Telematik
Modul 5
Modul 5
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Cartes-fiches
Samuel Morse baut eine Telegrafenlinie von Washington nach Baltimore.
Jahr?
Der deutsche Phillip Reis führt sein Telefon vor, welches er jedoch nicht patentiert.
Jahr?
Der Amerikaner Graham Bell reicht 2 Stunden vor Elisha Grey sein Patent für ein verbessertes Telefon ein und entwickelt es anschliessend zur Serienreife.
Jahr?
Die private Zürcher Telefongesellschaft eröffnet das 1. Telefonnetz der Schweiz.
Jahr?
Dem Italiener Guglielmo Marconi gelingt die erste funktechnische Übertragung.
Jahr?
In Berlin wird die erste drahtlose Fernsehübertragung gezeigt.
Jahr?
Telefonverbindung mittels Fernmeldesatelliten Early Bird nach Amerika.
Jahr?
Einführung des automatischen nationalen Auto-Telefons (Natel) in der Schweiz.
Jahr?
Tim Berners-Lee entwickelt am CERN (in Genf) den Webbrowser und das World Wide Web, das dem Internet (Interconnected Networks) zum Durchbruch verhilft.
Jahr?
Wie funktioniert die Telefonische Übertragung?
Beim Sender (Mikrofon) werden Schallwellen in elektrische Signale (Schwingungen) umgewandelt. Damit die schwachen elektrischen Signale auch grössere Distanzen überwinden können, werden sie transformiert (Übertrager). Im Empfänger (Hörer) werden die elektrischen Signale in Schallwellen zurück umgewandelt.
Was bilden die beschriebenen Ströme?
(Pulsierender Gleichstrom (Mischstrom) & Sprechwechselstrom
Sie bilden die Grundlagen der analogen Telefonie.
Ordnen sie korrekt zu:
1. Die Membrane (dünne Metallscheibe) drückt auf die Kohlekörner. Diese verändern ihren Widerstand, es ensteht ein pulsierender Gleichstrom (Analogsignal).
2. Der Übertrager (Transformator) wandelt den pulsierenden Gleichstrom in den sogenannten Sprechwechselstrom um. Ausserdem erhöht er die Spannung auf der Leitung.
3. Der Elektromagnet zieht die Membrane bei positivem Signal an, bei negativem Signal lässt er sie gehen. Es ensteht etwa der gleiche Ton, wie er beim Mikrofon empfangen wurde. Die Hörermembrane ist vorgespannt. Ohne Permanentmagnet (PM) würde das Signal verzerrt erhöhen (etwa mit der doppelten Frequenz). Bei positivem Signal überlagern sich die Felder von Elektro- und Permanentmagnet, bei negativem Signal heben sie sich auf.
Was wissen sie über die Telefonspeisung?
- Die Mikrofone sind immer in Serie zur Speisung (Batterie) geschaltet.
- Mit den Gabelkontakten (G) wird jeweils bei Nichtgebrauch die Speisung abgeschaltet.
- Die Vermittlungseinrichtung sowie die Rufstromkreise sind in den folgeneden Schemas nicht dargestellt.
- Je nach Standort der Energiezuführung (in der Station oder in der Zentrale) werden zwei verschiedene Betriebssysteme unterschieden.
- Das System heisst Lokalbatteriesystem (LB).
Funktion:
Die Speisung erfolgt beim LB-System ab jeder Station. Damit in der Übertragungsleitung weniger Verluste auftreten, wird das spannungsschwache Signal des Mikrofonkreises mit dem Übertrager (Trafo) heraufgesetzt. Dieses an und für sich einfache Prinzip hat den Nachteil, dass bei Ausfall einer Batterie keine Gespräche mehr geführt werden können.
Anwendungen: Bergwerk, Zivilschutzanlage, Militär (Feldtelefon), Spielzeugtelefon.
- Es nennt sich Zentralbatteriesystem (ZB).
Funktion:
Der Sprechwechselstrom wird in der Zentrale durch die Kondensatoren weitergeleitet und durch die Drosseln gesperrt (Hochpass). Die angeschlossenen Stationen werden hingegen über Drosselspulen gespeist, ohne dass der Sprechwechselstrom über die Batterie kurzgeschlossen wird (Tiefpass). Der Rufstromkreis ist nicht eingezeichnet!
Anwendung: Analog-Zentralen im Ortsnetz mit automatischen Betrieb, Teilnehmervermittlungsanlagen (TVA) in Hotels, Betrieben oder grösseren Wohnungen.
Was sind Frequenzabhhängige Widerstände?
Je nach Stromart werden diese bei steigender Frequenz "niederohmig" (stromdurchlässig) respektive "hochohmig" (stromsperrend) oder sie sind frequenzunabhängig.
Beschreiben sie die Grundfunktion analog?
Das Telefon als die klassische Endeinrichtung der Telekommunikation ermöglicht seit mehr als 100 Jahren Sprach- und Datenübertragung in einem analogen Nutzkanal von 300 Hz - 3400 Hz. Die Apparate werden über zwei Adern gespiesen, ausserdem erfolgt über die gleichen Adern das Sprechen, Hören, Wählen, Steuern und der Ruf. Modernere Geräte haben ein Display zur Visualisierung der Leistungsmerkmale.
Welche Spannung und Frequenz wird mittels Voltmeter und Kathodenstarhl-Oszillo-Skop an der Anschlussleitung oder hinter einer TVA bei ankommendem Ruf gemessen?
Merke: Beim Abheben des Mikrotels wird der Telefonapparat niederohmig. Die damit verbundene Erhöhung des Stromes sorgt in der Anschlusszentrale oder TVA für Rufabschaltung!
Was verstehen sie unter dem Begriff "Signalausbreitungsgeschwindigkeit"?
Die Signalausbreitungsgeschwindigkeit in Kabeln wird in Prozent der Lichtgeschwindigkeit angegeben, auf Englisch "Nominal Velocity of Propagation" (NVP). Sie ist auf dem Datenblatt des jeeweiligen Herstellers zu entnehmen. Üblicherweise liegt dieser Wert zwischen NVP = 65% für Glasfaser- und NVP = 80% für Kupferleitungen.
POP?
Point of Presence
NTS?
Netztrennstelle
HÜP?
Hausübergabepunkt
BEP?
Building Entry Point = Gebäudeeinführungspunkt
Der Netzbetreiber ist ...?
für die Installation und Wartung der Anschlussleitung bis zu Netztrennstelle und bei Aktivkomponenten auch für das Netzabschlussgerät zuständig.
Der Installateur ist ...?
für sämtliche Installationen ab Trennstelle sowie die daran angeschlossenen Endgeräte zuständig, er wird vom Bauherrn beauftragt.
EVU?
Elektrizitätsversorgungsunternehmen
Gebäudeerschliessung, was wissen sie darüber?
Die Anschlussleitung wird unterirdisch oder oberirdisch auf eine Netztrennstelle ins Gebäude geführt. Die Trennstelle wird bei einem Einfamilienhaus häufig auch im Kombikasten vom EVU vorgesehen.
Die Verbindung zu den einzelnen Teilnehmern (Abonnenten) heisst Anschlussleitung, Anschlussnetz oder letzte Meile, sie endet auf der Netztrennstelle (NTS). Die Anschlussleitung besteht aus mindestens zwei Drähten (a und b) oder aus Lichtwellenleitern. Seltener werden auch Freileitungen oder Funkverbindung eingesetzt.
LWL?
Lichtwellenleitern
Welche Installationen umfasst die Gebäudeverkabelung?
Installation zwischen Netztrennstelle (NTS) und Netzabschluss (NTP), (2-Draht Kupfer, Koaxialkabel, LWL sowie drahtlose Systeme)
RIT?
Regeln der Technik