Tranquillanzien/Anxiolytika/Hypnotika
Benzodiazepine, Z-Substanzen, ...
Benzodiazepine, Z-Substanzen, ...
-
- 1 / 56
-
Flashcards
Benzodiazepine: annellierte Derivate -> Triazolo- und Imidazo-Derivate
Gemeinsamkeiten
• Anellierung eine Triazol- oder Imidazol-Ringes
• schneller Wirkungseintritt
• sehr kurze HWZ
=> ideale Einschlafmittel
ALLE annellierten Derivate haben an Triazol/Imidazol eine Methylgruppe, welche hydroxyliert wird und dann glucuronidiert wird
=> schnelle Inaktivierung, sehr kurze HWZ
Brotizolam
kurzwirksames Benzodiazepin aus der Untergruppe der annellierten Derivate
Unterschied zu Triazolam: Thiophen statt Benzol an Diazepin annelliert, und Br statt Cl am Thiophen
Pharmakokinetik und Metabolismus von Benzodiazepinen: PK Eigenschaften, Phase 1 und Phase 2
• Gute Resorption aus Gastrointestinaltrakt (lipophile Basen)
• Gute Penetration ins ZNS (hohe Lipophilie)
• Gelangen in Plazenta und Muttermilch.
Stark lipophile Substanzen fluten schnell im Plasma und ZNS an.
Metabolismus:
1. Intensiver Phase-I-Metabolismus, meist via CYP3A4
2. N(1)-Desalkylierung
3. C(3)-Hydroxylierung
4. Reduktion der C(7)-Nitrogruppe zum Amin
Phase-II:
Glucuronidierung der C(3)-OH und Acetylierung (der Amine)
CAVE: Aktive Metaboliten (selbst Arzneistoffe): Bei Einmalanwendungen unerwünschte
Verlängerung der Wirkdauer, bei chron. Anwendung: Kumulation.
Benzodiazepine: Arzneistoffinteraktionen
• kaum Interaktionen,
• keine Enzyminduktion (CYPs) -> Vorteil gegenüber CYP-induzierenden Barbituraten
• Arzneistoffe mit Hemmwirkung auf CYPs (z.B. orale Kontrazeptiva, Cimetidin) verlängern die Wirkung der Benzodiazepine
• Arzneistoffe, die CYPs induzieren (z.B. Rifampicin, Phenytoin) vermindern die Wirkung
• Wichtigste Interaktion: Wirkungsverstärkung mit Ethanol (welches ebenfalls am GABAA angreift: retrograde Amnesie, bis zur Bewusstlosigkeit)
- kaum PPB -> nur wenig AS nötig
Welche Stoffe gehören zu den "anderen Tranquillanzien"?
Hydroxyzin und Buspiron, können Benzo-Wirkung verstärken