• Nährstoffbindevermögen

• Erhöhen/reduzieren pH

• Organische Substanz

• Biologische Aktivität

Study