Tiere

Tiere

Tiere


Jeannette Vonberg
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Biologie der Tiere, insbesondere auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Klassifikation und Entwicklung von Wirbeltieren, Säugetieren, Vögeln und Reptilien, wobei Begriffe wie Gnathostomier, Amnioten und Vertebraten zentral sind. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende und Forscher, die sich mit der Systematik und Anatomie von Tieren auseinandersetzen, und bieten detaillierte Einblicke in die Evolution und Anpassungen verschiedener Tiergruppen.
Cartes-fiches
112
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
12.12.2013 / 15.12.2013

Lernkarten

Wann entstanden Tiere?

Präkambrium (1/2-1 mrd. Jahre her), frühe Formen bewohnten das Meer

Wodurch sind Tiere definiert?

Ernährungsweise, Bau, Entwicklungszyklus und Evolution

Metazoen

heterotrophe, vielzellige Eukaryoten

Metazoen

höhere, mehr/vielzellige Tiere; heterotrophe, vielzellige Eukaryoten

heterotroph

verwenden organische Stoffe sowohl als Energiequellen, indem sie diese chemisch abbauen, als auch zum Aufbau körpereigener Stoffe.

zusammenhalt des Tierkörpers durch

extrazelluläre Strukturproteine

tight junctions

Zellkontakte, durch welche Epithelzellen aneinander geheftet sind.

3 Funktionen:

-mechanischen Stabilisierung des Epithelzellverbands, indem sie die Zytoskelette der teilnehmenden Zellen miteinander verbinden und damit alle Epithelzellen in die Gewebestatik einbeziehen.

-Barrierefunktion

-Zaunfunktion (erhalten die Polarität der Epithelzellen aufrecht)

Epithelzellen

 polare Zellen, die eine apikale und eine basale Seite aufweisen. Die apikale Seite zeigt in Richtung der Epitheloberfläche, die wiederum nach außen (z.B. bei der Haut)

gap junction

porenbildende Proteinkomplexe, die die Plasmamembran zweier Zellen eng miteinander verbinden

Tierisches Gewebe

-haben Nerven- und Muskelgewebe (haben immer entweder beides oder nichts von beidem!!)

-Gewebe entsteht aus embryonalen Keimblättern (Schichten des gastrulierten Keimgewebes)

Manche haben nicht normales Wachstum zum adulten sondern..

Entwicklungszyklen mit Larvalform (aus ökologischen Gründen) und Metamorphose zum Adulten (dann Sex)

Wodurch wird die Embryogenese eines Tieres kontrolliert?

durch regulatorische Gene:

fast alle Tiere und ALLE Eumetazoen haben diese HOX Gene:

(nomeotische Gene) = Untergruppe der  Homeobox-Gene; entdeckt in Drosophila > ENTDECKUNG DER EINHEIT DES LEBENS AN HOMEOTISCHEN GENEN!!

gehört zu den Transkriptionsfaktoren!! Schalter der Proteine und reguliert die Gene!!

monophyletischer Ursprung des Tierreiches

das Tierreich geht auf 1 gemeinsamen Vorfahren zurück

das Tierreich entstand vermutlich aus einem kolonialen, begeisselten Protisten (kolloniale Einzeller, Phlagellaten = nächster untierischer Verwandter)

 

Hypothese zur Bildung von Metazoen

das Tierreich entstand vermutlich aus einem kolonialen, begeisselten Protisten (kolloniale Einzeller, Phlagellaten = nächster untierischer Verwandter)

 

Gliederung der Metazoen nach folgenden Kriterien

Metazoen 

erste Verzweigung:

Parazoen <-> Eumetazoen

Unterteilung nach Gewebetyp

Parazoen = Schwämme; Vielzeller ohne echte Epithelien

Eumetazoen = echte Vielzeller; Epithelien mit Zellkontakten (Tight junctions)

Metazoen 

Parazoen <-> Eumetazoen

zweite Verzweigung:

Eumetazoen: Radiata <-> Birlateria

Aufteilung nach Anzahl Keimblätter

Radiata = zwei Keimblätter = Diploblasten; Ecto- / Endoderm 

Bilateria =Symmetrie, Kopf; Tripoblasten = drei Keimblätter ; Ecto-/Endo-/Mesoderm (erzeugt Muskulatur und viele andere Innere Organe

Metazoen 

Parazoen <-> Eumetazoen

Eumetazoen: Radiata <-> Birlateria

3: Bilateria: Acoelomaten <-> solche mit Körperaushöhlungen

Aufteilung nach Verfügung über der Leibeshöhle

Acoelomaten = NUR PLATTWÜRMER Aufteilung nach Verfügung über der Leibeshöhle

Metazoen 

Parazoen <-> Eumetazoen

Eumetazoen: Radiata <-> Birlateria

Bilateria: Acoelomaten <-> solche mit Körperaushöhlungen

4: solche mit Leibeshöhle: Pseudocoelomaten<-> Coelomaten

nach Art der Leibeshöhle: allg.:die Leibeshöhle wirkt als hydrostatisches Skelett, Polster für Organe, Trennung von Viszera (Eingeweide) und Muskulatur!

Pseudocoelomaten = einseitige Muskelabgrenzung, Ektoderm, primäre Leibeshöhle; Nematoda (Fadenwürmer) 

Coelomaten = sekundäre Leibeshöhle mit Mesodermwand; Anneliden (Ringelwürmer), Chordaten (Chordatiere)

Metazoen 

Parazoen <-> Eumetazoen

Eumetazoen: Radiata <-> Birlateria

Bilateria: Acoelomaten <-> solche mit Körperaushöhlungen

solche mit Leibeshöhle: Pseudocoelomaten<-> Coelomaten

5: Coelomaten: Protostomier <-> Deuterostomier

nach Art des Urmundes

Protostomier = Mund = Urmund, After sekundär; Spiralfurchung (Eiteilung) frühe Determinierung

Deuterostomier = After = Urmund, Mund ist sekundär; radiale Furchung, symmetrisch Eiteilung, späte Determinierung

Entwicklung von Urmund/Darm bei Protostomiern

Mund = Urmund, After sekundär; Spiralfurchung (Eiteilung) frühe Determinierung

-Spiralfurchung und frühe Determinierung (Zellschicksal fest)

-Coelombildung aus Mesodermspalten

-Urmund entwickelt sich zu definitiven Mund

Entwicklung von Urmund/Darm bei Deuterostomiern

After = Urmund, Mund ist sekundär; radiale Furchung, symmetrisch Eiteilung, späte Determinierung

-Radiärfurchung und späte Determinierung (Zellschicksal offen)

-Coelombildung aus Aussackungen des Urdarms

-Urmund entwickelt sich zum After, Mund entsteht neu.

Coelom

die sekundäre Leibeshöhle zahlreicher Tiere, etwa derChordatiere oder der Ringelwürmer. 

übernimmt Funktion eines Hydroskeletts

Molekulare Phylogenie der Tiere

Sie benützt Gensequenzen zur Analyse der Verwandschaftsbeziehungen > manchmal stimmen diese Ergebnisse mit der alten klassischen Phylogenie überein, manchmal nicht!

Unstimmigkeiten klassische und molekulare Phylogenie der Tiere

Unterschiede: bei den Protostomiern; Die molekulare Phylogenie unterscheidet sie in Lochotrophozoen und Ecdysozoen

Gemeinsamkeiten: Beide trennen Parazoen von Eumetazoen und Radiata von Bilateria; beide betrachten Deutostomier als einheitliche Gruppe

wann gab es die ersten Tierstämme?

Die Tierstämme erscheinen (fossil) in einer geologisch kurzen Zeitspanne (spätes Präkambrium/frühes Kambrium), aber das tierische Leben begann viel früher! (570mio Jahre alte Embryonen und 1100mio Jahre alte in Grabgängen gefunden; laut molekularischer Uhr muss es vor 1 mrd Jahren Urformen der Tierstämme gegeben haben) 

wann standen die Tierstämme fest?

Die Tierstämme waren spätestens im Kambrium festgelegt, danach waren nur kleine Änderungen im Bauplan möglich > damit war die Evolution schon so weit Eingeschränkt, dass keine weiteren Tierstämme entstanden!

Bestand der Tierarten; wie viele gibt es?

>es sind heute 1,5 Mio Tierarten bekannt, Schätzungen legen den wahren Bestand auf zw 10 und 100 mio fest

>bislang ausgestorbene Arten: 99,9 % (viele (96%) Ende Perm aufgrund längerer Katastrophe

allein auf Anatomie lebender und fossiler Formen wird auf ca 35 versch. Tierstämme geschlossen

360 v.Chr.

Aristoteles

„scala naturae“: erste annähernd umfangreiche Gruppierung der Tierformen; Unterteilung in Tiere weissen und roten Blutes

1758

Linnaeus

„System naturae“ achtete auf die Morphologie; binäre Nomenklatur als wichtigster Beitrag!!

Naturtheologie: zum höheren Ruhm Gottes (hierarchisches Schöpfungsmuster als Vorbild für Gesellschaftsstrukturierung)

1859

Darwin

; „the origin of species“ erste Dokumentation; Phylogenie als Wiedergabe evolutionärer Verwandschaft (Stammbaum)

1866

Haeckl 

Haeckl (Fan Darwins); Stammbaum der Lebewesen

worauf beruht die klassische Phylogenie?

einzig auf dem Körperbau der Tiere

Hypothesen zur Existenz einer „kambrischen Explosion“

Gedankenschritte:

1 Tierstamm > 1 Grundbauplan

-Idee, Abstraktion (Urpflannze)

-Körperbau (Morphologie und Entwicklung > Plan)

-moderne Biologie > Zellbiologie, Genetik, Molekulare Biologie

-Betrachtungsweise > Molekularbiologisches, zellbiologisches Entwicklungsprogramm??

>bis vor kurzem ja, ABER DANN: molekulare Phylogenie

>Autonormativ (aus einzelnen Wörtern mit je eigener Bedeutung bestehend)

Hox Gene

sind eine Familie von regulativen Genen. Ihre Genprodukte sind Transkriptionsfaktoren; sie steuern die Aktiviät anderer, funktionell zusammenhängender Gene im Verlauf der Individualentwicklung (Morphogenese)

Hox-Gene liegen in clustern auf der DNA (wie auf einer Perlenkette aufgereiht).

Sie sind für die Differenzierung der Körperachse in verschiedene Abschnitte zuständig; Jedes Gen determiniert einen bestimmten Körperbereich. Die Gene sind auf der DNA kollinear zu den Körperbereichen angeordnet

Sie gehären zu den homöotischen Genen

Molekulare Uhr

Metapher für die genetische Methode, um den zeitpunkt der Aufspaltung zweier Arten mit einem gemeinsamen Virfahren mittels DNA Sequenzierung zu bestimmen um die Evolutionsdauer abzuschätzen.

Je mehr Mutationen desto länger hat die Entwicklungszeit gedauert

Invertebraten

ohne Wirbelsäule; von 1.5 millionen bekannten Tierarten 95 %

>bewohnen sämtliche Habitate der Erde, von Hydrotermalschloten in der Tiefsee zum antarktischen Eis

Schwämme (Porifera) (Invertebraten)

>sind sessil,(fest sitzend)

>mit Porösem Körper

>manchmal Choanozyten (Kragengeisselzellen, die Strömungen erzeugen und Nahrungspartikel aufnehmen)

>kein echtes Gewebe und Organe

>Suspensionsfiltrierer, die das Wasser durch Poren einstrudeln

>manchmal Choanoflagellaten (Kragenflagellaten, Gruppe der Einzeller mit kleinen, selten mehr als 10 μm messenden Arten, die sowohl sessil als auch in flottierenden Verbänden im Meer- oder Süßwasser leben.

>die meisten sind Zwitter, asexuelle Vermehrung

>hohe Fähigkeit zur Regeneration

Cnidarier (Nesseltiere) (Invertebraten)

> einfach gebaute, vielzellige Tiere

>marin, auch in Süssgewässern

>besitzen Nesselkapseln, hauptsächlich

>Carnivoren, Räuber die Tentakeln mit Cnidozyten zum Beutefang nutzen

>radiärsymmetrisch

>haben ein Gastrovaskularsystem

>Cnidarier und Ctenophora (Rippenquallen; s.u.) sind Radiata!! (haben nicht = Eumetyzoen echtes Gewebe)

>2 Körperformen: sessile Polypen, mobile Medusen (Quallen)

>ein Nervennetz koordiniert die Bewegungen und ist mit den Sinnesorganen verbunden

Lernen