Tranquillanzien/Anxiolytika/Hypnotika

Benzodiazepine, Z-Substanzen, ...

Benzodiazepine, Z-Substanzen, ...


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Tranquillanzien, Anxiolytika und Hypnotika auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Wirkmechanismen, Untergruppen wie Benzodiazepine, deren Derivate und deren Interaktionen mit GABAA-Rezeptoren. Die Karteikarten behandeln auch die pharmakokinetischen Eigenschaften, Metabolismus und klinische Anwendungen dieser Substanzen. Medizinstudenten und Fachkräfte profitieren von den detaillierten Informationen, um die Wirkungen und Nebenwirkungen dieser Arzneimittel besser zu verstehen.
Karten
56
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.07.2016 / 13.05.2022

Cartes-fiches

Benzodiazepine: annellierte Derivate -> Triazolo- und Imidazo-Derivate 

Gemeinsamkeiten 

• Anellierung eine Triazol- oder Imidazol-Ringes
• schneller Wirkungseintritt
• sehr kurze HWZ

=> ideale Einschlafmittel

ALLE annellierten Derivate haben an Triazol/Imidazol eine Methylgruppe, welche hydroxyliert wird und dann glucuronidiert wird 

=> schnelle Inaktivierung, sehr kurze HWZ

Alprazolam

kurzwirksames Benzodiazepin aus der Untergruppe der annellierten Derivate

Triazolam

kurzwirksames Benzodiazepin aus der Untergruppe der annellierten Derivate

Brotizolam

kurzwirksames Benzodiazepin aus der Untergruppe der annellierten Derivate

Unterschied zu Triazolam: Thiophen statt Benzol an Diazepin annelliert, und Br statt Cl am Thiophen

Midazolam

kurzwirksames Benzodiazepin aus der Untergruppe der annellierten Derivate

HWZ: 5-10 min

Midazolam Verteilung im ZNS

Clobazam

einziges 1,5-Benzodiazepin

Benzodiazepin Antagonisten: WM, Funktion in Therapie, Strukturmerkmal, Name 

• Verdrängung von Benzodiazepinen aus der Bindungstasche
• Aufhebung der Wirkungen von Benzodiazepinen bei Patienten: Steuerung der Sedierung.
• Strukturelles Merkmal: C(5)-Arlysubstituent fehlt.

Flumazenil

Pharmakokinetik und Metabolismus von Benzodiazepinen: PK Eigenschaften, Phase 1 und Phase 2

• Gute Resorption aus Gastrointestinaltrakt (lipophile Basen)
• Gute Penetration ins ZNS (hohe Lipophilie)
• Gelangen in Plazenta und Muttermilch.
Stark lipophile Substanzen fluten schnell im Plasma und ZNS an.


Metabolismus:
1. Intensiver Phase-I-Metabolismus, meist via CYP3A4
2. N(1)-Desalkylierung
3. C(3)-Hydroxylierung
4. Reduktion der C(7)-Nitrogruppe zum Amin


Phase-II:
Glucuronidierung der C(3)-OH und Acetylierung (der Amine)
CAVE: Aktive Metaboliten (selbst Arzneistoffe): Bei Einmalanwendungen unerwünschte
Verlängerung der Wirkdauer, bei chron. Anwendung: Kumulation.

Phase-I-Metabolismus: N(1) Desalkylierung und C(3)-Hydroxylierung von
Benzodiazepinen

Phase-I-Metabolismus: Reduktion der 7-Nitrogruppe zum Amin

Phase-I-Metabolismus: Hydroxylierungen am Midazolam

Benzodiazepine: Arzneistoffinteraktionen

• kaum Interaktionen,
• keine Enzyminduktion (CYPs) -> Vorteil gegenüber CYP-induzierenden Barbituraten
• Arzneistoffe mit Hemmwirkung auf CYPs (z.B. orale Kontrazeptiva, Cimetidin) verlängern die Wirkung der Benzodiazepine
• Arzneistoffe, die CYPs induzieren (z.B. Rifampicin, Phenytoin) vermindern die Wirkung
• Wichtigste Interaktion: Wirkungsverstärkung mit Ethanol (welches ebenfalls am GABAA angreift: retrograde Amnesie, bis zur Bewusstlosigkeit)

- kaum PPB -> nur wenig AS nötig

Welche Stoffe gehören zu den "anderen Tranquillanzien"?

Hydroxyzin und Buspiron, können Benzo-Wirkung verstärken

Hydroxyzin

nicht-benzodiazepin Tranquillanz

•H1-Rezeptorantagonist
• sedierend, antikonvulsiv, antiemetisch, anticholinerg

Buspiron

• D2-Rezeptor-Antagonist bzw. Partialagonist am 5-HT1A-Rezeptor
• bei akuten und chronischen Angstzuständen

Ähnlichkeit zu Trazodon

Étudier